Gibt es eine kaputtere Stimme als die von Tom Waits? Selbst Joe Cocker klingt dagegen wie ein Sängerknabe. Seine Laufbahn als Musiker begann Anfang der 70er in Los Angeles. Anfangs war er noch der amerikanischen Musiktradition der 1940er und 1950er Jahre verpflichtet. Seine Lieder handelten und handeln von den Randfiguren, den Verlierern, die nachts betrunken und vergessen in den Bars sitzen. Da er zunehmend seinen musikalischen und literarischen Vorbildern auch in seinem Lebenswandel nacheiferte, hinterließen die unzähligen Auftritte, der erhebliche Alkoholkonsum und viele Zigaretten ihre Spur in seine Stimme, die zunächst live und ab dem Album ‚Small Change‘ auch im Studio sein Markenzeichen wurde. Waits wird daher als der Charles Bukowski der Rock-Musik bezeichnet.
Einen ersten Höhepunkt als Songschreiber erreichte Waits 1983 mit seinem Album ‚Swordfishtrombones‘. Zunehmend wurde er zur Kultfigur. In den letzten Jahren fand er weitere internationale Anerkennung u.a. als Komponist und Texter für Theateraufführungen (z.B. ‚The Black Rider‘ am Hamburger Thalia-Theater).

Hier nun ein Lied von der 1983 erschienenen Scheibe ‚Swordfishtrombones‘: In the Neighborhood. Irgendwie erinnert mich dieses Lied an Melodien, wie sie von der Heilsarmee stammen könnten …









