Alle Artikel von WilliZ

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Obama ist neuer US-Präsident

Mit Barack Obama hat der wirkliche Wandel gesiegt. Das amerikanische Volk hat der Ära Bush endgültig ein Ende bereitet. Aber das Erbe wiegt schwer. Nach acht Jahren einer amateurhaften, von irrationalen Vorstellungen geleiteten Politik liegt das mächtigste Land der Welt am Rande des moralischen und finanziellen Ruins. Obama wird nur schwer seine Wahlversprechen einhalten können. Aber der ‚amerikanische Traum’ hat wieder Konturen angenommen. Und mit Obama keimt auch wieder neue Hoffnung auf für eine etwas friedvollere Welt.

Nachtrag: Der Begriff „historisch“ wird in letzter Zeit allzu viel benutzt. Wenn aber ein Afroamerikaner, ein Schwarzer, neuer US-amerikanerischer Präsident wird, so ist das mehr als eine Randbemerkung in den späteren Geschichtsbüchern, es entspricht dem Beginn einer neuen Ära.

Auf Barack Obama ruht die Hoffnung vieler Amerikaner. Aber auch die Welt blickt erleichtert nach Washington, die Metropole, die in den letzten acht Jahren nicht viel Positives hervorgebracht hat. Angesichts der Probleme, die auf Obama warten, ist zu befürchten, dass sein Handeln zum Scheitern verurteilt ist. Aber wer, wenn nicht Obama, kann es schaffen, den amerikanischen Karren wieder auf den rechten Weg zu bringen. Und wir alle können davon profitieren.

Nun für Vorschußlorbeeren ist kein Anlass. Auch Obama wird mit den Tücken einer unüberschaubaren Administration klarkommen müssen. Aber ich traue ihm genug gesunden Menschenverstand zu (bei Bush musste man daran allzu oft zweifeln), der die richtigen und notwendigen Entscheidungen zu treffen vermag.

Obama for President

(0 Uhr MEZ): Nach acht Jahren Bush kann es nur besser werden, ob nun John McCain oder Barack Obama neuer US-amerikanischer Präsident wird. Heute ist es also soweit, die Wahl beginnt.

Barack Obama: Yes we can!

Nach letzten Umfragen ist der Demokrat Obama der Favorit. Aber ich fürchte, dass der Ausgang der Wahl spannend und das Ergebnis knapp werden wird. Nicht nur meiner Meinung nach spielt der latente Rassismus vieler Amerikaner eine gewichtige Rolle. Obama ist bekanntlich Afro-Amerikaner.

Und so könnte ich mir folgendes Wählerszenario vorstellen: Noch bis zur Wahlurne ist Michael B. davon überzeugt, Obama zu wählen. Obama hat Ausstrahlung und eine klare Vision von der Zukunft seines Landes. McCain ist ein alter Knochen. Aber kam betritt Michael B. die Wahlkabine, da durchzuckt es ihn wie ein Blitz: Du willst doch nicht einen dreckigen Nigger zum Präsidenten haben, oder?

Für viele schwarze Amerikaner ist es schon ein Erfolg, das überhaupt ein Farbiger für eine der beiden großen Parteien des Landes zum Präsidentschaftskandidaten gekürt wurde. Würde dieser dann tatsächlich gewählt werden, wäre das ein politischer Quantensprung.

„Yes we can“ lautet das Motto von Obamas Wahlkampf. Ja, ich glaube, Obama kann es schaffen. Aber der Tag ist noch lang und hat in den USA noch gar nicht begonnen.

(8:00 MEZ): Wer Präsident werden will, braucht 270 Wahlmänner hinter sich. Die Staaten, in denen Obama deutlich vorn liegt, stellen 264, McCain kann laut Umfragen auf 118 zählen. In den Staaten, in denen ein Kandidat knapp vorn liegt, könnte Obama 27 und McCain 39 Wahlmänner holen. 90 kommen aus den heiß umkämpften Gebieten, die die Amerikaner nur noch Battlegrounds, also Schlachtfelder, nennen (siehe zdf.de: Umfragen zur US-Wahl). Eines dieser Battlegrounds ist z.B. Florida, dort wo Al Gore vor acht Jahren so knapp gegen George W. Bush verlor (wenn überhaupt). Dort wird noch bis 2 Uhr MEZ gewählt (zz. ist es in Florida 2 Uhr morgens) – oder Montana (Wahl bis 4 Uhr MEZ – dort beginnt gerade der heutige Tag – siehe Weltzeituhr).

(20 Uhr MEZ): Es zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. Schon spricht man von einem Erdrutschsieg für Barack Obama. Das amerikanische Volk hat die Schnauze voll von der Bush-Administration. Das wird wohl auch John McCain zu spüren bekommen. Also alles klar? Warten wir es ab.

Kulturzeit

Nach den heute-Nachrichten (wahlweise auf 3sat geguckt) und dem Wetterbericht bleibe ich gelegentlich noch vor dem Fernseher sitzen, um mir Kulturzeit anzuschauen.

Kulturzeit auf 3Sat

Durch Kultur unterscheidet sich der Mensch bekanntlich vom Tier. Oder sollte es zumindest. Kultur ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch (als humanes Wesen) selbst gestaltend hervorbringt; im engeren Sinne ist es Kunst, von der bildenden bis hin zur darstellenden Kunst, von Musik und Literatur.

In Kulturzeit ist der Rahmen der Themen eher weitgefasst, wenn auch Kunst immer wieder im Mittelpunkt steht. Aktuelle politische Themen, oft aus der Sicht der Kunst betrachtet, gehören genauso dazu wie Berichte über zeitgenössisches Kunstschaffen. Ein Blick in die Vergangenheit gehört dazu wie der Blick in die Zukunft.

Kulturzeit bietet immer wieder einen Blick über den eigenen Brillenrand. Es sind besonders die Hintergrundinformationen (die meist in den Nachrichten unterschlagen werden), die die Sicht auf die Dinge weiten.

Jethro Tull: Thick as a Brick 5.1

Im weltweitem Netz stößt man immer wieder auf äußerst interessante Sachen. Und als alter Jethro Tull-Fan ist man dann geradezu verwundert, über welch technisches Know-how andere Tull-Fans verfügen.

So bin ich dieser Tage auf einen Download einer Audio-Datei gestoßen, die einen ganz besonderen musikalischen Genuss verheißt: Thick as a Brick, das geradezu legendäre Album der Gruppe Jethro Tull aus dem Jahre 1972. Natürlich habe ich das gut 40-minütige Werk in Art einer Suite auf diversen Medien zu Hause vorliegen, im Urzustand als LP, dann als CD und digitalisiert auch als MP3-Datei. Hier hatte sich aber ein absoluter Freak daran gemacht, das Stück in ein 5.1-DTS-Digital-Surround-Tonformat umzuwandeln.

Jethro Tull: Thick as a Brick (5.1 DTS Digital Surround)

Es müssen zwei Freaks sein (wenn nicht sogar mehr), die als Two of Us Productions (TOUP) firmieren. Ruft man deren Website toupltd.com auf, informiert uns folgender Text über die Absichten dieser „zwei“:

Two Of Us Productions remixes Beatles albums into 5.1 DTS digital surround sound, doing it themselves because Apple Corpse doesn’t care about the crappy quality of their current Beatles products.

We do not sell or distribute or trade any of TOUP’s discs, but you should be able to find them in the trading circles. This site is for information and research purposes only.

Mithin ist “Thick as a Brick” lange nicht das einzigste Album, was von TOUP gewissermaßen remastert wurde (neben den Beatles, Zappa, Led Zeppelin und den Stones sind das eben auch Jethro Tull).

Wie komme ich an die Daten?

Wer sich mit Filesharing auskennt, speziell mit BitTorrent, wird sich schon denken können, was jetzt kommt: BitTorrent ist eines dieser Filesharing-Protokolle, die über entsprechende Programme Daten im Internet verteilen. Und über eines dieser Programme kommt man dann auch selbst an die Datei heran, z.B. über Vuze, das allerdings über viele andere Möglichkeiten verfügt (für den Anfänger daher etwas zu komplex ist). Zuvor muss man nur die entsprechende torrent-Datei (mit der Endung .torrent) herunterladen und diese mit dem Filesharing-Programm öffnen (Doppelklick aus dem Explorer heraus reicht in der Regel). Natürlich dauert der Download einige Zeit (siehe hierzu u.a. auch meinen Beitrag Jethro Tull live at Lugano Estival Jazz 2005).

Download der torrent-Datei: Jethro Tull – Thick as a Brick 5.1 DTS – TOUP

Die heruntergeladene Audiodatei hat die Endung WAV und ist eigentlich eine unkomprimierte Tondatei. Größe etwa 450 MB. Aber Vorsicht – im Begleittext zu diesem Download heißt es:

If you attempt to play this [file] without the proper equipment all you will hear is static, AND you may damage your speakers and/or your ear drums, due to the high amount of high-freqency energy above 10kHz.

Also die WAV-Datei nicht mit dem normalen WinAmp, dem Windows Media Player/Center usw. öffnen. Ohne DTS 5.1-Unterstützung hört man nur ein tierisch lautes Rauschen.

Wie kann ich die WAV-Datei abspielen?

Um in den vollen Genuss der Musik zu kommen, sollte der Rechner zunächst über eine Soundkarte verfügen, die 5.1 unterstützt, sprich: an die man neben einem Subwoofer noch weitere 5 Lautsprecher anschließen kann (Front -> links, Center, rechts und Rear -> links und rechts). Allerdings kann man die Datei auch mit Stereoton hören (dann sollte man sich den Download schenken und dafür die CD anhören).

Ich habe etwas nach einem geeigneten Player im Netz gesucht, bis ich feststellte, das ich den schon längst auf meinen Rechner habe: VLC Media Player! Kleiner Tipp am Rande: Der VLC Media Player ist der Player schlechthin. Er unterstützt so ziemlich alles an Video- und Audio-Formaten, die es gibt. So unterstützt er z.B. das Flash-Videoformat FLV und wie eben jetzt das Audio-Format DTS 5.1.

Okay, für den WinAmp Player gibt es ein so genanntes Plugin für DTS Audio (DTS Audio Winamp Plugin version 0.0.0.1). Aber wie heißt es in den Infos über dieses Plugin: One evening project, first build, based on libdts-0.0.2. – Do not expect too much from it. 🙂 Nein, es ist nicht viel zu erwarten. Aber wer auf WinAmp unbedingt steht, nun denn …

Aber genug … Die Billiglautsprecherboxen hervorgekramt und angeschlossen, die Audioausgänge für 6 Kanäle an der Soundkarte über die Systemsteuerung des Rechners aktiviert (z.B. über die C-Media 3D Audio Configuration Xear3D), den VLC Media Player gestartet – und die Datei aufgerufen. Ach, wie geil … und (auch wenn ich eigentlich so sehr aufgedrehte Bässe nicht mag) den Subwoofer einmal bisschen mehr aufgedreht als sonst (lasst Jeffrey einmal richtig in die Saiten ’reinhauen).

Gerade habe ich festgestellt, dass der Link auf der Website für den VLC Media Player zum Download des Player irgendwie nicht funktioniert. Versucht es vielleicht hier: Download VLC Media Player bei chip.de (ist zudem auf Deutsch).

Nachtrag zu Halloween 2008

Damit es mit den Gespenstern und Monstern bei uns nicht ganz so viel wurde, haben wir gestern zu Halloween ein eigenes Monster engagiert, das – platziert in einer Mülltonne – äußert abschreckend auf jene nach Süßem bettelnde Ruhestörer wirkte (sprich: Mein jüngster Sohn und sein Freund machten sich einen Spaß daraus, andere Kinder im Dunkeln vor unserer Haustüre zu erschrecken):

Halloween 2008 bei AlbinZ

Süßes oder Saures?

Heute ist einmal wieder Halloween. Und da gehe ich als Gespenst verkleidet von Haus zu Haus mit der Bitte um Süßes oder Saures. Mein erster Besuch gilt Herrn Mehdorn, Boss der Deutschen Bahn und verhinderter Börsengänger. Vom ihm bekomme ich nur Saures, denn die Bahnpreise steigen erneut. Das Süße behält Herrn Mehdorn für sich: Das Gehalt des Bahnchef soll von 750.000 auf 900.000 Euro steigen, seine Leistungszulage im für ihn günstigen Fall von 3 Millionen Euro in diesem Jahr auf 3,5 Millionen im nächsten. Dabei bewegt sich seine Vergütung durchaus im marktüblichen Bereich, meint die Bahn (die Bahn hat nun einmal eine eigene Interpretation des Wortes marktüblich).

Nichts wie weiter: Vor einem Haus mit den Initialen VW herrscht Tumult. Hier wird Süßes in großen Mengen verteilt, aber das hat seinen Preis. Um etwas Süßes zu erhaschen, muss man all sein bisher gesammeltes Süßes abgeben. Nur ist nicht genug Süßes vorhanden. So steigt der Kurs des VW-Süßen ins Unermessliche. Nichts für mich. Ich gehe. Und schon sehe ich, wie die ersten versuchen, das VW-Süße wieder zurückzutauschen. Sollte das plötzlich doch nicht das wert sein, was es verhieß?

Auf meinem Weg mache ich auch einen Abstecher nach Berlin. Da ist ein Haus, in dem die Regierung wohnt. Die versprechen viel Süßes, aber nur, wenn man auch Saures nimmt. Steigen die Kosten für meine Krankenversicherung (Saures), so fallen zwar die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung 2009 (Süßes), um 2010 wieder zu steigen (Saures).

Komme ich bei der WWF vorbei. Die hat nur Saures zu verteilen. Und das Saure wird mir noch gehörig aufstoßen, nämlich sauer: WWF: Öko-Kollaps viel schlimmer als Finanz-Desaster

McCain & Bush: Mieter & Nachmieter?

Zuletzt der reinste Horror: das Haus von Herrn Bush. Aber der ist dabei auszuziehen. Und wer sein Nachmieter wird, ist noch nicht ganz klar. Ein Herr McCain mit Familie oder ein Herr Obama. Herr Bush hatte die letzten acht Jahre nur Saures für uns Halloween-Gespenster übrig. Was mag uns der neue Mieter bieten?

Im Mittelmaß verfangen

Sicherlich muss man es als Entschuldigung gelten lassen, wenn wichtige Leistungsträger beim Bundesligisten Werder Bremen fehlen. Torwart Wiese, Goalgetter Pizarro und vor allem Spielmacher Diego werden sehnsüchtig auf dem Spielfeld zurückerwartet. Aber dann muss die Mannschaft notfalls über dem Kampf und Laufstärke ein Spiel für sich entscheiden können, besonders wenn sie vor eigenem Publikum antritt.

Allofs & Schaaf gucken doof

Werder-Manager Allofs hat nun keine Angst mehr, das Wort Krise in den Mund zu nehmen. Der Oktober war für Werder wahrlich nicht golden, sondern grau in grau. Und so hat sich der Vize-Meister der Vorsaison mit mickrigen 13 Zählern in 10 Spielen in trister Mittelmäßigkeit etabliert. Auch in der Champions League läuft es alles andere als nach Maß. Immerhin stehen die Chancen dort noch nicht ganz so schlecht auf ein Weiterkommen nach drei Unentschieden. Aber dann muss endlich der ‚Durchbruch’ kommen. Allein mit Gerede, das allerorts wie Asche aufs Haupt träufelt, beendet man keine Krise, nur mit Taten. Aller Selbstkritik zum Trotz müssen diese Taten endlich folgen, sonst kann Werder tatsächlich den Meistertitel abhaken.

Siehe auch zdf.de: Werder hakt den Titel schon ab

Mein Lieblingsplatz: Auf einer Insel

Meine Lieblingsplätze sind mit landschaftlichen Gegebenheiten verbunden. Ich liebe Berge, auch Wüsten, den Blick über Eis und auf das Meer. Und wenn ich den Blick auf das brausende Meer liebe, so auch, weil ich Inseln mag.

In meinem bisherigen Leben war ich bereits auf vielen Inseln zu Besuch. Da gibt es die sehr großen Inseln wie Großbritannien (und Schottland ist nur ein Teil davon), Sizilien oder Island. Und unweit von Sizilien liegen die Äolischen Inseln mit der Hauptinsel Lipari und Vulcano bzw. Stromboli.

Und wer nach Schottland kommt, macht einen Abstecher auf die Orkney-Inseln, vielleicht sogar zu den Shetlands oder die Hebriden. Die Isle of Skye (Rückblick auf Sligachan/Isle of SkyeIsle of Skye – Kyleakin und Broadford) ist sozusagen Schottland im kleinen.

Aber auch deutsche Inseln waren dabei: Helgoland, Fehmarn (Insel FehmarnTornado vor Fehmarn) und Rügen (Erste Frühlingstage auf RügenRügen im Nebel). Außerdem Norderney und noch einige andere friesische Inseln.

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, könnten meine Frau und ich uns gut vorstellen, unseren Lebensabend z.B. auf Helgoland zu verbringen. Sehr reizvoll ist allerdings auch die schottische Insel Isle of Skye, ein Teil der Inneren Hebriden (unten einige Bilder). Inseln sind sehr stark geprägt vom Wetter. Nirgendwo sonst habe ich so sehr Wetteränderungen erlebt wie auf einer Insel, z.B. auf Island konnte man davon ausgehen, das der kommende Tag wettermäßig ganz anders als der jetzige Tag sein wird.

Brücke zur Isle of Skye

Fährhafen von Uig auf der Isle of Skye

Brücke zur Isle of Skye

Fährhafen von Uig auf der Isle of Skye

Blick auf Kyleakin/Isle of Skye

Drei Herren am Strand von Kyleakin

Blick auf Kyleakin/Isle of Skye

Drei Herren am Strand von Kyleakin

Gravatar: Weltweiter Stellvertreter

In Computer- oder Online-Spielen (wie z.B. Second Life) bedient man sich eines Avatars, einer Spielfigur, die zum Stellvertreter seiner selbst in eben dieser virtuellen Welt wird. Daneben gibt es den Gravatar. Dabei handelt es sich um einen global verfügbaren Avatar (Global Recognised Avatar), welcher u.a. mit der E-Mail-Adresse des Benutzers verknüpft ist.

Dieser Gravatar ist nichts anderes als ein Bildchen in der Größe 50×50 bis 80×80 Pixel (Bildpunkte), das auf einem Server hinterlegt wurde. Einer dieser Server ist z.B. gravatar.com. Hier kann man sich kostenlos mit einer gültigen Mail-Adresse anmelden und ein beliebiges Bildchen hochladen.

Wenn man jetzt z.B. in diesem meinen Blog einen Kommentar abgibt, trägt man in das entsprechende Feld seine Mail-Adresse ein. Und mit dieser Mail-Adresse wird bei gravatar.com abgecheckt, ob es zu dieser ein Bildchen gibt. Gibt es das, so wird dieses neben dem geschriebenen Kommentar angezeigt (sonst zeigt mein Blog lediglich einen Platzhalter an):

Platzhalter für Gravatar

WilliZ Gravatar (53 x 53 Pixel)

Platzhalter für Gravatar

WilliZ Gravatar (53 x 53 Pixel)

Mit Witz gegen Nazis

Mein Vater ist ein Anhänger der ‚Schocktherapie’, wenn es darum geht, einen Menschen eines Besseren zu belehren. Auch ich glaube, dass manchmal ein Guss alten Wassers die Hirntätigkeit anregt und damit zum Umdenken führt. Allerdings besteht die Gefahr, dass die Schockwirkung nicht nachhaltig genug ist und eher zu einer Verstocktheit des ‚Probanden’ führt.

Effektiver ist es vielleicht, dem sich auf dem Holzweg Befindlichen der Lächerlichkeit preiszugeben, also z.B. gegen Nazis mit Witz vorzugehen. Auf der Website nazis-auslachen.de können Jugendliche ihre Videos zu diesem Thema online stellen und selbst bewerten. Im Vordergrund geht es hierbei vor allem darum, Angst und Vorsicht abzubauen. Viele Nazis sind nun einmal unbelehrbar (bei denen hilft wahrscheinlich wirklich nur die Schocktherapie). Aber potentielle Klienten der Rechten lassen sich vielleicht hiervon abbringen und zum Umdenken bewegen.

Siehe hierzu zdf.de: Mit Witz gegen Nazis: Jugendliche drehen Filme gegen Rechtsradikale

The guy with the stack of keyboards and the mane of red hair

In diesen Tagen bekam ich über mein youtube-Konto folgende höchst interessante Mail mit der Bitte um Kopien von einigen meiner Videos dort (solche Mail bekomme ich leider viel zu oft):

Hi there

I recently joined YouTube and have noticed over a couple of years old shows I had forgotten I did. It’s been an interesting thing watching yourself 30 years ago (for my wife too – oooo, you’re so thin and young…). Anyway, I’m the keyboard player in Joan Armatrading’s band from 1977-79 – Red Young (the guy with the stack of keyboards and the mane of red hair). I forgot about the TV show in Cologne. I remembered a couple of Rock Palast things we did, there was a BBC TV thing I had forgotten about as well. I also toured (and still tour after a 23 year break) with Eric Burdon and there’s a lot of stuff out there as well. Also toured with Linda Ronstadt and a few others I can’t remember. Wondering if I could get a copy of anything you have during the time I worked with Joan in 1977-79? If not, I’ll keep watching YouTube and enjoying it.

Thanks…

Red Young

Red Young 1979 mit Joan Armatrading

Jener Red Young, u.a. 1977 bis 1979 Keyboarder bei Joan Armatrading, war also erst kürzlich youtube beigetreten und hat sich die alten Auftritte, bei denen er mitwirkte, angeschaut: Der Typ mit dem Stapel an Tasteninstrumenten und der Mähne roten Haares.

Nach rund 30 Jahren mutete es ihn schon merkwürdig an, sich selbst wiederzusehen (seine Frau dazu: so dünn und jung). An viele der Auftritte konnte er sich kaum noch erinnern, wenn überhaupt. Und er tourte später mit Eric Burton und dann auch mit Linda Ronstadt und anderen und tourt nach 23 Jahren Pause wiederum.

Ich habe dem guten Red Young nun erklärt, wie er sich die Videos bei youtube herunterladen kann (z.B. mit dem Real Player). Ich bot ihm auch an, die besagten Aufnahmen mit Joan Armatrading auch als DVD-Kopie zuzusenden.

Ja, die Welt ist klein und wird durch das Internet noch enger gezurrt. Ich kann gut nachvollziehen, wie er sich nach so vielen Jahren mit staunenden Augen selbst betrachtet hat. Bisher hat er sich nicht wieder bei mir gemeldet.