Archiv für den Monat: Juni 2006

Ab 2007/08 wird in der „T-Com“-Liga gekickt

Man gewöhnt sich an vieles. Dass das Volksparkstadion jetzt AOL Arena heißt und AufSchalke eben Veltins-Arena (kein Wunder, nachdem Rudi Assauer selbst bereits reichlich Werbung für das Bier machte). Wenn denn ein neues Stadion gebaut wird, dann darf es gern auch einen neuen Namen haben: die neue Münchner Allianz Arena. Aber warum eigentlich immer Arena, kämpfen dort Gladiatoren?

Das Weserstadion in Bremen heißt immerhin noch Weserstadion und das Berliner Olympiastadion hat auch noch nicht seinen Namen geändert (wie lange noch?). Dafür heißt die gute, alte Bremer Stadthalle seit einiger Zeit AWD Dome (warum nicht gleich Kathedrale oder englisch Cathedral?).

Wen wundert es dann noch, wenn auch die Fußball-Bundesliga sich mit einem Sponsorennamen zu schmücken trachtet. Nach dem Kuhhandel zwischen T-Com und dem neuen Pay-TV-Anbieter Arena wird ab der Saison 2007/08 die Bundesliga somit T-Com-Liga bzw. T-Com-Bundesliga heißen.

Schon in der kommenden Saison müssen die Spieler aller 36 Vereine das Telekom-Logo auf den Ärmeln ihrer Trikots tragen. Auch die Auswechsel-Tafeln zeigen den Namenszug des Sponsors.

Das Ganze bringt natürlich ordentlich Kohle in die Kassen der Vereine. Sei es ihnen gegönnt. Aber die erste Fußballliga wird für mich weiterhin nur Bundesliga heißen. Man kann natürlich froh sein, dass z.B. kein Klobürstenfabrikant als Sponsor für den deutschen Fußball auftritt, denn dann …

Und das Nemensrecht sollte man auch schon einmal vorsorglich ändern, damit man den Lebensweg seiner Kindern sponsern lassen kann. Dann heißen die lieben Kleinen eben mit Vornamen Haribo oder Mike-Rosoft oder so …

Video online – broadcast yourself

Ich bin ein visueller Typ, also einer, der auf Gesehenes besonders leicht anspringt. Akustische Reize vertiefen dabei natürlich das Gesehene. Aber wem geht es nicht ähnlich?

Musik als solches ist nicht schlecht (wenn die Musik nicht schlecht ist). Aber mit optischer Untermalung (um ‚das Pferd‘ einmal von dieser Seite aufzuzäumen) fluscht alles noch einmal so gut. Daher die werbewirksamen Musikvideos, Spots usw.

Das Internet bietet da natürlich auch seinen Beitrag. Und damit man möglichst schnell an die Videos kommt, die einen interessieren, gibt es Plattformen und Suchmaschinen, die einem den Weg zum Ziel erleichtern.

Neben singingfish.com (ich berichtete bereits darüber in meinem Beitrag: Fish it!) gibt es die Plattform youtube.com unter dem Motto Broadcast yourself, also: Sende selbst, bei der man als angemeldeter Benutzer selbst Videos ablegen, vorallem aber andere Videos abrufen kann.

Seit kurzer Zeit hat nun auch Yahoo eine Videosuche, die wohl noch im Aufbau ist. Aber in Zukunft wird die Suche nach Videos auch hier interessant sein.

06.06.06

Etwas viel Sex sechs für einen Tag. Und die scheinbar heilige Dreieinigkeit dieser Zahl ist hier (selbst einen Tag nach Pfingsten, an dem der heilige Geist gen Erden kam) alles andere als heilig: Die Zahl 666 ist die des (großen) Tieres, des Teufels – also des Antichristen! Der Ursprung geht auf die Offenbarung des Johannes (Kap. 13, Vers 18) zurück und wurde bis heute reichlich durch die Mühlen des Okkultismus und der Zahlenmystik gedreht. Und just zum 6. Tag des 6. Monats des Jahres 6 spuckt auch noch die Filmindustrie einen entsprechend passenden Film aus: Das Omen! Wenn uns da nicht auch tatsächlich Luzifer am heutigen Tag heimsucht?!

666

Und ich habe sie im Internet gefunden: Satan und seine Brut! Wenn ’s wohl auch nicht so erst gemeint ist …

Mit seufzendem Herzen und bereit für den Tod

Wenn die Fußballmannschaften den grünen Rasen betreten, dann werden auch bei dieser Weltmeisterschaft in Deutschland immer die jeweiligen Nationalhymnen gespielt. Diesmal kommen die Klänge allerdings vom Band und werden nicht durch Musiker der Bundeswehr intoniert.

Und schon wird man harte Männer sich an weiche Herzen fassen sehen, vielleicht mit der einen oder anderen Träne im Auge lautlals (zwar laut, aber nicht immer schön) den martialischen oder eher rührseligen Hymnentext singen hören. Denn wenn die Musik der meisten Hymnen schon kein Hit ist, so haben es wenigstens die Texte in sich.

Denn da wird marschiert, gebetet, geschrien zum Donnergrollen der Kanonen und gestorben – für Ruhm, König, Volk, Heimat und Vaterland. Gottlob wird dann auf dem Rasen aber doch nur Fußball gespielt …

ausführliche Infos (Text, Musik usw.) zu den Hymnen der Länder dieser Welt bei Wikipedia

Jans Kalenderblatt: Juni 2006

Mit dem Juni sollte auch endlich die Sonne öfter als in den letzten Tagen zum Vorschein kommen. Und mit steigenden Temperaturen dürfte der Wunsch nach Abkühlung wachsen und dann irgendwann das Wasser in unseren Freibädern angenehm warm geworden sein, um einem ähnlichen Vergnügen zu fröhnen wie auf dem Bild, das mir mein Sohn Jan für diesen Monat gemalt hat:

Jans Kalenderblatt für den Monat Juni 2006

Sushi mit „Mister Wong“

Das Web ist voller interessanter Seiten zu allen möglichen und unmöglichen Themen. Um diese aufzufinden, bedient man sich meistens der einschlägigen Suchmaschinen. Allen voran Google und Yahoo – mit einem Marktanteil von über 80 % in Deutschland. Das Problem: nur diese bestimmen durch einen geheim gehaltenen Algorithmus welche Seiten in den Suchergebnissen vorne stehen. Jeder Suchende ist damit dem Algorithmus ausgeliefert und nur die Seiten die bei Google oder Yahoo in den Top 20 sind, haben auch wirklich viele Besucher.

Es ist daher an der Zeit, dass sich neue Formen des Suchens im Web etablieren. Das Schlagwort hierfür lautet Social Bookmarking. Ein Trend, der in den USA immer populärer wird, wo es bereits zahlreiche Anbieter gibt.

Beim Social Bookmarking werden Links als gut bewertet, die von vielen Usern als Favoriten gespeichert werden. Und das macht das Ganze so sympathisch: niemand gibt vor was gut ist, sondern die Gemeinschaft entscheidet. Menschen bewerten Informationen und Inhalte intelligenter als Maschinen. Social Bookmarking wird damit zur Alternative zu klassischen Suchmaschinen. Die Web-Community entscheidet, welche Seiten hoch bewertet werden.

Mister Wong sucht ...

Mister Wong ist eine dieser Suchmaschinen, die das Social Borkmarking nutzen. Zudem hat man mit Mister Wong den Vorteil, ein Online-Verzeichnis der eigenen Favoriten zu haben, das man von jedem Ort der Welt erreichen und mit den so genannten Tags (Schlagwörter) sehr gut sortieren kann.

siehe auch zdf.de

Für WordPress-Nutzer (wie dieses Weblog) gibt es außerdem ein Plugin namens Sushi für Mister Wong (Wong Roll), mit dem man seine persönlichen Bookmarks einfach und bequem in seinem Weblog anzeigen lassen kann (siehe Wong Roll).

siehe hierzu auch:
Kampagne gegen Internet-Zensur (Google zensiert seine neue chinesische SuchmaschineYahoo! hilft Chinas Polizei) – bei zdf.de

Großrazzia gegen schwedischen BitTorrent-Tracker

Lt. der Titelseite von Wikipedia von heute:

In Schweden wurden bei einer umstrittenen Großrazzia die Server eines der größten BitTorrent-Tracker vermutlich wegen des Verdachts auf Urheberrechtsverletzungen beschlagnahmt.

Wenn ich das richtig sehe, so handelt es sich um thepiratebay.org

Nach letzten Meldungen sollen sogar die USA hinter der Razzia stecken. Die Musikbranche (IFPI – International Federation of Phonogram and Videogram Producers) wird ’s freuen. Übrigens war der Server der deutschen Sektion der IFPI zwischenzeitlich auch „nicht verfügbar“.

Lebensmüde Studenten

Bahnfahren ist immer wieder ein ‚Abenteuer‘. Ich habe reichlich hier und anderswo darüber berichtet. Mal sind es die ‚betrieblichen‘ Störungen der Bahn selbst, dann Störungen, die durch andere verursacht werden: durch Selbstmörder – und jetzt durch Studenten!

Nach einem Demonstrationszug von Hamburg-Dammtor in die Innenstadt löste sich eine kleinere Gruppe von Studenten, um über die Gleise des Hauptbahnhofs von Hamburg zu hüpfen und damit für längere Zeit den Fernverkehr lahm zu legen.

Ich habe viel Verständnis für unsere studierenden Mitmenschen. Und die jetzt auch in Hamburg in Aussicht gestellten Studiengebühren finden nicht meine Zustimmung. Schließlich habe ich selbst noch Kinder, die eines Tages studieren wollen. Und angesichts der so oder so vorhandenen Bildungsmisere in unserem Land (ich wage es schon gar nicht mehr, hier die Pisa-Studien anzuführen) sind diese Gebühren eher kontraproduktiv.

Aber ist die Lage einzelner Studenten schon so aussichtslos, dass diese in geradezu selbstmörderischer Absicht über Bahngleise springen müssen? Haben sie nicht gelernt, dass das wahrlich lebensgefährdend sein kann. Wenn da jetzt gerade ein Zug angeprescht kommt … Nicht auszudenken!

Also liebe Politiker! Vergesst die Studiengebühren und lasst unsere Studenten weiterhin am Leben! … und uns arme Pendler, die ermütet von der Arbeit das anheimelnde Nest ansteuern, zeitig heimkehren. Danke!