Kategorie-Archiv: Internet-Bastelkiste

WillZ Bastelkiste mit Fragen rund um PC und Internet

Virtueller Copyshop für Fachbücher

Mein älterer Sohn macht im nächsten Jahr sein Abitur und will anschließend Physik studieren; sein Interesse gilt der Teilchenphysik. Fürs Studium benötigt er dann Fachliteratur, die er sich in der Universitätsbibliothek ausleihen oder im Fachhandel kaufen kann. Fachliteratur ist teuer. Ich kenne das selbst aus meiner Studienzeit. Aber mit der Ausleihe ist das so eine Sache: Die Bücher, die man dringend benötigt, sind allzu oft anderweitig ausgeliehen oder nicht im Bestand. Heute ist es immerhin schon dank elektronischer Medien (z.B. eBooks) und Internet etwas anders als zu meiner Zeit.

Hier nun setzt eine neue Geschäftsidee an: PaperC ist ein neues Webportal mit Stammsitz in Berlin. Wer sich bei PaperC anmeldet, kann aktuelle Fachbücher von der ersten bis zur letzten Seite online lesen – völlig kostenlos und ganz legal. Im erweitertem Modus kann man dann Seiten herunterladen und ausdrucken. Hierfür zahlt man dann fünf bis zehn Cent pro Kopie. So viel zahlt man auch, wenn man ein Buch in einem regulären Copyshop kopiert. PaperC ist also ein virtueller Copyshop. Außerdem kann man Textstellen auch einfach kopieren und zitieren bzw. eigene Notizen anfügen und online verwalten.

Die Frage bleibt natürlich: Finde ich hier auch die Fachbücher, die ich für mein Studium benötige?

Siehe zdf.de: Auf dem Weg zum virtuellen Copyshop

home tweet home oder Wie Du mir, so ich Dir

Seit gut zwei Monaten twittere ich nun schon. Twitter ist ein soziales Netzwerk und ein meist öffentlich einsehbares Tagebuch im Internet (Mikroblog), welches weltweit per Website, Mobiltelefon, Desktopanwendung usw. geführt und aktualisiert werden kann. Twitter wurde im März 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt.

http://twitter.com/willizblog

Die Beiträge auf Twitter werden als „Tweets“ (engl. to tweet = zwitschern) oder „Updates“ bezeichnet. Das referenzierte Wiederholen eines Beitrages einer anderen Person, um beispielsweise eine Eilmeldung im Netzwerk schnell weiterzuverbreiten, wird als „ReTweet“ bezeichnet. Das soziale Netzwerk beruht darauf, dass man die Nachrichten anderer Benutzer abonnieren kann. Die Leser eines Autors, die dessen Beiträge abonniert haben, werden als „Follower“ (engl. to follow = folgen) bezeichnet. Die Beiträge der Personen, denen man folgt (Following), werden in einer abwärts chronologisch sortierten Liste von Einträgen dargestellt.

Ein Ziel ist es, möglichst viele Follower zu gewinnen. Das kann man u.a. dadurch, indem man zunächst anderen ‚folgt’ – in der Hoffnung, das diese wiederum einem selbst folgen werden: Wie du mir, so ich dir!

Es gibt mehrere Typen von Followern. Zunächst die, die gleiche oder ähnliche Themen zum Inhalt ihrer Beiträge haben. Schließlich will man sich ja miteinander austauschen. Dann gibt es aber einen Typus, der mehr oder weniger kommerzielle Absichten hat, also irgendetwas ‚verkaufen’ will, und mit durchaus interessanten Informationen ‚lockt’. Und der Typ Pornoanbieter (‚Britney’ lässt grüßen) darf natürlich nicht fehlen, ist aber meist kurzlebig, da als Spam schnell aus dem System entfernt.

Zu Twitter selbst gibt es eine Menge Tools (A Better Way to Discover Twitter Apps), also Werkzeug, mit dem man Beiträge ins Netz stellen kann (wenn man es nicht direkt übers Web tut), mit dem gesucht werden kann (Twitter Search) oder zusätzlich Bilder (Twitpic) eingestellt werden können. Auch statistische Auswertungen sind natürlich möglich. Viele dieser Tools arbeiten allerdings sehr schleppend, da sie nicht professionell betrieben werden.

Was sind meine Erfahrungen in nun neun Wochen Twitter? Zunächst ist es natürlich etwas mühsam, gleichgesinnte Twitterer zu finden, die einen dann auch noch ‚folgen’. Hat man erst einmal einige beisammen, dann beginnt das Twittern Spaß zu machen und es kann geschehen, dass der Suchtfaktor schnell ansteigt. Maximal 140 Zeichen lange Beiträge lassen sich ja immer platzieren. Irgendwann kommt dann aber ein Zeitpunkt, ab dem man sich fragt, was das Ganze eigentlich soll. Ein Problem: Following Twitterer und Follower decken sich nur zum Teil. Ich schreibe meine Beiträge also nicht unbedingt an die, deren Beiträge ich lese.

Ich will nicht überheblich sein, aber mir erscheint Twitter manchmal als das Bloggen für Arme. Und das Twittern des Twittern wegen ist natürlich Schwachsinn. Ich muss zudem auch nicht immer besonders geistreich sein, um bei anderen Twitterern Favoritensterne (FavStars) zu sammeln. Für manches ist Twitter ein gutes Medium, um kurze Informationen ‚unters Volk’ zu bringen (über einen Link können dann ja weitere Informationen abgerufen werden). Und bisschen blödeln ist auch nicht schlecht. Aber woher einige die Zeit nehmen, fast rund um die Uhr zu twittern, vermag ich nicht zu sagen.

Twitter, Facebook, YouTube etc. – alles schönes Spielzeug, um anderen Menschen (wenn auch zunächst nur virtuell) zu begegnen. Aber alles hat seine Grenzen. Ich werde Twitter u.a. auch dafür nutzen, über ein so genanntes Widget meine kleinen Twitter-Beiträge auf diesem meinem Blog (siehe rechter Rand) bereitzustellen. Auf diese Weise kann ich kleine Infos, zu denen ich mich nicht weiter auslassen möchte, auch in meinem Blog veröffentlichen.

WilliZ ‚Gedankenspitter‘ (5): Twitter

Seit Ende August d.J. zwitschere ich ja jetzt auch bei twitter.com, einem Mikroblog, den bereits Millionen Menschen weitweit nutzen, um ihre maximal 140 Zeichen langen Nachrichten in die Welt zu streuen (zu meinen Erfahrungen mit twitter.com später etwas mehr).

Diese Nachrichten können unterschiedlichster Art sein: News aus aller Welt mit Link, geistreiche wie geistfreie Aphorismen, Gemütsbeschreibungen, Witziges wie Trauriges, Spannendes wie Ödes usw. usf. Im Schutze einer gewissen Anonymität kann man sich auch so richtig auskotzen.

Nun in den letzte Tagen habe auch ich mich bemüht, einiges halbwegs Geistreiches von mir zu geben. Früher nannte ich das einmal ‚Gedankensplitter’, WilliZ ‚Gedankensplitter’. Damit nicht alles den zwitschernden Bach hinuntergeht, habe ich einige dieser Gedankensplitter zusammengetragen (was für einen Blödsinn man manchmal schreibt?!) – chronlogisch andersherum (das Älteste am Anfang):

Schizzo? Zweites Ich? Gespiegelt? Mein virtueller Bereich fürs Grobe
Heute steh ich Kopf …
Heute grün-rot angelaufen (bei soviel schwarz-gelb); welche Farbe haben eigentlich die Piraten?
Wat is dat für ein Wetter? Ist Frühlingsanfang? Erdachse verschoben (wir jetzt subtropisch)?
Bleibe erst einmal grün-rot (Avatar-Bildchen, auch sonst), das lockt die Bienen …
Bleibe erst einmal grün-rot (Avatar-Bildchen, auch sonst), das lockt die Bienen … Mist, auch die Fliegen!
Schlürfe Tee und harre (noch vier Stunden bis Buffalo = 11 Tage Urlaub).
Mein zweites Ich (das virtuelle) hat sich schon Richtung Urlaub verabschiedet
Wie sag ich es meinem Kind – in 140 Zeichen. Fass Dich kurz, riet schon die alte Post! Twitter ist nix für Vielschwätzer (oder doch?)
Wenn ich um 15:10 gehe, bekomme ich den Zug ab HH Hbf. um 15:38 und bin 16:15 auf Wolke sieben (also bitte keine Verspätung heute).
@brainqueen Ein Kurvenlineal … um weibliche Kurven zu vermessen? Oder die Todeskurve auf der A1 gleich hinterm Kamener Kreuz?!
Die Vögel sind heute so still – da zwitschere ich um so mehr (bin eben kein Zugvogel).
Noch 10 Min. bis Buffalo – Hauptsache ist, das ‚Schiff‘ geht nicht unter …
Eines Tages kommt die Begrenzung auf 40 Buchstaben – noch zuviel Geschwafele …
Mit der Zeit werde ich anspruchsvoller – ich folge nicht mehr jeder/m
Schon fast zwei Stunden auf – aber längst noch nicht wach (und dann ist es auch noch kalt – ist es schon Winter?)
Ja, wir sind mitten im Herbst – bei so viel #Laub im Netz
Boys & girls, ladys & gentlemen – & alle anderen vom 3. Geschlecht: I wish you a good morning – moin, moin!
Wann hab ich eigentlich zum letzten Mal etwas ‚zum ersten Mal‘ erlebt?
Warum sagt man morgens "Guten Morgen!"; was ist mit dem Rest des Tages? Soll der nicht ‚gut‘ werden? Ich wünsche einen guten Tag!
Was soll der graue Schleier vor meinen Augen? Wer nennt das Wetter? Wo soll das hinführen? Wann erhellt sich wieder ein Gemüt?
Bin heute nicht zum Zwitschern aufgelegt – Wetter legt sich mir aufs Gemüt, außerdem muss ich gleich für meine Jungs Essen kochen – Cheerio
Bahnfahren: Warum müssen die Lokführer immer dann ihre Fahrprüfung machen, wenn ich mit dem Zug fahre?

Lange Links in kurze umwandeln

Wer twittert, kennt sie, die kurzen Links, die auf einen anderen (meist viel längeren) Link verweisen bzw. diesen aufrufen. Da Twitter ein Blog für Kurznachrichten von 140 Zeichen ist, bieten sich solche Links hier geradezu an. Was für Twitter gilt, ist u.a. auch für Facebook, aber auch im ‚täglichen Gebrauch’ durchaus sinnvoll.

Die Frage lautet nur, wie man an solche gekürzten Links herankommt. In meinem Beitrag „Wie man seinen zwitschernden Vogel füttert“ hatte ich von Diensten berichtet, über die man RSS-Angebote (so genannte Feeds) in Twitter einbinden kann (der dazugehörigen Link wird automatisch von diesen Diensten gekürzt erstellt und verwaltet).

Es gibt natürlich auch Internet-Dienste, die jeden anderen Link ‚kürzen’ können. Da wäre bit.ly (bit.ly shortens your long link so you can share your bit.ly link), der auch gleich eine Twitter-Suche anbietet. Oder is.gd (Compress that address).

Der Short-Link auf diesen Beitrag wäre: is.gd/3iyqM

Alles was klingt

Es ist schon geraume Zeit her, da stellte ich einen Überblick über digitale Audio– und Videoformate zusammen. Seit dem hat sich einiges getan.

Gehen wir von Windows aus, dann gibt es zunächst das WAVE-Dateiformat (Dateiendung WAV), ein so genanntes Containerformat zur digitalen Speicherung von Audiodaten, das von Microsoft für das Betriebssystem Windows definiert wurde. Es enthält meist PCM-Rohdaten, die Abtastwerte des Audiosignals unkomprimiert digital darstellen

WAVE ist gewissermaßen die Urform unkomprimierter, also verlustfreier Audio-Formate und spielt beim ‚Endverbraucher’ eigentlich keine Rolle. Es benötigt zudem viel Speicher (ca. 10 MB pro Minute). Statt WAVE gibt es mindestens zwei andere verlustfreie Audioformate, die allerdings nur beschränkt den Zugang auf dem Markt geschafft haben: FLAC von sourceforge und Monkey’s Audio (Website).

Das Kürzel FLAC steht für „Free Losless Audio Codec“. Einmal auf dem Rechner installiert, komprimiert es Audiodateien ohne Verlust auf rund die Hälfte ihrer Größe. Seine Verbreitung auf mobilen Endgeräten ist allerdings ziemlich gering. Ähnlich sieht es bei Monkey’s Audio aus, das ebenfalls zu den verlustfreien Kompressionsformaten zählt. Für welches der beiden Formate man sich entscheidet, ist letzten Endes eine Frage des persönlichen Geschmacks. Besser als MP3 und die übrigen verlustbehafteten Formate klingen jedenfalls beide.

Damit wären wir auch bereits bei den Audioformaten, die durch hohe Komprimierung an Qualität verlieren. MP3 – ein ab 1982 am Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) entwickeltes Format – die korrekte Bezeichnung lautet MPEG-1 Audio Layer 3 – ist heute das beliebteste schlechthin und findet sich in praktisch allen Online-Musikshops. Es komprimiert Musikstücke auf rund ein Siebtel bis ein Zwölftel ihrer ursprünglichen Größe. Sehr gute Klangqualität darf man aber nur erwarten, wenn die Datenrate eines Musikstückes rund 200 Kilobit pro Sekunde oder mehr beträgt. Darunter klingt’s bescheiden (warum online trotzdem Musikstücke mit 128 Kilobit/Sek. verkauft werden, ist mir ein Rätsel, eigentlich ist es eine Volksverdummung). Eine Weiterentwicklung sollte mp3PRO werden, konnte sich aber nicht durchsetzen.

Mehr Möglichkeiten als MP3 bietet das AAC-Format (Advanced Audio Coding), das neben einer höheren Kompressionsqualität unter anderem auch mehrkanalfähig ist. Sein größter Nachteil ist seine geringe Popularität: Außerhalb von Apples iTunes-Store findet es kaum Verwendung.

Guten Klang bei geringer Datengröße verbindet auch der dritte Kandidat, der auf den Namen Ogg Vorbis hört. Dahinter steckt ein frei erhältliches Audioformat, das von der Xiph.Org Foundation als Antwort auf das gebührenpflichtige MP3 entwickelt wurde und kostenlos genutzt werden darf. Selbst bei niedrigen Datenraten von 64 oder 128 Kilobit/s, bei denen MP3 grauenvoll klingt, liefert es noch erträgliche bis akzeptable Qualität ab. Was Ogg Vorbis dagegen fehlt, ist dessen breite Unterstützung. Außer in der Internet-Gemeinde findet es kaum Anwendung, tragbare Media-Player, die Ogg Vorbis-Dateien abspielen, sind dünn gesät.

Nero Wave-Editor

Nicht vergessen sollten wir das Format Windows Media Audio (WMA), das meistens von MP3-Playern u.ä. unterstützt wird, weil es MP3 sehr ähnlich ist. Es ist das Format von Microsoft für Windows und unterstützt neuerdings auch Surround-Ton mit bis zu 7.1 Kanälen. Früher mehr, heute weniger verbreitet ist RealAudio von RealMedia. Die Dateiendung von RealAudio ist .ra.

Neben diesen Audio-Formaten gibt es weitere, die vor allem Mehrkanalton unterstützen und im Wesentlichen für die Filmindustrie genutzt werden, z.B. Dolby Digital (als Datei mit AC3-Endung).

Siehe hierzu meine Beiträge Ian Anderson: Walk into Light (1983) (mit Beschreibung, wie ich meine alten LPs digitalisiere) und SUPER – Video- und Audiobearbeitung

siehe auch zdf.de: Schöne Klangwelten – nicht nur mit MP3
weitere Informationen zur Audiokompression bei wikipedia

Wie man seinen zwitschernden Vogel füttert

Seit einigen Tagen zwitschere ich ja nun auch bei twitter.com. Twitter ist ein soziales Netzwerk und ein meist öffentlich einsehbares Tagebuch im Internet, Mikro-Blog genannt. Angemeldete Benutzer können eigene Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen eingeben und anderen Benutzern senden. Diese Textnachrichten kann man direkt am Rechner eingeben oder per Mobiltelefon ‚zusenden’ lassen.

twitter.com/willizblog

Man muss aber nicht alle Textbeiträge selbst schreiben, man kann schreiben lassen. Hierfür lassen sich die RSS-Angebote (so genannte Feeds) von vielen Blogs und größeren Websites nutzen (z.B. RSS bei zdf.de – oder von diesem Blog). RSS ist ein Service auf Webseiten, der, ähnlich einem Nachrichtenticker, die Überschriften mit einem kurzen Textanriss und einen Link zur Originalseite enthält. Technisch gesehen ist RSS eine Familie von XML-basierten Dateiformaten.

Nun muss man nur noch RSS und Twitter zusammenbringen. Hierfür gibt es die verschiedensten Dienste; ich nutze z.B. RSS2Twitter. Man kann sich dort kostenlos anmelden, nennt seinen Twitter-Account und kann nun mit der Fütterung von Twitter (Add Feed) beginnen. Zunächst gibt man die Internet-Adresse des RSS (RSS Feed URL) an, z.B. „http://www.heute.de/ZDFheute/infoservices/rss-feed“ für das RSS-Angebot von zdf.de. Dann nennt man u.a. den eigenen Twitter-Account (man kann mehrere haben) und bestimmt, in welchem Zeitrhythmus der RSS-Dienst aufgerufen (update) werden soll. Und schon wird der eigene Twitter-Vogel mit Nachrichten, Blog-Beiträgen usw. gefüttert.

Weitere Dienste (auch für die Übermittlung von Nachrichten per Mobiltelefon) sind z.B. twitterfeed, tweetdeck, tweetie und seesmic (für iPhones), twitterfox (eine Firefox-Extension) etc. pp. Es gibt also viele Futterstellen.

In der VSphere schweben

Wie bereits berichtet, kommt das neue Windows 7 mit einem “Windows XP-Mode” (XPM) daher, der auch ältere Anwendungen unter Windows 7 zum Laufen bekommen soll. Dahinter verbirgt sich eine Virtuelle Maschine (VM), also eine spezielle Software, die den Programmen ein XP-System vorgaukelt.

Virtualisierung ist in der IT zz. das große Schlagwort. Unter Virtualität versteht man die Eigenschaft einer Sache, nicht in der Form zu existieren, in der sie zu existieren scheint, aber in ihrem Wesen oder ihrer Wirkung einer in dieser Form existierenden Sache zu gleichen. Virtuelle Welten durften inzwischen vielen bekannt geworden sein.

Ein Aspekt der Virtualisierung gründet darauf, Ressourcen wie Festplattenspeicher, Arbeitsspeicher (RAM) und Prozessoren sinnvoll zu nutzen, um u.a. Hardware- und Stromkosten zu senken. Ein weiterer Aspekt ist die Hochverfügbarkeit von Daten.

Virtualisierung

So kann man z.B. Server, die nach außen hin als physischer Server sichtbar sind (also das Blech), derart nutzen, indem in Wirklichkeit auf einem physischen Server gemeinsam mehrere virtuelle Server ausgeführt werden. Um einen physikalischen Server entsprechend zu nutzen, benötigt man allerdings die nötige Software, die u.a. die virtuellen Server verwaltet. Mit Windows Server 2008 Release 2 gibt es z.B. Hyper-V, um eine Virtualisierungsumgebung herzustellen. Oder man nutzt die Software von VMware.

Ein entfernter Gesichtspunkt der Virtualisierung ist das Cloud Computing. Hierbei geht es u.a. darum, Speicher und Software nicht mehr den Anwender selbst bereitstellen zu lassen, sondern über einen oder mehrere Anbieter zu beziehen. Die Anwendungen und Daten befinden sich nicht mehr auf dem lokalen Rechner oder im Firmenrechenzentrum, sondern – metaphorisch gesprochen – in einer Wolke (Cloud) – eine Verfügbarkeit besteht gewissermaßen virtuell. VMware vSphere ist das erste Cloud-Betriebssystem, das IT-Ressourcen in einer sogenannten privaten Cloud bündelt. Man schwebt gewissermaßen in der VSphere auf Wolke sieben.

siehe hierzu Stichwort Green IT

Interne Festplatten extern über USB anschließen

Wer sich heute einen neuen Rechner kauft, wird feststellen, dass er mit seinen alten internen Festplatten nichts mehr anfangen kann. Seit 2002 werden Festplatten fast nur noch mit einer Serial ATA (S-ATA oder SATA)-Schnittstelle statt mit ATA (Advanced Technology Attachment with Packet Interface – ein Software-Protokoll zum Datentransfer zwischen Massenspeichern bzw. Laufwerken und Computern mit IDE- bzw. EIDE-Schnittstelle) angeboten. Die Vorteile gegenüber ATA/IDE sind der höhere mögliche Datendurchsatz und die vereinfachte Kabelführung.

Will man die alten Festplatten weiter nutzen – oder Daten von diesen auf seinen neuen Rechner überspielen, dann gibt es die Möglichkeit, diese mit einem Adapter wie externe Festplatten über USB anzuschließen: USB Highspeed to SATA/IDE Adapter Cable Set von Digitus für knapp 16 €. SATA-Festplatten kann man damit natürlich auch anschließen.

Digitus USB Adapter
Digitus USB Adapter in kompletter Montur mit Stromversorgung und Anschluss am PC am Beispiel einer 3,5″ IDE Festplatte

Man sollte dabei beachten, dass zunächst der Stecker für die Stromversorgung an die Festplatte geklemmt wird; erst dann den Stromstecker des mitgelieferten Netzteils in die Steckdose stecken. Ab Windows 2000 wird die ‚neue’ Hardware (der Anschluss über USB) erkannt. Ein Treiber muss also nicht installiert werden. Die so angeschlossene Festplatte wird dann auch vom System als neues Laufwerk (mit Laufwerksbuchstaben) erkannt. Sollte das Letzte nicht geschehen, so sollte man über Einstellungen – Systemsteuerung – Verwaltung – Computerverwaltung – Datenspeicher (Datenträgerverwaltung) nachschauen, ob die auf diesem Wege extern angeschlossene Festplatte gefunden wurde. Ist dem so, dann müsste jetzt auch der Windows Explorer die Festplatte finden.

Neben solchen USB-Adaptern, mit denen man solche Festplatten extern weiter nutzen kann, gibt es inzwischen auch Docking Stations, in die man die Festplatten nur noch einstecken muss. Hier eine Auswahl an Möglichkeiten: USB2-Adapter für interne Festplatten

Digitales Fernsehen – Kabelanschluss

Da wir uns im digitalen Zeitalter befinden, so sehen wir auch TV zunehmend digital. Im Wesentlichen unterscheiden wir da heute die Empfangsarten, wie diese bereits fürs analoge Fernsehen galten bzw. noch gelten: Empfang über Antenne (terrestrisch), Kabelanschluss oder über Satellit. Zunehmend wird der TV-Empfang übers Internet hinzukommen (IPTV).

Den Empfang von TV-Bildern in digitaler Form nennt man DVB, also auf Neudeutsch: Digital Video Broadcasting. Und so gibt es entsprechend der Empfangsart DVB-T (terrestrisch über Antenne), DVB-C (über Kabel) und DVB-S (über Satellit). Außerdem gibt es den Empfang über mobile Endgeräte.

Die Einspeisung der Fernsehprogramme über Antenne (terrestrisch) wird seit Ende 2002 gebietsweise auf digitale Technik umgestellt und ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Für einige Regionen bedeutet die Umstellung, dass der analoge Empfang abgeschaltet wurde und das digital ausgestrahlte Bild auf alten, analoge Fernsehgeräte mit entsprechenden Geräten (Digital-Receiver, Set-Top-Boxen) wieder in analoge Signale zurückverwandelt werden muss. Der Gebrauch von Digitalreceiver wird natürlich auch beim Empfang von digitalem Fernsehen über Satellit oder Kabel notwendig, wenn man analoge Endgeräte benutzt.

Leider lassen sich terrestrisch übertragende Sender nicht immer optimal empfangen, wenn man z.B. im Randbereich eines Ausstrahlungsgebietes wohnt. Zimmerantennen reichen dann meist nicht mehr aus. So kann man auf DVB über Satellit oder Kabelanschluss ausweichen, zumal diese Übertragungswege eine höhere Anzahl an Sendern gewährleisten.

Dabei ist der Empfang über Satellit (DVB-S) der preiswertere, weil man hierfür keine laufende Kosten (außer natürlich Pay-TV) zahlen muss.

Eine weitere Lösung ist das Kabel-Fernsehen. Wir selbst haben Kabel-Anschluss bei Kabel Deutschland und bezahlen hierfür monatlich satte 16,90 € – für den Empfang analoger TV-Bilder wohlbemerkt. Wer DVB-C haben möchte, darf dafür zusätzlich 12,90 € zahlen – bekommt dann allerdings auch eine ganze Reihe neuer TV-Programme (Kabel Digital Home) hinzu. Gegen weiteres Entgelt kann man weitere, z.B. fremdsprachige Sender buchen – und natürlich Sky, vormals Premiere.

Kabel Deutschland

Der Clou an der ganzen Sache (Clou ist gut …): Wer lediglich einen Kabelanschluss hat (für 16,90 €) kann zwar die weiterhin analog ausgestrahlten Sender empfangen, ihm nützt aber die Anschaffung z.B. eines Digital-Receivers ziemlich wenig. Denn: Obwohl es eine Reihe von so genannten frei empfangbaren digitalen Sender gibt, bekommen wir nur ARD und eine Anzahl der Dritten Programme ‚unverschlüsselt’ auf unser Fernsehgerät. Für alle anderen Sender benötigen wir eine Smartcard. Wer also alle über Kabel frei empfangbaren Sender digital sehen will, muss das kostenpflichtige Kabel Digital Home-Paket buchen, ob er all die anderen Digital-Sender sehen will oder nicht.

Und als Dreingabe gibt es dann auch noch ein Abonnement der Programmzeitschrift TV Digital – die ersten beiden Ausgaben kostenlos, dann darf gezahlt oder umständlich das Abo gekündigt werden. Die Möglichkeit, auf das Abo von vornherein zu verzichten, gibt es nicht.

Ja, das sieht alles nach Kostenschneiderei aus –Abzockerei nennt man das wohl auch. Dem aber nicht genug.

Aus den unterschiedlichsten Ecken ist zu vernehmen, dass Kabel Deutschland schon im nächsten Jahr den analogen Zugang zu Radio- und Fernsehsender einstellen will. Ich denke, diese Meldungen werden von Kabel Deutschland lanciert, denn dann können private Fernsehsender nur noch mit Aufpreis pro Gerät über den Kabelanschluss zu sehen sein, da jedes digitale Empfangsgerät eine eigene Smartcard zur Entschlüsselung des Fernsehprogramms benötigt. Die Betonung liegt dabei auf: jedes digitale Empfangsgerät, nicht Kabelanschluss. Außerdem: Für zahlreiche Fernseher mit integriertem digitalen Kabeltuner ist keine Smartcard erhältlich. Die Hersteller der Fernsehgeräte begründen dies mit den hohen Zertifizierungskosten.

Heute benutzen wir den Kabelanschluss auf mehreren Endgeräten: neben dem klassischen Fernsehgerät im Wohnzimmer empfangen wir TV auch auf mehreren Rechnern – neben einem LAN haben wir nämlich unser Haus mit Kabel-TV vernetzt. In Zukunft müssten wir dann für jedes Endgerät Gebühren zahlen.

Fazit: Für mich und meine Familie wird spätestens mit dem Abschalten der Analog-Sender ein Umstieg auf DVB-S – also digitalem Empfang über Satellit – interessant und sehr wahrscheinlich bei den laufenden Kosten, die ein digitaler Kabelanschluss verursacht. Wenn wir bei einem Kabelanschluss bleiben sollten, dann nur, wenn auch Internet und Telefon über diesen Anschluss realisiert werden könnte, was zz. bei uns (wir wohnen in der Provinz) nicht möglich ist.

P.S. Ich habe bei Kabel Deutschland wir folgt angefragt und bin gespannt auf die Antwort (die ich aber eigentlich schon kenne):

Ich habe einen Kabelanschluss für 16,90 € und möchte die frei empfangbaren DIGITALEN Sender gucken. Dafür habe ich mir einen Digital-Receiver gekauft. Leider kann ich nur den Sender ARD und eine größere Anzahl der dritten Programme digital empfangen. ZDF und die speziellen Digitalsender (EinsFestival, ZDFTheaterkanal usw.) sind verschlüsselt. An einem Zusatzpaket wie Kabel Digital+ oder Kabel Digital Home (viele zusätzliche Sender) bin ich nicht interessiert. Warum sind die angeblich frei empfangbaren Sender verschlüsselt?