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Bauplanung ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt (11): „Der Betonklotz von Tostedt“

Der Ausdruck ‚Betonklotz von Tostedt‘, der sich auf den aus vier Häusern bestehenen Wohnblock ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt bezieht, stammt nicht von mir. Öfter bin ich oder ist meine Frau auf den Neubau angesprochen worden und immer stand dabei die Voluminösität (um es einmal so auszudrücken) des Baues im Mittelpunkt. „Da haben die sich aber was Tolles ausgedacht! Und das mitten in Tostedt!“ – „Eine Nummer kleiner ging es wohl nicht!“ Selbst unser Gemeindebürgermeister, Gerhard Netzel, zeigte sich anhand der Größe etwas irritiert, wie er es in seiner Ansprache anläßlich des weihnachtlichen Richtfestes äußerte.

Neubau ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt - 'Der Betonklotz von Tostedt'
Neubau ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt – ‚Der Betonklotz von Tostedt‘

Ich will mich hier nicht hinter den Aussagen anderer verstecken. Vom Tenor her könnten die Sprüche nämlich auch von mir sein. So frage ich mich, was solche als Stadthäuser deklarierten Bauten in einem kleinen Ort wie Tostedt zu suchen haben. Klar, mir ist bewusst, dass das ‚der neue Baustil‘ ist, der inzwischen überall zu finden ist, so auch in Tostedt (und eines Tages vielleicht als die Bausünde der 2020-er Jahre abgetan wird). Und es ist ein Baustil, der schwammige Bauvorschriften ‚hintergeht‘, indem eine nach dem Bebauungsplan zulässige Bebauung mit maximal 2 bzw. 3 Vollgeschossen um ein Stapelstockwerk erweitert wird. Wenn dann darüber noch Aufbauten für die Fahrstuhlschächte und die ‚raumlufttechnischen Anlagen‘ errichtet werden, so kommen wir bei drei Vollstockwerken optisch schon auf fünf Stockwerke. Übrigens: Die Umgebung wird überwiegend durch ein- bis zweigeschossige Wohn- und Mischnutzungen geprägt, wie es auch die Bauherren ‚anerkennen‘.

Apropos Stadthäuser: Ich finde es schon ziemlich interessant, wenn in der Begründung zur Bebauungsplanänderung, die am Ende vom Gemeindedirektor unterzeichnet wurde, von innenstadtnahen Flächen („… [um] die innenstadtnahen Flächen möglichst vielen Menschen für Wohnzwecke zur Verfügung stellen zu können“) und „Wohnquartieren mit hohen Grünanteilen“ die Rede ist. Hier wird vieles schöngeredet (die Innenstadtnähe würde ich gelinde gesagt als relativ ansehen, wobei statt Innenstadt der Begriff Ortsmitte für Tostedt eher zutrifft – und zum angeblich hohen Grünanteil haben die Anrainer einiges betragen können, indem sie Politik und Verwaltung schon früh auf die anfangs noch größeren Ausmaße des Bauvorhabens hinwiesen).

Im November 2018 gab es Baggerarbeiten und seit April 2019 ist das Grundstück mit den vier entstehenden Neubauten eine andauernde Baustelle. Morgens von Montag bis Freitag geht kurz nach 6 Uhr 30 (im Winter ab 7 Uhr) der Baulärm in unmittelbarer Nähe zu uns los und dauert mit kurzen Pausen bis gegen 16 Uhr. Gerade jetzt in Coronazeiten, wenn wir zu Hause verbleiben sollen, das Wetter sich von der freundlichen Seite zeigt und wir gern draußen auf unserer Terrasse sitzen möchten, kann das natürlich ganz schön ‚auf den Geist‘ gehen. Hoffen wir auf ein baldiges Ende (das für uns aber noch nicht absehbar ist).

Was einst als Schandfleck Tostedts bezeichnet wurde, mausert sich zu einem ‚Wohnquartier‘, das sicherlich neuen Wohnraum schafft (der allerdings nicht der billigste sein wird, denn Spekulanten wollen hohe Renditen), dafür aber das Ortsbild einer immer noch kleinen Gemeinde nachhaltig verändert.

Späte Reisende

Unser kleines Örtchen zeichnet sich als Einflugschneise für zahlreiche Zugvögel aus. Aber so spät noch im Jahr wundert es einen schon, wenn plötzlich lautes Geschnatter am Himmel zu vernehmen ist. Immerhin sind es viele Grad unter null, wenn auch der Himmel, wie am letzten Samstag, wolkenlos und klar erscheint. Ja, da fliegen letzte späte Reisende gen Süden, wo es um einiges wärmer ist als jetzt hier. Man hätte Lust, mit ihnen zu ziehen.

Zugvögel: Ab in den warmen Süden

Zugvögel: Ab in den warmen Süden

Zugvögel: Ab in den warmen Süden

Zugvögel: Ab in den warmen Süden

Zugvögel: Ab in den warmen Süden

Töster Markt 2010 – Flohmarkt in Tostedt

Leider hat auch in diesem Jahr das Wetter nicht ganz mitgespielt. Zum 38. Flohmarkt in Tostedt, kurz Töster Markt genannt, stellte sich wieder Regen ein, kein Dauerregen, aber eben kein Sonnenwetter – wie es für morgen vorausgesagt wird. Aber das konnte dem Treiben keinen Abbruch tun. Neben den vielen „echten“ Flohmarktständen, die Trödel und dergleichen feilboten, gibt es immer mehr Fress- und Saufbuden, die für das leibliche Wohl sorgen.

In einem Jahr geht’s dann weiter …

Flohmarkt Tostedt 2010 - Töster Markt

Flohmarkt Tostedt 2010 - Töster Markt

Flohmarkt Tostedt 2010 - Töster Markt

Flohmarkt Tostedt 2010 – Töster Markt

Flohmarkt Tostedt 2010 - Töster Markt

Flohmarkt Tostedt 2010 - Töster Markt

38. Flohmarkt in Tostedt (Töster Markt)

Es ist wieder soweit: Am kommenden Samstag (02. Oktober) findet in unserem kleinen Heideort Tostedt, auf halber Strecke zwischen Bremen und Hamburg gelegen, Norddeutschlands größter Flohmarkt mit rund 700 Ausstellern auf ca. 6.580 Metern Standfrontfläche statt – in diesem Jahr zum 38. Mal. Der Flohmarkt in Tostedt wird auch kurz Töster Markt genannt (Töst ist die niederdeutsche Form von Tostedt).

Der Flohmarkt öffnet offiziell von 10.00-18.00 Uhr seine Pforten. Insider stehen aber schon ab 5 Uhr auf der Matte. Neben den rund 700 Ausstellern gibt es auch Musik mit der Pankopen Kapelle, Horny Jazz Union, und Schülerband. Außerdem dabei Bungee-Jumping und Ekki, das Maskottchen des veranstaltenden Werbekreises Tostedt.

Töster Flohmarkt 2009

Noch verspricht die Wettervorhersage meist wolkiges, aber trockenes Wetter. Erst am Abend soll es einige Regentropfen geben. Hoffen wir also das Beste.

Kleiner Tipp am Rande:
Flohmarkt in Tostedt mit dem DRK, ab 7.00 Uhr Frühstück,
ab 11.30 Uhr Mittagessen, ab 14.00 Uhr Kaffeestube, in der
Geschäftsstelle, Himmelsweg 23, Info: Dieter Weis, Tel.: 04182-1233.

Am Sonntag, den 3. Oktober gibt es dann auch noch einen verkaufsoffenen Sonntag in Tostedt von 12.00- 17.00 Uhr., Info: Jens Gerlach und Christian Wilkens, ein Termin des Werbekreises Tostedt.

siehe auch das folgende Video: Flohmarktfieber: Töster Markt 2009

Flusskrebsessen 2010

Am Samstag fand bereits zum 6. Mal unser alljährliches Flusskrebsessen bei Catarina und Klaus statt. Leider musste meine Frau wegen ihrer Erkrankung und auch mein älterer Sohn Jan (er war bis heute Morgen beim Open Flair Festival in Eschwege) absagen. So war ich diesmal nur mit meinem jüngeren Sohn gekommen.

Flusskrebsessen

Neben den Flusskrebsen gab es wieder jede Menge andere Leckereien und als Höhepunkt und Nachtisch Panna cotta und Mousse au Chocolat – diesmal von meinen jüngeren Sohn, dem Meisterkoch, zubereitet.

Foto vom vorjährigen Flusskrebsessen

In diesem Jahr stand Klaus ganz im Mittelpunkt des Geschehens. Er war nicht nur für den Toast zuständig („Noch ’en Toast?“), sondern er erzählte von seinen zahlreichen Reisen und Kameltouren durch die Sahara in den 70er bis hin zu den 90er Jahren. Dabei besuchte er nicht nur Länder wie Mali, Niger, den Tschad und Sudan, sondern kam auch in Länder wie Usbekistan, Kasachstan und Tadschikistan.

Von einer dieser Reisen mit einer Kamelkarawane durch den Sudan hat er auch ein Buch veröffentlicht: Cowboys der Wüste. Im Klappentext dazu heißt es: Wie die Cowboys im Wilden Westen treiben die Kameltreiber ihre Kamelkarawane quer durch den Sudan nach Ägypten. Klaus Höppner war einer von ihnen.Während des 1000 km langen Rittes lernte er Hitze und Kälte, Hunger und Krankheit kennen und überlebte nur, weil er sich den Bedingungen der Karawane total unterwarf. Sein fesselnder Bericht vermittelt einen lebendigen Eindruck von Land und Leuten und beweist, daß Reisen auch heute noch ein Abenteuer sein kann.

Klaus Höppner: Cowboys der Wüste

Später mit Sicherheit etwas mehr hierzu. Vor zehn Jahren – zum Jahrtausendwechsel 1999 auf 2000 war ich mit meinen Lieben zwei Wochen in Südtunesien – hat Klaus meinen Söhnen, meiner Frau und mir an einem längeren Nachmittag einen Großteil seiner Bilder (Dias) von seinen Reisen gezeigt. Er hat dabei ein seltenes Talent die endlos vielen Geschichten und Anekdoten auf spannende und plastische Weise zu erzählen.

siehe auch meine Beiträge: Finnische Tradition: Flusskrebsessen 2005Flusskrebsessen 2006Flusskrebsessen 2007Flusskrebsessen 2008Flusskrebsessen 2009