Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!
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Der folgende Bär aus Christas Sammlung ist leider ohne Hinweis auf den Hersteller, also ohne Knopf im Ohr, Etikett oder dergleichen. Wir erinnern uns nur daran, dass er während einer Wartezeit im Bahnhof Hamburg-Dammtor vor einigen Jahren gekauft wurde (dürfte jetzt etwa 5 Jahre her sein). So etwas kommt eigentlich nicht vor; meist weist zumindest ein kleines Etikett darauf hin, welche Firma den Teddy hergestellt bzw. importiert hat. Ungeachtet dessen hat ihn Christa gern in ihre Sammlung aufgenommen, weil die Verarbeitung ordentlich ist und der Teddy als solches nicht in größerer Anzahl vorhanden sein sollte (vielleicht kann einer von Euch weitere Hinweise geben). Hier also Graf Dracula als rund 30 cm großer Teddybär in grau-schwarzer Farbe mit rot-schwarzem Umhang. Vorsicht vor seinen Zähnen!
Vampirbär "Dracula" – 30 cm groß mit rot-schwarzem Umhang – gekauft bei Stofftiergarten Körber, Bahnhof Hamburg-Dammtor
Nun, Ostern war dieses Jahr wirklich ungewöhnlich früh. Und Schnee Ende März ist zwar auch bei uns eine Seltenheit, kommt aber schon mal vor. Trotzdem ist Schnee zu Ostern ein ‚Ereignis’, das keiner so schnell vergisst. Und dem noch nicht genug: Heute Morgen lag so viel Schnee, dass sich dieser sogar zum Bau eines Schneemannes eignete. So viel Schnee wie in diesen wenigen letzten Tagen hatten wir den ganzen Winter nicht gehabt. Nun ist aber auch genug …
Wer alter, eingefleischter Tull-Fan ist wie ich, der kennt mit Sicherheit das Fotobuch von Didi Zill: Jethro Tull live und in Farbe. 250 seltene und meist unveröffentlichte Fotos – auch wenn er oder sie es bisher noch nicht sein Eigen nennt. Knapp 50 € sind viel Geld. Aber jetzt gibt es diesen Wälzer für gerade einmal 15 € bei Zweitausendeins.de, also für „fast geschenkt“, da greift man doch gern zu (ich habe es mir zu Ostern schenken lassen):
Und wer Anfang Mai noch über schlappe 20 € verfügen sollte, dem empfehle ich die DVD Jethro Tull – Jack in the Green – Rockpop In Concert:
Es handelt sich um Aufnahmen des deutschen Fernsehens, die vielen auch schon bekannt sein sollten (einiges habe ich selbst in meinem Schrank). Ich hoffe auf gute Bildqualität, wenn es mit dem Ton vielleicht auch nicht so weit her sein sollte (man munkelt u.a. von Quasi-Stereo). Hier die Setlists:
Rockpop In Concert Live aus der Westfalenhalle in Dortmund (1982)
01. Hard Times
02. Pussy Willow
03. Heavy Horses
04. Jack In The Green
05. Sweet Dreams
06. Aqualung
07. Locomotive Breath
08. Cheerio
Out In The Green Live vom Open-Air Festival in Dinkelsbuhl (1986)
01. Thick As A Brick
02. Black Sunday
03. Improvisation II
04. Too Old To Rock ’n‘ Roll, Too Young To Die
Rock Summer ´86 Live vom Open-Air Festival Rock am Ring
01. Hunting Girl
Live (20.5.93) Location?
01. My Sunday Feeling
02. So Much Trouble
Beat Club (1970-71)
01. With You There To Help Me (15.8.70)
02. Nothing Is Easy (15.8.70)
Wenn Kritiken zu überschwänglich sind, neige ich zur Vorsicht. Im Falle des Films „Die fabelhafte Welt der Amélie“ (Originaltitel: Le fabuleux destin d’Amélie Poulain) war das sicherlich ein Fehler. Aber manche Fehler kann man wieder gut machen. Und so habe ich den Film – endlich – am Karfreitag im Fernsehen gesehen. Jean-Pierre Jeunet, der Regisseur dieses 2001 gedrehten französischen Films (mit deutscher Unterstützung), gilt als verhältnismäßig langsam arbeitender Regisseur, der sehr viel Zeit auf Details und originelle Gestaltung aufwendet. Aber gerade bei diesem Film hat es sich wirklich gelohnt. „Die fabelhafte Welt der Amélie“ ist voller Leichtigkeit und Poesie, voller Schmerz und Glück. Der Film dreht nie das große, melodramatische Rad, sondern ergeht sich in einer Unmenge kleiner, liebenswerter Details. Beeindruckend, die Phantasie des Regisseurs und Autors. Es ist jetzt schon ein „Kultfilm“. Ein überquellendes Füllhorn genialer Einfälle, poetischer Momente, wundervoller Bilder und oft witziger, philosophischer Dialoge. Dass der Film so gut funktioniert, liegt aber auch an der ausgezeichneten Darstellerriege, allen voran Audrey Tautou. Sie überzeugt in der Rolle der Amélie und gibt der Gestalt Lebendigkeit. Einfach wundervoll, einfach fabelhaft.
Ja, ich habe einen neuen Lieblingsfilm. Einen Film, der das oftmalige Schauen lohnt. Viele Details sind mir beim ersten Mal noch verborgen geblieben. Ich freue mich jetzt schon auf diese vielen kleinen Schätze, die es noch zu entdecken gilt.
Ich liebe diesen Film. Und wer ihn nicht mag, der ist selber Schuld. Er gilt mir mehr als Dutzende Filme aus Hollywood. Ein solcher Film konnte nur in Frankreich entstehen.
Gestern noch schneite es bei uns, sodass sich eine dünne weiße Puderdecke über die Ostereier an den Sträuchern in unserem Garten legte. Heute nun, wenn es auch gar frostig ist, so lädt die Sonne ein zum Spaziergang. Also nichts wie hinaus ins Freie und an die herrlich frische Luft.
Anfang 1971 kaufte ich mir das Album „Daughter of Time“ von der Gruppe Colosseum, das im Sommer 1970 aufgenommen wurde. Wenn es die Gruppe selbst auch nie bis an die Spitze der Rockmusik gebracht hatte, so tauchten Anfang der 70-er Jahre ihre Musiker Jon Hiseman (Schlagzeug) und Dick Heckstall-Smith (Saxophon) ständig in den Pop Polls, also Ranglisten, unten den Top Ten auf. So machte z.B. Dick Heckstall-Smith in der Rubrik „Verschiedene Instrumente“ 1972 Ian Anderson reichlich Konkurrenz: Ian Anderson wurde von den Lesern des Melody Makers zur No. 1 gewählt, Heckstall-Smith schaffte es immerhin auf Platz 4 (ebenso Jon Hiseman, der Drummer, der sich nur Carl Palmer, Ginger Baker und Keith Moon geschlagen geben musste).
„A Daughter of Time“ ist neben „Valentyne Suite“ aus dem Gründungsjahr 1969 wohl das bekannteste Album der Gruppe, die bis 1971 fast ständig auf Achse war. Dieses permanente Touren war wohl mit ein Grund dafür, dass sich Collosseum so früh auflöste. Es dauerte bis ins Jahr 1994, als sich die Mannen um Hiseman und Heckstall-Smith wieder zusammentaten – und bis heute auch noch Konzerte geben (Heckstall-Smith starb 2004 immerhin schon siebzigjährig und wurde durch die Frau von Jon Hiseman, Barbara Thompson, kongenial ersetzt, die zuvor mit diversen Größen der Jazz-Szene gespielt hatte und wohl noch spielt – weitere Infos siehe auch temple-music.com – und hier gleich auch ein Live-Video mit Barbara Thompson’s Paraphernalia (Drums: Jon Hiseman): Close to the Edge).
Von 1975 bis 1977 gab es die Gruppe Colosseum II, die Jon Hiseman mit hervorragenden Musikern wie mit Gary Moore und Don Airey gegründet hatte. Die Band konnte aber nie an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen. Don Airey dürfte auch Fans von Jethro Tull bekannt sein; 1987 schloss er sich Jethro Tull als Tourmusiker an und spielte als Keyboarder auf deren Europa- und USA-Tournee.
Komme ich aber auf das Album „A Daughter of Time“ zurück. Anfang 1971 verließ die Scheibe kaum meinen Plattenspieler. Es ist eine gelungene Mischung aus Rock, Jazz und Blues mit klassischen Elementen, wie diese uns, wenn auch in anderer Art, von Jethro Tull geboten wurden. Bestimmend für die Musik war Dick Heckstall-Smith mit seinem Saxophon-Spiel, wobei er Tenor- und Sopran-Saxophon oft simultan spielte. Zu diesem Album war auch Chris Farlowe zur Gruppe gestoßen, dessen Gesang, der von schwülstigem Pop über rauhen Rhythm and Blues bis hin zu jazzigem Scat reichte, ebenfalls wesentlichen Einfluss auf dieses Album nahm. Hier ein Stück von dieser Scheibe (aus der Feder von Jack Bruce, Musik, und Pete Brown, Text), das 1994 beim Reunion-Konzert im E-Werk zu Köln aufgenommen wurde:
Colosseum – Theme for an Imaginary Western
Vom gleichen Konzert hier Aufnahmen von der insgesamt dreiteiligen Valentyne Suite – Part 1 – Part 2
Zuletzt ein Titel von Colosseum II mit Don Airey an den Keyboards: The Scorch (live)
Colosseum habe ich live nie gesehen; allerdings sah ich Mitte der 70-er Jahre die Dick Heckstall-Smith Group als Vorgruppe von Deep Purple in der Ernst-Merck-Halle zu Hamburg, als ich einen Freund zu dem Konzert begleitete.
Die Karwoche beginnt nach dem Palmsonntag, schließt Gründonnerstag und Karfreitag ein, und endet mit dem Karsamstag. Abendmahl, Kreuzestod und Auferstehung Jesu gehören eng zusammen.
Daher feierte man bis zum 4. Jahrhundert in der Osternacht alle drei Ereignisse; heute feiert man drei Tage von Leiden, Tod und Auferstehung des Herrn ab Gründonnerstag. Augustinus sprach im 5. Jahrhundert vom heiligen „Triduum des gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Christus“. In der evangelischen Kirche werden in der Karwoche traditionell tägliche Andachten – „Passionsandachten“ – abgehalten.
Der Karfreitag gedenkt des Kreuzestodes Jesu; „chara“, althochdeutsch, bedeutet „Trauer, Wehklage“. An diesem wie auch am folgenden Tag findet in katholischen Kirchen keine Messe statt, es wird nur ein einfacher Wortgottesdienst gehalten. In Österreich hat sich das Brauchtum des Heiligen Grabes etabliert. Dabei wird „der tote Jesus“ im Anschluss an die Karfreitagsliturgie in einer feierlichen Prozession in sein Grab gelegt.
KARWOCHE
O Woche, Zeugin heiliger Beschwerde!
Du stimmst so ernst zu dieser Frühlingswonne,
Du breitest im verjüngten Strahl der Sonne
Des Kreuzes Schatten auf die lichte Erde,
Und senkest schweigend deine Flöre nieder;
Der Frühling darf indessen immer keimen,
Das Veilchen duftet unter Blütenbäumen
Und alle Vöglein singen Jubellieder.
O schweigt, ihr Vöglein auf den grünen Auen!
Es hallen rings die dumpfen Glockenklänge,
Die Engel singen leise Grabgesänge;
O still, ihr Vöglein hoch im Himmelblauen!
Ihr Veilchen, kränzt heut keine Lockenhaare!
Euch pflückt mein frommes Kind zum dunkeln Strauße,
Ihr wandert mit zum Muttergotteshause,
Da sollt ihr welken auf des Herrn Altare.
Ach dort, von Trauermelodieen trunken,
Und süß betäubt von schweren Weihrauchdüften,
Sucht sie den Bräutigam in Todesgrüften,
Und Lieb‘ und Frühling, alles ist versunken!
Mir kommen die Tränen, da glaubt Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann nicht mehr an die Selbstheilungskraft der Märkte. Die Versorgung mit Liquidität reiche als Maßnahme nicht aus, sagte Ackermann am Montag in Frankfurt. Die Regierungen müssten Einfluss nehmen auf die Märkte. Ackermann rief zu gemeinsamen Aktionen von Regierungen, Zentralbanken und Banken auf, um das Vertrauen in die globalen Finanzmärke wiederherzustellen.
Die Retourkutsche kam prompt: Bundesbank-Präsident Axel Weber äußert sich gegen konzertierte Aktionen. Er fordert im Gegenteil mehr Transparenz: „Alle Finanzmarktteilnehmer sind aufgefordert, zeitnah über ihre Risiken zu informieren“. Ähnlich äußerte sich der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitutes, Thomas Straubhaar. Die Deutsche Bank habe jahrelang vom Börsenboom profitiert und Rekordgewinne verbucht, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“. Jetzt, wo es abwärts gehe, werde nach dem Staat gerufen. „Damit sollen Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden. Dies halte ich für schreiend ungerecht.“
Dabei kommt mir der Verdacht, dass Herr Ackermann & Co. noch einige Leichen im Keller versteckt, die erst nach und nach ans Tageslicht kommen: Wie viele Milliarden Euro werden noch abzuschreiben sein, die durch Fehlspekulationen der Banken verloren gegangen sind? Welche Machenschaften gibt es noch, die der Steuerzahler am Ende tragen muss?
Wie sagte schon Max Weber: Der kapitalistische Geist wäre im Mittelalter als Ausdruck des schmutzigsten Geizes und einer schlechthin würdelosen Gesinnung geächtet worden.
Wir sind Fans von Mr. Bean, wenn meine Frau Mr. Bean oft genug auch ziemlich ‚ätzend‘ findet, sicherlich zu recht. Und wer Mr. Bean kennt, der weiß, dass dieser ohne seinen Teddybär nicht auskommt. Es gibt genügend Filmszenen, da übernimmt Mr. Bean’s Bear gewissermaßen die zweite Hauptrolle. Natürlich wundert es da keinen, wenn man den Official Mr. Bean’s Bear auch käuflich erwerben kann. So getan, wie jeder sehen kann:
Official Mr. Bean’s Bear – rund 40 cm groß mit Knopfaugen
Desaster über Desaster! Neben dem Werder-Desaster dieser Tage beschäftigen mich die Chateau D’isaster Bänder der Gruppe Jethro Tull, die 1973 im Château d’Hérouville nahe Paris eingespielt, aber nie fertig gestellt wurden.
Drei der damals aufgenommenen Stücke (11 Scenario – 12 Audition – 13 No Rehearsal) wurden bereits 1988 auf dem 3-CD-Box Set „20 Years of Jethro Tull: The Definitive Edition“ veröffentlicht. 1993 wurden dann zwei weitere Bänder der alten Aufnahmen entdeckt, neu gemischt und dann 1993 auf dem Doppel-Album „Nightcap“ insgesamt auf der 1. CD als „My Round: Chateau D’Isaster Tapes“ veröffentlicht.
Das 9. Stück dieser Aufnahme „Critique Oblique“ habe ich bereits vorgestellt. Heute nun die ersten drei der insgesamt 13 Stücke. Zuvor aber die Playlist zu den Aufnahmen:
01 First Post 02 Animelee 03 Tiger Toon 04 Look at the Animals 05 Law of the Bungle 06 Law of the Bungle Part 2 07 Left Right 08 Solitaire 09 Critique Oblique 10 Post Last 11 Scenario 12 Audition 13 No Rehearsal
Stück 8 kommt uns bestimmt bekannt vor: 1974 veröffentlichte Jethro Tull das Album „Warchild“ – und dort gibt es das Stück „Only Solitaire“. Beide Texte sind übrigens identisch. Auch die „Bungle in the Jungle“-Thematik findet sich hier. Und als kleinen Gag: Auf dem ansonsten intrumentalen Titel „Law Of The Bungle Part 2“ hören wir die „Eule“ Martin Barre sprechen:
„Hello. This is ‚Law of the Bungle Part II‘. By the way, I’m Martin Barre; but
sometimes I’m an owl, and my feathers are really smooth,
and when I feel romantic I like to dress up in men’s clothing.“
Alle weiteren Texte finden wir übrigens bei cupofwonder.com.
Hier nun ein Video mit den ersten drei Stücken “First Post – Animelee – Tiger Toon” von den Chateau D’isaster Tapes; die Bilder stammen wiederum von einer Super-8-Kamera-Aufnahme aus dem Jahre 1974 und zeigen Ian Anderson & Co. “backstage” (nochmals Dank an TullTapes – das Video habe ich nur etwas ‚aufpoliert’):
Jethro Tull: First Post/Animelee/Tiger Toon (1973)
Oh, weh, so langsam schmerzt es: Trotz kämpferischer Einstellung und drückender Überlegenheit schafft es nur Diego, ein Tor gegen Glasgow Rangers zu schießen. Zu wenig zum Weiterkommen. Und in der Bundesliga eine weitere Heimniederlage, jetzt gegen Wolfsburg, nachdem die Mannschaft ‚klassisch’ ausgekontert wurde, und das Abrutschen auf den vierten Tabellenplatz.
Werder Bremen muss sich zusammenraufen. Da mag man bis kurz vors Tor einen ansehnlichen Fußball spielen. Wenn aber keine Tore fallen wollen, dann stimmt etwas nicht. Eure Köpfe müssen frei werden, Jungs!