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Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Blamable Vorstellung

Was soll man dazu sagen: Mitte der nächsten Woche startet die Champions League und deren deutsche Vertreter blamieren sich bis auf die Knochen in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen eigentlich drittklassige Gegner. Sowohl die Bayern, der HSV und auch Werder Bremen müssen in die Verlängerung, Bayern München schafft es gerade so durch einen groben Schnitzel des St. Pauli-Torwarts – und der HSV sowie die Bremer (gegen den FK Pirmasens) bleiben gleich auf der Strecke.

Frank Baumann fliegt in der 109. Minute

Wenn es in der Generalprobe daneben geht, kann es bei der Premiere nur besser werden. Am Dienstag tritt Werder beim FC Chelsea an. Da geht es bereits darum, wer international vorn mitmischen darf. Ich fürchte, … Aber male ich nicht den Teufel an die Wand?!

Die sieben neuen Weltwunder

Wer kennt Sie nicht, die sieben Weltwunder, oder etwa nicht? So aus dem Stehgreif fällt mir der Koloss von Rhodos ein, irgendetwas mit hängenden Gärten, die Pyramiden von Gizeh, die chinesische Mauer (ja? – doch nein!), dieser Leuchtturm vor Alexandria, dann das was man heute noch Mausoleum nennt, noch irgend so eine Statue (Zeus wahrscheinlich) – und spätestens hier verließen sie mich.

Jetzt geht es an die Wahl der sieben ’neuen‘ Weltwunder, also die der Neuzeit (und da tauchen die Pyramiden auch wieder auf, wohl, weil sie von den ‚alten‘ Weltwunder die sind, die bis heute überlebt haben). Von rund 200 baulichen Halbwundern sind 21 in die engere Auswahl gekommen. Und von diesen kann der geneigte Internetbenutzer seinen Favoriten auswählen. Am 7. Juli 2007 (dreimal 7) werden dann die gewählten sieben neuen Weltwunder in einer weltweit ausgestrahlten Fernsehsendung bekannt gegeben.

Zur Auswahl stehen u.a. das Kolosseum, die Statuen der Oster-Insel, die Freiheitsstatue von New York, die Chinesische Mauer (also endlich hier), der Eiffelturm und – aus deutscher Sicht durchaus erfreulich: das Schloss Neuschwanstein!

Die neuen Weltwunder (noch 3x sieben)

Ob ich mich schon für eines entschieden habe? Vielleicht die Statuen der Osterinsel, die haben so etwas Geheimnisvolles an sich. Neuschwanstein – da weiß ich nicht, ich kenne es von unserem Grainau-Urlaub her und es hat mir (und auch meinen Lieben) nicht so toll gefallen.

Warum aber eigentlich sieben? Sieben ist ähnlich wie die zwölf eine positiv besetzte Zahl, trotz der sieben Todsünden (es gibt ja auch die sieben Tugenden), trotz des Buchs mit den sieben Siegeln: Neben 7 Tagen und sieben Zwergen gibt es den 7. Himmel, in den nicht nur Muslime wollen, sondern in dem Verliebte schweben. Also sollen es auch sieben Weltwunder sein. Übrigens: Heute ist ja auch der Siebte! Ganz anders ist es mit der dreizehn,
allgemein als Unglückszahl definiert und von mir bereits im Zusammenhang mit einem Freitag näher beleuchtet: Freitag der 13.

Stars auf Abwegen

Spätestens seit dem Film „Die Passion Christi“ stösst es mir sauer auf, wenn ich den Namen Mel Gibson höre. Jetzt wurde er wegen Trunkenheit am Steuer zu einer dreijährige Bewährungsstrafe verurteilt. Das Brisante dabei: Gibsons antisemitische Schimpftiraden (die Juden seien „an allen Kriegen der Welt schuld“) bei seiner Verhaftung. Jetzt versucht er sein Images wieder aufzupolieren, indem er in Telefonaten mit einflussreichen Juden um Entschuldigung bittet. Eine öffentliche Entschuldigung gegenüber der jüdischen Bevölkerung hatte er zunächst abgelehnt.

Etwas anders verhält es sich im Fall Tom Cruise. Dessen Filmfirma Paramount Pictures beendete die bisher 14-jährige Zusammenarbeit mit ihm. Sein Verhalten in letzter Zeit war für Paramount nicht mehr hinnehmbar; u.a. sein Werben für die umstrittene Scientology-Sekte oder seine Ausraster bei einer Talkshow im US-Fernsehen.

Gibson - Cruise - Chan

Und jetzt hat es wohl auch den „netten Kerl“ Jackie Chan erwischt: Bei einem Konzert soll er angetrunken auf die Bühne gestiegen sein, um das Publikum zu beschimpfen.

Zuviel Erfolg scheint das Hirn zu erweichen. Ich erinnere mich dabei an alte Zeiten, als ein Klaus Kinski mit seinen extrovertierten Anfällen Regisseure und Zuschauer in Atem hielt. Gucken wir, wer als nächstes ausflippt.

Herrenloses Gepäckstück

Wenn es um die Wahl des Unwortes des Jahres 2006 geht, dann habe ich bereits einen Vorschlag, der sicherlich gute Aussichten hat, das Rennen zu machen: herrenloses Gepäckstück.

Die Angst vor Terroranschlägen ruft zz. Trittbrettfahrer auf den Plan, die entweder telefonisch falsche Bombenwarnungen verkünden oder die „so zum Spaß“ irgendwelche Gepäckstücke, Koffer oder Taschen, auf Bahnsteigen oder in Bahnen abstellen, um damit möglichst für Stunden den Bahnverkehr lahmzulegen.

Herrenloses Gepäckstück

Gestern nun passte mir folgendes: Ich war schon spät dran und fuhr mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof Hamburg. An der Haltestelle Dammtor nun stieg ein Herr mittleren Alters aus, den Kopf mit einen Käppi bedeckt (Türke? Araber? Welche Vorurteile steigen da in einem gleich auf?). Auf der Bank nun, auf der er in der Bahn eben noch gesessen hatte, lag eine größere blaue Sporttasche, die ich zuvor nicht gesehen hatte. Die konnte nur dem Herrn gehören. Da die Bahn noch stand, guckte ich hinaus und sah den Mann und rief laut hinterher: „Hallo, Sie haben Ihre Tasche vergessen!“. Er drehte sich um, sprang in den Zug zurück und während der Zug bereits abfuhr, kam er ziemlich irritiert auf mich zu. Ich zeigte auf die Tasche. Da sagte er deutlich, fast ohne Akzent: „Das ist nicht meine!“. Ich zuckte nur mit den Schultern und entschuldigte mich. Nächste Station Hauptbahnhof. Ich stieg schnell aus, um noch meinen Zug zu bekommen.

Was nun mit der Tasche geschehen ist, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall habe ich weder in den Nachrichten gehört, noch im Internet gelesen, dass ein herrenloses Gepäckstück in die Luft geflogen ist. Immerhin …

Link: Unwort des Jahres 2005

Ägyptischen Nobelpreisträger Machfus gestorben

Der ägyptische Schriftsteller Nagib Nachfus ist im Alter von gnadenreichen 94 Jahren gestorben. 1988 erhielt Nagib Machfus, geboren am 11. Dezember 1911, als erster Schriftsteller arabischer Sprache den Literaturnobelpreis. Da mich die arabische Welt aus unterschiedlichsten Gründen interessiert, hatte ich es vor einigen Jahren gewagt, Werke von Machfus zu lesen. Und ich habe es nicht bereut. Es handelte sich neben dem Buch „Die Nacht der Tausend Nächte“ um die Kairo-Trilogie: Zwischen den Palästen – Palast der Sehnsucht – Zuckergäßchen (zusammen je nach Veröffentlichung zwischen 1200 und 1700 Seiten lang).

Nagib Machfus

Hier eine kurze Hinhaltsangabe aus dem Umschlagtext:

Abd al-Gawwad, der übermächtige Herrscher der Familie, ist gefürchtet und geliebt zugleich: Strotzend vor Vitalität und Lebenslust, ist er ein liebenswürdiger Freund und geistreicher Unterhalter, ein Kenner von Kunst und Gesang, und nicht zuletzt ein feinfühliger Liebhaber. Doch wenn er die Treppe zu seinem Palast hochsteigt, verwandelt es sich zum gnadenlosen Patriarchen. Auch er spürt den Beginn einer neuen Zeit. Seine Ehefrau Amina, eine Gestalt von mythischer Tiefe, in der Welt der Geister heimischer als in der Welt der Menschen, wagt sich zum ersten Mal hinaus auf die Straße. Und dort wird in Demonstrationen und Streiks gerade das Ende des britischen Protektorats gefordert. Abd al-Gawwads Familie bleibt von der Tragik der Ereignisse nicht verschont. Der Riß, der durchs Land geht, bricht auch dort auf.

Die Kairo-Trilogie bietet einen wunderschönen Einblick in das Kairo zwischen den beiden Weltkriegen, zeigt das familiäre Zusammenleben und die gesellschaftliche Umbrüche lebhaft auf und skizziert auch noch politische Strömungen. Das Ganze verpackt in eine Familiensaga mit tiefgehenden und absolut glaubwürdigen Protagonisten, deren Gefühlswelt vortrefflich charakterisiert wird.

Was ist bloß mit Ian los? Prolog

In letzter Zeit bekam ich öfter Nachrichten von Leuten, die sich mit mir gern zu Jethro Tull, also Ian Anderson und seine Mannen, austauschen möchten. Ich kann das sehr gut verstehen, immerhin bin ich seit vielen Jahren ein Fan dieser Gruppe und habe aus diesem Grund auch WilliZ Jethro Tull Site ins Internet gestellt. So kam mir die Idee, diesen Gedankenaustausch, der sich zz. über Mails abwickelt, auch unter dieser neuen Rublik in mein Weblog zu stellen, denn sicherlich gibt es auch viele andere Fans, die sich hierfür interessieren, evtl. auch an diesem Austausch beteiligen möchten.

Um es gleich zu sagen: Das soll kein Forum werden, davon gibt es zum Thema Jethro Tull einige im Internet, z.B. das Jethro Tull Board @ www.laufi.de in deutscher, teilweise auch in englischer Sprache, die englisch-sprachigen Foren Tull Talk und Jethro Tull Club. Außerdem gibt es für den schnellen Austausch über die offizielle Jethro Tull Website einen Chatroom, in dem eigentlich immer jemand ‚anwesend’ ist.

Auch sollen und werden nur ernst gemeinte Beiträge veröffentlicht. Es besteht die Möglichkeit, zu jedem Beitrag einen Kommentar abzugeben. Dieser wird aber von mir zuvor begutachtet. Ist dieser okay, dann wird er auch möglichst schnell veröffentlicht. Das soll keine Zensur sein. Es soll in erster Linie verhindern, dass z.B. Spams, die absolut nichts mit Jethro Tull zu tun haben, hier eine Plattform finden. Ich weiß, wovon ich schreibe.

Wie sich das Ganze entwickeln wird, werden wir sehen. Zum Titel der Rubrik (der vorläufige Arbeitstitel ist frei nach einem Film mit Heinz Erhardt gewählt: Was ist bloß mit Ian los?) nehme ich gern Vorschläge entgegen.

Was ist bloß mit IAN los?

© anewdayrecords

Es gibt nun (mindestens) zwei Möglichkeiten, mit mir Kontakt aufzunehmen. Zum einen kann man direkt beim Beitrag einen Kommentar eingeben. Wer längerfristig an diesem Austausch teilnehmen möchte, kann sich über ein Kontaktformular bei mir melden.

Wäre schön, wenn sich hier ein fruchtbarer Austausch entwickelte.

Und zuletzt noch eine Bitte von mir: Erwartet nicht zuviel von mir. Meine Zeit ist begrenzt. Ich habe einen stressigen Job, eine Familie, die mich nicht nur von hinten vor dem Computer sehen möchte, wenn ich zu Hause bin. Und andere Interessen habe ich dann auch noch … Soll trotz Jethro Tull vorkommen.

Cheerio!

English Translation for Ian Anderson

Hammerharter Start für Werder

Bereits in der Bundesliga muss Werder Bremen gleich in den ersten Spielen mit einigen schweren Partien starten (Leverkusen, Schalke, Stuttgart, dem HSV und am 8. Spieltag zu Hause gegen die Bayern). Und gegen Schalke gab es auch die erste Niederlage in dieser noch jungen Saison (0:2). Aber richtig hammerhart wird es in der Champions League, die Werder am 12. September an der Stamford Bridge in London gegen den FC Chelsea beginnt. Denn neben dem FC Chelsea, bei denen mit Huth und Ballack zwei deutsche Nationalspieler kicken, und Levki Sofia ist es wieder der FC Barcelona, mit denen die Bremer um ein Weiterkommen kämpfen müssen.

Blick in die Zukunft: leicht getrübt für Schaaf und Allofs

Vielleicht kam die Niederlage gegen Schalke zur rechten Zeit, um die Mannschaft aus zu abgehobenen Träumen zu reißen. Immerhin ist der Anschluss nicht verloren, da die Bayern nur zu einem 0:0 gegen Nürnberg kamen. Aber wenn man den sich selbst gestellten hohen Ansprüchen gerecht werden will, dann darf sich das Team keine ähnlichen Ausrutscher erlauben. Hoffen wir das Beste. Wie gesagt: Die Saison ist noch jung …

American Dreamz

Hugh Grant bleibt auch nach diesem Film der Lieblingsschauspieler meiner Frau: American Dreamz nimmt den amerikanischen Traum, der längst kein amerikanischer mehr ist, gehörig aufs Korn. Es geht um eine Unterhaltungssendung im Stile von „Deutschland sucht den Superarsch, ehhh, Superstar“. Der Showmaster dieser Show, Martin Tweed (gespielt von Hugh Grant), ist übersatt von diesen ewig gleichen Star-Anwärtern. Und so kommt es, dass plötzlich ein Terrorist in der Sendung mitmischt, der den amerikanischen Präsidenten zur Hölle, ehhh, in den Himmel schicken soll. Dass am Ende Hugh Grant ins Gras beißt, mögen nur hartgesottene Hugh Grant-Fans dem Regisseur Paul Weitz verzeihen. Dass Grant in dem Film aber alles andere als charmant, sondern über alle Maße zynisch ist, dafür kennen dann selbst hundertprozentige
Grant-Fans keine Gnade mehr. Und dabei spielt Grant diese Rolle wirklich teuflisch gut.

'Schmeckt widerlich, das Zeug!' - Hugh Grant in 'American Dreamz'

Wie gesagt: Meine Frau ist selbst nach diesem Film weiter Fan von Hugh Grant. Darf sie auch gern sein, denn irgendwie finde ich die Filme mit ihm auch durchgehend gut (z.B. „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“).