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Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

The Yes Men

In den USA kursiert eine „gefälschte“ Ausgabe der „New York Times“ (Download als PDF bei zdf.de – oder im Internet zu betrachten), allerdings auf den 4. Juli 2009 datiert, die u.a. das Ende des Irak-Krieges und damit die Rückkehr der US-Soldaten verkündet. Außerdem berichtet sie, dass das US-Gefangenenlager Guantanamo geschlossen und Bush wegen Hochverrats angeklagt worden sei. In einem Kästchen am oberen Rand der Zeitung steht übrigens: „All the News We Hope to Print“.

All the News We Hope to Print: The Yes Men's New York Times

Herausgeber der 14-seitigen Zeitung, die am Mittwoch in mehreren amerikanischen Städten verteilt wurde und eine Auflage von 1,2 Millionen Exemplaren hat, ist die Aktivisten- und Aktionskünstlergruppe „The Yes Men“. Die Initiatoren erklärten, sie wollten die neue Regierung des künftigen US-Präsidentin Barack Obama ermuntern, ihre Wahlversprechen zu halten.

Die Yes Men sind bereits früher durch beachtenswerte Aktionen aufgefallen. So geht eine Fälschung der Website der WTO (Welthandelsorganisation) auf ihr Konto. Außerdem erschlichen sie sich den Zugang zu diversen Konferenzen, bei denen sie auch als Redner auftraten. Sie gaben sich dabei als Repräsentanten internationaler Konzerne oder Institutionen aus und karikierten mit übertriebenen Forderungen auf Konferenzen deren Ziele.

2004 gingen die Yes Men als „Yes, Bush Can!“ (Ja, Bush kann!) auf Tour und ermutigten die Unterstützer ein „Patriotisches Gelöbnis“ zu unterzeichnen, indem sie ihre Bereitschaft erklärten, nukleare Abfälle in ihrem Garten zu lagern und ihre Kinder in den Krieg zu schicken. Sie traten ebenfalls auf dem Republikanischen Parteitag auf.

Das völlig Absurde an diesen Aktionen ist, das die Yes Men mit ihren Forderungen vorwiegend auf ‚positive’ Resonanz trafen und nicht als das entlarvt wurden, was sie sind: Kritiker der Globalisierung. Unbedingt empfehlen möchte ich ein Video von den Yes Men (Deutsche Version – 76 Min. lang – lässt sich mit Real Media auch als FLV-Flash-Video herunterladen) Das Yes Men Video

An dieser Stelle möchte ich Euch auch ein weiteres Video ans Herz legen (ist in mehrere Teile zerlegt und im Original, also auf Englisch, mit deutschen Untertiteln): Frank Dorrel: The war against the 3rd world

Die ABC-Woche

Bahnfahren ist absurd und oft sehr chaotisch. Was gibt es z.B. Absurderes als die Nummerierung von Gleisen auf einem Bahnhof. Der Bahnhof meines Wohnortes Tostedt hat so ein Gleis 1 und einen Bahnsteig mit den Gleisen 3 und 4. Wo ist Gleis 2? Versucht es einmal vom Gleis 4 des Hauptbahnhofs in Bremen abzufahren (okay zwischen Gleis 3 und 5 gibt es noch zwei Gleise, also 4 und ?). Und am Hannover Hbf. fehlen die Gleise 5 und 6.

Ziemlich absurd ist es auch, wenn man morgens auf dem zügigen (sic!) Bahnsteig steht und auf den Zug nach Hamburg wartet und erfährt, dass dieser wegen Bauarbeiten im Bereich des Hauptbahnhofs Bremen Verspätung hat. Dann später im Zug selbst (endlich warm und trocken) entschuldigt sich der Zugbegleiter für die Verspätung – wegen einer Signalstörung in Rotenburg. Ja, wat denn nun?

Reichlich absurd ist das auch mit den technischen Mängeln, die beim ICE neuerer Baureihe festgestellt wurden. Erst die ICEs, jetzt die Nahverkehrszüge: Laut Eisenbahnbundesamt sind in mehr als 700 Bahnen die automatisch schließenden Türen für Reisende gefährlich. Außerdem reichten die Bremsen nicht – die Züge müssen nun langsamer fahren. – Noch LANGSAMER …?!

Diese Woche nun war das, was ich eine ABC-Woche nenne: eine absurde Bahn-Chaos-Woche, die neben vielen Verspätungen ihren Höhepunkt am Mittwoch erreichte. Wegen auf den Gleisen spielender Kinder war die Strecke Hamburg Hbf. nach Hamburg-Harburg längere Zeit gesperrt. Natürlich fragt man sich zuerst, wie können Kinder auf Gleisen spielen (und was spielen sie: Eisenbahn?)? Und wie kommen sie dorthin? Gibt es keine ausreichenden Absperrungen wie Zäune o.ä., die den Zugang zu den Gleiskörpern der Deutschen Bahn verwehren?

Wie auch immer: Es fuhr keine Bahn und keine S-Bahn. Als ich nun meinem wohl verdienten Feierabend entgegen mit dem Metronom, einer privat betriebenen Eisenbahngesellschaft, die u.a. die Strecke Hamburg – Bremen über meinen Zielort Tostedt bedient, nach Hause wollte, erlebte ich einmal wieder das absolute Chaos am Hauptbahnhof. Längst weiß man, dass die Bahn so etwas wie einen Notplan nicht parat hat. Aber warum nun plötzlich alle mit dem Zug fahren wollten, mit dem ich nach Hause fahre, weiß keiner. Vielleicht wurden die Fahrgäste durch eine entsprechende Durchsage zu diesem Tun veranlasst. Keine Ahnung!


U-Bahn in Japan: Einer passt noch hinein

Es war auf jeden Fall so, als wolle die Bahn einen neuen Weltrekord im Guinness-Buch verzeichnen lassen: Die meisten Fahrgäste in einem Zug! Ich kenne einen ähnlichen Rekord mit einem Auto, in das sich Unmengen Menschen zu quetschen versuchten. Klar, in einen Zug passen viel mehr Menschen hinein. Was fehlte, waren die ‚Türsteher’ wie in Japan, die ‚behilflich’ sind, auch noch den letzten Fahrgast in den Waggon zu schieben.

Nun, ich bin heil nach Hause gekommen. Mit dem Rekord hat es leider nicht geklappt. Lassen wir es auf einen neuen Versuch ankommen. Wird schon irgendwann einmal klappen. Vielleicht bei der nächsten ABC-Woche!

Die Nie Vollendete

Warum Franz Schubert 1822 die Arbeit an seiner Sinfonie in h-Moll einstellte, ist bis heute nicht bekannt und unter Musikwissenschaftlern ein großer Streitpunkt. Die Tatsache, dass das Werk nur zwei anstelle der damals üblichen vier Sätze enthielt, brachte ihr jedenfalls die Bezeichnung „Die Unvollendete“ ein.

Jetzt gibt es ein Opus klassischer Musik, an dem jeder seinen Beitrag leisten kann. Musikalische, insbesondere Notenkenntnisse sind nicht erforderlich. Daraus entsteht die „Nie Vollendete“, denn die kleinen „Kompositionen“ werden aneinandergereiht.

Mit der Webseite „Die Nievollendete“ hat das Konzerthaus Dortmund jetzt einen vielversprechenden Versuch gestartet, Internetnutzern die vielfältige Welt der klassischen Musik auf moderne Art näher zu bringen. Dahinter verbirgt sich eine Mitmach-Plattform, auf der Besucher ohne Notenkenntnisse am längsten Musikstück der Welt, der „Nie Vollendeten“, mitkomponieren können.

Besonders junge Menschen sollen auf diesem Weg angesprochen werden. Ich finde es eine tolle Idee. Und es macht sogar richtig Spaß. Zunächst wählt man eine Grundmelodie aus. Zur Auswahl stehen Allegro, Andante, Barock, Grave und Fuge. Musikalische Laien, die mit derartigen Bezeichnungen wenig anfangen können, halten einfach den Cursor über den gewünschten Eintrag – schon ertönt die Melodie aus dem Lautsprecher.

Anschließend öffnet sich das eigentliche Kompositionsfenster. Per gedrückter linker Maustaste lassen sich dort einzelne Instrumente wie Klarinette, Geige, Piano und eine Soprano-Stimme auf die insgesamt drei Tonspuren ziehen (dort in eines der freien, weiß markierten Felder) – schon ist das eigene Werk fertig, kann Probe gehört und bei Gefallen zur Veröffentlichung freigegeben werden.

Die Nie Vollendete Opus 875: Piece for Joe

So habe ich mich also auch mit einem Stück in Allegro hier verewigt: Piece for Joe heißt es (mir fiel auf die Schnelle nichts besseres ein), klingt bisschen holprig, aber immerhin … Zur Nachahmung unbedingt empfohlen!

Alles Gute zum Geburtstag, Loriot!

Fast hätte ich es vergessen: Gestern, am Mittwoch, den 12. November, hatte Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, kurz Vicco von Bülow, noch viel kürzer: Loriot, Geburtstag und wurde 85 Jahre alt.

Wer kennt nicht seine gezeichneten Knollennasenmännlein und seine Sketche im Fernsehen – oft zusammen mit der kongenialen Evelyn Hamann (Jodeldiplom, „Das Bild hing schief“, Die Nudel, Opa Hoppenstedt uvm.).

Auf die Frage, wer ihn geprägt habe, antwortete Loriot 2007: „Ich weiß, als ich anfing zu studieren, wohnte ich zwischen dem Irrenhaus, dem Zuchthaus und dem Friedhof. Allein die Lage wird es gewesen sein, glaube ich.“

Abschied von der Spitze?!

Nach einem verkorksten Oktober und der Rückkehr der Leistungsträger wie Torwart Wiese, Goalgetter Pizarro und vor allem Spielmacher Diego schien alles wieder im Lot zu sein – beim Fußballbundesligisten Werder Bremen. Die schwache Hertha aus Berlin wurde beim 5:1-Heimsieg förmlich auseinandergenommen, wobei der Ersatztorhüter der Hertha kräftig mithalf, dass es einem schon Leid tun konnte.

Aber nach der folgenden 0:3-Heimniederlage in der Champions League gegen Panathinaikos Athen konnte man nur noch von Arbeitsverweigerung der gesamten Mannschaft sprechen. Schlechter geht es nicht. Und so wurde auch der Werder-Manager Klaus Allofs mehr als deutlich: „Wenn die Spieler einige Dinge in absehbarer Zeit nicht verstehen wollen, dann muss man entweder seine Erwartungshaltung herunterschrauben oder man muss sich von den Spielern trennen. Und an unseren Erwartungen wollen wir nichts ändern.“

Nun im letzten Spiel am Samstag gab es nur ein mageres 0:0 in Bochum. Zudem eine aus Sicht der Bremer strittige rote Karte gegen Mesut Özil. Aber Besserung war unverkennbar zu bemerken (oder wurde auch nur hereingeredet). Trotzdem zu wenig, wenn man wirklich wieder in die Spitze will.

Wie geht es mit Werder nun weiter? Natürlich ist noch alles drin, sowohl in der Meisterschaft als auch in der Champions League. Theoretisch. Praktisch aber glaube ich nicht mehr daran, dass hier noch etwas ‚gerissen’ wird,  zumal Özil nach der roten Karte in Bochum für drei Spiele gesperrt ist. Und auch gegen Claudio Pizarro wird wegen unsportlichen Verhaltens ‚ermittelt‘, nachdem er die Schiedsrichterleistung im Bochum-Spiel öffentlich kritisiert hatte.

Und obwohl die Erwartungshaltung der Vereinsverantwortlichen weiterhin hoch ist, so fürchte ich doch auf längere Sicht um einen Abstieg in die Mittelmäßigkeit. Beispiel Diego: Er hat zwar noch einen Vertrag bis 2011. Aber kommt kein Erfolg, so wird er Bremen bald verlassen. Wer soll ihn dann aber ersetzen? Vielleicht Özil? Andererseits muss man sich fragen, ob bei anderen Vereinen überhaupt Interesse an Diego besteht, wenn er für einen Verein spielt, der nur Mittelmaß darstellt. Zumindest wird der Marktwert von Diego drastisch fallen. Oder Frings? Für mich ist er auf dem absteigenden Ast. Und Pizarro ist nur für ein Jahr ausgeliehen. Dann fehlt mit der nächsten Saison vielleicht wieder ein Stürmer. Und was ist eigentlich mit Carlos Alberto, der nach Brasilien ausgeliehen ist, nachdem er in Bremen nicht warm wurde?

Ich erwarte für die nächste Zeit eine weitere Durststrecke für viele eingefleischte Werder-Fans. Meisterschaft ade. Auf dem europäischen Parkett vielleicht noch ein Weiterkommen im UEFA-Cup. Aber für diese Saison keinen Titel!

Für die weitere Zukunft hängt vieles davon ab, wie man das durchaus vorhandene Potential jedes einzelnen Spielers abrufen kann. Die Trainerfrage darf nicht immer tabu bleiben. Denn den Reden müssen Taten folgen. Vom Werder-Management wird zudem viel Verhandlungsgeschick abverlangt. Wird man Diego halten können? Wie sieht ansonsten eine Zukunft ohne ihn aus? Welcher Mannschaftsteil wird personell verstärkt? Was ist mit Pizarro und Carlos Alberto? Man darf gespannt sein!

Bushs Last-Minute-Gesetze

Als hätte er nicht genug Unheil über das Land gebracht, so versucht George W. Bush in seinen letzten Tagen „aggressiv, Dinge zu tun, die wahrscheinlich nicht im Interesse unseres Landes sind“ (John Podesta, Chef von Obamas Übergangsteam); u.a. geht es um Themen wie Stammzellenforschung und Öl-Bohrungen. So will Bush etwa beim Umweltschutz oder der Energiepolitik noch eine ganze Reihe von Verordnungen durchsetzen, die ganz im Sinne der Konservativen sind. In einem ökologisch sensiblen Gebiet im Staat Utah will Bush nach Öl und Gas bohren lassen. „Das ist ein Fehler“, sagte Obamas Berater. Auch Umweltschützer haben bereits gegen den Plan protestiert.

Obama will mit Hilfe der Präsidentenverfügungen die Entscheidungen der Bush-Regierung ungeschehen machen. So ist bereits eine Liste von rund 200 Verfügungen der scheidenden Administration zusammengestellt worden, die schleunigst für null und nichtig erklärt werden soll.

siehe zdf.de: Obama will Bushs letzte Pläne durchkreuzen

siehe auch Video: Obamas Schnuppertag im Weißen Haus

„Mama Afrika“ ist tot

Während eines Konzertes in Süditalien wurde ihr plötzlich schlecht. Schnell brachte man sie ins Krankenhaus. Dort verstarb sie gestern an einem Herzinfarkt. Südafrikas Musikstar Miriam Makeba ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Miriam Makeba, die liebevoll „Mama Afrika“ genannt wurde, war die musikalische Seele Afrikas. Ihr Lied „Pata, Pata“ dürfte vielen bekannt sein.

Miriam Makeba setzte sich vehement gegen die frühere Apartheid-Politik Südafrikas zur Wehr und engagierte sich bis zu ihrem Tode politisch und humanitär.


Miriam Makeba: Pata, Pata

siehe auch zdf.de: Video zum Tode von Miriam Makeba

Bandabend 2008 in Tostedt

Gestern war es wieder soweit: Bandabend in Tostedt. Zum 15. Mal rockten fünf Bands über die Bühne im Gemeindehaus der Tostedter Johannesgemeinde mit einem Mix aus Rock, Pop, Punk und Metalcore. Wie auch im letzten Jahr waren etwa 400 Jugendliche zum Rockabend gekommen. Organisiert wurde der „Bandabend08“ von der Evangelischen Jugend Tostedt.

Ich denke, es ist angebracht, dem Organisationsteam (Jan, Jan Hendrik, Miriam, Verena, Jessica, Philipp und Zinnia) und all den vielen Helfern für ihre Arbeit zu danken. Ohne sie wäre dieser Bandabend nicht möglich geworden.

Bandabend Tostedt 2008: Halb So Wild

Dieses Jahr war aus Tostedt die Band „Halb so wild“ dabei – bestehend aus Miriam (Gesang), Benni (Lead-Gitarre), Jan Hendrik, genannt Willi (Bass), Dominik (Schlagzeug) und meinem Sohn Jan („Emma“, die Rhythmusgitarre). Ihren Auftritt habe ich mit Videokamera aufgenommen und dieser wird demnächst veröffentlicht. Bis dahin noch etwas Geduld …

Frank Zappa: (Und du bist mein) Sofa No. 2

Wieder habe ich einen Blick in meine alte LP-Sammlung geworfen und dabei einige Zappa-Platten hervorgekramt. Eines meiner Lieblingsscheiben ist dabei Zappas „One Size Fits All“ mit den Mothers Of Invention, die im Juni 1975 auf den Markt kam und mit Frank Zappa (guitar, lead vocals), George Duke (keyboards, synthesizer, lead vocals), Napoleon Murphy Brock (flute, tenor saxophone, vocals), Chester Thompson (drums), Tom Fowler (bass), Ruth Underwood (vibes, marimba, percussion) und Bloodshot Rollin‘ Red (harmonica) eingespielt wurde. Die Scheibe ist textlich wie musikalisch äußerst obskur. Eben Zappa. Hier lässt Zappa seine collagehafte Kompositionstechnik hören mit einer rhythmischen Vielfalt, die Stil-Anleihen aus den Bereichen der E- und U-Musik holt. In den Texten findet man Zappas ausgeprägtes Faible für Dadaismus und das Absurdes.

Frank Zappa & Mothers Of Invention: One Size Fits All (1975)

Ein in dieser Hinsicht bemerkenswertes Stück ist das letzte Lied auf diesem Album: Sofa No. 2, in dem Zappa auch Text auf Deutsch singt. In einem Live-Auftritt 1978 im Circus Krone in München entschuldigt sich Zappa für seine beschissene Aussprache und für die schräge Übersetzung.

Sofa No. 2

I am the heaven
I am the water
Ich bin der Dreck unter deinen Walzen
(Oh no, whip it on me, honey!)
Ich bin dein geheimer Schmutz
Und verlorenes Metallgeld
(Metallgeld)
Ich bin deine Ritze
Ich bin deine Ritze und Schlitze

I am the clouds
I am embroidered

Ich bin der Autor aller Felgen
Und Damast-Paspeln
Ich bin der Chrome Dinette
Ich bin der Chrome Dinette
Ich bin Eier aller Arten

Ich bin alle Tage und Nächte
Ich bin alle Tage und Nächte

Ich bin hier (AIEE-AH!)
Und du bist mein Sofa
Ich bin hier (AIEE-AH!)
Und du bist mein Sofa
Ich bin hier
Und du bist mein Sofa
Yeah-ha-ha-ay
Yah-ha
Yeah, my Sofa
Yeah-ha-hey

I am the heaven
I am the water

I am the dirt beneath your rollers

I am your secret smut
And lost metal money

I am your cracks
I am your cracks & crannies

I am the clouds
I am embroidered

I am the author of all tucks
And damask piping
I am The Chrome Dinette
I am The Chrome Dinette
I am eggs of all persuasions

I am all days & nights
I am all days & nights

I am here
And you are my sofa
I am here
And you are my sofa
I am here
And you are my sofa
(etc.)

Genug geschwafelt. Hier das Lied im Original (von der Scheibe “One Size Fits All“, 1975) und vom Auftritt in München 1978. Viel Spaß!


Frank Zappa: Sofa No. 2 (live in München 1978)

Altes „Neues“ von Jethro Tull (3)

Wie bereits in meinem Beitrag Jethro Tull: Thick as a Brick 5.1 mehr als nur angedeutet, gibt es im Internet immer wieder kleine angenehme Überraschungen, was die Gruppe Jethro Tull betrifft. Besonders auf dem Sektor des Filesharings (hierzu eine Liste der Filesharing-Programme) wird man schnell und in überraschend großer Menge an interessanten ‚Dingen’ fündig.

So fand ich das Hippodrome-Konzert von Jethro Tull von der „Songs From The Wood“-Tour aus dem Jahre 1977 (siehe hierzu das gesamte Konzert bei youtube) mit vielen meiner Lieblingslieder der Band (Skating Away On The Thin Ice Of The New Day / Jack-In-The-Green / Thick As A Brick / Songs From The Wood / Aqualung usw.) als aufbereitete (remastered nennt man das wohl auch) DVD in der bösen Piratenbucht. Die Qualität ist weitaus besser als das, was ich bisher an Videos von diesem „außerordentlichen“ Konzert kenne. Nach den Untertitel zu urteilen (bei der Conférence von Ian Anderson zwischen den Stücken – lässt sich leider nicht ausblenden), stammt das Video aus Japan. Wer also viel Zeit im Internet verbringt und noch etwas Speicherplatz auf seiner Festplatte hat, hier der entsprechende Link: Jethro Tull – Songs From The Hippodrome DVD

Daneben habe ich eine zweite DVD bei thepiratebay.org gefunden, die aus einem Audio- und einem Videoteil besteht (Hybrid-DVD nennt man das): Jethro Tull – A Passion Play (5.0 DTS Universal DVD-A-V)

Jethro Tull: A Passion Play 5.0 - DVD

Der Audio-Teil (DVD-Audio) beinhaltet einen 24/96 MLP 5.0 Surround-Klang, der allerdings nur mit einem besonderen DVD-Player abgespielt werden kann.

Der Video-Teil (DVD-Video) ist ein Video mit Einzelbildern (kennen wir aus dem Fotobuch von Didi Zill) mit wahlweise 5.0 DTS- oder 5.0 DD-Ton (zusätzlich lassen sich alle fünf Tonkanäle einzeln ansteuern) – dazu die Lyrics als Untertitel. „Passion Play“ ist in 14 Teile gegliedert (so kann man, wer will, den „Story of the Hare …“-Teil schnell überspringen).

Um DTS abspielen zu können, braucht man einen DTS Decoder (der VLC Player ist da ‚hilfreich’, siehe: Jethro Tull: Thick as a Brick 5.1). DD (Dolby Digital) wird eigentlich von jedem DVD-Player (Hardware wie Software) unterstützt. Am besten ist wohl PowerDVD in einer nicht zu alten Version, der alle Audioströme erkennt.

Auch hier gilt: Wer viel Zeit im Internet verbringt und noch etwas Speicherplatz auf seiner Festplatte hat und natürlich ein großer Tull-Fan ist, der sollte sich diese DVD herunterladen, wenn er wenigstens über eine Soundkarte für 5.1-Ton verfügt (und die Lautsprecher). Wenigstens den DD-Ton wird man hören können. Leider fehlt die sechste Komponente des Tons, der Subwoofer (Der 3D-Audio-Treiber meines Rechners ‚verteilt‘ aber den Ton dermaßen, sodass auch der Subwoofer seinen Teil ‚abbekommt‘). Trotzdem bietet diese DVD einen besonderen, da räumlichen Hörgenuss, den ein Stereoton nicht zu bieten hat.

Auf Wolfgangs Schatzkammer hatte ich bereits aufmerksam gemacht und auf das Konzert von Jethro Tull live im Hammersmith Odeon zu London vom 8. Sept. 1984, das auf dieser Website in voller Länge anzuhören ist. Inzwischen gibt es hier auch einen Live-Mitschnitt von einem Konzert im Tower Theater (Philadelphia, PA) vom 25.11.1987 mit einer vielseitigen Setlist.

Zuletzt eine kleine Anmerkung in eigener Sache: Leider wurden mir bei youtube drei Videos des Auftritts „Jethro Tull 2003 live at Montreux Jazz Festival“ aus urheberrechtlichen Gründen gesperrt. Seltsamerweise wurde dabei nur der Audioteil moniert. Wie auch immer: Die verbleibenden fünf Videos (u.a. Eurology, Dot Com und Beside Myself) habe ich daher vorerst einmal auf ‚privat’ gesetzt (es können jetzt nur ‚ausgewählte Freunde’ das Video anschauen). Tut mir Leid!