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Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Boßeln

Als schon fast alter Norddeutscher (immerhin lebe ich im Mai diesen Jahres bereits 50 Jahre im norddeutschen Raum, erst lange in Bremen, dann in Hamburg und jetzt in der Lüneburger Heide) kennt man so die Geflogenheiten (das Wort Tradition passt eigentlich besser, aber die Norddeutschen neigen bekanntlich zu Untertreibungen, der Engländer nennt das understatement) dieser Region.

Jetzt in der Winterzeit, wenn man von Winter überhaupt noch sprechen kann, sind Kohlfahrten, auch Kohl-und-Pinkel-Touren genannt, angesagt. Da treffen sich Arbeitskollegen, Sportsfreunde oder sonst wie Bekannte und Verwandte, um einen Ausflug durch die Natur in Richtung Dorfgasthof zu machen, der möglichst in drei, maximal vier Stunden vom Treffpunkt aus zu erreichen ist. Wenn möglich geht es über einen der vielen Deiche in der Gegend. Das Ganze ist meist feucht-fröhlich (in der Regel Bier und Korn bzw. Köm, einem Kümmelschnaps) und endet mit einem sehr rustikalen Essen, nämlich dem Grünkohl- und Pinkelessen. Oft wird der Ausflug mit Spielen verbunden, z.B. dem Boßeln.

Nun Boßeln spielt man hier auch ohne anschließendem Kohlessen. Es ist ein Spiel, ja schon eine Sportart, die hier in der norddeutschen Küstenregion beheimatet ist. Beim Boßeln werden in zwei Mannschaften eben Boßeln (plattdeutsch für Kugeln) abwechselnd geworfen, wobei man abgelegene Straßen als Wurfbahn benutzt. Früher waren diese Kugeln meist aus schwerem Holz. Inzwischen bestehen diese aber auch aus synthetischen Materialien oder Gummi. Die Mannschaft, die die wenigsten Würfe für eine zuvor festgelegte Strecke benötigt, hat gewonnen. Geboßelt wird hier in Norddeutschland meist auch zur Winterzeit, da (zumindest früher war es so) die Wassergräben längst der Wegstrecke zugefroren sind, und die schweren Kugeln nicht auf Niederwiedersehen verschwinden.

Boßeln

Damit das nicht allzu trocken wird, führt man einen Bollerwagen mit, der neben Ersatzkugeln auch mit „kräftig was zu trinken“ (wat to söppen) beladen ist. Dabei sollen dann nicht nur Boßelkugeln in den Straßengraben gefallen sein.

Siehe auch meinen Beitrag: Ischa Freimaak!

(Fast) unterschlagene Beiträge

Da ich leider nicht über Nummernkonten in der Schweiz oder Liechtenstein verfüge, deren Zinserträge mir ein sorgenfreies Dasein ermöglichten, ich also im Schweiße meines Angesichts alttäglich einem Beruf nachgehen muss, der mich immerhin die Brötchen verdienen lässt, die meine Lieben und mich nähren, so ist die Zeit knapp, um mich über all das auszulassen, was mich insgeheim beschäftigt und in manchem Fall in dieser Woche durch Schlagzeilen in den Medien dokumentiert wurde. Daher hier nur in Kürze, was ich sonst unterschlagen müsste (unterschlagene Schlagzeilen könnte es auch heißen):

Gerüchte über Affäre: McCain wehrt sich

Gerüchte über eine Affäre mit einer Lobbyistin haben den republikanischen Präsidentschaftsbewerber John McCain unter Druck gesetzt und in Rage gebracht. Da dachte ich, dass der gute Mann mit seinen 71 Jahren fürs Präsidentenamt zu alt wäre.

Lehmann hält seinen Kasten sauber

Berlusconis Sklaven erzwingen ein Unentschieden in London. Der letztjährige Champions League-Sieger wurschtelt sich weiterhin in Richtung Endspiel. Und Silvio Richtung Ministerpräsidentenamt?

Werder Bremen sorgt sich um Diego

So langsam glaube ich, dass die Gegend in und um (Werder) Bremen gesundheitsgefährdend ist. Dem einen schlägt es auf die Nieren (Klasnic), dem anderen verursacht es schlaflose Nächte (Carlos Alberto) – und jetzt muss man sich langzeitig um Diego sorgen, den eine schmerzhafte Schambeinentzündung plagt.

Strafanzeige gegen Bundesregierung – Liechtenstein wehrt sich

Sollte das Steuersparmodell Liechtenstein bald zu den Akten gelegt sein? Und was, wenn z.B. höchste deutsche Gerichtsbarkeit feststellt, dass illegal erworbene Steuerdaten nicht verwertet werden dürfen, also die Steuerfahnder so tun müssten, als wüssten sie von nichts? Wird Zumwinkel wieder Postchef?

Wilde Party mit Flötenmusik

Komme ich noch einmal auf meinen Beitrag Jethro Tull und ‚Alte Freunde“ zurück: Ich habe mir den Fernsehfilm angeschaut und war am Ende doch eher enttäuscht. Der Regisseur Friedemann Fromm, Jahrgang 1963, hat hier einen Film gedreht, in dessen Mittelpunkt ‚seine’ Generation, die zwischen Woodstock und Punk, steht. Der Film handelt dabei von verloren geglaubten Träumen und der nie zu späten Suche nach Glück. Einer der Protagonisten, Christian (gespielt von Jürgen Vogel), stellt zurecht fest, dass man zwar älter geworden wäre, sich aber nicht eigentlich verändert hätte. Wie wahr. Und so gebärden sich die Filmhelden eher wir Halbstarke Anfang der 80er Jahre. Die Suche nach dem Glück endet, weil der Coup (Juwelenraub) zuletzt doch gelingt, in materieller Zufriedenheit. Was hat das aber mit wahrem Glück zu tun? Waren die Träume doch nur materieller Art?

Wie geschrieben, so kommt die Musik von Jethro Tull (Locomotive Breath) im Soundtrack vor – in einer Schlüsselszene, als die alten Freunde eine wilde Party starten und sich mit Alkohol und Drogen voll dröhnen, um Leichenschmaus zu halten. Und noch einen Bezug zu Jethro Tull gibt es: So steht auf dem Grabstein des verstorbenen Freundes u.a.: … but too young to die. Für Rock ’n’ Rock sind die Freunde aber wohl noch nicht zu alt:

... but too young to die!

Als alter Tull-Fan freut man sich natürlich, wenn in einem Film die Musik seiner Lieblinge angespielt wird. Und thematisch geht der Film „Alte Freunde“ auch in Ordnung. Nur sollte man vielleicht wissen, dass der Gründer, Kopf und Frontman der Gruppe Jethro Tull, Ian Anderson, nichts von Drogen hält. Der erste Bassist der Gruppe, Glen Cornick, soll angeblich gefeuert worden sein, weil dieser mit Drogen hantierte. Da der Film von Friedemann Fromm ein sehr persönlicher Film zu sein scheint, er den Jethro Tull-Titel also ausgewählt hat, weil er einen besonderen Bezug zu der Musik der Gruppe hat, so wäre eine Platzierung des Liedes an anderer Stelle vielleicht passender gewesen. Aber was meckere ich hier. Hier der entsprechende Ausschnitt aus dem TV-Film:

siehe auch den Beitrag: Was ist bloß mit Ian los? Teil 65: Schimanski hört Tull

Na ja, youtube macht auch das möglich – hier der Tull-Titel aus dem Schimanski-Krimi:

Schimanski Opener Reloaded

Christas Bärchen 04: Mozart 35

Neben Hermann Teddy Original (Teddy Hermann GmbH, 96112 Hirschaid) gibt es die Firma Hermann Teddy in Coburg, die sich im besonderen Maße bekannter Größen aus Kunst und Politik annimmt, um diese als Teddybären zu präsentieren. Das halte ich nicht immer für geglückt. Aber es gibt doch einige Bärchen, die durch Aufmachung und Zubehör überzeugen können. So auch der Mozart-Teddy zum 250. Geburtstag des Komponisten vor zwei Jahren (2006) mit einer Spieluhr, die die kleine Nachtmusik intoniert.

Hier also aus Christas Bärchensammlung der 35 cm große Mozart-Teddybär, der dann auch den Golden Teddy Award 2006 gewann.

siehe hierzu auch meinen Beitrag. Die kleine Kuschelmusik

Christas Bärchen: Mozart 35

Wolfgang Amadeus Mozart
Special Birthday Edition zum 250. Geburtstag von W. A. Mozart

35 cm groß, Mohairplüsch, Holzwollfüllung, Musikstimme mit Musik „Eine kleine Nachtmusik“
von Wolfgang Amadeus Mozart – mit auf Filz gesticktem Notenblatt mit Noten aus „Eine kleine Nachtmusik“

Gewinner des Golden Teddy Award 2006

Hermann Teddy Coburg (Hermann-Spielwaren GmbH, 96450 Coburg)

Limitierte Editon von 500

gekauft bei nicy-Versand, Bremen

Mozart 35 – limitierte Editon 121/500
Hermann Teddy Coburg

Kintopp – Teil 8: Europäisches Kino

Wer kennt sie nicht die großen europäischen Regisseure, die ein eigenständiges Kino in Europa geprägt haben. Für mich ragen u.a. Claude Chabrol, François Truffaut und Ingmar Bergman aus der hervorragenden Gilde der Regisseure hervor. Aber es gibt natürlich noch viele weitere aus Italien, Frankreich, Spanien, den skandinavischen Ländern oder Großbritannien, die mit ihren Filmen über Jahre die Kinolandschaft bestimmt haben.

Kintopp

Und genauso gibt es Schauspielerinnen und Schauspieler, die über lange Zeiträume von der Leinwand nicht weg zu denken sind. Repräsentativ für alle nenne ich hier den Franzosen Gérard Depardieu, der für mich durch seine Vielseitigkeit überzeugt. Zwar hat er nach eigener Aussage auch viel Müll gedreht, aber selbst da (z.B. als Obelix in den Asterix-Realverfilmungen) wusste er zu überzeugen.

Hier nur eine kleine Auswahl, wenn auch bunte Mischung von Filmen, die mir besonders durch ihren Witz gefallen haben:

Ladykillers mit Alec Guinness und Peter Sellers UK 1955 – Regie: Alexander Mackendrick

Der diskrete Charme der Bourgeoisie F/SP 1972 – Regie: Luis Buñuel

Der Name der Rose – D/F/I 1986 – Regie: Jean-Jacques Annaud

Vier Hochzeiten und ein Todesfall GB 1993 – Regie: Mike Newell

Das Leben ist schön IT 1997 – Regie: Roberto Benigni

Adams Äpfel DK 2005 – Regie: Anders Thomas Jensen – u.a. mit Mads Mikkelsen

Leider ist zu beobachten, dass immer mehr Filme in Europa Anleihen bei der US-amerikanischen Filmindustrie machen, da die Zuschauergunst und damit der Profitgedanke natürlich im Vordergrund steht und Produkte aus Hollywood beim Kinobesucher meist besser ankommen als europäische Filme. Zumindest gilt das für Massenprodukte (und in gewisser Hinsicht auch auf den oben genannten Film: Der Name der Rose). Daher ist und bleibt es wichtig, dass der anspruchvolle Film aus Europa gefördert wird. Sonst ersticken wir eines Tages am cineastischen Fastfood.

Jethro Tull und „Alte Freunde“

Heute am 18.02.2008 zeigt das ZDF ab 20 Uhr 15 als Fernsehfilm der Woche „Alte Freunde“, einen Film in der Regie von Friedemann Fromm, u.a. mit Jürgen Vogel und Marie Bäumer. Laut Voranzeige (Trailer nennt man das heute) wird im Soundtrack (Filmmusik) auch „Locomotive Breath“ von Jethro Tull angespielt. Es geht um die Generation zwischen Woodstock und Punk, der ich mich (gerade noch so) zugehörig fühlen darf, und verbindet einen Krimiplot mit Gedanken über Liebe, Glück und Träume – glaubwürdig inszeniert und toll gespielt. Die „alten Freunde“ sind um die 40 Jahre alt. Es ist die Zeit, in der man eine erste Bilanz zieht und schaut, was von dem, was man wollte, Realität geworden ist, und was man auf dem Weg verloren hat. Es handelt u.a. von verloren geglaubten Träumen und der nie zu späten Suche nach Glück …

ZDF: Alte Freunde

Zum Inhalt: Zur Beerdigung eines alten Freundes kehrt Christian (Jürgen Vogel) in seinen Heimatort zurück. Seine alten Freunde sind alle noch da: Jens (Oliver Breite) ist Hauptkommissar, Fritz (Robert Schupp) führt ein Juweliergeschäft, Bildhauer Flo (Jürgen Tonkel) steht vor der Pleite, hat aber Margret (Marie Bäumer) geheiratet, das umschwärmte Mädchen der Gruppe. Und einen Plan, seinem Glück auf die Sprünge zu helfen: Flo will Fritz’ Laden ausrauben. Auf der Flucht soll Christian das Motorrad fahren. Der Coup gelingt. Aber dann werden sie von einer vermummten Gestalt überwältigt. Wer ist der Verräter?

siehe auch: „Es war viel Rock’n’Roll in dem Projekt“

Christas Bärchen 03: Erwin

Bereits 10 Jahre alt ist der Jägerbär Erwin, den ich für meine Frau Anfang 1998 in einem Wein- und Geschenkeladen in der Nähe von Sprötze bei uns in Niedersachsen gekauft habe. Es ist ein Teddy aus Ursula Gehlmanns Bärenfamilie von D-48734 Reken (Maria-Veen) aus Deutschland. Bemerkenswert bei dem gezeigten Teddybär „Erwin“ ist die liebevolle, hochwertige Verarbeitung. Besonderes Augenmerk gilt der exklusiven Kleidung und den originellen Accessoires. Die Künstlerin Ursula Gehlmann stellt altershalber leider keine Teddy’s mehr her.

Christas Bärchen: Jägerbär Erwin

 

Jägerbär Erwin aus Gehlmann’s Bärenfamilie mit exklusiver Kleidung (Hose, Jägerjacke und -hut mit Federn, Hemd und Krawatte) und origiellen Accessoires: Gewehr aus Holz und Fasan auf der Schulter

Ursula Gehlmann
D-48734 Reken (Maria-Veen)

Jägerbär Erwin aus Gehlmann’s Bärenfamilie
gekauft 14.01.1998 in der Nähe von Sprötze/Niedersachsen – Preis 199 DM

Zumwinkel zum Teufel

Es ist eigentlich nicht meine Absicht, mich hier andauernd über die Entgleisungen unseres spätkapitalistischen Systems, pardon: unserer sozialen Marktwirtschaft auszulassen. Aber was in den letzten Tagen und Wochen ‚aufgedeckt’ wird, jetzt der Fall (im doppelten Wortsinne) des Chefs der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel, lässt mich nicht ruhig sein.

Klaus Zumwinkel, (gewesener) Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Telekom und der Postbank, also Chef eines der größten Unternehmen in Deutschland, entpuppt sich möglicherweise als kleinkarierter Ganove. Ihm genügt es nicht, ein Millionengehalt zu kassieren, nein, am Fiskus vorbei (also ohne Steuern zu zahlen) soll dieser große Geldbeträge an eine liechtensteinische Stiftung transferiert haben. Und er dürfte nicht der einzigste Promi und „Leistungsträgern“ unseres Systems sein, der Steuern auf diese Art hinterzogen hat.

Zumwinkel zum Teufel

Schweizer Nummernkonten, liechtensteinische Stiftungen – man könnte denken, dass es das erst seit gestern gibt. Was politischen Parteien recht war, dürfte deutschen Spitzenmanagern billig sein. Wo bleibt da das Augenmerk des Staates? Es sieht so aus, als hätten Gestalten wie Ackermann & Co. eine gewisse Narrenfreiheit, die sie in unverschämter Weise auszunutzen verstehen. Und wenn es den Herren dann doch ans Leder geht, kommen sie bei der laschen Gesetzgebung mit milden Strafen (Geldbußen oder Freiheitsstrafen auf Bewährung – nicht einen Tag hat einer dieser Herren im Knast verbracht) davon.

Nun als Top-Manager der deutschen Wirtschaft darf man nicht zimperlich sein. Sonst ist man ganz schnell weg vom Fenster. Es gelten etwas andere Moralvorstellungen als bei uns Otto Normalverbraucher. Aber eines muss man diesen Herren zugestehen: Ähnlich der Mafia haben sie einen Ehrenkodex, den es im Extremfall einzuhalten gilt. Um nicht an den Grundfesten des kapitalistischen Systems zu rütteln, ist ein Manager wie Zumwinkel bereit, auch schon einmal seinen Hut zu nehmen. Das wird in seinen Kreisen in keiner Weise als Schuldeingeständnis gewertet (dann müssten sich viele Schuld eingestehen), nein: wird ein Manager zum Sicherheitsrisiko seiner gesamten Gilde (wie jetzt Klaus Zumwinkel durch den Verdacht der Steuerhinterziehung), dann wird es ratsam, dass dieser seine Ämter räumt. Wie in Mafiakreisen, pardon: Managerkreisen üblich, lässt man diesen natürlich nicht fallen. Mit Sicherheit wird man diesem, von der Öffentlichkeit unbemerkt, einen anderen lukrativen Job zukommen lassen oder auf andere Art den Abschied versüßen.

siehe zdf.de: Finanzminister kaufte Steuerdaten

siehe auch Video bei zdf.de: Die Macht der Manager

Kinder im Bade

Mein Großer wird Ende des Jahres 18 Jahre alt. So bin ich dabei, alte Videoaufnahme zusammenzustellen, um ihm diese an seinem besonderen Geburtstag zum Geschenk zu machen. In den Jahren sind viele Stunden Videomaterial zusammengekommen und ich bin schon froh, vieles aus seinem und unserem Leben in laufenden Bildern festgehalten zu haben. Da gibt es viele Szenen, die einfach zu köstlich sind, ich muss immer wieder lachen. Und bedauere eigentlich die Leute, die keine Kinder haben. Denen entgehen viele schöne gemeinsame Stunden mit solch kleinen Schraten.

Aus einem dieser vielen Videozusammenschnitte habe ich ein Bild herausgefischt. Es stammt aus dem Jahre 1994, als ich mit meiner Familie noch im Hamburg lebte; da war mein Großer 3 ¾ Jahre und der Kleine 10 Monate alt. Beide planschen in der Badewanne. Auch ohne Ton kann sich jeder vorstellen, mit welchem Vergnügen die beiden Jungen das Bad genießen:

Meine Jungs im Bade (11.08.1994)

Leo Kottke: Bourrée – Hear the Wind Howl

Wenn über die größten Gitarristen dieser Welt diskutiert wird, sollte auch Leo Kottke nicht vergessen werden. Ich bin auf ihn gestoßen, als ich mich nach Interpretationen von Bachs „Bourrée“ auf die Suche machte. Ian Anderson von der Gruppe Jethro Tull hatte dieses klassische Stück Ende der 60-er Jahre gewissermaßen in die Rockmusik eingeführt (hier eine Aufnahme von 1985: Bachrock sowie eine Aufnahme von 2005: Lugano Estival Jazz). Auf der LP „Mudlark“ aus dem Jahre 1971 fand ich dann Bourrée – gespielt von Leo Kottke ganz im klassischem Stil auf einer 6-saitigen Gitarre:


Leo Kottke: Bourrée

So wie Ry Cooder, zu dem ich noch einmal ausführlicher kommen möchte, und David Lindley die Meister der Slide- bzw. Steelgitar sind, so kann man Leo Kottke als den Meister der 12-saitigen Gitarre ansehen. Mit seinen Folk-, Jazz- und Blueseinflüssen hat er einen eigenen sehr unkonventionellen Fingerpickingstil entwickelt. Allerdings musste er seinen Stil in den 80-er Jahren von einem folkorientierten Ansatz in einen eher klassischen Stil ändern, da er zunehmend an einer schmerzhaften Sehnenscheidenentzündung und damit verbundenen Nervenschäden litt.

Hier ein Stück (youtube sei dank), das ebenfalls auf dem “Mudlark”-Album von 1971 zu finden ist (dort auf einer 12-saitigen Gitarre gespielt): „Hear the Wind Howl“. Hier singt Kottke auch, mehr zum Liedermacher gedrängt als freiwillig gewollt:


Leo Kottke – Hear The Wind Howl

Zum Abschluss ein kleines Medley von Leo Kottke auf der 12-saitigen Gitarre gespielt, das seinen ganz eigenen Stil beeindruckend dokumentiert:


Leo Kottke mit einem Medley auf der 12-saitigen Gitarre

Christas Bärchen 02: Carlos 31

Ebenfalls zu Weihnachten 2007 habe ich meiner Frau den folgenden Teddybären geschenkt: Carlos ist ein Harlekin von 31 cm Größe und ebenfalls aus dem Hause Hermann Teddy in Hirschaid. Die Hermann-Teddys gefallen uns beiden sehr gut, da sie eine große Auswahl darstellen. Kaum ein anderer Hersteller hat so viele unterschiedliche Plüschtiere. Auch sind die Preise noch ziemlich moderat. Immerhin handelt es sich hierbei um Handarbeit bei kleiner Auflage.

Christas Bärchen: Carlos 31

Ein fein ausgestatteter klassischer Harlekin in herbstlichen Farben, Mütze mit Schelle, 31 cm groß, Mohair-Filz, Design Anna Dazumal, limitiert auf 400 Stück

Hermann Teddy Original (Teddy Hermann GmbH, 96112 Hirschaid)

Limitierte Editon von 400

Design: Anna Dazumal

gekauft bei nicy-Versand, Bremen

Carlos 31 – limitierte Editon 137/400 – Design: Anna Dazumal
Hermann Teddy Original