Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!
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Vor genau einer Woche weilte ich mit meinen beiden Söhnen auf einer kurzen Rheinreise in Königswinter. Was wir dort in einem Fenster in der Altstadt von Königswinter erblickten, brauchte uns dann wahrlich zum Lachen:
Wenn’s dem Esel zu gut geht …
… will er ein neues Rathaus bauen.
Also nicht nur in der Samtgemeinde Tostedt (Erweiterungsbau Rathaus Tostedt) kämpft eine Bürgerinitiative gegen einen kostspieligen Rathausneubau. Übrigens: Wahrscheinlich im Herbst wird es zu dem Bürgerbegehren in Tostedt kommen, da der Samtgemeinderat nicht gewillt ist, seinen Beschluss vom 09.03.2010 zurückzunehmen. Die Politiker hoffen insgeheim darauf, dass das Bürgerbegehren scheitert, da mindestens 25 % der wahlberechtigten Bürger für das Begehren stimmen müssen. Wir werden sehen!
Der Respekt war zu groß vor dem spanischen Team. So fehlte der Mut, der die deutsche Mannschaft gegen England und Argentinien bis ins Halbfinale gebracht hatte. Orakeltintenfisch Paul aus dem Sealife in Oberhausen hatte also Recht: Nicht Deutschland, Spanien zog nach einem knappen 1:0-Sieg ins Finale um die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika.
Dass die Enttäuschung für die vielen jungen deutschen Spieler groß ist, ist nachvollziehbar. Aber der Anspruch war auch groß und wuchs mit jedem gelungenem Spiel in der OK-Runde (4:1 gegen England, dann auch für mich sehr überraschend 4:0 gegen Argentinien, zuvor noch als einer der Anwärter auf den Titel gehandelt): Wer hoch steigt, kann auch tief fallen! In Spanien nun, das schnell zu seinem gewohnten Kurzpassspiel fand und den deutschen Spielern wenig Raum zur Entfaltung ließ, fand die deutsche Mannschaft ihren Meister.
Man mag nach den Ursachen dieser Niederlage suchen. Sicherlich fehlte der gesperrte Thomas Müller, der in den bisherigen Spielen fast schon zum Superstar avancierte und durch den Hamburger Trochowski nur unzureichend ersetzt wurde. Seine Auswechslung kam dann nach meiner Meinung auch etwas spät.
Miroslav Klose hat mit seinen vier Toren das Vertrauen, das der Bundestrainer Joachim Löw in ihn gesetzt hat, gerechtfertigt, was man von Mario Gomez leider nicht behaupten kann. Warum Löw den Münchner Gomez auch in diesem Spiel, wenn auch spät, eingewechselt hat, bleibt sein Geheimnis. Und warum Löw gerade auch gegen die Spanier auf Marko Marin verzichtete, kann ich nicht nachvollziehen. Okay, Marin spielt auf links, Müller, der ersetzt werden musste, spielt im rechten offensiven Mittelfeld. Mit Marin wäre auf jeden Fall „mehr Leben“ ins deutsche Angriffspiel gekommen.
Ausschlaggebend war aber, dass die Zielsetzung der deutschen Mannschaft einfach zu hoch gesteckt war, sodass man den eigenen Ansprüchen nicht gerecht wurde. Urplötzlich war die eigene Courage gemindert, das aufgebaute Selbstvertrauen geschmälert – die Nerven begannen zu zittern. Und kleinste technische Fehler rächen sich gegen eine eingespielte spanische Mannschaft, die für mich von Anfang an (auch nach der Auftaktniederlage gegen die Schweiz) Favorit auf den Weltmeistertitel war.
Nun, die junge deutsche Mannschaft hat nach meiner Meinung mehr erreicht, als man aufgrund der Testspiele zuvor vermuten konnte. Und sie hat die Zukunft noch vor sich. Özil, Khedira, Marin und Müller, um nur einige Namen zu nennen, haben eine große Zukunft vor sich. Der FC Barcelona hat inzwischen nicht nur auf Özil, sondern auch auf Marin ein Auge geworfen. Ein Wechsel Özils wird bereits für die neue Saison erwogen, wobei man ihn evtl. noch für ein Jahr an Werder Bremen ausleihen würde.
Nicht so ganz nachvollziehen kann ich die Entscheidung der Mannschaft, nach ihrer Rückkehr keinen Empfang zu geben. Es wird keinen „großen Bahnhof“ in Berlin geben. Also schlechte Verlierer? Gegenüber den Fans ist das ziemlich ungerecht.
Ach ja, hier ein kleines Video von den deutschen und spanischen Fans, gestern aufgenommen in der Düsseldorfer Altstadt, wo ich mit meinen Söhnen vor einer knappen Woche selbst noch einige kühle Altbier getrunken habe: Spanische Fans in Düsseldorf
Südafrika liegt auf der südlichen Welthalbkugel und dort ist jetzt Winter. Die Fußballweltmeisterschaft findet also im Winter statt. Auf der südlichen Hemisphäre befinden sich auch der südamerikanische Kontinent und natürlich Australien samt Neuseeland, die zwar bei der WM ausgeschieden sind, aber mit ihren Ergebnissen doch zufrieden sein können. Südafrika breitet sich zwischen dem 22. und 35. Grad südlicher Breite aus. Und in Überschneidungen finden sich die südamerikanischen Staaten Argentinien, das südliche Brasilien, Chile, auch noch Paraguay und Uruguay auf gleicher geografischer Breite.
Schaut man auf die Resultate der Fußball-WM, so stellt man schnell fest, dass bisher lediglich Chile eine Niederlage (allerdings auch gegen Europameister Spanien) kassieren musste; alle fünf Vertreter Südamerikas haben das Achtelfinale erreicht (auch Chile) – und die Aussichten für ein Weiterkommen (Argentinien hat es gestern bereits geschafft) sind gut – außer bei Chile oder Brasilien, da beide Mannschaften heute aufeinandertreffen.
Es ist vielleicht etwas weit hergeholt, aber ich sehe durchaus einen Zusammenhang darin, dass die südamerikanischen Länder und das Gastgeberland auf gleicher geografischer Breite liegen, die klimatischen Verhältnisse also ähnlich sind – und die Mannschaften Südamerikas erfolgreich sind.
Okay, da sind Mannschaften wie die Spaniens, der Niederlande und natürlich Deutschlands, die gestern das Mutterland des Fußballs, England, nach einem hinreißenden Spiel nach Hause schickten. Aber die spielen bei jeder Witterung gut 😉
Nun der Erfolg bestimmter Mannschaften lässt sich durch viele Gründe erklären. Und wer es am Ende schafft und den Pokal nach Hause bringt, wird auch vom Glück begünstigt gewesen sein. Wenn nun am Samstag die junge deutsche Mannschaft auf Argentinien trifft, ist alles möglich: Ein Spiel auf Weltklasseniveau, aber auch wieder ein Krampfspiel wie gegen Serbien. Nach meiner oben genannten These müsste Argentinien das Halbfinale erreichen. Aber welche Regel, wenn meine These eine wäre, besteht ohne Ausnahmen. Hoffen wir also auf die Ausnahme. Dann wird es aber nicht leichter, ist klar, denn dann wartet der Sieger aus dem Spiel Spanien – Portugal darauf, Thesen zu widerlegen bzw. das deutsche Team zu schlagen.
Aber … wie sagte Gary Lineker vor längerer Zeit, als er Fußball erklärte: Ein Spiel dauert 90 Minuten und am Ende gewinnt Deutschland (genauer: „Football is a simple game; 22 men chase a ball for 90 minutes and at the end, the Germans always win.“ („Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen immer die Deutschen.“))
Für ihren persönlichen Mut und ihr Verdienst um die Demokratie werden heute am Donnerstag (24.6.) in Hamburg Bürger mit der Herbert-Wehner-Medaille geehrt. Die mit insgesamt 4000 Euro dotierte, nach dem früheren SPD-Politiker benannte Auszeichnung wird zum siebten Mal von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di verliehen, wie eine ver.di-Sprecherin am Dienstag mitteilte.
Mit dem Preis würdige die Gewerkschaft Institutionen oder Menschen, die engagiert gegen rechtsradikale Aktivitäten, Fremdenfeindlichkeit und Gleichgültigkeit kämpften und die durch ihr Engagement Vorbild seien. Den Festvortrag hält Hamburgs Ex-Bürgermeister Hans-Ulrich Klose (SPD), der heute Wehners Wahlkreis Harburg im Bundestag vertritt. Die Verleihung findet im „Polittbüro“ (Steindamm 45) statt.
Ausgezeichnet werden Timo Versemann und Jan Hendrik Saxe für ihre Zivilcourage in der Auseinandersetzung mit der rechtsradikalen Szene in der niedersächsischen Gemeinde Tostedt in der Nordheide. Versemann und Saxe werden für ihren Widerstand gegen Neonaziaktivitäten um den rechtsextremen Szeneladen «streetwear» in Tostedt geehrt. Sie hatten unter anderem im Mai 2009 einen Brief mit über 400 Unterschriften junger Leute initiierten, der Lokalpolitiker zum Vorgehen gegen die rechte Szene aufforderte.
Wohl die älteste Detektivgeschichte der Weltliteratur ist die 1841 erschienene Kurzgeschichte „Der Doppelmord in der Rue Morgue (The Murders in the Rue Morgue)“ von Edgar Allan Poe. Held der Geschichte ist C. Auguste Dupin. Sicherlich ist die Auflösung des Doppelmordes etwas kurios, denn der Mörder der Pariser Frauen ist ein Orang-Utan, der seinem Halter, einem Seemann, entkommen war. Aber der Aufbau der Kurzgeschichte (Demonstration von Dupins detektivischen Fähigkeiten, Verbrechen und erfolglose Ermittlungen der Polizei, Besichtigung des Tatorts, Ermittlung und Auflösung) bietet bereits die erfolgreiche Konzeption für nahezu jede folgende Detektivgeschichte, wie zum Beispiel für Arthur Conan Doyle, der 45 Jahre später mit seiner Figur des (Dupin sehr ähnlichen) Sherlock Holmes diese Komposition noch weiter ausreizte. 1842 tritt Dupin nochmals als Hauptfigur in „Das Geheimnis der Marie Rogêt“ (The Mystery of Marie Rogêt) und 1844 in „Der entwendete Brief“ (The Purloined Letter) auf.
Damit wären wir bei Sherlock Holmes, einer vom britischen Autor Sir Arthur Conan Doyle geschaffene Romanfigur, die zur Zeit des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts als Detektiv tätig ist.
Holmes besticht durch seine neuartige forensische Arbeitsmethode, die ausschließlich auf detailgenauer Beobachtung und nüchterner Schlussfolgerung beruht. Er gilt bis heute weithin als Symbol erfolgreichen analytisch-rationalen Denkens und als Stereotyp des Privatdetektivs. Das Werkverzeichnis um den Detektiv umfasst 56 Kurzgeschichten und vier Romane.
Viele der Romane und Kurzgeschichten wurden verfilmt, hierbei stechen vor allem die zahlreichen Verfilmungen des Romans Der Hund der Baskervilles heraus. In einem Kinofilm zum Roman aus dem Jahr 1939 spielte Basil Rathbone der Figur des Sherlock Holmes. 1959 übernahm Peter Cushing die Rolle des Holmes in einer farbigen Neuverfilmung des Hound of the Baskervilles. Ab 1968 spielte er den Detektiv in einer werkgetreuen Holmes-Fernsehserie der BBC.
Was wäre Holmes ohne seinen Dr. Watson? Dr. Watson ist nicht nur der Freund und ständige Begleiter von Sherlock Holmes, sondern fungiert vor allem als erzählerisches Ich. Sherlock Holmes empfindet Watsons Pragmatismus als Bereicherung und Ergänzung seines eigenen, etwas exzentrischen Charakters und schätzt ihn als Rezipienten seiner deduktiven Schlüsse. In Doyles Erzählungen erscheint Dr. Watson als gebildeter Mann von gesundem Menschenverstand, vor dem sich Holmes‘ überragende Leistungen um so stärker abheben.
Noch etwas zum Outfit von Sherlock Holmes, das besonders auch bei uns zur Charakteristik des Detektiven beigetragen hat: Zum einen ist es der Deerstalker, ein Hut bzw. eine klassische Mütze im Karomuster. Dieser Hut findet wohl nur in einer einzigen Geschichte (The Adventure of Silver Blaze (dt.: Silberstern) als „an ear flapped traveling cap“) Erwähnung und wurde bereits in den genannten Verfilmungen mit Basil Rathbone und Peter Cushing zum typischen Markenzeichen Holmes’. Dazu gehören dann noch der Inverness-Mantel und die klobige Pfeife. Dieses populäre stereotype Erscheinungsbild des Detektivs geht auf die Illustrationen Sidney Pagets in der Zeitschrift „The Strand Magazine“ zurück.
2008/2009 wurde nun Sherlock Holmes als Abenteuer-Thriller des Regisseurs Guy Ritchie neu verfilmt. Die Rolle des Holmes wird von Robert Downey jr. übernommen, seinen Assistenten Dr. Watson spielt Jude Law. Seit einigen Wochen ist der Film auf DVD Sherlock Holmes erhältlich.
Sherlock Holmes / Trailer [deutsch]
Zum Inhalt: Ende des 19. Jahrhunderts wird London von einer Reihe von Ritualmorden erschüttert. In buchstäblich letzter Sekunde gelingt es Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) und seinem Partner Dr. Watson (Jude Law), eine weitere Tat zu verhindern und den Mörder zu stellen. Unter der schwarzen Kutte verbirgt sich niemand Geringeres als Lord Blackwood (Mark Strong), der nun einem Ende am Galgen entgegensieht. Doch dem Eingekerkerten scheint seine Situation nicht allzu viel auszumachen. Stattdessen verkündet er Holmes, dass er mit bösen Mächten im Bunde stünde und nach seinem Tod noch drei weitere Menschen sterben würden. Während der Privatdetektiv die Drohung zunächst noch als bloßen Humbug abtut, kommen tatsächlich erste hochrangige Mitglieder der Londoner Gesellschaft auf merkwürdige Weise ums Leben. Bei der Exhumierung von Blackwoods Leiche stellt sich außerdem heraus, dass es sich inzwischen ein anderer Toter im Sarg des Mörders bequem gemacht hat. Es ist nun an Holmes, das mysteriöse Treiben als Scharlatanerie zu entlarven oder sich einzugestehen, dass hier tatsächlich überirdische Mächte ihre Späßchen treiben …
Der Film besticht zunächst durch seine an gotische Malerei mahnende Atmosphäre. Diese Anklänge an die Gotik finden sich auch im sonstigen Design des Films wieder. Das Neuerschaffen des Londons zu Zeiten der industriellen Revolution ist den Setdesignern und CGI-Animatoren ganz hervorragend gelungen. Innerhalb dieser Kulisse entstand ein Abenteuer-Thriller, der wenig mit älteren Verfilmungen zu tun hat. So wurde auch auf die für Holmes anscheinend so typische Mode (Deerstalker-Hut und Inverness-Mantel) verzichtet. Wer trägt auch schon einen Jagdhut mitten in der Stadt? Dass sich Holmes in der Neuauflage neben seinem überragenden Intellekt auch mit seinen Fäusten zu wehren versteht, ist allerdings keinesfalls allein aktuellen Sehgewohnheiten geschuldet, sondern bereits in den literarischen Vorlagen verankert. Schließlich fühlt sich Holmes nicht nur in seinem Labor, sondern auch im Boxring (er beherrscht die Kunst des Bartitsu) zu Hause.
Natürlich ist dieses ein ziemlich moderner Holmes-Film. Wie in Iron Man mimt Downey Jr. den Helden auch hier mit der ihm eigenen Mischung aus verschmitztem Understatement und trockenem Humor und avanciert ähnlich wie Johnny Depp in den Fluch der Karibik-Filmen zu einer Attraktion, die notfalls auch ohne den Film um sich herum bestehen könnte. Jude Law wiederum kommt die schwierige Aufgabe zu, Dr. Watson auf der einen Seite als väterlichen Freund zu spielen, der den depressiven Holmes wieder aufzurichten versucht. Andererseits ist dieser Dr. Watson keinesfalls so sehr über jeden Zweifel erhaben, wie man es aus anderen Verfilmungen gewöhnt ist. Stattdessen muss Holmes selbst kleine Beträge für ihn verwahren, weil sie sonst Watsons Spielsucht zum Opfer fallen würden.
Etwas weit hergeholt ist dann der Mystery-Krimi-Plot. Dieser ist zwar stimmig und findet seine Auflösung in natürlichen Hilfsmittelchen. Hier darf Holmes dann auch seine ganzen analytischen Fähigkeiten zeigen. Und das Ende verrät uns, dass es mit Sicherheit auch einen zweiten Teil geben wird, in dem Professor Moriarty, der „Napoleon des Verbrechens“ und in der Literatur Holmes’ Gegenpart, auftreten wird.
Nun als Fan von alten Detektivgeschichten á la Edgar Allan Poe und Arthur Conan Doyle war ich natürlich gespannt auf diesen Film. Auch wenn er nicht das hielt, was die literarischen Vorlagen versprechen, war ich doch ganz angetan von ihm. Eben Popcornkino. Sherlock Holmes ist ein Blockbuster, der für einen Abend ganz gut unterhält.
Übrigens: Es gibt noch einen weiteren Sherlock Holmes-Film, der noch ungesehen bei uns im DVD-Ständer steht. Pünktlich zum „Sherlock Holmes“ des Guy Ritchie meldeten sich die Kreativköpfe der Low-Budget-Schmiede The Asylum zur Stelle mit ihrer dreisten Version eines Abenteuers des berühmten Detektivs. Trotz aller budgetbedingten Mängel und ohne jede Rücksicht auf irgendeine Literaturvorlage des (trotzdem unverdrossen im Titel bemühten) Arthur Conan Doyle wimmelt es darin vor Monstern, Sauriern und Explosionen, und sogar für einen Flugdrachen mit Feuergefecht über dem Buckingham Palace ist gesorgt. Zuweilen stimmungsvoll, nicht schlecht gespielt, ist der Film etwas für Fantasy-Vielseher. Zum Inhalt dieser Version: Vor der britischen Küste ist ein Schiff mit wertvoller Fracht gesunken, der einzige Überlebende berichtet von einem Angriff durch ein Seemonster. Und auch im viktorianischen London häufen sich Vorfälle, in die angebliche prähistorische Dinosaurier verwickelt sind. Der geniale Detektiv Sherlock Holmes und sein treuer Gehilfe Dr. Watson nehmen sich des Falles an und stoßen nach einigen Umwegen auf einen wahnsinnigen Wissenschaftlers, der, nach einem Unfall verkrüppelt, auf seine Weise Rache am Vaterland und der Queen zu nehmen beabsichtigt.
Heißa, was für eine Fußball-WM! Die großen Favoriten kommen ins Straucheln, manch Kleiner zeigt sich groß – leider kommen die Afrikaner auf dem eigenen Kontinent nicht klar.
Nach dem 4:0-Sieg gegen Australien schien beim deutschen Team alles bestens zu sein. Auch Klose schien wieder die Kurve gefunden zu haben. Dann die Ernüchterung gegen die Serben. Ein Déjà-vu? Bei der Europameisterschaft 2008 gab es nach einem souveränen Sieg gegen Polen eine 2:1-Klatsche gegen Kroatien. Erst nach einem mühevollen 1:0-Sieg gegen den Hausherrn Österreich qualifizierte sich Deutschland für die nächste Runde. Gegen Ghana morgen wird es mit Sicherheit nicht leicht. Ein Ausscheiden schon in der Vorrunde ist also möglich.
Klaus Allofs hat mit Blick auf seinen Schützling Mesut Özil die Taktik von Joachim Löw bei der 0:1-Niederlage gegen Serbien kritisiert. Löw hatte den Mittelfeldspieler Özil nach der Gelb-Roten-Karte für Miroslav Klose 33 Minuten lang als Spitze spielen lassen, ihn dann aber für Cacau ausgewechselt. „Es war sicher keine leichte Entscheidung. Aber dass Mesut ganz vorne gespielt hat, war nicht die beste Lösung! Wir wissen aus Bremen, dass er dort nicht so wirkungsvoll ist. Es war nicht ideal für Mesut und für die ganze Mannschaft“.
Und die anderen Favoriten? Der Streit in Englands WM-Team spitzt sich zu. „Es fühlt sich an, als wären die letzten zwei Jahre Zeitverschwendung gewesen“, zitierten britische Zeitungen Nationaltrainer Fabio Capello. Der enttäuschte Coach distanziert sich zunehmend von seiner Mannschaft. „Ich habe keine Ahnung, wie oder warum die Spieler an diesem Punkt ankommen konnten“, meinte Capello. An die Spitze der Capello-Kritiker bei den „Three Lions“ hat sich Abwehrchef John Terry gestellt. „Meuterei: Terry greift nach der Rolle als Spielertrainer“, titelte die Boulevard-Zeitung „Daily Mail“ am Montag.
Die französische Nationalmannschaft hat bei der WM für einen Eklat gesorgt. Das am Sonntag in Knysna angesetzte Training der „Bleus“ ist nach einem handfesten Streit zwischen Patrice Evra und Konditionstrainer Robert Duverne auf Forderung der Spieler abgesagt worden. Anschließend erklärte der Verbandsoffizielle Jean-Louis Valentin seinen Rücktritt. „Was hier passiert, ist ein Skandal für die französische Mannschaft und für das gesamte Land“, so Valentin. Das Team protestierte mit seinem Boykott gegen den WM-Ausschluss von Nicolas Anelka. Anelka soll Trainer Raymond Domenech beleidigt haben.
Italien hat auch sein zweites WM-Spiel nicht gewinnen können. Wie schon beim Auftakt gegen Paraguay kam der Weltmeister diesmal gegen Neuseeland nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus, hat aber noch alle Chancen auf das Achtelfinale. In der 7.Minute schockten die Neuseeländer die Italiener mit der 1:0-Führung durch Smeltz. Danach kam von den „Kiwis“ zu wenig. Italien drückte auf das 1:1 und wurde mit einem Elfmeter von Iaquinta belohnt. In Hälfte zwei belagerte die Suqadra Azurra den Strafraum der aufopferungsvollen Neuseeländer, allerdings fehlte Italien die Durchschlagskraft für den Siegtreffer.
Rekord-Weltmeister Brasilien hat bei der WM in Südafrika das Achtelfinale erreicht. Gegen die Elfenbeinküste siegten die Südamerikaner 3:1 (1:0). Die Selecao zeigte erneut keinen Samba-Fußball, aber eine umso effizientere Chancenverwertung. Mit einem strammen Schuss aus kurzer Distanz brachte Fabiano (25.) sein Team in Führung. Auch der zweite Treffer (50.) ging auf sein Konto. Allerdings spielte Fabiano zuvor zweimal Handspiel. Erst nach dem 3:0 von Elano (62.) zeigten die Brasilianer mehr Spielfreude. Rüde gestoppt wurden sie dabei von den Ivorern, die mit harten Attacken ihrem Frust Luft verschafften. Drogba gelang noch das Tor zum 1:3.
Europameister Spanien begann mit einer 0:1-Pleite gegen die Schweiz, weil sie ihre vielen Chancen nicht verwerten konnten. Ein Doppelpack von Stürmerstar David Villa hat Spanien dann gestern den ersten Sieg bei der WM in Südafrika beschert. Gegen Honduras gewannen die Spanier 2:0 (1:0), wobei die Mittelamerikaner noch gut bedient waren, da auch in diesem Spiel die Chancenauswertung schlecht war.
Portugal steht mit einem Bein im Achtelfinale der Fußball-WM in Südafrika. Die Portugiesen setzten sich gegen Nordkorea mit 7:0 (1:0) durch und liegen nun in der Gruppe E mit vier Punkten auf Rang zwei hinter Brasilien. Portugal begann furios. Nach drei Minuten gab Cristiano Ronaldo den ersten Warnschuss ab. Doch auch die Nordkoreaner waren nicht ungefährlich, die Tore machten letztlich aber die Portugiesen. Raul Meireles eröffnete die Tore-Flut. Die weiteren Treffer von Simao, Almeida und Tiago fielen alle innerhalb von nur sieben Minuten. In der Schlussphase trafen dann Liedson, Ronaldo (endlich traf er ins Tor) und Tiago.
Die Niederlande gewannen zwar ihre ersten zwei Spiele, konnten aber noch nicht so überzeugen wie in der Vorrunde bei der EM 2008. Ein gutes Zeichen für die nächsten Spiele?
Enttäuscht sein müssen die Afrikaner. Kamerun ist bereits gescheitert. Nigeria, Gastgeber Südafrika und Algerien stehen vor dem Aus. Und Ghana müsste zumindest unentschieden gegen die deutsche Mannschaft spielen, um ins Achtelfinale einzuziehen.
Ab heute läuft nun der dritte Spieltag der Vorrunde. Mit welchen Überraschungen ist noch zu rechnen? Welche Mannschaften schaffen es ins Achtelfinale neben der Niederlande und Brasilien (Portugal ist auch so gut wie durch). Bisher fand ich diese WM eher als enttäuschend. Die wirklich guten Spiele kann man an einer Hand abzählen. Viele Mannschaften spielen einfach nur ergebnisorientiert (z.B. die Niederlande und Brasilien), was zwar den bisherigen Erfolg gesichert hat, aber nur wenig Sehenswertes für den Zuschauer bietet. Und wenn nun vielleicht (fast) alle afrikanischen Mannschaft ausscheiden, dann schweigen vielleicht nicht nur die Vuvuzelas.
Die FIFA hat seinen WM-Schiedsrichtern den Rücken gestärkt. „Grundsätzlich sind wir sehr zufrieden mit den Leistungen. Fehler sind nur menschlich“, sagte Schiedsrichter-Kommissions-Chef Jose Maria Garcia-Aranda. Einzelne Entscheidungen wollte der Spanier nicht kommentieren. Dass tatsächlich die besten Referees der Welt bei der WM in Südafrika pfeifen, hält unter anderem Neuseelands Mannschaftskapitän Ryan Nelsen für einen schlechten Witz. „Wenn das die besten Schiedsrichter sind, die die FIFA zu bieten hat, will ich die schlechtesten nicht sehen“, sagte Nelsen. Dem kann ich mich nur anschließen (siehe hierzu auch ein Interview auf zeit online: Schiedsrichter-Debatte – „Bei einer Weltmeisterschaft pfeifen nicht die Besten“ – Warum sollen aber Schiedsrichter auch besser als die Spieler sein …).
Wer wird am Ende dann Weltmeister? Hoffentlich nicht wieder so eine Gurkentruppe wie Italien. Ich tippe trotz Auftaktniederlage weiterhin auf Spanien. Dann müsste das spanische Team aber seine Torchancen besser ausnutzen. Vielleicht die Niederlande? Baldmöglichst soll Arjen Robben zum Einsatz kommen. Aber auch von ihm sind keine Wunderdinge zu erwarten. Brasilien wird sich weiter durchmogeln. Bleibt dann noch Argentinien, die immerhin gezeigt haben, dass sie im Stande sind, auch ansehnlichen Fußball zu spielen (nicht nur dank Messi). Chile und Paraguay muss man wohl auch noch zum erweiterten Favoritenkreis zählen (mehr aber nicht). Und Deutschland? Noch ist alles möglich. Zum Titel wird es, so denke ich, auch dieses Mal nicht reichen.
In unserem kleinen Haus (eine Doppelhaushälfte) und im Garten hatten wir schon einige Untermieter. Neben Igel und Grauschnäpper haben sich bei uns Raupen, Libellen und Marienkäfer und zuletzt auch ein Amselpärchen ein Quartier gesucht. Wespen und Hummeln hatten wir auch bereits (im Dachvorstand bzw. durch die Lüftungsritzen im Mauerwerk). Jetzt sind es Erdhummeln, die sich einen Blumenkübel für ihr Nest ausgesucht haben. Ob es sich dabei um dunkle oder helle Erdhummeln handelt, konnten wir nicht ausmachen, da beide Arten kaum zu unterscheiden sind.
Unsere beiden Söhne haben es geschafft: Am vergangenen Freitag, den 18. Juni, fanden für beide die Entlassungsfeiern an ihren Schulen statt. Jan besuchte seit August 2003 das Gymnasium in Tostedt und absolvierte mit guten Noten (1,8 im Schnitt) die Schule (insgesamt erreichten 76 Schülerinnen und Schüler – 48 Abiturientinnen und 28 Abiturienten – ihre Hochschulreife), Lukas ging seit August 2004 zur Erich Kästner-Realschule und schaffte jetzt den erweiterten Realschulabschluss.
Gymnasium Tostedt
Erich Kästner-Realschule Tostedt
Leider gab es für uns Eltern einigen Stress, da die Abschlussfeier an der Realschule um 12 Uhr, die am Gymnasium um 13 Uhr begann. Wie gut das beide Schulaulen ziemlich nah beieinander liegen. Und auch die Abschlussbälle beider Schulen fanden am Freitagabend statt; der der Realschule im Schützenhaus in Tostedt, der Abschlussball des Gymnasiums in einem Gasthaus in Nenndorf. So mussten sich meine Frau und ich leider ‚teilen’ (ich ging zum Abschlussball des Gymnasiums).
Wie geht es nun mit unseren Söhnen weiter? Jan, der ältere, will in Hamburg (ggfs. in Kiel) Physik studieren. Lukas wird weiterhin zur Schule gehen und ab August an der BBS Stade (berufsbildende Schule) die Fachoberschule Wirtschaft und Verwaltung mit dem Schwerpunkt „Verwaltung und Rechtspflege“ beginnen.
Ja, meine Frau und ich sind ‚stolz’ auf unsere beiden Söhne. Beide haben einen wichtigen Meilenstein in ihrem Leben erreicht. Und beide haben klare Ziele vor sich. Sie werden ihren Weg im Leben gehen. Dort, wo wir es können, werden wir sie hilfreich begleiten.
Schulabschluss Erich Kästner-Realschule Tostedt 18.06.2010
Neben Nelson Mandela ist der anglikanische Erzbischof Desmond Tutu Symbolfigur der Schwarzen im Kampf gegen die Apartheid in Südafrika geworden. 1984 wurde ihm für sein Engagement gegen die Apartheid der Friedensnobelpreis verliehen. Seit 1995 ist Tutu Vorsitzender der Wahrheits- und Versöhnungskommission in Südafrika. Tutu hat auch immer wieder Deutschland besucht, u.a. 2007 zum Evangelischer Kirchentag in Köln.
Am Vorabend des Eröffnungsspiels der Fußball-WM veranstaltete die FIFA am 10. Juni in Johannesburg ein gigantisches Konzert unter dem Motto Südafrika begrüßt die Fußballwelt. Das Konzert wurde auch im deutschen Fernsehen übertragen und ist im Internet weiterhin aufrufbar (Zusammenschnitt von ca. zwei Stunden Dauer). Neben bekannten Musikern und viel afrikanischer Musik hat auch ein Mann im Trikot der Südafrikaner mit Pudelmütze und Fanschal seinen Auftritt: Desmond Tutu (ca. ab 53:40). Der Mann mit seinen fast 80 Jahren ist ein Unikum. Mit wenigen einfachen Worten sagt dieser Mann mehr als all die Schwätzer dieser Welt. Und er hat dabei immer den Schalk im Nacken. Ich finde ihn einfach faszinierend in seiner bescheiden auftretenden Menschlichkeit. Und er vermittelt einem das Gefühl, wirklich in Afrika willkommen zu sein.
Ein Tag später ging es dann wirklich los mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Und auch wir als ferne Zuschauer am Bildschirm bekamen gleich mit, was uns die nächsten vier Wochen erwartet: das Getröte unzähliger Vuvuzelas, das sich wie ein Hornissenschwarm in unseren Gehörgängen einnistet. Das zwischenzeitlich geplante Verbot dieser nervenraubenden und hörschädigenden Plastiktrompeten wurde wieder verworfen. Versuche, das durchdringende Geräusch dadurch zu mindern, indem es herausgefiltert wird, scheiterten bisher. Es gehört zu dieser WM und wir müssen damit leben (oder den Ton ausschalten).
Ein weiteres Ärgernis stellt einmal wieder das offizielle Spielgerät dieser Weltmeisterschaft dar, der WM-Ball Jabulani, der rundeste Fußball aller Zeiten. Selbst Weltfußballer Lionel Messi äußerte seinen Frust über das unheimliche Flatterwesen. Seine Unberechenbarkeit soll auch Schuld tragen an dem Schnitzer des englischen Torwarts, Robert Green, im Spiel gegen die USA. Außerdem habe die DFB-Elf durch den WM-Ball Jabulani einen „unfairen Vorteil“ gegenüber allen 31 Konkurrenten. Dies behauptet zumindest Englands Nationalspieler Jamie Carragher. „Die Deutschen spielen seit Februar mit dem Ball“, sagte der Abwehrspieler. „Der Ball ist vollkommen anders als andere. Das ist für alle Teams dasselbe – außer vielleicht für Deutschland.“ Tatsächlich fand das Premierenspiel mit dem Jabulani in der Bundesliga bereits am 4.Dezember 2009 beim Duell zwischen Bayern München und Borussia Mönchengladbach statt.
Kurz noch etwas zum wirklich Sportlichen: Die deutsche Mannschaft schaffte einen gelungenen Einstand mit dem 4:0-Sieg gegen überforderte Australier bei der WM. Und Miroslav Klose, von vielen Fans bereits zum Teufel geschickt, nutzte das in ihn gesteckte Vertrauen des Bundestrainers und machte ‚sein’ Tor, ein Kopfballtor, wenn er auch andere hochprozentige Chancen ausließ. Ob ihm damit aber endlich der Durchbruch gelungen ist, wird sich zeigen. Neben der deutschen Mannschaft konnte bisher lediglich Argentinien im Spiel gegen Nigeria überzeugen. Ansonsten gab es viel Hausmannskost und auch schon reichlich viel Gekicke zum Abgewöhnen. Es sind eben nur eine Handvoll Mannschaften, die das Salz in der Suppe darstellen – und die schonen sich möglichst noch, denn das Turnier ist lang (bis zum Finale sind es sieben Spiele).