Kategorie-Archiv: Glotzkiste

Neues und Altes im Kino & TV

Jimi, Bob & Joan (sowie Frank)

Ein Blick auf die Programmseiten von arte lohnt sich meist. In den letzten Monaten wurden hier höchst interessante, da aufschlussreiche Dokumentationen zu Musikern ‚unseres Vertrauens‘ gezeigt. So gab es dort eine abendfüllende Hendrix-Biografie unter dem Titel „Hear My Train A Comin'“ aus dem Jahr 2013, die u.a. erst kürzlich aufgetauchtes, bislang unbekanntes Bildmaterial zeigt, auf das Regisseur Bob Smeaton zurückgreifen konnte, darunter Amateurfilme, die Hendrix selbst und Drummer Mitch Mitchell auf ihren Reisen gedreht haben. Etwas älter (aus dem Jahr 2009) ist die Dokumentation Jimi Hendrix – The Guitar Hero, die one (früher Eins Festival) ausstrahlte. „Renommierte Musiker wie Dave Mason, Eric Clapton, Mick Taylor und Slash diskutieren in diesem Dokumentarfilm über Jimi Hendrix‘ Musik und sie erklären, warum seine Arbeit noch heute einen Höhepunkt der Rockmusik darstellt.“


Jimi Hendrix: „Hear My Train A Comin'“

Man muss nicht Pfadfinder (gewesen) sein, um irgendwann in seinem Leben mit in die Verse des Liedes ‘Blowin‘ in the Wind‘ eingestimmt zu haben; spätestens „The answer, my friend, is blowin’ in the wind. The answer is blowin’ in the wind” kann wohl (fast) jeder mitsingen. Längst ist das Lied eine Hymne und in jedem Liederbuch zu finden, das zum Erlernen des Gitarrenspiels oder für gemütliche Abende am Lagerfeuer zusammengestellt wurde.

Martin Scorsese, einer der wichtigsten zeitgenössischen US-Filmemacher, der mit so gut wie allen namhaften Schauspielern der USA zusammengearbeitet hat, zeichnete auch für zahlreiche Dokumentationen verantwortlich, so die 2005 entstandene über Bob Dylan: No Direction Home. Dieses zweiteilige, fast drei 1/2 –stündige Porträt zeigt Dylans Schaffen und Umgebung im Zeitraum 1961 bis 1966 (und lief ebenfalls auf arte).

Bob Dylan - No Direction Home

Bob Dylan ist als Songwriter, Folksänger und Rockmusiker „einer der einflussreichsten und innovativsten Musiker der Gegenwart. Starregisseur Martin Scorsese gelang es, den scheuen Künstler vor die Kamera zu bekommen und ein Porträt des Phänomens Bob Dylan zu entwerfen. Angefangen bei seinen Wurzeln in Minnesota über seine ersten Auftritte in den Bars von Greenwich Village 1961 und seinen kometenhaften Aufstieg bis hin zum Jahr 1966, als er bei seinem ersten Auftritt mit einer elektrischen Gitarre seine Fans verprellte und sich zeitweilig von der Konzertbühne zurückzog.“

„Da erfahren wir, dass der Mann, den die ganze Welt für die zentrale musikalische Figur der amerikanischen Protestbewegung gehalten hat, sich selbst nicht dafür hielt. ‚Mit irgendwelchen Ideologien hatte ich nie wirklich was am Hut. Egal in welcher Szene ich mich bewegte, ich fühlte mich immer als Außenseiter.‘ Mal schildern Weggefährten wie Pete Seeger, Joan Baez oder Allen Ginsberg die Entwicklung Dylans, der sich vom Rock ’n‘ Roller seiner Jugendtage über den Protest-Folksänger der frühen 60er bis zum elektrischen Rocker jener England-Tour wandelte.“

Am 28. August 1963 trat Dylan gemeinsam mit Joan Baez und anderen Folksängern bei der Abschlusskundgebung des Civil Rights March nach Washington auf, bei der Martin Luther King seine berühmte Rede I Have a Dream hielt. Dieser Auftritt findet sich natürlich auch in der Dokumentation über Joan Baez wieder.

Joan Baez und Martin Luther King

Es ist wieder der Sender arte, der (noch wenige Tage) die Dokumentation über Joan Baez – How Sweet the Sound aus dem Jahr 2010 zeigt(e):

„Das Gewissen einer Generation: Die politisch engagierte Folksängerin Joan Baez sang im Luftschutzbunker, während draußen die Bomben fielen. Aber sie ist auch eine der wichtigsten und bekanntesten Vertreterinnen der Folkmusik. Seltene Archivaufnahmen und sehr persönliche Interviews machen den Dokumentarfilm zu einem zugleich persönlichen und historischen Porträt.“

„In einem ersten umfassenden Dokumentarfilm über Joan Baez werden sowohl die Privatperson Baez als auch ihre Karriere, ihre Geschichte als Live- und Studiomusikerin und ihr bemerkenswerter Weg als Menschenrechtsaktivistin beleuchtet. Historische Aufnahmen zeigen Joan Baez bei ihrem umstrittenen Besuch in Nordvietnam, wo sie mit den Einwohnern von Hanoi während der heftigsten Luftangriffe des Kriegs betet, aber auch Martin Luther King Jr., der der inhaftierten Joan Baez einen Solidaritätsbesuch abstattet.“

„Musikalische Aufnahmen vom legendären Auftritt auf dem Newport Folk Festival 1959 oder eines frühen Auftritts im historischen Club 47 in Cambridge werden mit Interviews mit bekannten Persönlichkeiten wie David Crosby, Bob Dylan oder Reverend Jesse Jackson zu einer dichten Erzählung verwoben. Der Dokumentarfilm gibt in bisher nicht dagewesener Art und Weise Einblick in das Leben der Künstlerin und Aktivistin, die mit über 70 Jahren noch auf internationalen Tourneen unterwegs ist.“


Joan Baez – How Sweet the Sound (im englischen Original)

Vor gut einem Jahr feierte Joan Baez ihren 75. Geburtstag. Ins Beacon Theatre in New York lud sie hierzu viele namhafte Gäste ein, die mit ihr auf die Bühne traten, nämlich David Bromberg, Jackson Browne, Mary Chapin Carpenter, Judy Collins, Emmylou Harris, Indigo Girls, Damien Rice, Paul Simon, Mavis Staples, Nano Stern und Richard Thompson. „Bis heute fühlt sie sich politischen und sozialen Aspekten ebenso verbunden wie Menschenrechts- und Umweltthemen. Außerdem unterstützt und fördert sie seit Jahrzehnten jüngere Kolleginnen und Kollegen – einige von ihnen stehen mit ihr bei diesem Konzert auf der Bühne des Beacon Theaters.“ Joan Baez 75th Birthday Celebration wurde ebenfalls von arte gesendet.


Joan Baez 75th Birthday Celebration – Beacon Theatre New York – 2016

Und dem nicht genug: der Sender arte zeigt am Freitag (17.03.2017) ab 21 Uhr 45 Frank Zappa: „Er war ein hochtalentierter Musiker und hellsichtiger Kritiker seiner Zeit: der amerikanische Rockmusiker Frank Zappa. In „Zapped – Frank Zappa in seinen eigenen Worten“ beleuchtet Thorsten Schütte anhand von selten gezeigten Fernsehinterviews und Bühnenauftritten die zwei Facetten des Frank Zappa. Der Dokumentarfilm lässt das reiche musikalische Erbe des Ausnahmekünstlers wieder aufleben und erinnert an dessen unermüdlichen Kampf gegen den Konformismus.“

Tatort (1008) aus Wien (2017): Schock

Nein, der Tatort-Serie in der ARD bin ich nicht untreu geworden. Inzwischen gab es das große Jubiläum mit der 1000sten Folge, die den gleichen Titel wie die erste Folge aus dem Jahr 1970 trug: Taxi nach Leipzig. Und aktuell gab es am letzten Sonntag die 1008. Folge aus Wien: Schock.

Das Duo Eisner und Fellner soll diesmal einen Mord verhindern. Der hoch intelligente Entführer führt die Ermittler an der Nase herum. Das rätselhafte Tatmotiv lenkt die Aufmerksamkeit zu Problemen der sogenannten Generation Y.

Tatort aus Wien - Ermittlerduo Eisner und Fellner © ORF

Ein junger Mann veröffentlicht eine Videobotschaft im Internet. Er heiße David Frank und werde seine Eltern entführen, um zuerst sie und anschließend sich selbst zu töten. Er wolle mit seiner Aktion auf gesellschaftliche Missstände hinweisen. Worum genau es ihm gehe, sollen die Ermittler schrittweise und unter Beobachtung durch die Öffentlichkeit im Internet herausfinden. Seine Botschaft wird über soziale Medien rasch verbreitet und landet schließlich beim Bundeskriminalamt. Eisner wird zum Leiter der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) ernannt, die den Drohungen der Videobotschaft nachgehen und die angekündigte Tat verhindern soll. In der BAO stört Eisner vor allem der Verfassungsschützer Gerold Schubert mit seinen Anmerkungen.

Der Ermittlungen ergeben, dass es sich bei David Frank um einen 22-jährigen Medizinstudenten handelt. Sein Vater Hans Georg ist Universitätsprofessor für Mathematik, seine Mutter Agnes eine Anwältin. Eisner und Fellner statten deren Villa einen Besuch ab, die Franks sind jedoch nicht anzutreffen. In einer erneuten Videobotschaft gibt David einen Hinweis auf die Universitätsdozentin für Soziologie, Sarah Adler. Sie behandelt in ihren Seminaren unter anderem Fälle junger Gewalttäter, insbesondere von Amokläufern, deren diffuse Motive und den Einfluss der Gesellschaft auf sie. Adler ist aber auch Autorin eines Buches mit dem Titel Völlig normal. Darin behandelt sie Leistungsdruck und schlechter werdende Zukunftsperspektiven. David Frank bezieht sich in seinen Botschaften mehrfach auf das Buch und kritisiert die darin beschriebenen gesellschaftlichen Missstände, beispielsweise dass die Gesellschaft nur wenige Sieger, jedoch viele Verlierer hervorbringe. Die Kriminalpsychologin Lisa Aichinger, die ebenfalls Mitglied der BAO ist, kennt Adler noch aus ihrer eigenen, gemeinsamen Studienzeit. Sie nimmt deren Befragung vor, erhält aber von ihr keine hilfreichen Hinweise, da die Soziologin sich wenig kooperativ zeigt. (Quelle: de.wikipedia.org)

Ein Livestream lockt das Einsatzkommando Cobra, Oberstleutnant Moritz Eisner und Kollegin Fellner im Tatort „Schock“ in die Universität Wien, in der die Spezialisten des BKA den Server ermittelt haben, von dem aus David Frank gerade sendet. Das Gelände wird mit Maschinenpistolen im Anschlag sichergestellt. Doch im Serverraum wartet nicht David Frank, sondern lediglich ein Zettel mit dem Text „SIE KÖNNEN MICH NICHT FINDEN ABER SIE KÖNNEN ES VERSUCHEN“ sowie einem liegenden A in einem Kreis auf die Polizisten – und eine Webcam. Live gehen Eisner und Fellner über die sozialen Netzwerke um die Welt, bloß gestellt von Frank, der ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Kriminalbeamten treibt. Als Krönung für ihren „Ermittlungserfolg“ gibt es tosenden Applaus von den im Gebäude befindlichen Studenten.

Die Kripo muss sich eingestehen, dass es David Frank versteht, mit den Medien zu spielen und seine gesellschaftskritischen Botschaften an die Öffentlichkeit zu tragen. Geschickt entzieht er sich jeder Verhaftung und ist nicht aufzuspüren. Je länger die Jagd auf ihn im Wiener Tatort „Schock“ dauert, desto klarer wird Moritz Eisner und Bibi Fellner, dass der Medizinstudent aus reichem Hause unmöglich auf eigene Faust handeln kann. Dass die Suche nach Komplizen aber ausgerechnet zu Eisners Tochter Claudia führt, damit hätte der Kommissar niemals gerechnet … (Quelle: tatort-fans.de)


Tatort (1008) aus Wien (2017): Schock

Video (ab 20 Uhr abrufbar) – verfügbar bis 29.01.2017 auch bei ard.de

Es geht um den Leistungsdruck auf die gegenwärtige Generation junger Menschen – bei schwindenden Zukunftsperspektiven. Das erfährt David am Beispiel seiner Freundin und das erklärt Eisners Tochter Claudia ihrem Vater: „Wir sind die Pflichterfüller-Generation“. Nach außen hin funktioniert die sogenannte Generation Y perfekt, doch sie droht am permanenten Druck zu zerbrechen. Es sind durchweg relevante Themen unserer Zeit. […] Wie weit darf man gehen, um auf Missstände aufmerksam zu machen? Gibt es eine Form von gerechtfertigter Gewalt? (Quelle: tittelbach.tv)

Man muss feststellen, dass der Leistungsdruck in der gesamten Gesellschaft größer geworden ist – also das Phänomen, sich mit anderen in Konkurrenz zu begreifen. Dabei gehen schnell Werte wie z.B. Solidarität verloren, nur noch höher, schneller und egoistischer zählt. Auch auf die Politik greift es über, wer lauter schreit, auch wenn es Unwahrheiten sind, wird zz. gefeiert. In dieser Tatort-Folge geht es nicht allein um den wachsenden Leistungsdruck auf unsere Jugend, sondern um die völlige Überforderung und Verheizung eines großen Teils der Bevölkerung für Ziele, die nur wenige je erreichen werden und das zum Preis der eigene Selbstverleugnung und Selbstausbeutung. Ein Thema, das auch hinter all den Oberflächenphänomenen unserer Tage steckt (Trump, Pegida, AfD, die Politikverdrossenheit der Bevölkerung).

Tatort (991) aus Stuttgart (2016): HAL

Die Tatort-Reihe der ARD zeichnet sich dadurch aus, dass neben ‚normalen‘ Kriminalfällen auch immer wieder gesellschaftspolitische Themen aufgegriffen werden. So wurde bereits in mehreren Fällen die Flüchtlingsproblematik angesprochen. Der neueste Fall aus Stuttgart HAL ist ein Experiment, mehr Science Fiction als Krimi, und spielt in der nahen Zukunft:

Februar 2017: Ein Kind entdeckt die Leiche einer Frau im Neckar. Die Kommissare Lannert und Bootz nehmen die Ermittlungen auf. Sie finden heraus, dass die Tote die Schauspielschülerin Elena Stemmle ist und sie zwei Nebenjobs nachging: sie arbeitete als Prostituierte für den Escortservice des Onlinedienstes Love Adventure und war zusätzlich als Probandin für das Unternehmen BlueSky mit Sitz in Stuttgart tätig.

Den Kommissaren liegt ein Video vor, das den Mord an Elena zeigt. Das Video belastet den BlueSky-Entwickler David Bogmann, da es nach den Lannert und Bootz vorliegenden Informationen über eine von ihm genutzte IP-Adresse ins Internet auf eine Darknetplattform hochgeladen und dann auf einer Tauschbörse für Snuff-Videos veröffentlicht wurde. Bogmann wird zum Verhör geladen und bestreitet zunächst, Elena gekannt zu haben. Die weiteren Ermittlungen ergeben jedoch, dass Bogmann Elena kannte und sie am Abend ihres Todes unter falschem Namen in ein Hotel gebucht hatte.

Bogmann entwickelt im IT-Unternehmen BlueSky ein gleichnamiges Sicherheitsprogramm, das verteilt arbeitet, mit künstlicher Intelligenz autonom lernt und agiert und zudem schon weit verbreitet ist, insbesondere schon auf vielen Smartphones ohne Wissen der Nutzer im Hintergrund läuft. Die Geschäftsführerin Mea Welsch und der Data Scientist Bogmann verlieren allerdings zunehmend die Kontrolle über ihre Software, das System überwacht Bogmann, Welsch und alle Personen im Umfeld der beiden und manipuliert Daten. Als das Computersystem sich durch die Ermittlungen von Lannert und Bootz beeinträchtigt sieht, überwacht es auch diese und beeinträchtigt die Ermittlungen. So legt es unter anderem das Dienstfahrzeug der Kommissare lahm.

Bogmann fühlt sich zunehmend von BlueSky verfolgt und versucht, das System abzuschalten. Als das nicht gelingt, dringt er in den Serverraum ein, um das System mit seiner Sportwaffe zu zerstören. BlueSky löst Alarm aus und meldet die Existenz einer weiteren Person – einer Putzfrau – im Serverraum, woraufhin die Einsatzleitung anordnet, den Serverraum zu stürmen. Hierbei wird Bogmann angeschossen und erliegt später seinen Verletzungen.

Bogmanns Vorgesetzte Welsch räumt daraufhin den Komissaren gegenüber ein, die Kontrolle über BlueSky verloren zu haben und zeigt den Ermittlern, dass das belastende Video eine computergenerierte Fälschung ist. Es gelingt Lannert und Bootz, von BlueSky eine Aufzeichnung des tatsächlichen Mordes an Elena zu erhalten, welche belegt, dass Elena nach dem Treffen mit Bogmann von ihrem Freund aus Eifersucht erwürgt wird. (Quelle: de.wikepedia.org)


Tatort (991) aus Stuttgart (2016): HAL

Der Filmtitel nimmt Bezug auf den Science-Fiction-Klassiker 2001: Odyssee im Weltraum, in dem das vollautomatische Computersystem HAL 9000 heißt. Ähnlich wie in dem Filmklassiker versucht auch hier das Computersystem, denjenigen, der es abschalten möchte, auszuschalten und letztlich zu töten. Auch andere Elemente z.B. die Eingangssequenz und die Schlussszene zitieren diesen Film. So hören wir das Lied Hänschen Klein. Das Programm BlueSky begrüßt David Bogmann fast ebenso wie HAL den David Bowman im Film.

Erwähnenswert ist zudem, dass diese Tatort-Folge mit Kapitelüberschriften wie „Die Verschollene“, „Der Prozess“ oder „Die Verwandlung“ versehen ist, die auf Werke von Franz Kafka anspielen und damit die kafkaeske Attitüde dieses Films verstärken, dessen Protagonist ein Opfer der Geister wird, die er gerufen hat.

Niki Stein, der bereits für über ein Dutzend anderer Tatorte das Buch geschrieben und dann auch Regie geführt hat, bleibt mit seiner Geschichte durchaus in der Gegenwart, denn er greift die Angst der Menschen vor allumfassender Überwachung auf. Der Software-Entwickler David Bogmann (Ken Duken) hat ein Programm entworfen, das die Kriminalitätsbekämpfung auf eine neue Stufe heben soll: BlueSky ist in der Lage, nicht nur die Mimik und die Körpersprache der Menschen sondern auch Verhaltensmuster zu analysieren. Auf diese Weise sollen vor allem potenzielle Terroristen an ihren Verbrechen gehindert werden.

    Die Maschine lebt. Das Gesichtserkennungsprogramm von Bluesky liefert in Windeseile Daten zu allen Besuchern, so auch von Kommissar Bootz (Felix Klare)

Ich fand diese Tatort-Folge durchaus logisch nachvollziehbar. Sicherlich ist die Technik noch nicht so weit gediehen, wie hier gezeigt. Aber der Weg wird aufgezeigt und damit die generelle Frage gestellt, wie der Mensch die Technik lenkt. Und die Technik den Menschen. Welchen Bildern vertrauen wir, wenn wir nicht mehr wissen, wer sie produziert hat? Wo hört die Kontrolle auf, wo beginnt die Manipulation?

Siehe hierzu auch die ausführliche Rezension auf tittelbach.tv.

Zudem weist dieser Tatort durchaus auch Humor auf. Wenn z.B. das über das Online-Portal Love Adventure gebuchte Callgirl dem Kunden zuletzt sagt: „Du kannst mich ja liken, wenn’s Dir gefallen hat!“. Facebook lässt grüßen. Oder: Das sagt Mutti und ist deshalb besonders wichtig, wenn es um die richtige Partnerwahl geht: „Einer fürs Image, viele für’n Sex“. (siehe auch zeit.de/zeit-magazin).

Frank Zappa & Ensemble Modern: The Yellow Shark

Wenn es stimmt, dann hat Frank Zappa bereits seit seinem 15. Lebensjahr Partituren für Kammermusik verfasst; erst mit 20 Jahren schrieb er den ersten Rock-Song. Bekannt wurde er dann mit seiner Gruppe The Mothers of Invention, die von 1964 bis 1976 bestand und 1966 mit Freak out! das erste Album veröffentlichte.


Zappa – Freak out!

Aus dieser Anfangszeit gibt es ein schönes Video von der US-amerikanischen Fernsehshow, der Steve Allen Show vom 4. März 1963, da war Frank Zappa junge 22 Jahre alt und präsentierte ein Konzert für Luftpumpe und gefiddeltem Fahrrad. Schon da kamen seine außerordentlich musikalische Begabung und der spöttische Witz zusammen:


Frank Zappa on The Steve Allen Show March 4, 1963 (Konzert für Luftpumpe und Fahrrad)

Bereits in jungen Jahren interessierte ich mich neben der populären Musik, die allerdings nicht so ganz dem Massengeschmack entsprach, auch für Neue Ernste Musik. Karlheinz Stockhausen war mir ein Begriff wie auch Igor Strawinsky oder Edgard Varèse und György Ligeti. Maurice Ravels Boléro fand ich faszinierend. Und irgendwie dort in der Mitte zwischen Pop- und Rockmusik und Neuer Musik fand ich dann Frank Zappa. Wie und wo genau weiß ich nicht mehr. Aber es muss Ende der 1960-er, Anfang der 1970-er Jahre gewesen sein, also als Zappa in Deutschland noch als Geheimtyp gehandelt wurde. Davon später etwas mehr, wenn ich auf Zappas letzte Aufnahmen aus dem Jahre 1993 zurückkomme, die kurz vor seinem Tod in der Adventszeit 1993 entstanden.

Im besagten Jahr 1993 erschien von Zappa das Album The Yellow Shark und es sollte Zappas letztes Album zu Lebzeiten sein. Diese Orchesterkomposition Zappas wurde von dem renommierten Ensemble Modern eingespielt und gilt bis heute als die beste Interpretation von Zappas Orchesterwerken. „The Yellow Shark“ wurde 1992 in der Alten Oper in Frankfurt am Main aufgenommen. Das Konzert war der letzte öffentliche Auftritt Zappas: Er dirigierte dabei – schon von seiner Krankheit gezeichnet – Teile des Werkes. An der Show waren auch der kanadische Choreograf Édouard Lock und seine Truppe La La La Human Steps beteiligt, deren hervorragende Performance hoch gelobt wurde.

Frank Zappa & Ensemble Modern: The Yellow Shark

Tom Waits bezeichnet das Opus als eines seiner Lieblingsalben und sagt darüber: „Das Werk ist beeindruckend, ein Bühnenfestival der Strukturen und Klangfarben. Es zeugt von seiner völligen Verrücktheit und Virtuosität. Frank lässt sich von Elmore James genauso inspirieren wie von Strawinski. Er ist durch und durch unkonventionell.“ (… genauer: „The ensemble is awe-inspiring. It is a rich pageant of texture in colour. It’s the clarity of his perfect madness, and mastery. Frank governs with Elmore James on his left and Stravinsky on his right. Frank reigns and rules with the strangest tools.“)


Frank Zappa & Ensemble Modern: The Yellow Shark

Ironie und kritische Hiebe bestimmen diese vorletzte größere Sound-Collage Zappas. Eine Nummer namens „Times Beach“ erinnert an einen amerikanischen Dioxin-Skandal aus dem Jahre 1983; der „G-Spot Tornado“ bringt den vaginalen Orgasmus auf den Punkt. Der Titel „Yellow Shark“ geht auf einen anonymen Fan zurück, der eine aus einem gelben Surfbrett geschnitzte Fischskulptur vor Zappas Haustür als Geschenk ablud.

Zappa komponierte in seinen letzten Jahren auf einem Synclavier, das Töne harmonisieren und verfärben, Glissandi türken und polyrhythmische Metren unterlegen kann. Bei Bedarf druckt ein Hilfscomputer die fertige Partitur aus. Die Noten zu „Yellow Shark“ hatte Zappa seit dem Sommer 1991 aus seiner Eremitage im Laurel Canyon bei Hollywood nach Frankfurt hinübergefaxt. (Quelle: spiegel.de)

Die Welturaufführung von Zappas „The Yellow Skark“ wurde auch erst kürzlich auf arte gesendet und ist noch in der Mediathek von arte aufrufbar: Yellow Shark von Frank Zappa

Tatort (987) aus Bremen (2016): Der hundertste Affe

Die Hauptkommissare Inga Lürsen und Stedefreund werden in einen Krisenstab beordert: Erpresser fordern die Freilassung eines inhaftierten Biochemikers, der an gentechnisch verändertem Saatgut geforscht hat. Die Erpresser gehen nicht nur professionell vor, sondern scheinen auch zu allem bereit. Schon bald erkennen Lürsen, Stedefreund und ihre Kollegen, dass sie Bremen vor einem katastrophalen Anschlag bewahren müssen.

Bremen im Ausnahmezustand, die Kommissare Inga Lürsen und Stedefreund stehen unter Hochdruck: Eine Gruppe um die Umweltaktivistin Luisa Christensen droht, die Stadt zu terrorisieren. Sie fordert ein Bekenntnis des Wissenschaftlers Dr. Urs Render zu seinen Forschungen für einen Biotechnologiekonzern, aber Render schweigt. Die Erpresser sind zum Äußersten bereit, der eiligst einberufene Krisenstab um Leiter Helmut Lorentz und Kommissar vom Dienst Joost Brauer (Werner Wölbern) befürchtet das Schlimmste. Kann die eigenwillige BKA-Kollegin Linda Selb Inga Lürsen und Stedefreund beim Wettlauf gegen die Zeit helfen?

(Quelle: tatort-fundus.de)


Tatort (987) aus Bremen (2016): Der hundertste Affe (u.a. auch in 3D)

Dieser Tatort aus Bremen ist durch seine Optik auf zeitgemäß getrimmt: schnelle Schnitte und eine rasante Kamera, die aus der Höhe in die Tiefe fährt und manchmal ein bisschen zu hektisch Actiongefühl herbei wackelt. Sehenswert die allerlei ins Bild rückenden Wasser-Motive. Der allzu routinierten Arbeit der Bremer Ermittler Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) wird die Arbeit der ‚Gastarbeiter‘ entgegengehalten: voran der Leiter des Krisenstabs Lorenz (Barnaby Metschurat) und die ziemlich schräge BKA-Expertin Linda Selb (Luise Wolfram), eine hochintelligente Soziopathin. Beeindruckend auch Friederike Becht als alle moralische Maßstäbe über Bord werfende Öko-Aktivistin. Es gibt für mich aber noch einen anderen Grund, diese Tatort-Folge für sehenswert zu halten:

Was die Wohnstätte betrifft, in der ich jetzt fast 21 Jahre lebe, ist es das Haus in Tostedt. Als Wohnort ist es aber immer noch Bremen, wo ich in insgesamt drei Wohnungen über 25 Jahre lebte. Allein das ist schon immer ein Grund für mich, den Bremer Tatort zu sehen. Diesmal gab es mindestens gleich zwei Lokalitäten, die mich an meine Zeit in der Stadt an der Weser erinnerten. Ziemlich am Anfang gibt es diese aus der Vogelperspektive aufgenommene Filmsequenz über das Weser-Stadion hinweg zum Stadion-Bad. Klar war ich früher öfter bei Spielen des SV Werder Bremen live dabei. Aber ich kenne auch das Stadion-Bad mit seinem Sprungturm. Bis ganz nach oben (10 Meter) hatte ich es damals zwar nicht geschafft, war aber öfter aus fünf und wohl auch einmal aus 7 ½ Meter Höhe ins Wasser gehechtet. Heute würde ich nicht einmal mehr vom Dreier springen wollen.

Tatort (987) aus Bremen (2016): Der hundertste Affe – Stadionbad beim Weser-Stadion

Und in jungen Jahren war ich an den Wochenende oft mit meinen Mitmusikern (ich spielte Bass in einer Band – siehe den Beitrag: Schweine-Dachboden-und-Keller-Mucke) nach der Bandprobe am Samstagabend im Bremer Ostertorviertel unterwegs. Meist stärkten wir uns mit einem Giros Pita in dem kleinen Imbiss am Sielwall, um anschließend der Live-Musik bei einem gepflegten Bierchen im StuBu zu lauschen. Diesen Imbiss scheint es ja noch heute zu geben – wie eine Szene aus dem Bremer Tatort zeigt. Dabei dürfte es über 30 Jahre her sein, dass ich dort eingekehrt bin (im anderen Oval sind die Bremer Tatortkommissare Stedefreund und Lürsen zu sehen).

Tatort (987) aus Bremen (2016): Der hundertste Affe – Taverna Sielwall

siehe auch:
Herr Lehmann und die Bundeswehr
Ausflug nach Bremen 2014

Querbeet (9): Quer & mehr

Dank Böhmermann wird dieser Tage in Deutschland diskutiert, was Satire darf und was nicht. Dabei stellt sich natürlich zuerst die Frage, was Satire eigentlich ist. Keine Angst, ich will das hier NICHT diskutieren. Nur so viel: Satire ist eine Kunstform, mit der Personen, Ereignisse oder Zustände kritisiert, verspottet oder angeprangert werden. Typisches Stilmittel der Satire ist die Übertreibung.

Was macht man, wenn man sich über die Neuigkeiten der Zeit informiert? Liest man Zeitungen und Magazine, guckt im Fernsehen Nachrichten oder ruft im Internet die einschlägigen Websites auf? Also ich gucke Satire-Magazine! Weil dort die wichtigsten Themen schneller und treffender auf den Punkt gebracht werden. Alles andere ist meist Herumgeeiere. Punkt!

Schon als Jugendlicher war ich Leser des damals zeitweise größten Satiremagazins Europas: pardon (kleingeschrieben!). Später gab es dann die Titanic (siehe auch meine Beiträge: Eulenspiegel, pardon oder Titanic? und 30 Jahre & mehr TITANIC: das endgültige Satiremagazin). Irgendwo schrieb ich da, dass mir das Leben selbst Satire genug wurde.

.... querbett
querbeet bei Willi

Nun, die Deutschen und der Humor, speziell die Satire, scheinen nicht immer zusammenzupassen. Von Selbstironie haben die wenigsten schon etwas gehört. Wenn, dann reicht es höchstens zu möglichst anzüglichen Witzen, zum Schenkelklopfen! Ganz anders die Angelsachsen, die vom ‚schwarzen Humor‘ bis zur bissigsten Satire alle Gangarten ‚beherrschen‘.

Aber die oben genannten deutschen Satiremagazine beweisen, dass es auch anders geht. Und speziell auch die Öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben das eine oder andere TV-Format kreiert, dass den Zuschauer kritisch-satirische Unterhaltung bietet, wenn auch oft zu später Sendezeit. Da zahlt man doch gern die Rundfunkgebühren, oder?

Dank der Mediatheken (z.B. mit Hilfe von MediathekView lassen sich die verfügbaren Sendungen auch auf dem PC abspeichern) sind die Sendungen dieser Satire-Reihen auch im Internet aufrufbar. Als in Norddeutschland Lebender bevorzuge ich natürlich die Sendung Extra 3 vom NDR mit Christian Ehring als Moderator:

Extra3 – Website
Extra3 @ Facebook
Extra3 @ Youtube
Extra3 @ Twitter

Wechseln wir den Sender und finden bei ZDF gleich zwei Reihen, die ich mir ziemlich regelmäßig anschaue. Beginnen möchte ich mit der Heute-show, die von Oliver Welke moderiert wird:

heute-show – Website
heute-show @ Facebook
heute-show @ Youtube
heute-show @ Twitter

Von den Bayern mag man halten, was man will. Die meisten Norddeutschen haben ein gespaltenes Verhältnis zu denen. Dem kann und will ich mich nicht anschließen. Ich mag das Land Bayern und auch seine Leute (Ausnahmen gibt es immer!). Und wer es nicht glaubt, dem darf ich sagen. Das Bayerische Fernsehen (BR) ist besser als der Bayern Ruf. Beispiel: Quer mit Moderator Christoph Süß:

Quer – Website
Quer @ Facebook
Quer @ Youtube
Quer @ Twitter

Kehren wir zum ZDF zurück. Dort gibt es die Sendung Die Anstalt, eine politische Kabarettsendung. Durch die Sendung führen die Kabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner:

Die Anstalt – Website
Die Anstalt @ Facebook

Da wir angesichts der Politik (z.B. immer noch offene Flüchtlingsfrage, Rechtspopulismus a la AfD) und Wirtschaft (z.B. Null-Prozent-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank, aufkommende Altersarmut, Panama-Papiere) nichts zu lachen haben, so sucht man sich ein Ventil. Eigentlich möchte man z.B. so einem VW-Manager, der trotz Missmanagement weiterhin hohe Boni einkassiert, gegens Schienbein treten. Aber das macht man eben nicht. So schaffen solche Satire-Sendungen mir die Luft, um wieder atmen zu können. Lachen schafft Luft!

Ach, Böhmermann

Eigentlich ist meine Restlebenszeit zunehmend begrenzt, um mich mit Dingen zu beschäftigen, die für mich jeglicher Relevanz entbehren (Hab‘ ich doch schön gesagt, oder?). Böhmermann und der ErdoğanZirkus gehören eigentlich dazu. Aber da ich auf Reisen ging und mir die Zeit zu lang wurde, so habe ich (vorab heruntergeladen) einmal eine Folge von Jan Böhmermanns Neo Magazin Royale angeschaut (die Sendung nach der mit dem Erdoğan-Schmähgedicht). Aufregend fand ich das nicht. Witzig, ja. Manchmal etwas albern, der ‚Jugend‘ geschuldet. Oder wie Böhmermann selbst sagt: Quatsch!

Man kann es clever nennen, das Einbinden eines Schmähgedichts „in den pädagogischen Versuch, in einem juristischen Proseminar dem türkischen Staatspräsidenten den Unterschied zwischen Satire und Schmähkritik zu erläutern“ (Max Uthoff und Claus von Wagner„Die Anstalt“). Sicherlich war es mit der Schmähung dann doch etwas zu viel des Guten.

Aber das ist eher Geschmackssache und, wie ich finde, keine Strafsache. Im Grunde ist das Schmähgedicht das Aufsehen nicht wert. Wen interessieren schon die anatomischen Unzulänglichkeiten und die sexuelle Orientierung eines Herrn Erdoğan. Mit seinem Strafantrag verfolgt der türkische Präsident im Grunde auch ganz andere Ziele. Innenpolitisch ist er bereits der Gewinner. Auch sonst darf er lachen, da sich die deutsche Kanzlerin Angela gezwungen sah (Knicks und Kniefall vor dem osmanischen Sultan), sich öffentlich von dem deutschen Satiriker zu distanzieren.

Natürlich ist Erdoğans Strafantrag, vorgebracht durch den Münchener Anwalt Michael-Hubertus von Sprengler, der bereits in der Vergangenheit umstrittene Personen vertreten hat, so den Chefredakteur der rechtspopulistischen Zeitschrift „Compact“ oder den britischen Holocaust-Leugner David Irving – eher ein Witz. Ebenso witzig ist es, wie vermeintliche Juristen sich über die rechtliche Lage in den Haaren liegen. Übrigens: Eine Unterlassungserklärung lehnt Böhmermann ab.

Eines ist klar: Es geht hier, ob nun juristisch aufgearbeitet und mindestens wegen Geringfügigkeit eingestellt oder nicht, um Pressefreiheit, die Herr Erdoğan in seinem Land mit Füßen tritt. Wenn er denkt, seine Spielregeln auch bei uns einführen zu können, dann sollte es schnell wissen, dass das nichts wird. Einen EU-Beitritt sollte er unter diesen Umständen auch schnell vergessen. Böhmermanns Gedicht war sicherlich keine literarische Glanzleistung, sollte sie auch bestimmt nicht sein. Aber da habe ich schon ganz andere Sachen vernommen (vom sich einnässenden Papst Benedikt oder vom Bundespräsident Gauck, wichsend in Merkels Handtasche), die ebenso nicht dem guten Geschmack entsprachen. Als einer der Oberen muss sich auch Erdoğan gefallen lassen, dass sein Tun kritisch, satirisch hinterfragt wird. Und in diesem Zusammenhang: Es wird Zeit, dass jener „Majestätsbeleidigung“-Parapraph (§ 103 Strafgesetzbuch: Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten) ersatzlos gestrichen wird (wie von der SPD bereits gefordert).

Böhmermann beim Vortragen des Gedichts (Foto: ZDF Neo)

Zwar ist die Sendung Neo Magazin Royale vom 31.03.2016 weiterhin in der ZDF Mediathek zu finden, allerdings um den Gedichtsbeitrag gekürzt. Im Internet war das Videoschnipsel bei vimeo.com zu finden, ist aber auch dort nicht mehr verfügbar, außer in der unter aufgeführten Fassung (was auch geradezu satirische Züge trägt). Allerdings ist das Gedicht in der BZ Berlin nachzulesen – damit sich jeder ein eigenes Bild machen kann.


Böhmermann-Gedicht – Version für Erdoğan und Merkel

Nun, man darf gespannt sein, wie das Ganze endet. Selbst eine geringe Geldstrafe für Jan Böhmermann wäre zuviel. Nicht Böhmermann, Erdoğan gehört auf die Anklagebank.

Kafkas Der Bau – der Film

    „Es muß ja kein eigentlicher Feind sein, dem ich die Lust errege, mir zu folgen, es kann recht gut irgendeine beliebige kleine Unschuld, irgendein widerliches kleines Wesen sein, welches aus Neugier mir nachgeht und damit, ohne es zu wissen, zur Führerin der Welt gegen mich wird, es muß auch das nicht sein, vielleicht ist es – und das ist nicht weniger schlimm als das andere, in mancher Hinsicht ist es das schlimmste – vielleicht ist es jemand von meiner Art, ein Kenner und Schätzer von Bauten …“
    Franz Kafka: Der Bau

Es gibt mehrere ‚Tier‘-Geschichten, die Franz Kafka verfasst hat. Die wohl bekannteste Erzählung ist Die Verwandlung, in der ein gewisser „Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ In Ein Bericht für eine Akademie legt der ehemalige Affe namens Rotpeter einer Akademie einen Bericht über seine Menschwerdung vor. In den 1980-er Jahren habe ich diese Erzählung als Ein-Personen-Theaterstück in Bremen gesehen, wozu es sich bestens eignet.

Weitere Tiergeschichten von Kafka sind u.a. Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse, Forschungen eines Hundes und Der Bau. Der Bau „schildert den vergeblichen Kampf eines Tieres um die Perfektionierung seines riesigen Erdbaues zum Schutz vor Feinden. Die Erzählung handelt von der Verstrickung in die zwanghafte Beobachtung einer selbstgeschaffenen labyrinthartigen Anlage, die zunehmende Paranoia erzeugt.“

Die Erzählung muss als unvollendet gelten, denn „der letzte Satz, mit dem die Erzählung abbricht, lautet: ‚Aber alles blieb unverändert, das –‘. Dieser Satz steht am Schluss einer Seite, was vermuten lässt, dass Kafka noch mehr geschrieben und einen Schluss verfasst hat. Um die Erzählung damals jedoch als abgeschlossen veröffentlichen zu können, änderte Max Brod [Freund und später Herausgeber der Werke Kafkas] den vermeintlich letzten Satz um in: ‚Aber alles blieb unverändert.‘“ – Kafka hat sich „bei seinen Tiergeschichten, insbesondere in der vorliegenden, stark an den Schilderungen aus Brehms Tierleben orientiert, hier diente als Vorlage der Dachs.“

Wie so oft bei Kafka, so lässt sich auch diese Erzählung nicht eindeutig interpretieren. „Kafka hat 1915 unter dem Kriegseindruck einen für Publikum gestellten Schützengraben mit seiner klaustrophobischen Enge besichtigt und eine Vorstellung vom Grabenkrieg erhalten. Denkbar ist, dass er diese Eindrücke noch acht Jahre später in der Schilderung des beklemmenden unterirdischen Labyrinths verarbeitet hat.“ Möglich wäre es aber auch, dass Kafka den Bau auf seine damaligen Lebens- und Wohnverhältnisse bezogen hat. Es gibt zudem die Deutung, dass das Geräusch gar nicht von außen, sondern aus dem Protagonisten selbst kommt und so ein Hinweis auf Kafkas fortschreitende Lungentuberkulose sein könnte.

Axel Prahl als Franz in ‚Kafkas Der Bau‘ (2014)

Eine etwas andere Interpretation bietet der Kinofilm Kafkas Der Bau von Jochen Alexander Freydank (2009 Oscar in der Kategorie Bester Kurzfilm für Spielzeugland), der auch das Drehbuch schrieb. Der Film erschien 2014 und zeigt Axel Prahl in der Hauptrolle des Franz.

Der Film „erzählt die Geschichte der ‚Verwandlung‘ eines Menschen. Franz lebt in einem festungsartigen Wohnkomplex. Er glaubt, es geschafft zu haben. Aber immer mehr Zweifel kommen auf. Ist er wirklich so autark, wie er hofft? Die Welt um ihn herum verändert sich. Er selbst verändert sich. Der Film endet in einer bildgewaltigen postapokalyptischen Welt, in der Franz zwar alles verloren hat, aber auch befreit ist von seinen Ängsten.“


Kafkas Der Bau (2014)

Der Kafka’sche Bau wird hier in dem großen Wohngebäude abgebildet und steht für die Einsamkeit und Verlorenheit des modernen Menschen, die Freydank in kühlen, klaustrophobischen Bildern darstellt. Der Film bewegt sich dabei zwischen psychologischem Drama und Science-Fiction-Film. Wie in Gedanken rezitiert Franz (Axel Prahl) längere Auszüge aus der Original-Erzählung, was das Befremdliche noch um einiges steigert. Geradezu beängstigend wirkt der schnelle Verfall des Gebäudes – und parallel dazu der ganzen Umwelt samt dem Niedergang der Menschen. Vielleicht kann man den ‚Bau‘ als wankende Festung Europas interpretieren oder auch als Abbild der scheiternden (Selbst-)Überwachung. Kafka is watching us?! – Ähnlich paranoide Zustände wie beim Protagonisten Franz lassen sich sicherlich auch in einem Teil unserer Bevölkerung erkennen, die sich um Volk und Land zu sorgen scheinen.

Öffentlich-rechtliche Mediatheken – Filme sehen und herunterladen

Seit drei Wochen surfe ich mit meiner Familie mit Highspeed im Internet. Wie erwähnt, macht VDSL nur Sinn, wenn man größere Datenmenge aus dem oder ins Netz transportiert. Das kommt z.B. vor, wenn man wie mein Sohn Online-Spiele mit hochauflösender Grafik spielt – oder wie ich die Mediatheken der TV-Sender zu nutzen trachtet.

Als alter Tatort-Fan interessieren mich natürlich die in der ARD Mediathek aufrufbaren Folgen dieser Krimi-Serie (die neueste ist immer mit dabei). Und auch das ZDF bietet in seiner Mediathek fast immer den TV-Film an, der gerade aktuell im Programm läuft. Oft möchte man den einen oder anderen Film auch gern herunterladen, denn die Filme sind zeitlich nur begrenzt verfügbar. Für beide Mediatheken gibt es im Internet eine Adresse download-mediathek.de, bei der man nur die entsprechende Adresse der ARD- oder ZDF-Seite mit dem entsprechenden Video eingeben muss und schon erhält man eine Übersicht der herunterladbaren Videos in ihrer unterschiedlichen Qualität. „Download“ drücken und los geht’s.

Etwas komplizierter ist es beim Sender arte und der dortigen Mediathek, in der oft wirklich hervorragende Filmwerke zu finden sind. So empfiehlt es sich gleich, auf MediathekView, einem kostenlosen Open-Source-Programm für Windows, OS X und Linux, zuzugreifen, „das das Angebot einer Vielzahl öffentlich-rechtlicher Fernsehsender durchsuchbar zusammenfasst. Die Freeware greift auf die Online-Mediatheken der Sender zu und listet deren Angebot filterbar auf. Mithilfe von Drittanbieter-Programmen lassen sich die Sendungen dann sogar herunterladen und auf der eigenen Festplatte archivieren.“

    MediathekView Version 10 (Stand: März 2016)

Der Download bei heise.de enthält bereits das Programm flvstreamer zum Speichern von Sendungen und ist für Windows und Mac geeignet. Ebenfalls an Bord ist die benötigte FFmpeg-Bibliothek. Will man aus MediathekView heraus die Filme betrachten, so wird der VLC Media Player von VideoLAN empfohlen, den man eigentlich schon längst auf seinem Rechner haben sollte.

Wichtig ist sicherlich zu wissen, dass es sich hierbei um eine JAVA-Anwendung handelt und daher eine Java Runtime Environment (Laufzeitumgebung, ein gesonderter Bereich im Arbeitsspeicher, den Java sich einrichtet) benötigt. Das klingt komplizierter als es ist und heißt nur, das JAVA auf dem Rechner installiert sein muss, was eigentlich der Fall sein sollte.

Beim ersten Start erfolgt die Zuordnung der Drittanbieter-Programme flvstreamer und VLC Media Player. Ist das okay, dann ist es eigentlich ziemlich einfach:

Den gewünschten Sender findet Ihr immer in der Spalte „Sender“. Darunter findet Ihr die Spalte „Thema“, die den übergeordneten Titel einer Sendereihe enthält. In der Spalte rechts davon findet Ihr den konkreten Titel einer Sendung. Markiert die Sendung, die Ihr herunterladen wollt, mit einem Linksklick, und drückt dann den orangefarbenen Record-Button, um den Download zu starten. Ihr könnt noch die gewünschte Auflösung wählen und das Downloadverzeichnis festlegen. Ein Klick auf „OK“ startet den Downloadvorgang.

Kleiner Tipp für Tatort-Fans: Das Programm MediathekView listet auch die aufrufbaren Sendungen des Schweizer Senders SRF auf. Der neueste Tatort hier ist in HDTV (720p) zu finden, während die ARD diese meist nur in 540p-Auflösung anbietet.

Alleingang (2012) – Film mit Armin Rohde und Alexander Held

Während einer Therapie-Sitzung wird Polizeikommissar Zuckmaier zu einem Einsatz gerufen. Mattock, ein entlaufener Sträfling, hat ein Stellwerk überfallen und Geiseln genommen. Er verlangt die Bereitstellung eines Zuges – und das Erscheinen des ehemaligen Polizeiduos Zuckmaier und Schübel. Zuckmaier war es, der Mattock vor einiger Zeit hinter Gitter gebracht hatte, und er ist wenig erfreut, auf seinen Ex-Kollegen Schübel zu treffen. Seinetwegen hat ihn seine Frau Sonja vor zwei Jahren verlassen.
(Quelle: ard.de)

Armin Rohde und Alexander Held - Foto. BR / Bernd Schuller

Armin Rohde wieder einmal als Berserker. Mit brachialer Gewalt fällt er über seine Opfer her – ein Fest der Physis, wie tittelbach.tv so schön schreibt. Eigentlich kennen wir Rohde genauso wie in den Tatort-Folgen Tatort (937) aus Frankfurt: Das Haus am Ende der Straße (2015) und Tatort (944) aus Köln: Dicker als Wasser (2015) zu sehen ist. Natürlich kann er auch anders wie z.B. als Hauptkommissar Erich Bo Erichsen in der Krimi-Serie Nachtschicht.

Alexander Held haben wir in der noch ziemlichen neuen Krimi-Serie München Mord gesehen, deren zweite Folge ‚Die Hölle bin ich‘ bei mir zum Krimi des Jahres 2015 gewählt wurde. Held spielt dort wie auch in dem TV-Film mit Armin Rohde einen Kommissar.

Alleingang (Video tgl. ab 20 Uhr) – Video
23.02.2016 | 89 Min. | UT | Verfügbar bis 23.05.2016 | Quelle: Das Erste

„Armin Rohde als ‚King‘ gibt den Ton an. Eine narzisstisch deformierte Persönlichkeit. Dagegen abgesetzt, leise, zurückhaltend, fast demütig, mit stoischem Gleichmut, Josef Zuckmaier [Alexander Held], der Liebende und an seiner Liebe Leidende. Der laute, hyperaktive Prolet trifft den Mann, der lieber schweigt. Mit der Zeit, der Müdigkeit des Aktivpostens Mattock, gewinnt das stille Moment zunehmend an Bedeutung.“ – so tittelbach.tv.

Rohde und Held sind einfach grandios. Rohde strahlt dabei eine körperliche Präsenz aus, die manchen Zuschauer erschauern lassen dürfte. Einem solchen Menschen möchte man nicht in Wirklichkeit begegnen. Dabei ist der Mensch Rohde durchaus umgänglich, als Buddhist ein Menschenfreund. Hier aber lässt er die Sau heraus, dass es einen ängstigen kann. Held ist der Gegenpol. Seinem Einfluss kann sich auch der Berserker Rohde nicht entziehen. Am Ende … aber ich will nicht zu viel verraten.

Bei Rohde in dieser Rolle kamen mir gleich die Krakeeler von der Pegida in den Sinn, die oft so stumpfsinnigen Gestalten, die meinen, z.B. bei Facebook ihre unmaßgebliche Meinung herauskotzen zu müssen. Wie Rohde alias ‚King’ Mattock scheinen sie in einer Parallelwelt zu leben, die ihre eigenen Gesetze hat und die nicht die meine ist.

Jacques Tati: Trafic (1971)

Ach, wie liebe ich diesen großen, schlaksigen Franzosen mit seinem beigen Trenchcoat, dem Hut und der langen Pfeife im Mund: Von Jacques Tati habe ich jetzt nach Die Ferien des Monsieur Hulot (1953) und Schützenfest (1949) einen weiteren Film angeschaut, dem letzten mit Monsieur Hulot in der Hauptrolle: Trafic aus dem Jahre 1971. Was für eine Erholung. Endlich wieder schmunzeln, ja lachen nach all den Dreck, von dem man zz. im Internet überschüttet wird.

JA DAS NETZ … und die Dummheit! Was dort von Rechtsaußen gehetzt wird, wie jeder Depp meint, seinen Hass unters Volk streuen zu müssen, kann einen fast sprachlos machen.

Da hilft selbst ein Hilferuf an die mindestens durchschnittlich Begabten von Sascha Lobo wenig. Denn dem ganzen Gesocks ist, wie Lobo selbst feststellt, nicht beizukommen: „Häufiger schon wurde darüber geschrieben, dass man mit diesen Leuten nicht diskutieren könne. Das liegt aber nicht nur daran, dass sie nicht wollen, sondern dass den Kommentatoren auf der Seite oft selbst die elementarsten Dialogfähigkeiten fehlen. An ihnen perlt sogar die Frage ‚Warum?‘ ab.“

Was sind wir für ein Volk geworden? Jede Knallcharge torkelt mit seinem Smartphone durch die Gegend und erbricht sich ins Netz. OMG, wohin soll das noch führen? Wenn ich vor irgendwen Angst habe, dann vor diesen hirnamputierten rechten Horden! Genug! Genug!

Wie entspannend ist da Jacques Tati!

Im Mittelpunkt steht ein modern konstruierter Campingwagen, an dessen Entwicklung auch Monsieur Hulot beteiligt war. Dieser soll zu einer Automobil-Ausstellung in Amsterdam überführt werden. Leider ergeben sich viele Verzögerungen, sodass Hulot und seine Kollegen erst in Amsterdam ankommen, als die Ausstellung beendet ist.


Jacques Tati Trafic – Trailer

„‚Trafic‘ spielt in einer Welt, die für das Auto geschaffen wurde und in der die Menschen nur zweitrangig sind. Die meisten kommen nicht pünktlich dort an, wo sie hin möchten. Das gilt nicht nur für die Autofahrer; also die drei Hauptfiguren, die Unfallbeteiligten, die Wartenden auf der Polizeiwache und die Wartenden in den zahlreichen Staus. Auch die Fußgänger werden in der abschließenden Szene von den Autos am zügigen Fortkommen gehindert.“

Wir heutigen Betrachter, die mit schnellen Schnitten und einem schnellen Handlungsablauf (Action nennt man das wohl) allzu oft gemartert werden, brauchen etwas Geduld (der Film hat immerhin 45 Jahre auf dem Buckel), um sich an das gemächliche Tempo des Films zu gewöhnen. Schon damals standen die Autos im Stau und kamen nur stockend voran. So sieht man Bilder von sich in der Nase popelnden Autofahrern – oder wie sie vor Müdigkeit gähnen. Die Langeweile überträgt sich – sicherlich gewollt – auf den Zuschauer (der dann vielleicht auch popelnd ‚in sich‘ geht).

In der zweiten Hälfte versprüht der Film dann aber jenen Tati’schen Humor in Hülle und Fülle. – Ich mag den schwarzen englischen Humor. Tatis Humor ist dagegen ‚bunt‘ Und ich mag auch diesen Humor, der mit viel französischen Charme daherkommt.

Jacques Tati als Monsieur Hulot in Trafic (1971)

Köstlich ist die Szene, in der Hulot einen beim Massenunfall Verletzten nach Hause bringen lässt, er an der Tür klingelt, die wohl nicht funktioniert. So wirft er Steinchen ans obere Fenster. Und als auch daraufhin niemand reagiert, versucht er, das Spalier hochzuklettern. Dabei kommt ihm das hochgerankte Gewächs entgegen. Später hängt er dann kopfüber in einem Baum beim Versuch, das Rankengewächs zu richten.

„Trafic“ ist der erste Film von Tati, der – teilweise – außerhalb Frankreichs spielt. Alle Darsteller sprechen ihre Texte in ihrer Muttersprache, also hauptsächlich Französisch, Flämisch und Niederländisch. Die Amerikanerin Maria Kimberly spricht Englisch. In der Fassung, wie sie der Sender arte zum Jahreswechsel ausgestrahlt hatte, müssen also einige wenige Teile deutsch synchronisiert worden sein. Für die Handlung ist das Sprachverständnis aber eigentlich (wie auch in den anderen Hulot-Filmen) unwichtig.

Bemerkenswert ist die Optik, die dieser Film vermittelt. Was mir sehr schnell auffiel, ist das Fehlen von Nah- oder Großaufnahmen von Personen. Tati verweist den Zuschauer in die Rolle des distanzierten Betrachters. Dies erreicht er durch die fast ausschließliche Verwendung von Totalen und halbnahen Einstellungen.

Weiter passen sich die Schnittfolgen dem Inhalt an. Harte, rhythmische Schnitte am Anfang vom Automobilwerk und kurze Einstellungen auf der Autobahn werden abgelöst von langen Passagen der Urlaubsidylle am Fluss und behutsamen Schwenks bei Aufnahmen der choreographischen Szenen: Hauben- und Türenöffnen bei der Messe, der Auftritt der beiden parallel agierenden Motorradfahrer und der Unfall auf der Kreuzung.

Tati ist großartig, der Film ein zeitloses Meisterwerk,– und ich freue mich schon auf einen weiteren Film von ihm, Playtime (Tatis herrliche Zeiten) aus dem Jahr 1967, der Tati allerdings wegen der für damalige Zeiten horrenden Kosten in die Insolvenz trieb.

Übrigens: Nach einem von Tati geschriebenen Drehbuch, aber dann nicht realisierten Film, entstand 2010 ein französisch-britischer Animationsfilm von Sylvain Chomet: L’Illusionniste. Leider ist der Film Trafic im Netz nur als Trailer oder in kurzen Ausschnitten verfügbar. Dafür (als Entschädigung) hier der Animationsfilm, in dem Tati als Tati auftritt:


The Illusionist(2010) – Full Movie