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Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Drachenfels

Meine Mutter wurde in Köln geboren. Und bis heute leben Geschwister von ihr in der Domstadt. Auch eine Tante („Tante Ruth“) lebte lange Zeit in der Gegend. Als ich noch klein war, hatten meine Eltern kein Geld für Urlaubsreisen. Und so kam es, dass ich für einige Wochen zu „Tante Ruth“, die damals mit ihren Eltern, also meinen Großeltern, in einen kleinen Ort namens Berghausen, gut einen Kilometer oberhalb von Oberpleis, wohnte, gewissermaßen in Erholung fuhr. Oberpleis wieder war von Köln über Siegburg zu erreichen.

Für mich als Stadtkind war das immer ein großes Abenteuer, denn Berghausen lag mehr als abgelegen. Meine Großeltern hatten dort ein kleines Haus mit großem Garten. Weniger einladend war das Plumpsklo. Aber das musste eben ertragen werden.

Zu meinem Aufenthalt dort gehörte auf jeden Fall ein Ausflug nach Königswinter. Neben der schon fast obligatorischen Rheinfahrt gab es einen Besuch des Drachenfelses. Das ist ein Berg von gerade einmal 321 m Höhe, der zum Siebengebirge gehört. Aber schon damals vor 40 bis 50 Jahren war er eine touristische Attraktion. Den Gipfel konnte man zu Fuß, mit einer Zahnradbahn oder als Kind – so wie ich – auf dem Rücken eines Esels erklimmen. Oben als Ziel steht die Ruine der Burg Drachenfels, von der man einen herrlichen Blick auf den Rhein hat.

Willi auf dem Esel (Drachenfels 1957/58) Ruine Burg Drachenfels
Willi auf dem Esel (Drachenfels 1957/58) Ruine Burg Drachenfels

Seit dieser Zeit hat sich vieles getan. Oberpleis gehört inzwischen zu Königswinter. Und der Drachenfels gilt aus höchster Berg Hollands, da er vorallem bei Reisenden aus den Niederlanden sehr beliebt ist. Aber wenn ich mir die Bilder im Internet angucke, muss ich feststellen, dass vieles auch irgendwie beim Alten geblieben ist (soweit ich mich, wenn auch nur dunkel, erinnern kann). Ob es da noch Bienenstich (mit vielen Wespen im Anflug) gibt, weiß ich nicht. Aber bei „Tante Ruth“ und Drachenfels fällt mir immer wieder ‚Bienenstich‘ ein.

weitere Infos zum Drachenfels
Webcam vom Drachenfels

Murphys Gesetz

Einen Feiertag wie heute Karfreitag sollte man sinnvoll nutzen: Bei der Suche nach Unterlagen für meine Rentenversicherung (es gibt bei mir noch ungeklärte Zeiten, aber bei wem gibt es die nicht?!) fiel mir auch ein Zettel in die Hand – mit Murphys Gesetz. Einen ursächlichen Zusammenhang zwischen diesem Gesetz und der ungeklärten Zeiten will ich nicht unbedingt herstellen, aber er drängt sich trotzdem auf.

Wer kennt nicht Murphys Gesetz aus eigener Lebenserfahrung, das besagt, dass eben alles schiefgeht, was schiefgehen kann. Hier die ersten 12 Paragrphen des Gesetzes – viel Spaß:

§ 1
Wenn etwas schiefgehen kann, geht es bestimmt schief.

§ 2
Nichts ist so einfach, wie es aussieht.

§ 3
Alles wird teurer als zunächst geplant.

§ 4
Jede Arbeit erfordert mehr Zeit, als man hat.

§ 5
Es ist ein Naturgesetz, dass nichts jemals richtig klappt.

§ 6
Bevor man eine Sache anfangen kann, muss immer erst etwas anderes getan werden.

§ 7
Alles lässt sich so lange verbessern, bis es endlich zusammenbricht.

§ 8
Jede neue Erklärung schafft eine neue Verwirrung.

§ 9
Wer anderer Meinung ist, kann nicht logisch denken.

§ 10
Je wichtiger eine Entscheidung, desto größer die Kommission.

§ 11
Mit zunehmender Dringlichkeit einer Entscheidung sinkt die Zahl der dafür Zuständigen.

§ 12
Sie können manche Leute immer und alle Leute manchmal zum Narren halten – und das genügt.

Damit aber noch nicht genug – hier weitere Paragraphen zu Murphys Gesetz (auch nicht übel!)

Vielleicht eine Lösung, wenn auch nicht die klügste, ist vielleicht die folgende:

Wenn du nicht mehr weiterweißt, dann gründe einen Arbeitskreis!

Ostereier

Wer kennt sie nicht, die hartgekochten und dann eingefärbten Ostereier. Besonders aber in den slawischen Ländern werden meist ausgeblasene Eier von Hühnern oder Enten kunstvoll bemalt zu Ostern als Dekoration verwendet. Die Techniken reichen vom „einfachen“ Bemalen über Batik- (mit Wachs) bis hin zu Kratz- und Ätztechniken.

Im Jahr 1983 war ich mit einem Freund eine Woche vor Ostern mehrere Tage in Prag. An der Karlsbrücke wurden den interessierten Käufern wundervoll bemalte Eier angeboten. Da konnte auch ich nicht widerstehen. Leider sind die Eier, da ausgeblasen, im Laufe der Jahre zu Bruch gegangen. Hier nun einige sehr schöne Beispiele für kunstvoll gestaltete Ostereier:

Sorbische Ostereier Ostereier aus der Kaschubei
Sorbische Ostereier Ostereier aus der Kaschubei (man erinnere sich an Günter Grass und „Die Blechtrommel“)
Ostereier aus Tschechien Ostereier aus der Ukraine
Ostereier aus Tschechien Ostereier aus der Ukraine

weitere Infos zu Osterbräuchen [1] [2]

AlbinZ im Universum

Osterzeit ist Ferienzeit und für mich Urlaubszeit, um mit meinen Lieben einige Tage in Ruhe zu verbringen. Da das Wetter in diesen Tagen nicht mitspielt, so sind Aktivitäten in geschlossenen Räumen angesagt. Neben Kino heißt das ein Besuch in Bremen im Universum, dem Science Center. Auf 4.000 m² Ausstellungsfläche findet man einen faszinierenden Einstieg und zugleich einen spielerischen Zugang zu den Geheimnissen unseres Universums. Die Mitmach-Ausstellung mit ihren über 250 Stationen lädt zu einem faszinierenden Rundgang durch die Themen „Mensch“, „Erde“ und „Kosmos“ ein und lässt den Besucher zum Wissenschaftler und zur Entdeckerin werden. Man kann sich viele Stunden dort aufhalten. Für mich, meine Frau und meine Kindern war es nun am Montag bereits der 4. oder 5. Besuch dort.

Willi aufgelöst in Spektralfarben Jan am hohen Tisch
Christa im Wolkenbereich

Jethro Tull: Minstrel in the Gallery

Auf meiner Jethro Tull-Website findet sich seit einem Jahr auch ein Live-Ausschnitt des Titels „Minstrel in the Gallery“, das die Gruppe 1975 in Paris einspielte. Leider fehlte hierzu der erste Teil des Stück (eigentlich sind das sogar zwei Teile: Das Lied beginnt mit der akustischen Gitarre und dem Gesang von Ian Anderson, dann kommt der rockige Teil mit E-Gitarre und Bass). Den habe ich jetzt aus dem Konzert in Tampa/Florida von 1976 (siehe mein Beitrag: Tullavision) ergänzt.

Jethro Tull live 1976 in Tampa/Florida: Minstrel in the Gallery Jethro Tull live 1975 in Paris: Minstrel in the Gallery
Jethro Tull live 1976 in Tampa/Florida: Minstrel in the Gallery (1. Teil) Jethro Tull live 1975 in Paris: Minstrel in the Gallery (2. Teil)

Video – klick auf eines der Bilder

Außerdem gibt es auf der DVD „25th Anniversary“ auch noch einen kleinen Ausschnitt aus dem Paris-Konzert, den ich dann in die Mitte des Videos eingefügt habe (denn das Ausgangsmaterial von dem Paris-Konzert, das ich besitze, ist doch ziemlich schlecht). So habe ich also aus drei Videosequenzen ein Gesamt-Video zusammengeschnitten.

Ich hätte natürlich gleich das gesamte Tampa-1976-Video nehmen können. Beim Paris-1975-Konzert spielt aber noch Jeffrey Hammond den Bass. Und da ich ansonsten keine weitere Aufnahme von ihm habe, wollte ich auf diesen Ausschnitt nicht verzichten. John Glascock finden wir auf diversen anderen aufgezeichneten Konzertaufnahmen.

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30 Jahre Jethro Tull’s Too Old to Rock ’n‘ Roll: Too Young to Die

Am 23.04.1976 wurde zuerst in Großbritannien von der Gruppe Jethro Tull das Album „Too Old to Rock ’n‘ Roll: Too Young to Die“ veröffentlicht. Es ist sicherlich nicht eines der besten Scheiben von Ian Anderson und seinen Jungs, aber bis zum heutigen Tag dürfte er öfter auf jenes „Too Old to …“ angesprochen werden.

Nur wenige Tage nach dem Release, am 26. April, traf sich die Band im Montcalm Hotel im Marble Arch-Viertel zu London zu Filmaufnahmen. Dabei wurde das gesamte Album anscheinend noch einmal eingespielt. Die TV-Sendung wurde dann am 16.06. im britischen Fernsehen ausgestrahlt.

Anlässlich des 30-sten Jahrestages des Albums findet ihr hier nun sämtliche Stücke im Video. Acht der zehn Aufnahmen stammen von dem Montcalm-Hotel-Auftritt. Der Titelsong selbst wurde später noch einmal als Videoclip aufgenommen. Das Lied „Crazed Institution“ stammt vom Tullavion-Auftritt vom 31. Juli in Tampa/Florida:

Jethro Tull: Quizz Kid Quizz Kid
Jethro Tull: Crazed Institution Crazed Institution
Jethro Tull: Salamander Salamander
Jethro Tull: Taxi Grab Taxi Grab
Jethro Tull: From a Dead Beat to an Old Greaser From a Dead Beat to an Old Greaser
Jethro Tull: Bad-Eyed and Loveless Bad-Eyed and Loveless
Jethro Tull: Big Dipper Big Dipper
Jethro Tull: Too Old to Rock 'n' Roll: Too Young to Die Too Old to Rock ’n‘ Roll: Too Young to Die
Jethro Tull: Pied Piper Pied Piper
Jethro Tull: The Chequered Flag (Dead or Alive) The Chequered Flag (Dead or Alive)

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Am Ende: Noch ein Fest für Werder-Fans

Okay, ganz so souverän wie in dem Spiel vor zwei Jahren in München, als Werder Bremen dort seine deutsche Meisterschaft klar Schiff machte, war der Sieg heute gegen die Bayern nicht – und mit 3:0 am Ende sicherlich auch etwas zu hoch. Aber danach kräht letztendlich kein Hahn mehr (höchstens ein Kahn) – heute Abend darf in Bremen gefeiert werden.

Hände hoch, Herr Kahn! (Werders 2:0 durch Jensen)

Überragender Akteur war Miro Klose, der an allen drei Treffern maßgeblich beteiligt war, auch wenn er selbst kein Tor beisteuerte. Wie auch immer: Es kann noch spannend werden. Zum einen sind die Bayern nun wirklich noch nicht Meister (der HSV lauert). Zum anderen hat sich Werder Bremen hinsichtlich der Champions League-Plätze eine gute Ausgangsposition erkämpft. Warten wir es ab!

Nur älter, nicht schöner …

In der Rubrik WilliZ Jukebox stelle ich Musikstücke vor, die mich mein Leben begleitet haben. Da ich mich bereits in der zweiten Lebenshälfte befinde (es sei denn, ich werde über 100 Jahre alt), sind das vorwiegend Lieder, die nicht nur Jahre, sondern Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Bis auf Einzelvertreter (Ry Cooder, Tom Waits) und z.B. die Gruppe Jethro Tull haben sich die Bands inzwischen aufgelöst (Gentle Giant) oder einzelne Musiker spielen in anderen Formationen (Cream).

Interessant ist es zu sehen, wie die Herren Musiker (Frauen altern bekanntlich nicht) bis in die Jetztzeit grau oder kahl (oder gar beides) geworden sind. Dem einen oder anderen Mitt- bis Endfünfziger oder gar beginnenden Sechziger würde man gar nicht zutrauen, dass er vor vielen Jahren mit langer Matte über die Musikbühnen dieser Welt geturnt ist. Von Exzessen ganz zu schweigen. Einzigste Ausnahme: die Stones (die sahen schon immer so alt aus). Hier nun einige Beispiele des Alterungsprozesses:

Cream 1966 Cream 2005
Cream 1966 (Ginger Baker – Jack Bruce – Eric Clapton) Cream 2005 (Jack Bruce – Ginger Baker – Eric Clapton)
Gentle Giant 1972 Gentle Giant 2005
Gentle Giant 1972 (Derek Shulman – Ray Shulman – Gary Green – John Weathers – Kerry Minnear) Gentle Giant 2005 (Derek Shulman – Kerry Minnear – Ray Shulman)
Ian Anderson von Jethro Tull 1970 Ian Anderson von Jethro Tull 1977 Ian Anderson von Jethro Tull 2003
Ian Anderson von Jethro Tull 1970 Ian Anderson 1977 Ian Anderson 2003
Willi 1956 Willi 1972 Willi 2005 - geschrumpft
Willi 1956 Willi 1972 Willi 2005

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Blue Goals – Hamburgs Tore zur Welt

Nicht nur auf der Reeperbahn nachts um halb eins, auch an anderer Stelle der Stadt Hamburg leuchten im Dunkeln mehr oder weniger große blaue Tore. Der Grund hierfür ist die Vereinbarung der Stadt Hamburg mit dem Hamburger Lichtkünstler und Regisseur Michael Batz zu einem spektakuläres Projekt: Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft werden über die gesamte Stadt verteilt auf hohen Gebäuden illuminierte blaue Tore „Blue Goals“ aufgestellt. Die Blue Goals sollen aktive Tatkraft und das Bewußtsein globaler Verbundenheit symbolisieren und Akzente einer welt-und zukunftsoffenen Haltung setzen.

Blue Goals in Hamburg
Blue Goal als Dachinstallation Blue Goal an der Binnenalster

Parallel zum Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft am 9. Juni soll eine Laser-Symphonie über Hamburgs Dächern für weltweite Aufmerksamkeit sorgen. Aus acht Laserkanonen, positioniert auf den höchsten Bauwerken der Stadt, werden gebündelte, grüne Lichtstrahlen in die blauen Leuchtstoff-Tore gelenkt, die bis dahin auf fast 300 Gebäuden errichtet werden sollen. Mit dem 29. März leuchtet das 44. „Blue Goal“ in Hamburg beim NDR, dem Norddeutschen Rundfunk.

Ein Fest für Werder-Fans

Okay, es ist fast zwei Jahre her, als Werder Bremen mit seinem souveränen Sieg bei den Bayern alles klar machte und 2004 deutscher Fußballmeister wurde. Aber die Tore vom 8. Mai 2004 sind trotzdem auch heute noch ein Fest für jeden Werder-Fan (und/oder Bayern-Hasser).

Klasnic umkurvt Kahn

Am kommenden Samstag treffen beide Mannschaften wieder aufeinander, diesmal in Bremen. Und es geht dabei nicht nur ums Prestige, sondern doch um etwas mehr: Bayern muss aufpassen, nicht kurz vor Toresschluss doch noch den Meistertitel an den HSV zu verlieren (oder gar Werder?). Und Werder dürfte sich mit einer Teilnahme am UEFA-Cup kaum zufrieden geben (hinter ihnen lauert Schalke – vor ihnen ist der HSV einzuholen – oder gar die Bayern?).

Hier noch einmal die Werder-Tore im Video

Nachrichten auf Bildzeitungsniveau (2)

Skandal um dem Papst vor Auflösung! Wild-Zeitung
Dem Papst auf der Spur

So ein Scheiß'!

Wie berichtet wurde der Papst bei Verrichtung seines Geschäfts von einer Schar Gläubiger (die glauben, nicht, bei denen der Papst in der Kreide steht) mit nacktem Hintern gesichtet. Wie zunächst angenommen, hatte dieser seine Spuren durch Spülen beseitigen können. Jetzt wurde in einer im Dunklen liegenden Ecke doch ein unüberriechbares Indiz der päpstlichen Ruchlosigkeit gefunden.

Ehem: Genug des kindischen Benehmens! Natürlich handelt es sich auf dem Bild nicht im einen Haufen menschlicher Exkremente, auch nicht um eine tierische Tretmine, sondern um das töpferische Werk meines großen Sohnes Jan. Es stinkt also nicht, ist lediglich aus Ton, befindet sich aber auf unserer Gästetoilette (als eines von mehreren Schockelementen für unbedarfte Besucher unseres Hauses). Es gibt noch weitere dieser phantasievollen, gebrannten Töpfersachen, wenn diese auch weniger ‚abstoßend‘ sein dürften (vielleicht später mehr).