Kategorie-Archiv: Zukunft Deutschland

Wohin steuert Deutschland?

Höhere Steuern und Gesundheitsreform – ohne Ende

Ein Dauerthema stellt die Gesundheitsreform dar. Seit Jahren wird an unserem Gesundheitswesen herumgedoktert, aber eine klare Lösung ist nicht in Sicht. Jetzt scheint die Einführung eines Gesundheitsfonds beschlossene Sache zu sein. Dieser dürfte mit erheblichen bürokratischem Aufwand verbunden sein, denn irgendwer wird die dort eingezahlten Gelder verwalten müssen. Die Einbeziehung der privaten Krankenversicherung steht dagegen wohl nicht mehr zur Debatte. Dafür sollen 30 bis 45 Milliarden Euro an Steuergeldern in diesen Fond fließen, um ‚möglicherweise‘ eine Absenkung der Beiträge zu den Krankenkassen von 3 % zu erreichen. Wenn dem so wäre, dann ließen sich entsprechende Steuererhöhungen vielleicht noch verkraften – ich fürchte nur, dass mit zusätzlichen Steuern lediglich Finanzlöcher gestopft werden. Die Abzocke der Bürger geht also weiter. Und um die Senkung der Kassenbeiträge zu erleben, muss man schon sehr alt werden und dabei gesund bleiben.

siehe auch: zdf.de

Typisch deutsch: Verharmlosung des Fremdenhasses

Sicherlich war die Reisewarnung für Farbige anlässlich der nahenden Fußball-WM in Deutschland durch den Ex-Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye das, was man hier im Norden Deutschlands als ’starken Tobak‘ bezeichnet. Aber eigentlich erstaunlich ist, wie viele der typisch deutschen Politiker typisch deutsch reagierten: Es geht ihnen um den ‚guten Ruf‘ Deutschlands und nicht um den Schutz der ausländischen Mitbürger und Besucher vor Übergriffen. Also wird verharmlost und von Einzeltaten weniger Verblendeter gesprochen.

Aber, Herr Schäuble, wie passt es dann zusammen, wenn Sie am Montag Ihren Verfassungsschutzbericht vorstellen werden, der u.a. davon kündet, dass die Zahl der zu Gewalt bereiten Neonazis weiterhin gestiegen ist? Und gerade in der Jugendszene wächst die Zahl der Anhänger. Die Verunglimpfung der deutschen Nationalspieler afrikanischer Herkunft (Asamoah, Owomoyela) durch die NPD ist nur ein Indiz dafür, dass Menschen anderer Hautfarbe in Deutschland mit Übergriffen rechnen müssen – gerade in bestimmten Gegenden, dort wo die Rechtsaußen durch die bestehenden sozialen Missstände (z.B. hohe Jugendarbeitslosigkeit) besonders viel Zulauf haben.

Es kann nur gelten, gegen Rechts anzugehen. Wenn es die Politiker nicht schaffen (oder nicht schaffen wollen), dann müssen wir es, die Normalbürger, tun. Soviel sei gesagt: Mir und meiner Familie sind alle Besucher zur WM 2006 willkommen, welche Hautfarbe sie auch haben mögen – außer: Hooligans, welcher Coleur auch immer, die nicht aus Freude am Spiel, sondern aus ‚Spaß‘ an der Gewalt anreisen. Ihr bleibt besser zu Hause …

siehe auch mein Beitrag: Kein(en) Bock auf Neo-Nazis

Kein(en) Bock auf Nazis

Es ist unbegreiflich, dass es immer noch Menschen gibt (Menschen?), die glauben, ihr Heil in einer nationalsozialistischen Ideologie zu finden. Die nach Sündenböcken für ihr eigenes Unvermögen suchen und diese in denjenigen finden, die auch von anderen oft genug ausgegrenzt werden: Farbige, Ausländer, Juden usw. Natürlich gibt es eben auch in Deutschland den entsprechenden Nährboden für diese rechtsradikalen Umtriebe, z.B. das Fehlen von Perspektiven für die Zukunft von Jugendlichen. So gehen die Rattenfänger um auf der Suche nach Opfern …

Kein Bock auf Nazis

Im Internet läuft eine Aktion, die keinen Bock auf Nazis hat. Und der kann ich mich nur anschließen. Weitere Infos, z.B. dazu, was man gegen Nazis machen kann findest du dort. Und außerdem gibt es eine DVD mit 80 Minuten Infos, Interviews usw., auf der man u.a. Die Ärzte, Die Toten Hosen u.v.m. findet, die die Aktion unterstützen … Downloaden oder kostenlos bestellen!

siehe auch meinen Beitrag: Ihr Nazis seid leider auch Deutschland

Rechtsschreibung

Nun ist es wieder einmal so weit: Die Rechtschreibung soll geändert werden! Damit keiner mehr so richtig weiß, wo es lang geht; damit unsere Kinder jeden Anhaltspunkt verlieren – und Wörterbuchverlage ihre Umsätze steigern können. Und damit so genannte Experten der deutschen Sprache, die sich im Rat für deutsche Rechtschreibung wiederfinden, auch weiterhin zu tun haben.

    Andy Warhol's Banana

Es gibt viele Indizien, die dafür sprechen, dass dieses unser Land so langsam verkommt, und zwar zu einer Bananenrepublik höheren Grades. Da wird auch Frau Merkel nichts bewirken. Ein Indiz ist der Umgang mit der eigenen Sprache. Da schreiben Zeitungen und Schriftsteller anders als es die offizielle Rechtschreibung vorsieht, die – wie erwähnt – laufend geändert wird, weil es an einem klaren Konzept mangelt. Und am Ende verkommt die deutsche Sprache so oder so zu einer Abart des Englischen: Denglisch nennt man das wohl!

siehe auch bei zdf.de

Ihr Nazis seid leider auch Deutschland.

Die Kampagne „Du bis Deutschland!“ finde ich nun wirklich reichlich bescheuert, um es einmal so auszudrücken. Da darf man sich nicht wundern, wenn sie für andere Zwecke missbraucht wird. Erst traf es unseren Bundespräsidenten Horst Köhler, der im Internet von Neonazis mit „Nein Horst, Du bist nicht Deutschland“ defamiert wird – das Ganze illustriert mit einem Foto, das Köhler beim Besuch einer Synagoge zeigt, bei dem der Bundespräsident die jüdische Kopfbedeckung Kipa trägt.

Und jetzt trifft es den in Ghana geborenen und mit 14 Jahren nach Deutschland übergesiedelten Fußballspieler von Schalke 04, Gerald Asamoah, der seit 2001 deutscher Nationalspieler ist und bisher auf 36 Einsätze für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kam.

Was mir hierzu einfällt? Ihr Neonazis und ihr Ewiggestrigen seid leider auch Deutschland. Ihr gehört zu Deutschland wie auch die Dummheit zur Menschheit gehört. Ihr gehört zur Kehrseite einer Medaille, die sich auch durch dumme Kampagnen nicht leugnen lässt.

siehe auch: zdf.de

Sorge treibt Ölpreis hoch

Dieser Tage, als ich mit dem Zug morgens zur Arbeit fuhr, las ich bei einem ‚Nachbarn‘ in dessen Tageszeitung die Schlagzeile „Sorge treibt Ölpreis hoch“. Ich habe auch so meine Sorgen, aber damit treibe ich lange noch nicht mein Gehalt in die Höhe – im Gegenteil: Ich mache mir Sorgen, weil ich real im letzten Jahr weniger Einkommen hatte als in den Jahren zuvor. Und das bei einer Inflationsrate von 2 % in 2005. Aber vielleicht sollte ich mir weniger Sorgen machen, dann bleibt der Ölpreis stabil – und auch die Kosten für Strom (und Gas) steigen nicht mehr weiter.

siehe auch: zdf.de: InflationsratePreisorgie beim Strom

Teures Deutschland

Da werden jede Menge Autos in Deutschland produziert. Man sollte denken, dass diese Autos dann im Herstellerland Deutschland am preiswertesten sind. Aber weit gefehlt … Im unmittelbaren Ausland sind sie trotz höherer Mehrwertsteuer meist billiger.

    Abzocke in Deutschland

Deutschland ist ein teures Land. Das gilt nicht nur für Autos, sondern vorallem für Energiekosten (Gas und Strom), bei den Mieten und bei der Bahn. Und natürlich bei den Tarifen für Handys. Letzteres soll nun endlich billiger werden, man glaubt es kaum, denn der Mobilfunkmarkt kommt in Bewegung. Sollten sich die Deutschen von den Abzockern doch nicht ohne weiteres das Fell über die Ohren ziehen lassen?

siehe weiter: zdf.de

Mit 50 zum alten Eisen

Ich muss froh und glücklich sein, ich habe doch einen halbwegs attraktiven Job und verdiene genug, um Frau und Kinder zu ernähren (und ein bisschen mehr). Man bedenke dabei, dass ich ein ‚alter Sack‘ von bereits über 50 Jahren bin.

    Willi, der alte Sack

Denn: Wer in Deutschland mit Mitte 50 seinen Job verliert, hat nur noch geringe Chancen auf eine neue Stelle. Viele Personalchefs leben im Jugendwahn. Sicherlich mögen junge Bewerber meist kostengünstiger erscheinen. Berücksichtigt man aber die Erfahrung, die ein älterer Mitbewerber mitbringt, dann relativiert sich das schnell wieder.

Was für mich dabei ’seltsam‘ ist: Guckt man in die Gänge der Führungsetagen großer Unternehmen, so stolpert man dort ‚komischerweise‘ über viele grauhaarige, männliche Gestalten. Aber die machen in der Regel auch nicht die Drecksarbeit.

mehr siehe unter zdf.de

DaimlerChryler: Was brauchen wir noch Arbeitsplätze …

Der neue Chef von DaimlerChrysler, Dieter Zetsche, plant den Abbau von 16.000 Arbeitsplätzen, um durch die Senkung der Personalkosten den Gewinn des Unternehmens kräftig zu erhöhen. Ein wirklich schönes Weihnachtsgeschenk für den Kapitalseigner. Fragt man sich nur, wozu das Unternehmen eigentlich noch Arbeitskräfte braucht. Ach so, die schrauben die Autos zusammen …

    Zielscheibe: Dieter Zetsche

Sehnt sich da einer nach der ‚bleiernden Zeit‘ zurück …?!

siehe: zdf.de

Alles in trockenen Tüchern

Es ist schon erstaunlich, wenn sich zwei Rivalen, die sich zuvor Spinnefeind waren, zusammenraufen, um gemeinsam das Werk anzugehen, um den Karren Deutschland aus dem Dreck zu ziehen. Das geht natürlich nur, wenn beide Seiten Abstriche ihrer bisherigen Politik zulassen. Und dass der dann ausgehandelte Kompromiss am Ende so gut wie keinen wirklich beglückt, war absehbar. ‚Wahlversprechen‘, was man auch immer darunter versteht, gehen dabei den Bach hinunter.

Und wer hat am allem Schuld? Natürlich der Wähler, der sich nicht eindeutig für eine politische Richtung entscheiden konnte. Der darf das jetzt alles ausbaden: Kürzungen aller Orts und als ‚Entschädigung‘ satte Steuererhöhungen (z.B. Mehrwertsteuer um 3 Punkte), die wirtschaftspolitisch eher schaden dürften.

Wer, was, wie und wann zu tragen hat – hier der gesamte Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD