Kategorie-Archiv: Sport ist Mord

Sport ist Mord, oder?

Handball-Europameisterschaft 2012 in Serbien

Vom 15. bis 29. Januar 2012 fand in Serbien die 10. Handball-Europameisterschaft der Männer statt. Das Turnier diente gleichzeitig als Qualifikation für das Olympische Handballturnier 2012. Der Europameister qualifizierte sich direkt für die olympischen Spiele, zwei weitere Mannschaften konnten sich für ein Olympia-Qualifikationsturnier im April 2012 qualifizieren. Europameister wurde gestern zum zweiten Mal Dänemark mit einem 21:19-Sieg gegen den Gastgeber Serbien.. Die deutsche Mannschaft schied in der Hauptrunde aus und hat damit auch die Qualifikation zum Olympia-Turnier verpasst; u.a. verlor das Team mit 28:26 gegen den späteren Europameister. Frankreich, die zuletzt erfolgreichste Handball-Nationalmannschaft (Olympiasieger 2008, Europameister 2010 und Weltmeister 2011), enttäuschte ebenfalls und schied wie Deutschland in der Hauptrunde des Turniers aus.

Herbst in AlbinZ Garten – September 2011

Ein solches Wetter lädt geradezu ein, das Laufbein zu schwingen. Bei noch frischen 10 bis 12 °C, bei erstem Sonnenschein und Windstille läuft es sich mehr als angenehm. Und wenn ich so wie heute Morgen meine gut 10 km im Laufschritt zurücklege, der Körper am Ende vermehrt Endorphine und Enkephaline bildet, die so genannten „Glückshormone“, also vom Körper selbst produzierte Opioide mit morphinartiger Eigenschaft, dann ist das Wohlgefühl auch wissenschaftlich belegt.

Herbst, ich wiederhole mich, ist allein durch seine Farben für mich eine besondere Jahreszeit. Scheint dazu die Sonne und lässt die Farben noch deutlicher hervortreten, dann verstärkt sich jegliches Wohlgefühl. Und wie zu jede Jahreszeit, so blühen auch zu dieser Zeit bestimmte Blumenarten wie die Astern oder Chrysanthemen.

Arbora Kletterwald in Bad Saarow 2011

Wenn man mit zwei jungen Männern wie meine beiden Söhne zusammen Urlaub macht, so muss man denen auch etwas Entsprechendes bieten. Während unseres Urlaubs im Brandenburgischen Bad Saarow besuchten wir so einen Kletterwald: Arbora – Erlebniswelten in der Natur. Arbora ist lateinisch und steht für Baum.

„Draußen sein, Staunen, Herzklopfen. Der ultimative Kletterspaß mit revolutionärem Sicherungssystem. Über 80 Elemente, endlose, rasante Seilrutschen warten auf die Wagemutigen. Lern geheimnisvolle Waldwesen und die Abenteuer unseres Helden Johannes und seiner kleinen Schwester Greta kennen! Einfache, lustige Klettereien für unsere kleinen Helden und luftige Wipfelpfade im Reich der Adler für die Mutigen lassen den Puls rasen. Also komm und trau Dich!“

Gleich ein großes Kompliment an meinen Großen. Obwohl er nicht schwindelfrei ist (das hat er vom Vater), überwandt er sich und wagte sich in luftige Höhen. Meinem Jüngsten machte es weniger aus, er kletterte auch den schweren Parcours. Festes Schuhwerk und sportlich bequeme Kleidung sind für solche Kletterpartien unerlässlich. Mit modernster Sicherheitsausrüstung ist man immer bestens aufgehoben.

Kletterwald Arbora – Abenteuer im Reich der Bäume

Nun meine Söhne haben bereits einige Erfahrung andernorts in solchen Klettereien gesammelt. Der Kletterwald in Bad Saarow ist dabei einer der schönsten Kletteranlagen Deutschlands. Das beginnt mit einer fachkundigen Einweisung durch freundliche Mitarbeiter. Es gibt insgesamt acht Parcours, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufweisen, und nicht unendlich lang sind. Dabei ist die Anlage mit Fantasie und viel Liebe zum Detail angelegt. Wer also einmal in die Nähe von Bad Saarow kommen sollte und Lust auf solche Klettereien hat. Diesen Kletterwald können wir nur wärmstens empfehlen. Übrigens: Meine Frau wagte sich auch. Ich war für die Filmerei zuständig:


Arbora Kletterwald in Bad Saarow 2011

Leere Akkus, schwache Nerven

Die 13. Leichtathletik-Weltmeisterschaft im südkoreanischen Daegu ist beendet und brachte im 4-100 m-Staffel-Rennen der Herren den einzigsten Weltrekord dieser WM durch Usain Bolt und seine jamaikanischen Kumpel. Die Leistung der deutschen Mannschaft war durchwachsen, wie so oft.

Fotofinish 4x100 m Endlauf der Herren – Weltrekord Jamaika in 37,04 s

Diesmal waren es die Frauen, die Nerven zeigten und ihren Favoritenrollen nicht oder nicht ganz gerecht wurden (Kugel-, Speer- bzw. Hammerwurf). Da gab es kurzfristige Umstellungen in der Technik, die wohl noch nicht so ganz verinnerlicht waren (z.B. Betty Heidler warf erst vor kurzem Weltrekord im Hammerwurf mit dieser veränderten Technik, gewann in Daegu aber ‚nur’ Silber, weil, wie der Trainer es anschaulich beschrieb, „die Beine dem Hammer hinterher liefen“). Christina Obergföll wollte Weltmeisterin im Speerwurf werden, gewann ihrer schwachen Nerven wegen aber nur ‚Blech’ (vierter Platz). Viel besser machte es da Matthias de Zordo, männlicher Speerwerfer. Er überraschte angenehm und gewann Gold. Noch überraschender ist die Goldmedaille für den jungen David Storl im Kugelstoßen. Gegen seinen Teamkollegen Ralf Bartels, der ‚nur’ Zehnter wurde, wirkt er übrigens wie ein Hänfling. Technik und Kaltschnäuzigkeit ist eben alles. Seiner Favoritenrolle gerecht wurde Robert Harting – trotz eines lädierten Knies.

Zu den positiven Überraschungen gehört sicherlich auch Martina Strutz, die Silber im Stabhochsprung gewann. Sie machte es auf jeden Fall besser als ihr sich selbst zum Favoriten ernannte Kollege Malte Mohr.

Neben schwachen Nerven sind es dann die leeren Akkus, die die fehlende Topform erklären sollen. Bemerkenswert hier die beiden Herren Weitspringer, Christian Reif und Sebastian Bayer, die unisono im Misserfolg vereint das Klagelied vom ‚leeren Akku’ sangen. Aber nächstes Jahr bei Olympia in London, da wird dann alles anders. Sollte es auch, ansonsten sollten die Herren trotz ihrer großen Talente die Sportförderung zurückzahlen. Für leere Akkus wird nämlich nicht gezahlt.

Am Ende sind es sieben Medaillen geworden. Die männlichen Werfer dürfen mehr als zufrieden sein. Die Damen sollten ihre Nerven stählen. Die Läufer laufen zwar – aber der Weltspitze hinterher. Nächstes Jahr ist dann Olympia angesagt. Und ein Jahr später die nächste WM der Leichtathleten in Moskau.

Leichtathletik-WM Daegu 2011

Noch bis zum Sonntag, den 04.09 2011, dauert die 13. Leichtathletik-Weltmeisterschaft im südkoreanischen Daegu an. Nach wie vor ist die Leichtathletik für mich die Königsdisziplin des Sports. Sie ist auch weiterhin der Mittelpunkt von olympischen Spielen. Athleten treten gegeneinander an, um sich im ursprünglichen Sinne im körperlichen Wettstreik zu messen: Laufen, werfen, springen …

Bisher haben sich deutsche Athleten nicht mit Ruhm bekleckert. Gerade in den Wurfdisziplinen, oft eine Domäne der Deutschen, gab es bisher nur einmal Silber im Diskuswerfen der Frauen durch Nadine Müller. Heute will nun Diskuswerfer Robert Harting trotz der Knieprobleme seinen Titel verteidigen (ab 12.55 Uhr). Wieder im Rennen ist nach einem verkoksten ersten Tag Jennifer Oeser im Siebenkampf. Im abschließenden 800 m-Rennen kämpft sie (ab 13 Uhr) zumindest um Bronze.

Bei der letzten, der 12. Leichtathletik-Weltmeisterschaft, die vom 15. bis 23. August 2009 in Berlin stattfand, war der Sprinter Usain Bolt aus Jamaika der große Überflieger, der nicht nur zwei neue Weltrekorde über 100 m (9,58 sec.) und 200 m (19,19 sec.) aufstellte, sondern insgesamt drei Goldmedaillen (wie in Peking 2008) ‚abräumte’. Im 100 m-Finale von Daegu wurde er nach einem katastrophalen Fehlstart disqualifiziert und musste seinem Landsmann Yohan Blake, der mit 9,92 Sekunden (bei heftigem Gegenwind) Weltmeister wurde, den Vortritt lassen. Schauen wir, ob er es im 200 m-Rennen (Finale am Samstag um 14 Uhr 20) besser macht.

Offizielle Website der Leichtathletik-WM Daegu 2011
Daegu WM 2011 beim ZDF

Ist Jogi Löw der Mörder?

Wie an anderer Stelle bereit erwähnt, so erfreut sich die Krimireihe Tatort bei uns zu Hause zz. wieder großer Beliebtheit. Neben den Ermittlern aus Münster, Kriminalhauptkommissar Frank Thiel (gespielt von Axel Prahl) und Gerichtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers), die seit 2002 ermitteln, ist das u.a. Hauptkommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) aus Ludwigshafen, die bereits seit 1989 in 52 Folgen zu sehen war. Sie ist damit die dienstälteste Kommissarin.

Passend zur Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen, die heute in einer Woche beginnt, gibt es heute Abend in der ARD ab 20 Uhr 15 den Tatort-Krimi Im Abseits mit der Hauptkommissarin Lena Odenthal.

„Fadime Gülüc ist eine überaus talentierte Fußballerin. Mit dem FC Eppheim ist sie bis in die erste Liga aufgestiegen und sie spielt sogar in der Frauennationalmannschaft. Dazu ist sie eine attraktive Frau, die Manager Klaus Meingast zum Aushängeschild des Vereins machen will. Doch dann wird Fadime ermordet. Nach einem Fotoshooting mit dem Fotografen Martin Jansen wird sie erschlagen in der Mannschaftsdusche gefunden.“

Bemerkenswert an dieser Folge ist, dass die halbe deutsche Frauennationalmannschaft in dem Film mitwirkt. Außerdem sind als ‚Gaststars’ Herrennationaltrainer Jogi Löw und DFB-Präsident Theo Zwanziger zu sehen. Sollte am Ende vielleicht Jogi Löw der Mörder sein?

(Fast) unterschlagene Beiträge – Teil 31

Löw plant nicht mehr mit Ballack

Es hat lange gedauert, bis es jetzt offiziell geworden ist: Ballack spielt in den Planungen des Fußball-Bundestrainers keine Rolle mehr. Warum das so lange ‚brauchte’, bis es endlich gesagt wurde, weiß wohl nur Herr Löw. Immerhin gibt es für Ballack ein „Abschiedspiel“ gegen Brasilien: Der 34-jährige Leverkusener darf am 10. August gegen Brasilien noch sein 99. Länderspiel absolvieren. Torsten Frings darf dann höchstens zuschauen.

Al Kaida verkündet neuen Chef

Keiner ist unersetzlich. Das Generalkommando des Terrornetzwerks Al Kaida hat einen Nachfolger für Osama bin Laden bestimmt. Der Ägypter Aiman al Sawahiri soll demnach als neuer Kopf der Terrorgruppe den „Heiligen Krieg“ fortführen. Eigentlich wachsen der Hydra doch zwei Köpfe nach?!

Stell‘ dir vor, es ist Kernschmelze und keiner geht hin…

„Die Atomkatastrophe in Fukushima hat die Welt verändert, in Deutschland den Atomausstieg beschleunigt. Aber was machen die Japaner selber? Sie machen weiter wie zuvor.“ „Über Atomausstieg wird nicht mal nachgedacht, die Medien sind zahm, die AKW-Betreiber pfuschen und vertuschen und die Politiker schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Der Alltag kehrt zurück und alles ist wie vorher.“ Wie gut, das diese Durchhalte-Mentalität der Japaner nicht auch das deutsche Wesen prägt.

Rating-Agenturen „brutal entmachten“

„Sie entwerten Staaten und bringen diese wie Griechenland fast zu Fall: die Rating-Agenturen. Ein Unding, sagt Wirtschaftsforscher Straubhaar. Der Ökonom fordert, diese [privaten] Firmen zu entmachten. Sie dürften sich nicht zu ‚Göttern in Nadelstreifen’ erheben.“

Standard & Poor’s hatte zuletzt griechische Anleihen um drei Bonitätsstufen auf den Ramschstatus „CCC“ gesenkt und damit weitere Pleite-Gerüchte provoziert. Von denen möchte ich meine Bonität nicht überprüfen lassen. Ja, das sträuben sich einem die Haare, Herr Straubhaar!

Mondfinsternis – so schön kann sie sein

Es war die längste Mondfinsternis seit mehr als zehn Jahren. In Deutschland versteckte sich der „Blutmond“ gestern Abend allerdings fast überall hinter den Wolken. Das war dann noch nicht einmal ein Blick in den Ofen. Andernorts hatten die Fans mehr Glück.

Von Anklagen und Freisprüchen

Ja, die spanische Gurke ist ohne Schuld. Aber ein glatter Freispruch wurde es nicht: Sie ist nur mit einem anderen EHEC-Keim belastet, ist also auch nicht ganz ungefährlich. Jetzt muss man sich tatsächlich wieder auf die Suche nach dem wahren Übeltäter machen. Wäre ja auch zu schön, wenn’s die spanische Gurke gewesen wäre. Dank dieser unberechtigten Panikmache dürfen deutsche Gurkenbauern ihre Ernten in den Müll feuern, weil kein Schwein mehr Gurken kauft. Vielleicht sucht man jetzt etwas effektiver nach dem Verursacher von EHEC?

Im Namen des Zweifels gab es für Herrn Kachelmann einen Freispruch: „in dubio pro reo“, im Zweifel für den Angeklagten. Aussage gegen Aussage und nur wenige Indizien. Dafür gab es einen Prozess, der wochenlang Futter für die Medien und den unstillbaren Hunger nach Sensationen für das Fußvolk lieferte. Im Mittelpunkt stand dann wohl auch noch ein karrieregeiler Staatsanwalt, dem eigene Profilierung manchmal wichtiger war als Rechtsprechung. Amerikanische (Rechts-)Verhältnisse nennt man das wohl auch.

Andersherum zeigte der Prozess wieder einmal, dass Gutachter (hier besonders der Verteidigung) quasi das Sagen haben. Ziel der Verteidigung war dabei die Glaubwürdigkeit des Opfers herabzusetzen. Beim Publikum ist das gelungen. Der Beifall der Zuschauer nach Verkündigung des Urteils, lediglich ein Freispruch wegen mangelnder Beweise, zeigt das deutlich. Ob dieser Beifall „des Volkes“ aber dem Rechtsstaat zuträglich ist, möchte ich bezweifeln. Siehe hierzu ein interessantes Interview auf diestandard.at

Neben diesen Freisprüchen gab es dann natürlich diese Woche auch noch einige neue Klagen bzw. Anklagen. Endlich hat man den „mutmaßlichen“ Massenmörder (Massaker von Srebrenica), den ehemaligen militärischen Führer der bosnischen Serben, Ratko Mladic, gefasst und in Den Haag ins Gefängnis eingeliefert. Bestraft ist der eigentlich jetzt schon: Wirre im Kopf (dement nach Schlaganfall und Herzinfarkt) und sichtlich hinfällig. Aber wirre im Kopf war er ja schon früher.

„Kernkraftbetreiber E.ON wird die Bundesregierung verklagen, weil die an der Brennelementesteuer festhält. Der Konzern sieht die Beibehaltung der Steuer trotz der Rücknahme der Laufzeitverlängerung als „unzumutbare Doppelbelastung“. Auch die Milliardenbelastung durch die endgültige Stilllegung der ältesten deutschen Atomreaktoren will der Konzern nicht widerspruchslos hinnehmen.“ (Quelle: zdf.de) Ja, meine Herren von E.ON und Co.: Die fetten Jahre sind vorbei. Also ist es Zeit, vor dem Atomaus noch einmal richtig Kasse zu machen. Und die jetzige Bundesregierung kommt der Atomindustrie auch noch einmal richtig entgegen. Der Atomausstieg entpuppt sich mehr und mehr als „Laufzeitgarantie für Atomkraftwerke“ (Fraktionschef der Grünen, Jürgen Trittin).

Und dann wäre da noch der „Gaddafi des Fußballs“, Joseph Blatter. Mit ihm, dem Präsidenten der FIFA, herrscht das reine Chaos beim Weltfußballverband. Zwar gab es bisher nicht den angekündigten Enthüllungs-Tsunami rund um den Herrn Jack Warner, inzwischen suspendierter Vizepräsident der FIFA und Präsident der CONCACAF (Fußball-Verband für Nord- und Mittelamerika/Karibik). Der ruderte aus unerfindlichen Gründen mit seinen Vorwürfen und Klagen, Blatter hätte von Zahlungen an Bestechungsgelder im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußball-WM 2022 an Katar gewusst, zurück und stellt sich plötzlich wieder hinter Blatter. Und welche Rolle Mohamed Bin Hammam, der Präsident der Asiatischen Fußball-Konföderation, der eigentlich heute gegen Amtsinhaber Blatter antreten wollte, spielt, weiß wohl nur er selbst. Bereits vor der Suspendierung durch die Ethik-Kommission der FIFA hatte der Katerer seine Kandidatur zurückgezogen. Blatter ist nun der einzige Kandidat.

Das Ganze hat Züge einer Farce. Jetzt sind es eigentlich nur noch die Engländer, die sich bei der Vergabe der Fußball-WM 2018 (ging an Russland) übergangen fühlten und die eine Wahl von Sepp Blatter verhindern wollen. Man darf gespannt sein, wie das heute ‚verlaufen’ wird.

„Krise? Wir haben keine Krise, nur einige Schwierigkeiten. Und die lösen wir in der Familie!“ so Herr Blatter. Das klingt irgendwie nach Mafia, findet Ihr nicht auch?

Nordische Ski-WM und Biathlon-WM 2011

Leider waren die 41. Alpine Skiweltmeisterschaft in heimischen Garmisch-Partenkirchen für die deutschen Athleten nicht vom großen Erfolg gekrönt. Das soll jetzt bei der 48. Nordischen Skiweltmeisterschaft 2011, die vom 23. Februar bis 6. März 2011 in der norwegischen Hauptstadt Oslo am Holmenkollen stattfindet, und bei der 44. Biathlon-Weltmeisterschaft (3. März bis zum 13. März 2011 im sibirischen Chanty-Mansijsk) anders werden.

Nordischen Skiweltmeisterschaft 2011 Oslo/Norwegen

 Biathlon-Weltmeisterschaft 2011 Chanty-Mansijsk/Sibirien

Nordischen Skiweltmeisterschaft 2011 Oslo/Norwegen

Biathlon-Weltmeisterschaft 2011 Chanty-Mansijsk/Sibirien

Nun wer wie ich in der norddeutschen Tiefebene zu Hause ist, hat kaum Möglichkeiten zum Wintersport. Nicht, dass wir über zuwenig Schnee klagen könnten, davon gab es in diesem Winter durchaus schon genug. Aber bis auf Langlauf (ohne Loipen) und Schlittschuhlaufen (das nur auf wenigen Flächen) gibt’s keine weiteren Gelegenheiten – es sei denn, man fährt in den Harz. Trotzdem interessiert mich Wintersport.

Die nordische WM läuft bereits und begann dank starker nordischer Kombinierer (Skisprung und Langlauf) verheißungsvoll. Fünf Medaillen für deutsche Sportler in drei Wettbewerben, das ist doch was. Auch die Skispringer könnten wenigstens im Teamwettbewerb auf der Normalschanze mit einer Bronzenen überzeugen. Lediglich bei den Langläufern hapert es noch.

Die Biathlon-WM beginnt heute im eisigen Sibirien mit der Mixed Staffel (die Deutschen sind Titelverteidiger). Und die Erwartungen sind vielleicht etwas zu hoch. Es wird mit mindestens sechs Medaillen in den 11 Wettbewerben gerechnet. Obwohl ich alles anderes als ein Waffenfan bin, finde ich Biathlon faszinierend. Wer schon einmal auf Langlauftretern längere Zeit durch den Schnee getapst ist, weiß, wie anstrengend das ist. Und dann soll man plötzlich eine Tätigkeit ausüben (eben das Schießen auf Scheiben), die ruhige Hände verlangt? Das erinnert mich ziemlich an das Zen in der Kunst des Bogenschießens, auch hier ist die ‚Konzentration durch Atmung‘ wichtig, um sein Ziel zu treffen.

(Fast) unterschlagene Beiträge – Teil 30

Verpasster Heimvorteil

Ein Fest war es trotzdem … Gestern endete die 41. Alpine Skiweltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen. Der Heimvorteil für die deutschen Sportler konnte aber nicht genutzt werden. Er reichte gerade zu zwei Bronze-Medaillen für Maria Riesch in Abfahrt und Super-G. Vor zwei Jahren in Val-d’Isère waren es immerhin noch zwei Titelgewinne.

Alpspitzbahn

Zugspitzbahn

Alpspitzbahn

Zugspitzbahn

Schlag ins Kontor

Die Wahlen in Hamburg waren für die CDU ‚ein Schlag ins Kontor’. „Nach zehn Jahren hat die SPD laut vorläufigem amtlichen Teilergebnis eine absolute Mehrheit errungen. Die CDU erleidet das schlimmste Debakel ihrer Geschichte.“ Ihr Ergebnis hat sich gegenüber der Wahl von 2008 fast halbiert. „GAL, Linke, FDP sind wieder in der Bürgerschaft vertreten.“

Abstrus – Wider den tierischen Ernst

Da hat der Aachener Karnevalsverein ja den Richtigen ausgewählt. Und heute wird er mit dem Orden „Wider den tierischen Ernst“ geehrt: Karl-Theodor zu Guttenberg (ohne Dr.). Bei Bekanntwerden nannte er die Plagiatsvorwürfe noch ‚abstrus’. Inzwischen äußert es sich eher kleinlaut.

„Dem Minister wird zur Last gelegt, zahlreiche Passagen seiner Doktorarbeit aus Werken anderer Autoren kopiert zu haben. Im Internet werden inzwischen mehr als 120 Stellen aufgelistet. Beim Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages soll er eine Studie zum Gottesbezug in der US-Verfassung in Auftrag gegeben und das Papier fast vollständig in seine Dissertation eingefügt haben.“ (Quelle: zdf.de) Abgeordnete dürfen den Wissenschaftlichen Dienst nur für mandatsbezogene Arbeit nutzen.

Bisher kein Lokführer-Warnstreik

Das ist genau das, was mir jetzt noch fehlt: Ein Lokführer-Streik im Nahverkehr. Heute Morgen bei Frost um die – 8 °C kam ich noch pünktlich zur Arbeit. Aber das soll sich bald ändern:

„Der Lokführer-Warnstreik blieb vorerst aus: Für Bahnpendler ist der Montagmorgen zunächst wie gewohnt verlaufen. Wann es jetzt losgeht, ist offen – Gewerkschafter reden vom Dienstag.“

Gaddafi-Sohn: Kampf bis zum Ende

Nachdem die Tunesier Ben Ali und die Ägypter Mubarek ‚in die Wüste geschickt’ haben, droht nun auch Muammar al Gaddafi mit seinem Clan das gleiche Schicksal. Aber sein Sohn Saif al Islam al Gaddafi versucht, den Menschen Angst einzuflößen. „Die Armee stehe hinter seinem Vater, der sich weiterhin in Libyen aufhalte, warnte Gaddafis Sohn.“

Bloggen und Joggen

Früher nannte man das wohl Hobbys, heute … keine Ahnung: Interessen, Freizeitbeschäftigung (obwohl manchmal dieser Beschäftigung auch auf der Arbeit nachgegangen wird – zwecks schöpferischer Pause und so). Natürlich sind Bloggen und Joggen nicht alles, für das ich mich interessiere, aber vieles fließt ins Bloggen hinein: Musik, Literatur, Filme, Sport usw.

Als Ausgleich zum Bloggen betreibe ich das Joggen. Irgendwann muss der Körper einmal in Schweiß kommen – gerade auch in meinem Alter, sonst setzt man zu viel Fett an. Aufgrund meiner Statur eignet sich Joggen eigentlich nicht so sehr für mich, ich war und bin mehr der Sprintertyp, der Weitspringer und war schon in meiner Jugend ganz gut ‚unterwegs’ (Bei den Bundesjugendspielen bekam ich öfter eine Ehrenurkunde und war einmal sogar nach Punkten bester der Schule – bei der männlichen Jugend, insgesamt dritter – nur zwei Mädels waren besser): Also breite Schultern und ausgeprägte Beinmuskulatur, also kein Schmachtfetzen wie diese afrikanischen Langstreckenläufer, die nur aus Lunge zu bestehen scheinen.

Mit dem Laufen, also Joggen übertreibe ich es natürlich nicht. Eigentlich laufe ich nur ca. einmal die Woche, meist am Wochenende und dann auch fast nur morgens, wenn meine Lieben noch schlafen. Rund eine Stunde, um die zehn Kilometer bin ich dann unterwegs. Das reicht für mein Alter – das Laufen geht ganz schön in die Knochen. Aber zu anderen Sportarten, zumal im Verein (ich mag keine Vereinsmeierei), habe ich keinen großen Bock mehr. Früher habe ich Fußball gespielt, später Tischtennis (eigentlich auch nur, weil wir anschließend noch Hallenfußball gespielt hatten).

2500 km mit diesen Tretern

Jetzt wird es endlich Zeit, dass ich mir neue Laufschuhe gönne (vielleicht schreibe ich auch aus diesem Grund diesen Beitrag). Ich habe einmal hochgerechnet (wenn das überhaupt möglich ist): Mit den abgebildeten Tretern muss ich etwas mehr als 2.500 km gelaufen sein, war etwa 16.250 Minuten unterwegs (das sind gut 270 Stunden – mehr nicht?) oder rund 2.800.000 Schritte. Einige Male habe ich die Schuhe ‚repariert’, also sich lösende Sohlen geklebt. Aber jetzt geht auch das nicht mehr. Also her mit den neuen Schuhen.

Ich laufe übrigens hauptsächlich durch den Wald. Keine fünf Minuten Laufstrecke von meinem Zuhause gibt es ein kleines Wäldchen. Das ist dann für 60 Minuten mein Reich. Die Strecke kenne ich wie meine Westentasche, fast jedes Kaninchenloch, jede Wurzel. Eigentlich bildet eine große Acht die Strecke, lässt sich aber variieren. Und es geht leicht bergan – und entsprechend auch wieder bergab, ist also vom Profil her nicht zu eintönig. Natürlich laufe ich auch manchmal andere Strecken, an Landstraßen entlang usw. Aber das kleine Wäldchen ist mein läuferisches Zuhause.

Nun Joggen ist gesund und steigert nicht nur die körperliche Ausdauer, sondern auch die physische Leistungsfähigkeit des Körpers. Zusätzlich stärkt es das Herz-Kreislauf-System. Aber man kann auch viel falsch machen, gerade als Anfänger: Sehnen, Bänder und Gelenke können durch Überbelastung Schaden nehmen. Im Grunde ist es besser, da gelenkschonender, wenn man barfuß ohne Schuhe joggt. Bloß wer macht das heute noch. Daher hier einige Tipps vom Lauf-Papst persönlich:

So nicht – Laufexperte, Sportarzt und Autor Dr. Matthias Marquardt über die zehn häufigsten Anfängerfehler beim Laufen – und wie man sie vermeidet.

1. Den Fuß immer gut abrollen – dieses vermeintlich wichtigste Gebot für den Läufer hält sich hartnäckig. Stark gedämpfte Schuhe verleiten zwar dazu, doch in Wahrheit ist die Technik Gift für die Gesundheit: Wer zuerst mit der Ferse aufsetzt, überlastet Knie und Schienbeine. Das flache Aufsetzen der Füße ist die natürliche Bewegung, verteilt zudem das Gewicht der Körpers optimal. Platschende Laufgeräusche sind dabei normal.

2. Anfänger machen oft riesige Schritte und laufen ihre Runden wie mit Siebenmeilenstiefeln. Doch so belasten sie unnötig die Gelenke, zudem wirkt der Körper wie ein Bremsklotz. Mit vielen kleinen Schritten bewegen sich Läufer flüssiger bei höherer Pulsfrequenz und vergeuden ihre Energie nicht. Faustformel: 170 Schritte pro Minute.

3. Viel hilft viel – auch beim Laufen definitiv das falsche Motto. Zu oft und zu lange gilt bei Einsteigern als Hauptverletzungsrisiko. Knorpel, Sehnen und Bänder brauchen oft Monate zum Anpassen – also dem Körper mindestens einen Tag zum Erholen gönnen. Wem die Luft für ganze Sätze fehlt, der hat ein zu hohes Tempo. Und auch der Trainingsumfang ist wichtig: Im ersten Monat maximal zehn Kilometer pro Woche, im zweiten 20, im dritten 30. Patentrezepte gibt es nicht, daher genau auf die Körpersignale achten.

4. Viele Laufanfänger entspannen sich zu sehr. Doch auch der Rumpf sollte während des Trainings angespannt sein – das schützt die Wirbelsäule. Neben der Körperspannung müssen Läufer auch die Haltung der Arme beachten: im Ellenbogengelenk anwinkeln und dicht am Körper halten.

5. Zwischendurch dehnen ist ein Kardinalfehler beim Laufen, denn das Risiko von Verletzungen steigt. Wer runterschalten will, sollte eine Gehpause machen. Dehnübungen erst nach dem Training einlegen, dabei pro Muskel höchstens 20 Sekunden die Spannung halten. Zum Aufwärmen ist Dehnen überflüssig – selbst Leistungssportler wärmen sich mit lockerem Laufen auf.

6. Schuhe sind das Allerwichtigste beim Laufen, sagt sich der Beginner und investiert gern 200 Euro in seine ersten Renner. Teure Schuhe mit viel Dämpfung schützen jedoch nicht vor Verletzungen, und der Preis garantiert längst nicht die Qualität. Das für alle perfekte Schuhwerk gibt es trotz aller positiven Testurteile sowieso nicht. Daher ist Beratung im Fachgeschäft entscheidend.

7. Viele Anfänger ziehen sich zu warm an. Doch nach fünf Minuten hat der Körper bereits seine Betriebstemperatur erreicht. Wenn man aus dem Haus kommt, darf man daher leicht frösteln. Zeigt das Thermometer zehn Grad, reichen eine kurze Hose und ein dünnes Langarmtrikot. Wetterfeste Jacken eignen sich nur für sehr langsame Läufer – ansonsten schwitzt man darunter zu stark.

8. Muskelkater bekämpfen mit noch mehr Training? Die Radikalkur macht den Schaden im Gewebe nur noch schlimmer, man riskiert einen Muskelfaserriss. Beim Heilungsprozess helfen vielmehr Ruhe, warme Bäder, einweißreiche Ernährung und sanfte Sportarten wie Schwimmen. Ein Zeichen für besonders effektives Training ist ein Muskelkater ohnehin nicht.

9. Laufen macht schlank – so motivieren sich viele. Stimmt auch, allerdings braucht das Abnehmen Zeit. Auch wenn der Läufer fitter wird, muss die Waage es nicht sofort anzeigen. Kräftigere Muskeln ersetzen zunächst das Fett. Für den Langzeiteffekt steigert die größere Muskelmasse jedoch den Grundumsatz an Energie, den der Körper bereits im Ruhezustand verbrennt. Doch auch das regelmäßige Training lässt nur Pfunde schmelzen, wenn man auf seine Ernährung achtet.

10. Die meisten Anfänger verzichten auf Kraft- und Koordinationstraining. Mehr Muskelmasse, so denken sie, macht mich nur schwerer und langsamer. Doch gezielte Übungen sind beileibe kein Anzüchten von Muskelbergen. Vor allem Läufer, die viel im Sitzen arbeiten, sollten regelmäßig ihre Rumpf- und Beckenmuskeln trainieren.