Archiv für den Monat: Februar 2005

Werder rückt vor (21. Spieltag BL 2004/2005)

Na also: Werder gewinnt gegen Gladbach und rückt auf Platz 3 vor, da die Stuttgarter in Hamburg vergeigen. Okay, Schalke packt Wolfsburg ein und Hertha gewinnt. Alles Gute morgen für Bielefeld: Wenn ihr die Bayern schlagt, dann spätestens ist Werder wieder voll im Rennen um den Meistertitel.

Nachtrag Sonntag, den 13.02.2005 – 19:28: Ja, Bielefeld, ihr habt es geschafft und die Bayern geschlagen. Damit ist Werder Bremen nur noch 4 Punkte hinter Bayern und tatsächlich wieder im Rennen …

Hungernde Kinder

Gestern sah ich auf dem Sender N3 – Hallo Niedersachsen einen Bericht über ‚hungernde Kinder‘ in Deutschland. Diese Kinder leben in sozialen Randzonen, die Eltern sind z.B. arbeitslos. Zu Hause reicht es nicht für eine warme Mahlzeit. So gibt es einen Verein (ich glaube, es ist in Hannover), der sich dieser Kinder annimmt. Im Rahmen des Unterrichts werden von den Kindern selbst Mahlzeiten zubereitet, die Zutaten werden von dem Verein bereitgestellt. Wer von den Schülern will, ist eingeladen, an diesen Mahlzeiten teilzunehmen.

Kinder sind, dem Armutsbericht zufolge, in Deutschland das größte Armutsrisiko. Über eine Millionen Kinder leben in Deutschland von Sozialhilfe, jedes fünfte Kind ist von Armut betroffen. Das besagt eine neue Studie des Institutes für Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Frankfurt am Main (ISS).

Vernachlässigte Kinder sind Alltag in Deutschland. Immer häufiger melden Schulen, dass Kinder ohne Frühstück und Pausenbrot in den Tag starten. Arme Kinder hinken den anderen beim Lernen hinterher, haben Probleme in der Schule und viel geringere Berufschancen.

Längst betrifft das Problem auch die Mittelschicht. Die verfügbaren Familieneinkommen werden auch hier immer geringer, die Organisation des Familienlebens komplizierter, die Zeit für Kinder immer kürzer. Ein Teufelskreis.

Sind Kinder nicht unsere Zukunft? Wie steht es um die Zukunft in Deutschland, wenn bereits Kinder in Armut leben müssen?!

Dieter Bohlen frisst Maden

Im nächsten Dschungelcamp von RTL (Start: Herbst 2005) wird nun auch Dieter Bohlen, unser pop-titanische B-Promi, ausgesetzt (Quelle: TV Movie). Da haben alle C-, D- bis Z-Promis nichts mehr zu lachen. Hoffentlich aber auch Herr Bohlen nicht – angesichts ekeliger Spinnen, Maden usw. Wohl bekomm ’s, Herr Bohlen!

Haus im Schlamm

Mit einem sozialkritischen Projekt ist der international gefragte Künster Santiago Sierra jetzt in der hannoverschen Kestnergesellschaft zu sehen. Der Spanier ließ zwei weiße Räume mit rund 120 Tonnen Schlamm und Erde füllen. Besucher können in Gummistiefeln darin herumstapfen und ihre Spuren dann in leeren Räumen auf einem hellen Teppich hinterlassen.

    Haus im Schlamm

Das Projekt „Haus im Schlamm“ soll an die Entstehung des Maschsees erinnern. Der künstliche See mitten in Hannover wurde unter den Nationalsozialisten in den 30er-Jahren von 1.650 Arbeitslosen für Hungerlöhne ausgehoben (Quelle: NDR Fernsehen – Hallo Niedersachsen vom 11.02.2005).

Das Projekt bekommt durch die Flutkatastrophe in Südasien leider eine zusätzliche Bedeutung, einen makabren Unterton, und ist natürlich alles andere als unumschritten. So viel Matsch in einem Haus wünscht man sich selbst seinem ärgsten Nachbar nicht.

Ian Anderson & Herbie Mann

Beide Bart und auf dem Kopf spärliches Haar. Man könnte meinen, es wären Brüder- zumindest im Geiste! Beides sind/waren hervorragende Flötisten:

    Ian Anderson Herbie Mann

Ian Anderson, der wohl bekanntere von beiden, gibt nach wie vor bei Jethro Tull den Ton an. Der andere, Herbie Mann, ist leider 2003 an Krebs gestorben und gilt wohl als der beste Jazz-Flötist aller Zeiten. Ob sie sich jeweils begegnet sind, weiß ich nicht. Aber beide zeichnen sich durch ein Höchstmaß an Könnerschaft aus, beide sind Zauberer auf der Querflöte mit einem filigranen Ton.

Hörprobe – Herbie Mann: Chain of Fools (vom ‚Memphis Underground‘ Album, August, 1968)
Hörprobe – Ian Anderson: Eurology (vom Album „Rupi’s Dance‘, 2003)

Titanic versus Blogger

In den Briefen an die Leser schreibt die Titanic (Nr. 2/2005):

Ihr, Blogger, bekommt zur Zeit so viel Aufmerksamkeit, daß es sich keine Zeitung und kein Nachrichtenmagazin mehr leisten kann, Euren schönen Blogs … nicht immer größere Bedeutung … zuzusprechen; … Eine journalistische Stilform mit unvorstellbarer Einflußmöglichkeit seien sie, die Ergebnisse Eurer gedanklichen Auswüchse, die Ihr tagesaktuell ins Internet stellt, … und was sollen wir sagen, Blogger. Wir haben Euch gelesen:

„Nie wieder Alkohol!“; „Wieder alleine ins Bett“; „Frage mich, was der Sinn des Lebens ist“; „Was euch hier erwartet – seid gespannt – ich bin es auch“ oder „Ich habe heute für das Seebeben gespendet!“

– unter uns: Auf diese Infos haben wir alle schon längst „gewartet“. Wenn sich da ein Springer-Verlag mal nicht ganz dicke anziehen muß!
Offline: Titanic

Okay, Titanic, das ich wirklich sinnloses Geschreibsel, das sich pubertierende Jungs in ihre Bettwäsche wichsen, wischen können. Und das nächste Seebeben bleibt hoffentlich aus, trotz der großzügigen Spende.

Übrigens: Die Titelseite (samt Artikel) der Ausgabe Februar 2005 ist doch ziemlich herbe …:

    Kohls Arschbombe

Hier einige Weblogs (Blogs), die nicht nur Quark von sich geben:

Keld Bach’s Web Journal (zwar auf dänisch und englisch, aber mit immer wieder interessanten Links)
Spreeblick – I live by the river!
webseeings – Was ich so finde. Im Web.

Wer wissen will, was Blogs sind -> blog.de bzw.
blogg.de (hier findet Ihr auch eine Liste vieler deutschsprachiger Blogs)

Abzocke bei Gas und Strom

Zum 01.09.2004 sind bei uns die Gaspreise um 13,3 %, ab 01.02.2005 die Strompreise um rund 6 % gestiegen, obwohl lt. dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) der durchschnittliche Einfuhrpreis für Gas im Zeitraum Januar bis Oktober 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2003 um 7,7 % gefallen ist. Meine Anfrage bei der EWE Aktiengesellschaft nach der Rechtmäßigkeit solcher Preiserhöhungen erfuhr in nur wenigen Tagen eine sehr umfassende, natürlich standardisierte Antwort. Alles sei natürlich rechtens und von der Regulierungsbehörde abgesegnet. Mein Verweis auf die Preissenkung beim Gas sei natürlich kalter Kaffee. Dafür sollte ich doch wissen, dass die Ölpreise so hoch wie lange nicht seien (Was ich auch weiß: Die Ölpreise sind längst wieder gefallen – wer schlürft da kalten Kaffee?). Und der Strompreis sei deshalb so hoch, weil man selbst eigentlich keinen (oder nur wenig) Strom produziere und diesen zu Weltmarktpreisen kaufen müsse. Verweis auf China (die brauchen so viel Energie – daher sind die Preise eben so hoch)!

Apropos Ölpreise (wir brauchen kein Öl): Da gibt es natürlich die Preisbindung für Gas an den Ölpreis. Eine tolle Erfindung übrigens: Wenn nämlich der Ölpreis steigt, dann steigt auch der Gaspreis. Und wenn jener fällt, dann fällt auch dieser (vielleicht). Und vor vielen, vielen Jahren, da war doch das Gas so teuer und das Öl so billig – und da hat man, wenn man Gas verbrauchte, so viel Geld gespart, damals (dieser kalte Kaffee ist schon schimmlig)?!

Es tut mir Leid: Für mich ist das nichts anderes als eine Abzocke ersten Grades! Die Aktionäre wollen Kohle sehen. Und da die Energieversorger ja schlecht ihr Gas und ihren Strom im Ausland verkaufen können (schließlich kann man den ins Ausland flüchtenden produzierenden Firmen aus Deutschland nicht solche Preise zumuten), wird der deutsche Normalverbraucher zur Kasse gebeten.

Der 31. Januar: Steigerung des Ertragswickels

Nachdem der Vorschlag, den Tag der deutschen Dreieinigkeit (oder heißt es Dreieinfältigkeit?) grundsätzlich auf das Wochenende zu verlagern, auf Eis gelegt ist, möchte ich eine weitaus viel versprechendere Initiative begründen: die Einführung eines 29. (nicht nur in den Schaltjahren), 30. und 31. Januar! Beließe man es bei den normalen 24 Stunden a 60 Minuten am Tag, so würde sich zwar im Laufe der Jahre die Jahreszeit verschieben (mit dem Ende des 1. Jahres der Einführung fiele der 31.12. dann nach altem Kalender auf den 3.1.), aber bei der anhaltenden globalen Erwärmung spielt das kaum eine Rolle, da der Unterschied zwischen Sommer und Winter immer geringer wird. Aber man könnte den Tag auch um die entsprechende Zeit kürzen, um nach Ablauf der 365 plus 3 neuen Tage auf die nach altem Kalender 365 zählende Tage zu kommen. Dann wäre der Tag in etwa nur noch 23 Stunden und 48 1/4 Minuten lang. Natürlich ergäben sich dann tageszeitliche Verschiebungen. Da aber – die wenigen Ausnahmen nicht gerechnet – die meisten Menschen sowieso bei Kunstlicht arbeiten, wäre das durchaus zu vertreten.

Durch die drei zusätzlichen Arbeitstage erreichte man eine Produktivsteigerung von knapp 1,5 %. Eine weitere Steigerung wäre durch die dann ohnehin sinnvolle Dezimalisierung des Zeitsystems zu erreichen. Statt 24 Stunden hätte der Tag dann nur noch 20 Stunden a 100 Minuten (wobei unter Berücksichtigung der Verkürzung des Tages auf 23 Stunden und 48 1/4 Minuten eine Neuminute nur noch etwa 0,714 alte Minuten lang wäre). Und statt 8 Altstunden wären dann z.B. nur 7 Neustunden zu arbeiten pro Tag, was aber insgesamt länger ist. Immerhin ist der psychologische Effekt („Ich brauche ja nur noch 7 Stunden zu arbeiten!“) nicht zu übersehen. Weitere knapp 0,5 % Renditesteigerung aus dem Humankapital sind so möglich, eine Steigerung des Ertragswickels …!?

Von Schummelschiris, Zockern und Funktionären – Fs.

Also doch: Gerhard Mayer-Vorfelder hat die Schuld an der zögerlichen Aufklärung des Manipulationsskandals weitgehend dem Wettanbieter Oddset zugeschoben. Der DFB sei zwar im August 2004 (Sic!) über hohe Wetteinsätze und mögliche Fehlentscheidungen von Robert Hoyzer informiert worden, aber Oddset habe um vertrauliche Behandlung gebeten, die Sache der Kriminalpolizei vorlegen wollen und später Entwarnung gegeben (www.zdf.de).

Klar, da sollen die anderen die Arbeit machen und MV verschränkt die Arme … Oder sollte man beizeiten, unabhängig vom Wettanbieter, eigene Ermittlungen einleiten? Na, Herr MV, was meinen Sie?

Werder Bremen bleibt dran (20. Spieltag BL 2004/05)

Nach dem Sieg beim VfL Wolfsburg (immerhin bis zum 13. Spieltag Tabellenerster) rückt Werder Bremen auf den 4. Tabellenplatz vor und bleibt an Schalke 04 und Stuttgart dran, die beide über glückliche Unentschieden nicht hinauskommen. Lediglich die Bayern haben bereits 7 Punkte Vorsprung. Aber wer weiß?!

Am kommenden Wochenende geht es gegen Mönchengladbach. Bei einem Sieg könnte die Mannschaft weiter in der Tabelle vorrücken, da Stuttgart beim HSV antreten muss und Schalke noch lange nicht gegen Wolfsburg gewonnen hat. Auch in Richtung Tabellenführung ließe sich vielleicht der Abstand verkürzen: Die Bayern spielen in Bielefeld.