Alle Artikel von WilliZ

Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Noemie Lenoir

Eigentlich huschte Sie nur kurz durchs Bild in dem Real-Asterix-Film mit Gerard Depardieu: das franko-afrikanische Model (u.a. L’Oreal) Noëmie Lenoir. Dann bin ich durch Zufall im Internet auf Bilder von ihr gestoßen und muss zugeben, fasziniert von dieser Frau zu sein. Es ist sicherlich die ‚Mischung‘, denn der Vater ist Franzose und die Mutter stammt von einer kleinen Insel bei Madagaskar. Und die Katzenhaftigkeit!

    Noemie Lenoir

Modeseite Noemie Lenoir

Eine wohl größere Rolle hatte Noémie Lenoir in dem Film ‚After the Sunset‚ (USA 2004 – Regie: Brett Ratner, u.a. mit Pierce Brosnan, Salma Heyek u.a.):

    Noemie Lenoir in 'After the Sunset'

Schottland 2005: Unterkünfte

Schottland 2005Neben Hotels sind vor allem B & Bs (Bed and Breakfast) die wichtigste Unterkunftsmöglichkeit in Schottland. Dabei handelt es sich um private Unterkünfte, die neben Zimmern mit Betten ein typisch schottisches Frühstück anbieten. Guest Houses (also Gästehäuser) rangieren auf etwa dem gleichen Level, haben meist mehr Zimmer und sind vielleicht mit unseren Pensionen vergleichbar. Man hat bei beiden gewissermaßen Familienanbindung. Große Schilder im Vorgarten machen auf B&B-Haushalte aufmerksam und verraten auch gleich einiges zur Qualität. Ensuite bedeutet mit eigenem Bad, teamaking facilities sind eigentlich obligatorisch. Ob noch Zimmer frei sind, wird ebenfalls verraten: vacancies heißt: Zimmer sind noch frei, sind alle Zimmer bereits ausgebucht, dann no vacancies.

Jugendherbergen u.ä. gibt es natürlich auch. Bei Häusern der Scottish Youth Hostel Association benötigt man den internationalen Jugendherbergsausweis. Ansonsten werden viele Hostels auch privat betrieben.

Möchte man sich an einem Ort länger aufhalten, so empfehlen sich Gästewohnungen bzw. -häuser mit Selbstversorgung (self catering), die in der Regel wochenweise anzumieten sind. Man beachte hierbei: Fast immer wird dabei von Samstag bis Samstag vermietet.

Vor Ort kann man sich bei der Touristeninformation nach Zimmern erkundigen. Dank Internet kann man aber auch aus Deutschland aus online nach Zimmern suchen, die Verfügbarkeit prüfen und natürlich auch schon im Voraus buchen.

VisitScotland ist die (deutsche Startseite der) offizielle Website des Scotland’s National Tourism Board mit vielen Angeboten an Unterkünften, die man online, per Telefon oder per e-Mail buchen bzw. anfragen kann.

Eine deutsche Website bietet die Vermittlung von Ferienhäusern, B & B usw. an. Dazu biete diese Website viele wirklich gute und ausführliche Informationen.

Ansonsten sucht man sich die Websites der Städte/Orte heraus, die man besuchen möchte. Denn dort findet man zumeist auch weitere Seiten/Links zu Accommodations, also Unterkünften dort, z.B.:

Edinburgh
Inverness – hier z.B. B & B

Undiscovered Scotland bietet auch Unterkünfte (und viele weiteren Informationen zu Land und Leuten). Es gibt jede Menge Websites zu Unterkünften in Großbritannien (und damit in Schottland). Einige Zimmer habe ich z.B. über BedandBreakfasts gefunden und gebucht (hier bekommt man auch Auskünfte zu Restaurants usw.).

Da ich mit meinen Lieben in diesem Sommer zur Hauptsaison nach Schottland reise, haben wir uns eine Tour zusammengelegt und danach die Quartiere gesucht. Pro Nase mussten wir etwa 20-25 £ pro Nacht veranschlagen (das sind 30 bis 40 €), Schottland ist nicht ganz billig. So ersparen wir uns aber die vielleicht doch zeitraubende Suche nach Zimmern vor Ort und können anreisen, wie wir wollen. Wir werden sehen, ob alles so klappen wird, wie wir es uns wünschen …

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Jethro Tull auf Deutschland-Tournee (Setlist)

Am 10. Juni sehe ich ja Jethro Tull live in Bremerhaven. Für alle Fans, die ebenfalls die Band dieses Jahr in Deutschland besuchen, hier die Setlist, also die Stücke, die voraussichtlich gespielt werden (so geschehen bei den bisherigen Konzerten 1/6/05 Parkbühne Leipzig – 3/6/05 Columbiahalle Berlin – 4/6/05 Kyffhäuser Denkmal Bad Frankenhausen (Konzert wurde wegen des schlechten Wetters gekürzt) und 5/6/05 Altes Schlachthaus Dresden). Der Auftritt von Ian Anderson & Co. dauert ungefähr 125 Minuten:

AquaIntro
For A Thousand Mothers
Nothing Is Easy
Jack-In-The-Green
Boris Dancing
With You There To Help Me
Thick As A Brick
Hunt By Numbers
Bourée (4/4 version, w. bass solo)
Cheap Day Return
Mother Goose
Up To Me
Morris Minus
Songs From The Wood/Too Old To Rock’N’Roll/Heavy Horses
Hymn 43
Flying Dutchman (intro)/My God
Budapest
Aqualung
Wind-Up (short version)
Locomotive Breath/Protect And Survive (inst.)/Cheerio

Als Vorgruppe/Support tritt die Frankfurter Sängerin KAT & Band auf. Die gute Frau ist wohl ziemlich christlich abgehaucht, die Musik ist aber wohl ganz okay. Irgendwie ist sie mal bei ‚Star Search‘ aufgetreten und dort gleich in der 1. Runde gescheitert (muss aber nicht unbedingt negativ sein). Im letzten Jahr trat sie im Vorprogramm von PINK auf.

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Tostedt wird 900 Jahre alt: Festwoche

Tostedt feiert in dieser Woche (4. – 12. Juni 2005) den 900. Jahrestag seines Bestehens. Am Samstag, den 11. Juni, findet ab 14 Uhr der große Festumzug durch Tostedt statt, an dem sich Vereine u.ä. beteiligen.

    900 Jahre Tostedt

Ein besonderes Highlight in der Festwoche wird der historische Markt am Sonntag, dem 12.06.2005 sein. Der historische Handwerkermarkt findet auf dem Festplatz „Schule Dieckhofstraße“ statt. Auch in der historischen Dieckhofschule sind Handwerker zu finden. Traditionelles Kunstwerk und alte Handwerkskunst wird vorgeführt. Korbflechter, Schriftsetzer, Schmied, Drechsler, Stuhlbinder und Töpfer zeigen ihr Können. In der Dieckhofschule wird gewebt, gesponnen und gefilzt. Die Tostedter Landfrauen kochen unter dem Motto „So kochte man vor 100 Jahren“.

Auch für die Kinder sollen bei der Jubiläumsveranstaltung nicht zu kurz kommen. Ein buntes Kinderfest ist für die Kleinen geplant. Dazu gehören ein Zirkus, historische Kinderspiele und eine Kinder Spielwiese.

Auf dem Platz „Am Sande“ wird ein Antikmarkt seine Pforten öffnen. Auf einer Bühne werden musikalische und tänzerische Darbietungen geboten. Eine historische Postkutsche bietet Fahrten von der alten Posthalterstation durch den Ort an. Interessierte für den Antikmarkt können sich noch gerne bei Frau Ute Oltzen, Telefon: 04182/298-140, telefonisch anmelden.

Programm der Festwoche als PDF-Datei

Werder ist Deutscher Meister 2005 – im Schach

Was im Trubel der Endrunde in der Fußball-Bundesliga fast untergegangen wäre: Am 8. Mai 2005 gewann der SV Werder Bremen zum 1. Mal die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Schach. Der Sieg mit 4,5:3,5 gegen den Titelverteidiger SG Porz war zwar knapp, aber wohl doch verdient. Was den Fußball-Profis im letzten Jahr gelang (dieses Jahr am Ende dann doch noch ein 3. Platz), erreichte jetzt die 1. Bundesliga-Mannschaft des SVW: Herzlichen Glückwunsch!

    DM 2005 Schach für den SV Werder Bremen

siehe auch: Werder schachmatt

Schottland 2005: Highland Games

Schottland 2005Gut, nicht jeder Deutsche (oder Bayer) läuft in Lederhosen herum. Und so trägt nicht jeder Schotte einen Kilt. Wenn man aber, wie ich mit meinen Lieben dieses Jahr, nach Schottland fährt, dann will man schon etwas Ur-Typisches miterleben (wer trinkt schon in Bayern Limonade).

Und etwas typisch Schottisches sind die Highland Games, die in vielen Ortschaften (meist zu einem festen Termin) ausgetragen werden. Neben viel Dudelsackmusik und Tanz spielen vor allem gewisse sportliche Wettbewerbe eine große Rolle. Das fängt beim Seilziehen an, geht übers Tossing the Caber und endet (schmerzlich für die Knie) beim Farmer’s Walk.

    Highland Games in Schottland

siehe: Ablauf der Highland Games in Schottland (mit Erklärungen zu den einzelnen ‚Sportarten‘)

Das Ganze ähnelt einem Volksfest mit Kirmes, Rinderausstellung, überhaupt landwirtschaftlicher Leistungsschau (nicht nur der Rindvieher) – ja eigentlich mit allem, was so ein Ort auf die Beine bekommt.

siehe: Termine der Highland Games in Schottland

Die wohl bekanntesten Hochlandspiele sind die Braemar Gathering and Highland Games, die immer am 1. Samstag im September stattfinden, denn diese starten unter dem Patronat von Her Majesty the Queen, die mit ihren Lieben im September urlaubsweise auf ihren Sitz im Balmoral Castle weilt.

Meine Lieben und ich werden uns wohl die Highland Games von Callander und, wenn es die Zeit erlaubt, die in Inverness angucken.

Highland Games Inverness in der Bught Park Arena am Samstag, den 23. Juli 2005

Callander World Highland Games Scotland im Ben Ledi Park, Callander am 30. und 31. Juli 2005

So sieht übrigens das Programm in Callander für Sonntag, den 31. Juli 2005 aus:

Sunday Programme

13.00 Opening ceremony

EVENTS
Heavy events:

Shot putt
28 pound weight for distance
Throwing the hammer
Tossing the caber
56lb for height

Other Events

Pipe Band competitions
Highland dancing demonstrations
Blue Arrows Display Team

Craft Fair
Helicopter Rides
Kiddies‘ Shows
Stalls

Grand Prix – still to be decided

Massed Pipe Bands

PRESENTATIONS (von was auch immer)

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900 Jahre Tostedt: Mittelalterliche Hochzeit

Heute findet in der Zeit von 15 bis 18 Uhr im Gymnasium Tostedt der alljährliche ‚Tag der offenen Tür‘ statt. Anlässlich des 900-jährigen Jubiläums der Gemeinde Tostedt hat die Schule in den Tagen vom 30. Mai bis zum 3. Juni eine Projektwoche zum Thema „900 Jahre Tostedt“ durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Projektwoche werden an diesem Tag den Gästen vorgestellt.

Ein Thema war: Eine mittelalterliche Hochzeit

Das werte Brautpaar samt der geladenen Gäste machte sich generalprobenmäßig am gestrigen Tage samt Kutsche (oder per pedes) auf den Weg in die nicht ganz mittelalterliche Johannes-Kirche zu Tostedt, um besagtes Fest im angemessenen Rahmen zu feiern:

Mittelalterliche Hochzeit zu Tostedt 1 Mittelalterliche Hochzeit zu Tostedt 2

………………………Mittelalterliche Hochzeit zu Tostedt 3

Mittelalterliche Hochzeit zu Tostedt 4 Mittelalterliche Hochzeit zu Tostedt 6

Mittelalterliche Hochzeit zu Tostedt 7 Mittelalterliche Hochzeit zu Tostedt 5

Schottland 2005: Whisky

Schottland 2005Schottland und Whisky, vielleicht verhält es sich ähnlich wie mit Bayern und dem Bier. Bevor man eine Reise antritt, informiert man sich eingehender über Land und Leute. Und da ich mit meinen Lieben dieses Jahr Urlaub in Schottland machen werde, habe ich mich mit genügend Literatur eingedeckt (Reiseführer, Landkarten), um mir die notwendigen Informationen (nicht nur zum Reiseverlauf) zu besorgen. In einem Reiseführer nun wurde recht ausführlich die Herstellung von Whisky beschrieben. Hier die Beschreibung:

„Sieben Destillen brennen heutzutage in Dufftown das Uisce Beathad, das Wasser des Lebens – sie alle sind zu besichtigen. Und so lautet denn im Ort ein populärer Spruch: ‚Rome was built on seven hills, Dufftown stands on seven stills.‚ Diese stills, das sind die Brennblasen, durch die der Alkohol destilliert wird. Jede Destille im schottischen Hochland hat für ihre pot stills ein eigenes Design, denn lange Kondensationshälse (condensers) der Kessel bringen einen leichten Whisky, kurze Hälse einen schweren, öligen Brannt hervor.

Billiger Whisky-Fusel wird hingegen aus einer Mais-Maische in Kolonnen-Destilliergeräten (patent stills) zu Alkohol ‚veredelt‘. Dieses Feuerwasser verschneidet (blended) man dann mit einem guten Malt, damit auch ein trinkbares Produkt dabei herauskommt.“

    Whisky-Destillerien an der Speyside

Übersicht der Destillerien an der Speyside

Website mit Übersicht aller Whisky-Brennereien in Schottland samt weiteren Infos (Aussprache der Namen und den Links zu den Websites der Destillerien)

„Im Osten Schottlands, entlang des River Spey und seiner lieblichen Nebentäler, konzentrieren sich die Destillen und brennen den echten Malz-Whisky, den Pure Single Malt. Der ist nicht vergleichbar mit den billigen Rachenputzern aus deutschen Supermarktregalen, nein, hier handelt es sich wahrhaft um das Wasser des Lebens. Der schottische Nationaldichter Robert Burns, dem Whisky hingebungsvoll zugetan (dafür allerdings auch im Alter von 36 Jahren gestorben), jubelte über seinen hochprozentigen Ideengeber und Durstlöscher: ‚Oh Du, meine Muse! Guter alter schottischer Trank! Feure mich an, bis ich stammelnd und zwinkernd deinen Namen preise!

1494, also immerhin vor rund 500 Jahren, wurde in Schottland zum erstenmal die Destillation von Whisky urkundlich erwähnt. Ein gewisser Friar John Cor hatte mehrere Scheffel Gerste eingekauft, um – wie die Chronik berichtet – ‚wherewith to make Aqua Vitae‚, daraus das hochprozentige Wasser des Lebens zu brennen.

Die bekannteste Brennerei Schottlands ist die von Glenfiddich, einen knappen Kilometer nördlich vom Zentrum in Dufftown gelegen. Ein Film macht mit der Geschichte der Destille vertraut – gegründet 1886 und bis heute in der fünften Generation im Familienbesitz -, dann wird man auf einer guided tour durch die Anlage geführt und bekommt die Herstellung des Lebenswassers erklärt.“

    Glenfiddich Destillerie

„Die Führung beginnt im Maischehaus (mash house). Schon vorher ist in den Darrehäusern (malt kiln) mit ihren charakteristischen pagodenförmigen Kamintürmen angefeuchtete Gerste (barley) zum Mälzen gebracht und dann über dem Torffeuer wieder getrocknet worden. Im Maischehaus nun wird die gemälzte Gerste gemahlen (grist) und in das heiße Wasser der hauseigenen Robbe Dubh-Quelle gerührt. Das heiße Wasser löst die Zuckerbestandteile aus dem Malzschrot, und es entsteht eine süße Flüssigkeit, die Maischwürze (wort). Diese Maischwürze wird nun in den Bottichraum (tun room) gepumpt, und zusammen mit der hinzugegebenen Hefe (yeast) beginnt die Gärung (fermentation) in riesigen, viele tausend Liter fassenden Fässern aus Lärchen- oder Tannenholz. Durch die Hefe wird der Zucker in Alkohol umgewandelt; im Innern der Bottiche blubbert es, auf der Oberfläche türmen sich schmutzig-graue Schaumberge, und in der Luft hängt ein leicht ekliger süßer Geruch. Nach einer Gärzeit von 48 Stunden hat sich eine rund sechsprozentige Alkoholflüssigkeit gebildet, der sogenannte wash. Dieser wird nun in das Herz einer jeden Brennerei geleitet, in das stillhouse. Hier stehen die zwiebelförmigen kupfernen Brenndestillen (pot stills), durch die der wash zweimal destilliert wird. Dabei wird die Alkohollösung so lange erhitzt, bis die Flüssigkeit verdampft, in den oberen Teil des Brennkessels aufsteigt und dann in der Kühlanlage kondensiert. Durch die erste Destillation (wash still) wird der Alkohol von allen Unreinheiten getrennt. Das Destillat (low wines) läuft nun nach seiner Abkühlung in die zweite Brennklase. Hier werden der Vorlauf (foreshot), das was zuerst destlliert wurde, und der Schwanz (feints), das was zuletzt herausläuft, wieder zu den nächsten erstgebrannten low wines gegeben. Nur der mittlere Teil (middle cut) dieser zweiten Destillation, das ‚Herzstück‘, wird vom Brennmeister (stillman) zur weiteren Reife zurückbehalten. Glasklar fließt dieser nun ca. 63prozentige Whisky durch den zollamtlich versiegelten spirit safe (auch in Großbritannien kennt man eine Alkoholsteuer) und wird dann in Eichenfässer zur Reifung (maturation) abgefüllt. Diese casks kommen in die ebenfalls wieder zollamtlich versiegelten Lagerhäuser (warehouses), und dort reift der Whisky in den Fässern ohne weiteres menschliches Zutun. Mindestens acht Jahre dauert die kürzeste Reifezeit, viele Fässer bleiben aber 16, 25 und gar 50 Jahre unberührt. Die etwa zweiprozentige jährliche Verdunstungsquote (evaporation) nennen die Brenner Angel’s share. Wenn die Brennereiarbeiter die Whisky-Fässer wieder aus dem Lagerhaus herausgerollt haben, dann wird das gereifte Destillat durch gezielte Zugabe von Wasser aus der hauseigenen Quelle auf trinkbare 43 Prozent heruntergesetzt. Die Glenfiddich Destillery ist die einzigste in Schottland, die ihren Brannt danach auch in Flaschen abfüllt.

Nach der Besichtigung gibt es natürlich einen wee dram, einen kleinen Schluck, mit dem man sich von der Qualität des Lebenswassers überzeugen kann. Prost! oder vielmehr slainte!, wie es auf gälisch heißt.

Heutzutage brennen allein in Schottland an die 100 Destillen das Lebenswasser, und der gute Scotch wird in über 190 Länder exportiert. Damit ist Whisky eines der fünf Hauptausfuhrgüter Großbritanniens. Er spült alljährlich rund zwei Millarden Pfund in die Kassen des Inselreiches. Die Alkoholstatistiker haben errechnet, daß weltweit pro Sekunde 30 Flaschen Scotch den Besitzer wechseln. In den Lagerhäusern des Destillen reifen sage und schreibe zweieinhalb Milliarden Liter Whisky. Eine Flasche mit einem halben Jahrhundert alten Whisky brachte 1992 auf einer Wohltätigkeitsauktion in Mailand die ungeheure Summe – man glaubt es kaum – von 60.000 € ein. Wer einen gleichalten Whisky günstiger erstehen möchte, wird im Londoner Nobelkaufhaus Harrod’s für rund € 500 fündig. Insgesamt werden pro Jahr weltweit 955 Millionen Flaschen Scotch verkauft. Schottischer Whisky steht damit an der Spitze aller geistigen Getränke. Wie beliebt der schottische Pure Single Malt beim Endverbraucher ist, dokumentiert kein Land so gut wie Frankreich; dort trinken mehr Zecher Whisky als Cognac, und pro Monat geht mehr Scotch über den Ladentisch als an Cognac in einem ganzen Jahr.

In den strukturschwachen Regionen Schottlands sorgen die Brennereien für viele sichere Arbeitsplätze. Direkt sind 15.000 Jobs mit der Whisky-Industrie verbunden, weitere 56.000 hängen über Abfüllung, Verteilung und Verkauf indirekt mit dem Lebenswasser zusammen. Übrigens. Schottischen Whisky schreibt man ohne ein ‚e‘, irischen und amerikanischen Whiskey dagegen mit.“

aus: Hans-Günter Semsek: Schottland Reiseführer (S. 92-95)

Making Malt Whisky (auf englisch mit vielen weiteren Infos zu Land & Leuten)

siehe auch meine Chivas Regal/Strathisla-Seite

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Web Awards

Im März 2002 war unsere Website für eine Woche zum sogenannten Internet-R@@b nominiert und erreichte Platz zwei hinter einer etwas zu schwarzrotgoldenen Trabi-Site. Ansonsten kamen wir bisher noch nicht in den Genuss, irgendwelche Auszeichnungen und Preise, sogenannte Web Awards, verliehen zu bekommen. Was nicht ist, kann ja noch werden.

    Internet-R@@b

Einer der renommierten Auszeichnungen ist ohne Zweifel der Webby Award, der von der International Academy of Digital Arts and Sciences aus New York verliehen wird. Für alte Jethro Tull-Fan (wie mich) ist bestimmt der Tull Award ein Preis, den zu erlangen erstrebenswert ist. Sei noch der Golden Web Award erwähnt.

    Webby Award Tull Award Golden Web Award

Man bedenke bei all diesen Auszeichnungen aber auch, dass damit nicht die Auszahlung von Preisgeldern verbunden ist und dass im Grunde jeder einen solchen Preis stiften kann (daher eher die Inflation solcher Preise).

Also Jungs und Mädels: Her mit euren Web Awards!

Was auf Deutschland zukommt

Leider wissen die meisten wahlberechtigten Bürger in Deutschland nicht, was auf sie zukommen wird, wenn sie demnächst zu den Wahlurnen schreiten, um einen neuen Bundestag zu wählen. Schlimmer kann es nicht werden, klar doch: Mit Merkel (und Stoiber, Koch & Co.) kann es nur besser werden. Fragt sich nur, für wen?

Ich habe mir einmal die Websites der CDU/CSU-Größen angeguckt. Ist schon ganz witzig. So lässt Herr Stoiber beim Start seiner Seite ein Pop-Up-Fenster öffnen, die beweist, zu welch grammatikalischen Kunststücken er fähig ist (jetzt zu lesen über Stoibers Website unter ‚Aktuelles‘ vom 23.05.2005):

„Denn schließlich sei jeder Tag ohne Rot-Grün ist ein guter Tag für Deutschland.“
Aber sein Motto ist ja auch: „Handeln statt reden“.

Angela Merkel hat einige Jugendfotos hervorgekramt.

Beim Ole von Beust wird man gleich auf eine Seite der CDU Hamburg umbeleitet, auf der er sich weiterhin für den großen Vertrauensbeweis zur Bürgermeisterwahl 2004 gedankt (eigentlich sollte es Bürgerschaftswahl heißen). Ole, ganz toll.

Und auch Jürgen Rüttgers, der designierte Ministerpräsident von NRW, hat es mit „neuer Kraft“ und „neuen Ideen“ zu einer neuen Website gebracht.

Günther Oettinger hat seine Website auch noch nicht so ganz im Griff. Auf der Startseite steht in der Titelleiste noch Willkommen bei Günther H. Oettinger MdL, zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg reicht es noch nicht.

Peter Harry Carstensen ist auf seiner Site auch noch ’nur‘ ein Spitzenkandidat: wirklich spitze!

Hier noch die weiteren Websites zur allgemeinen Belustigung empfohlen:

Ministerpräsident Hessen Roland Koch
Ministerpräsident Niedersachsen Christian Wulff
Ministerpräsident Saarland Peter Müller

Zuletzt noch eine schöne Seite mit den besten Stoiber-Sprüche. Da merkt man endlich, woher der Wind weht (aus dem Ars..).

    Edmund, der gestoibte

Non in Frankreich zur EU-Verfassung

Frankreich hat die EU-Verfassung abgelehnt. 54,87 Prozent stimmten gegen den Vertrag, nur 45,13 stimmten mit Ja. Die Beteiligung in Frankreich lag immerhin bei rund 70 Prozent, was die lebhafte Debatte widerspiegelt. Das Nein gilt als Niederlage vor allem für Staatspräsident Chirac, der eine rasche Regierungsumbildung in Aussicht stellte.

Eigentlich soll die EU-Verfassung am 1. November 2006 in Kraft treten. Ihr müssen aber alle 25 EU Mitgliedsländer zustimmen. Nach dem „Nein“ der Franzosen liegt sie damit zumindest auf Eis. Am Mittwoch stimmen die Niederländer ab. Umfragen signalisieren auch hier eine Ablehnung.

In Deutschland und bisher acht anderen EU-Länder haben die Parlamente der Verfassung bereits zugestimmt. Außer Deutschland votierten dafür: Litauen, Ungarn, Slowenien, Italien, Griechenland, die Slowakei, Spanien und Österreich. In Belgien müssen nach den beiden Kammern des Parlament noch die fünf Regionalparlamente zustimmen. Außerdem stehen Parlamentsentscheidungen in Estland, Finnland, Lettland, Malta, Schweden und Zypern an. Volksabstimmungen sind auch in Tschechien, Luxemburg, Polen, Dänemark, Portugal, Irland und Großbritannien geplant. Nicht alle Referenden sind für die Regierungen bindend, so etwa in den Niederlanden, Tschechien und Luxemburg.

Was nach dem NON der Franzosen mit der EU-Verfassung geschehen wird, liegt ziemlich im Dunkeln. Wahrscheinlich feilt man am Text noch etwas, damit es für die Franzosen schmackhafter wird (dann wären die bisherigen Abstimmungen aber hinfällig). Oder man lässt nochmals abstimmen bzw. ignoriert das Ergebnis … Was am Ende herauskommt: Keiner weiß es heute!