Kategorie-Archiv: Internet-Bastelkiste

WillZ Bastelkiste mit Fragen rund um PC und Internet

Was es im Netz sonst noch so gibt

Als Nutzer und Anbieter im WWW, speziell im Web 2.0, hält man immer Ausschau nach Neuerungen, speziell neuen Trends, die sich im Internet auftun. Gerade in der Wahrnehmung und Nutzung des Webs hat sich in der letzten Zeit doch einiges getan. Statt normaler Homepages haben wir es mehr und mehr mit Weblogs bzw. Blogs zu tun. Und dank DSL ist die Anzahl der Video-Portale, besonders nach dem Erfolg von youtube.com, gestiegen. So finden wir neben myvideo.de auch dailymotion.com und ganz frisch im Netz motiono.com.

Web 2.0

Von mir eher stiefmütterlich behandelt (ich nutze andere Möglichkeiten) ist das Foto-Portal flickr.com; wer bestimmte Fotos sucht und in der Bildersuche z.B. bei google nicht findet, sollte vielleicht hier fündig werden.

Interessant erscheint mir ein kostenloser Webservice namens Netvibes, der aus Frankreich kommt. Der Nutzer kann selbst gestaltete Module, wie RSS-Feeds, Google Mail-Nachrichten, Podcasts und andere dynamische Inhalte auf einer Seite zusammenfassen und per Drag & Drop in Spalten und Tabs ordnen, also in wenigen Schritten seine eigene Homepage bzw. sein eigenes Blog anlegen.

Ansonsten: Wer weitere interessante Infos zum Web 2.0 haben möchte, der findet hier einen kompetenten Menschen.

Jethro Tull: Dem Ende entgegen

Nun, es ist noch etwas hin bis zum 30. Mai („Am 30. Mai ist der Weltuntergang …“), aber damit hat das, was ich hier schreibe, nichts zu tun. Und wer glaubt, mit Ian Anderson und seiner Band „Jethro Tull“ ginge es zu Ende, der muss sich auch getäuscht sehen. Eher wird man Herrn Anderson eines Tages auf der Bahre von der Bühne tragen. Bis dahin dürfte es noch etwas hin sein, wie man salopp hier im Norden Deutschlands sagt. Nein, es geht wirklich um etwas ganz anderes und hat nichts mit Weltuntergang und dergleichen zu tun. Allerdings hat es etwas mit Jethro Tull zu tun.

Dieser Tage bekam ich eine Mitteilung von youtube.com, wo ich mehrere Videos von Jethro Tull hosten lasse (wie man das auf neudeutsch nennt – im Sinne von unterbringen, beherbergen), dass eines meiner Videos entfernt wurde, weil es gegen Urheberrechte verstößt. O-Ton: „We have removed one of your videos as a result of a third-party notification by Viacom International Inc. claiming that this material is infringing.“

Mir ist schon bewusst, dass das mit den Urheberrechten so ein Problem ist, das insgesamt einmal – vorallem bezogen auf das Internet – überdacht (in des Wortes doppelter Bedeutung) werden sollte. Käme diese third-party notification aus der Ecke von Ian Anderson und seinem Management, so würde ich das verstehen. Aber nein: Es kommt von Viacom International Inc., Medienkonglomerat in den USA und Mutter einer langen Reihe von TV-Sendern, Filmproduktionsfimen usw. (Sony lässt grüßen). Es geht hier also eigentlich ’nur‘ um Senderechte. Ich habe nämlich den verhängnisvollen Fehler gegangen, die Aufzeichnung eines Jethro Tull-Konzertes vom 1. Mai 2001 aus dem Wildhorse Saloon, Nashville, TN, das in der Sendung „Classic Rock“ auf dem US-Sender TNN TV lief, als Video ins Netz zu stellen. TNN heißt inzwischen Spike TV und gehört … na, wem wohl … nur einmal raten … klar: Viacom International Inc.

Viacom International Inc.

Genau, Viacom ist diejenige, die youtube.com und damit google.com mit einer Milliardenklage die Bude eingerannt hat (ja die Zahl mit 10 Stellen) . Das betrifft hauptsächlich aus dem Fernsehen aufgezeichnete Videoclips, die
MTV, also der Viacom-eigene Musiksender, ausgestrahlt hat und die in einer geschätzten Größenordnung von 160000 Clips bei youtube.com wiederzufinden sind.

Weshalb spreche ich nun in der Überschrift „vom Ende“ … Natürlich hat mich youtube.com darauf hingewiesen, dass im Widerholungsfalle mein Account bei denen völlig gesperrt wird. Und da ich ‚grundsätzlich‘ gegen Urheberrechte verstoße, geht es eben mit meinem youtube-Konto dem Ende entgegen.

Vielleicht ist es eine Überreaktion von mir, aber ich habe meine Videos zunächst als „private“ gekennzeichnet, wodurch sie eben nicht mehr „public“ sind, also jedem Youtube-Besucher zugänglich. Es dürfen jetzt lediglich meine ‚Freunde‘ die Videos angucken, wozu sich diese bei youtube.com anmelden und bei mir als Subscribers eingetragen haben müssen. Ich denke aber, dass es eine Überreaktion war – und werde in den nächsten Tagen sicherlich (bis auf die Konzertvideos aus Nashville) alle Tull-Videos wieder ‚freischalten‘.

Jetzt versteht sicherlich der eine oder die andere wie es kommt, dass plötzlich Videos verschwinden oder gar ganze Konten gesperrt sind: „This account is suspended“. Alles böse Jungs und freche Mädels!

weitere Infos zu Viacom International Inc. bei wikipedia.org (auf englisch, da die deutsche Seite sehr veraltet ist)

außerdem bei zdf.de: Viacom verklagt YouTube und Google

Nachtrag: Da das Leben nun einmal ein gewisses Risiko birgt, so habe ich meine Jethro Tull-Videos (bis auf ein weiteres bei TNN ausgestrahltes) wieder der Öffentlichkeit zugängig gemacht.

Youtube zum Herunterladen

Die Videos bei youtube.com werden als Flash-Videos (Datei-Endung .FLV) abgespeichert. Es ist somit ein Videoformat von Adobe Flash, ein Werkzeug zur Erstellung von Animationen für das Internet (um es einfach und kurz zu sagen). Nun lassen sich bei youtube.com Videos nur anschauen, aber nicht herunterladen (die Videos werden zwar auf dem eigenen Rechner gespeichert, aber nur temporär, und sind auch nicht ohne Weiteres aufrufbar). Aber wie immer im Internet (und rundum den Computer) gibt es Findige, die schnell einen Ausweg ausfindig machen: youtubia.com.

youtubia.com

Hier besteht nun die Möglichkeit, die bei youtube.com gefundenen Videos auf den eigenen Rechner zu bekommen. Es gibt eine entsprechende Suchmöglichkeit – man kann aber auch die URL, also der Webadresse, die bei youtube.com gleich neben dem Video zu finden ist (z.B. http://de.youtube.com/watch?v=cRo5whIbau4), eingeben und kommt sofort zum Download.

Den heruntergeladenen Dateien muss man die Endung .FLV eigenhängig verpassen. Und da es sich um ein eigenständiges Videoformat handelt, benötigt man auch einen speziellen Mediaplayer (nein, der Flash Player tut es leider nicht). Aber auch der wird über die Website von youtubia.com angeboten.

An dieser Stelle passend: Ich habe nichts dagegen, wenn man Videos von mir über youtubia.com herunterlädt. Aber nicht ganz fair finde ich es, wenn man diese Videos, wie z.B. bei myvideo.de geschehen, unter eigenem Namen einstellt. An den einen oder anderen Videos habe ich schon etwas gebastelt, also Zeit investiert. Da sollte man es sich nicht zu einfach machen, Kollegen …

Wer ’s noch etwas genauer wissen will: weitere Infos zu Flash-Videos im Zusammenhang mit youtube.com

WilliZ Top Ten im März 2007 bei youtube.com

Eigentlich bin ich kein Fan von Hitparaden und Top-10-Notierungen. Natürlich freute es mich zu sehen, wie man Ian Anderson von der Gruppe Jethro Tull in den 70-er Jahren in der Rubrik „sonstige Instrumente“ immer wieder auf Platz eins wählte. Aber meine musikalischen Favoriten wählte ich nicht nach irgendwelchen Platzierungen in irgendwelchen Hitlisten aus.

Trotzdem ist es interessant zu sehen, welche Musikstücke von Jethro Tull, die ich bei youtube.com eingestellt habe, den gnädigen Zuschauer finden. Hier also die Top Ten für den Monat März 2007:

Titel Anzahl Aufrufe Platz
Jethro Tull: Aqualung (5/1/2001) 7219 1
Ian Anderson (Jethro Tull): Locomotive Breath 7203 2
Jethro Tull: Trains with Locomotive Breath 6893 3
Jethro Tull: Heavy Horses (1978) 6003 4
Jethro Tull: Back to the Family (Jan. 1969) 5234 5
Jethro Tull: Ian Anderson ’s Flute Solo (07/31/1976) 5047 6
Ian Anderson (Jethro Tull): Moths 1978 3581 7
Jethro Tull: Fat Man (11/15/1983) 3300 8
Jethro Tull: Locomotive Breath/TAAB Reprise (3/10/1985) 3249 9
Ian Anderson/Jack Bruce/Fela Kuti: African Jam Session 1983 2674 10

Wie so oft, so sind nicht alle Statistiken so aussagekräftig, wie sie zunächst erscheinen. „Heavy Horses“ hat zwar bisher mit über 24000 Aufrufen die meisten Zuschauer gefunden – aber der Trend ist rückwärtig. Dagegen hat Ian Andersons Flötensolo, das erst Mitte März bei youtube.com eingespielt wurde, mit über 5000 Besuchern einen täglichen Durchschnitt von fast 300 Besuchern erreicht: bisher unerreichte Spitze!

eingestellt bei youtube.com Titel Videos bis März 2007 Ø pro Tag Platz Trend
16.03.2007 Jethro Tull: Ian Anderson ’s Flute Solo (07/31/1976) 5047 296,88 1 neu
02.11.2006 Jethro Tull: Heavy Horses (1978) 24148 159,92 2 abwärts
10.11.2006 Jethro Tull: Aqualung (5/1/2001) 16825 117,66 3 abwärts
12.02.2007 Ian Anderson (Jethro Tull): Moths 1978 4822 98,41 4 aufwärts
15.11.2006 Ian Anderson (Jethro Tull): Locomotive Breath 12465 90,33 5 aufwärts
08.11.2006 Jethro Tull: Back to the Family (Jan. 1969) 12841 88,56 6 abwärts
16.03.2007 Jethro Tull: Thick as a Brick (07/31/1976) 1450 85,29 7 neu
23.11.2006 Jethro Tull: Trains with Locomotive Breath 10968 84,37 8 aufwärts
30.11.2006 Jethro Tull: Broadsword (March 1982) 10306 83,79 9 abwärts
16.03.2007 Jethro Tull: To Cry You a Song/A New Day Yesterday (07/31/1976) 1400 82,35 10 neu

Aber genug der Zahlenspielereien …

Wolfgangs Schatzkammer

Bill Graham war in der Frühzeit der Rockmusik ein wichtiger Konzertveranstalter in den USA, der Musiker und Publikum zusammenbrachte und damit auf seine Art viel für die Musikrichtung getan hat. Bekannt sind bis heute seine Musiktheater Fillmore West in San Francisco und Fillmore East in New York. Dort trat nicht nur die Creme der Creme der Rockmusik auf (von Clapton über Hendrix bis zu Zappa), sondern viele der Konzerte wurden aufgezeichnet und als Schallplatten veröffentlicht. „Live at Fillmore East …“ (oder Fillmore West“) ist geradezu ein Markenzeichen guter Live-Musik. Leider wurden beide Clubs 1971 bzw. 1972 geschlossen (die Gagen der Musiker wurden unbezahlbar).

Wolfgang's Vault - Wolfgangs Schatzkammer

Bill Graham hieß eigentlich Wolfgang Grajonca und wurde 1931 in Berlin geboren, floh vor den Nazis in die Staaten und anglisierte seinen Namen mit 18 Jahren. 1991 starb er bei einem Hubschrauberabsturz. Trotzdem ist er wohl immer statt Bill Wolfgang geblieben. Denn im Internet ist das umfangreiche Konzertarchiv von Graham digitalisiert und wird als MP3-Stream angeboten – unter dem Namen Wolfgang ’s Vault. Hier lassen sich viele musikalische Schätze entdecken. Man muss sich nur auf der Website anmelden, das natürlich kostenlos.

Ein zweites Leben führen

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, ein zweites Leben zu führen, in dem er alles das machen kann, was er gern möchte, wo der Fantasie und der Umsetzung dieser keine Grenzen gesetzt sind – fast keine.

Genau hier setzt das Online-Spiel „Second Life“ an. Inzwischen tauchen schon 5 Millionen reale Menschen in diese virtuelle Welt ein. Der Zugang ist kostenlos, was aber nicht heißt, dass das zweite Leben als solches kostenlos ist. Denn wie im realen Leben hat auch hier alles seinen Preis, wenn es auch nur so genannte Lindendollar sind. Und: Wenn man im „Second Life“ Immobilien, Kleidung oder ein hübscheres Äußeres für seinen Avatar (Spielfigur, die auch das Fliegen beherrscht) erwerben will, muss man Euro oder Dollar in Lindendollar eintauschen, ebenso kann man Lindendollar verdienen, wenn man eine Dienstleistung anbietet, und diese in Euro oder Dollar zurücktauschen. Im Online-Spiel zahlt man also in einer eigenen Währung mit flexiblem Wechselkurs. Der Referenzwert ist der US-Dollar. Gegenwärtig bekommt man für einen US-Dollar 265 Linden-Dollars.

Second Life

Das zweite Leben bietet alles, was dem Spieler im ‚ersten Leben‘ verwehrt erscheint, bis hin zu Luxus – und natürlich Sex. Schöne heile, bunte Welt? Ich weiß nicht …

Sicherlich träume auch ich manchmal von einem anderen Leben. Aber das müsste anders sein als das „zweite Leben“. Wenn ich dort wie im realen Leben auch nur ‚zahlen‘ muss, dann verstehe ich nicht, was daran so Besonderes sein soll. Weil man spielerisch vielleicht „weitergeht“ als real? Vielleicht sollten wir das reale Leben etwas spielerischer nehmen.

Und irgendwie erinnert mich das auch an die in der heutigen Wirtschaft schon sehr üblichen Derivate, die als neue Finanzspekulationsgrundlagen (Options/Future etc.) dienen und in mancherlei Hinsicht auch eher virtuelle als reale Werte darstellen.

siehe auch zdf.de: Deutsche Firmen entdecken Second Life (mit weiteren Links)

Eine alte Tante wird quicklebendig

Zwar ist es nicht das erste Mal, dass die BBC, von den Briten mehr oder weniger zärtlich als altes Tantchen bezeichnet, einer Internetplattform Ausschnitte der eigenen Formate überlässt – BBC Worldwide arbeitet schon seit längerer Zeit mit Yahoo zusammen -, aber einige Aspekte des YouTube-Abkommens sind neu und bemerkenswert: Zunächst ist da die Tatsache, dass YouTube eigens drei BBC-Kanäle einrichtet. Youtube.com/bbc und youtube.com/bbcworldwide sind bereits online, ein Newskanal soll im Lauf des Jahres hinzukommen. Die BBC hat also von nun an neben der eigenen Webpräsenz permanente Standorte auf einer anderen Internet-Plattform.

Mit musicload.de – bestens ‚bedient‘

Ich will mich hier nicht über Verschlüsselung, digitalen Wasserzeichen und der analogen Lücke (die Möglichkeit, Analogkopien hochwertig zu redigitalisieren und ungeschützt weiterzuverbreiten) auslassen. Ich wollte eigentlich nur im Internet, also online, ein bestimmtes Musikstück kaufen, weil ich kein Interesse habe, mir die ganze CD für rd. 15 € zuzulegen. So landet man als unbedarfter Musikinteressent fast automatisch bei musicload.de, einer Tochter oder sonstigen Anverwandten von t-online. Ich wurde dort auch gleich fündig, meldete mich ordnungsgemäß an und wollte nun das gute Musikstück kaufen und herunterladen. Noch bevor ich die Musikdatei heruntergeladen geschweige gekauft hatte, wollte mir musicload.de ein so genanntes Add-on für DRM unterjubeln. Nun ist mein Webbrowser so konfiguriert, wie man das wohl nennt, um nicht jeden Scheiß automatisch durchhuschen zu lassen. Natürlich ist mir schon bewußt, dass ich ohne DRM, also dem digitalen Rechtemanagement, nicht viel weiterkomme, wenn ich mir Musikstücke aus dem Netz herunterladen. Aber warum muss mir musicload.de das von hintenherum unterjubeln, ohne dass ich möglichst etwas davon mitbekomme. Noch fühle ich mich als mündigen Bürger, der sich gern aufklären lässt und dann von sich aus entscheidet, ob er etwas will oder nicht. Ich wollte nicht. Und als ich noch zum Überfluss den Musicload Manager herunterladen sollte, der sich mit seinen über 60 MB Größe als Komplettpaket „t-online 6.0“ entpuppte, da trat ich den Rückzug an, sprich: ich meldete mich umgehend ab und werde wohl so schnell kein Kunde von musicload.de respektive t-online, telekom oder wie dieser ganze überteuerte Familienverbund heißt, werden.

musicload.de - ohne mich

Was bei musicload.de als WMA (Windows Media Audio-Datei) bei einer Bitrate von 128 kbit/s 1 € 29 kosten sollte, bekam ich dann anderweitig mit einer Bitrate von 192 kbit/s für 99 Cent. Nun aber zum DRM, einer Art Lizenzmanagement für meine erworbene Musikdatei. Immerhin darf ich das gute Musikstück unbegrenzt hören, was ich in gewisser Hinsicht bezweifle. Denn mit der erworbenen WMA-Datei komme ich nicht viel weiter. Erstens kann ich diese nur mit den Windows Media Player von Microsoft abspielen. Beim ersten Aufruf werden in einem Verzeichnis „Lizenzsicherung“ Dateien gespeichert. Aber dann kann es losgehen. Sollte es zumindest.

Als ich den ersten Aufruf der Musikdatei mit dem Windows Media Player wagte, kam lediglich eine Meldung, dass ich ein Sicherungsupdate herunterladen müsste, was ich dann auch gern hätte machen wollen. Nur es passierte nichts. Hilfreiche Hilfen halfen mir auch nicht weiter. Ich hatte in den Optionen unter Datenschutz die Häkchen an der richtigen Stelle gesetzt. Nun ich konnte mir auf andere Weise (dank eines anderen Rechners) helfen. Was macht aber jener, der mehr oder weniger Laie ist und nicht weiterkommt …. Gute Frage?!

Was das ganze DRM am Ende soll, ist zudem fraglich. Mit dem Windows Media Player kann ich z.B. meine käuflich erworbenen Musikdatei als Audio-CD brennen (ohne Kopierschutz) und diese wieder mit „Von CD kopieren“ in den Ausgangszustand – allerdings ohne DRM – zurückholen.

Sony pennt

Neulich las ich in einem Zeitschriftenartikel, dass die Krise in der Musikbranche eigentlich nur eine Krise der Plattenindustrie wäre. Die Bands u.a. Musiker verdienen ihr Geld durch Live-Auftritte, die trotz der manchmal sehr hohen Preise gut besucht sind.

Keine Frage: Der Verkauf an Tonträgern ist eindeutig zurückgegangen. Verantwortlich machen hierfür die Bosse der großen Plattenfirmen hauptsächlich die Raubkopierer und deren Abnehmer, gegen die man verstärkt gerichtlich vorgehen will. Experten dagegen meinen, dass dieser juristische Kampf gegen die Musiktauschbörsen der falsche Weg sei.

Das eigentliche Problem ist, dass die Plattenbranche die neuesten Trends einfach verschlafen hat. So ist z.B. der kommerzielle Vertrieb vom Musik über das Internet durch die Computerbranche ins Rollen gekommen. Erst spät ist man auf diesen Zug aufgesprungen. Aber auch sonst fehlt jede Art von Kreativität in den Chefetagen.

Zudem taugen die üblichen Verdächtigen, Tauschbörsennutzer und Privatkopierer, längst nicht mehr, um die andauernde Umsatz-Talfahrt stichhaltig zu begründen. Der Markt, auf dem die Musikindustrie ihre Umsätze früher nahezu konkurrenzlos erzielte, hat sich nun einmal in den letzten Jahren entscheidend gewandelt. So geben Jugendliche und junge Erwachsene ihr Geld verstärkt für Videospiele, Hardware und fürs Telefonieren aus.

siehe auch zdf.de: Auf der Suche nach dem verlorenen Geschäft