Endlich bin ich dazu gekommen, die restlichen Videoaufnahmen von unserem Aufenthalt auf der Insel Neuwerk in der Elbmündung einwenig zu bearbeiten. Klar, das Wattwandern und Buddeln im Schlick wurde filmisch festgehalten, auch der Spaziergang durch die Salzwiesen (Näheres hierzu hatte ich bereits berichtet).
Musikalisch habe ich mich bei der armenischen Rockband Oaksenham bedient (da dürfte es weniger Probleme mit den Urheberrechten geben – ist leider so), den bereits ins Netz gestellten Neuwerk-Videos wurde Mozart als Hintergrundmusik unterlegt …
Hier also zwei weitere Videos von der Insel Neuwerk:
Insel Neuwerk im Wattenmeer: Wattwandern und Buddeln (Juli 2009)
Sollte es wirklich an meinem Alter liegen, dass mir solche Filme einfach nicht zusagen? Eigentlich nicht. Auch früher schon konnte ich mich nicht für Filme begeistern, in denen Gewaltszenen einen großen Raum einnehmen. Es ist nicht so, dass ich den beiden Filmen, von denen ich hier sprechen werde, Gewaltverherrlichung unterstelle. Manchmal muss man vielleicht auch zeigen, wie brutale Gewalt Raum in unserem Leben einnimmt. Aber was zu viel ist, ist einfach zu viel.
Wolverine (Website zum Film mit Trailern usw.) ist die Geschichte der Transformation vom kleinen Jungen James Howlett zum Mutanten-Söldner Logan und schließlich zur allseits bekannten X-Men-Kultfigur Wolverine. Als Logan (Hugh Jackman) ist der Protagonist mit seinem älteren Bruder Victor „Sabretooth“ Creed (Liev Schreiber) Teil einer Spezialeinheit unter der Leitung von Oberst William Stryker (Danny Huston), die nur aus Mutanten besteht und auch nicht zurückschreckt, Unschuldige zu meucheln. Das ist selbst Hogan zu viel. Es gibt dann den Kampf der beiden Brüder Hogan und Victor, den Stryker zu seinen Gunsten ausnutzt. Es folgt eine Unmenge an Krachbumm-Action und Spezialeffekt-Gewitter, bis wir an der Stelle sind, in der die X-Men Trilogie beginnt.
“No Country for Old Men” erzählt vom Katz-und-Maus-Spiel dreier Männer im Texas der 1980er-Jahre. In den Hauptrollen zunächst Josh Brolin (erst kürzlich in Oliver Stones Film „W.“ als George W. Bush gesehen) als Vietnamkriegsveteran Llewelyn Moss, der beim Jagen in der Wüste auf den Schauplatz eines gescheiterten Drogendeals stößt, bei dem sich die Gangster gegenseitig erschossen haben. Neben einer Wagenladung aus Mexiko stammenden Heroins findet er dort zwei Millionen Dollar in einem Koffer, den er an sich nimmt. In der Folge wird Moss von den Mexikanern, dem mit ihnen konkurrierenden und von der amerikanischen Mafia engagierten Auftragskiller Anton Chigurh sowie dem amtsmüden örtlichen Sheriff Ed Tom Bell, der Moss und dessen Frau beschützen will, verfolgt. Tommy Lee Jones sehen wir als amtsmüden Sheriff Ed Tom Bell, Javier Bardem (zuletzt in Woody Allens Vicky Cristina Barcelona) als Anton Chigurh, den skrupellosen und psychopathischen Mafia-Killer, der im Verlauf der Handlung ein Dutzend Menschen mit bloßen Händen, einem pneumatisch betriebenen Bolzenschussgerät für Schlachter oder einer schallgedämpften Pumpgun tötet.
Sicherlich mag dieser Film „beängstigend intelligent und einfallsreich“ sein und die bei den Gebrüdern Coen beständigen Motive wie Gewalt, Männlichkeit und „skurrile Charaktere“ enthalten. Aber Javier Bardem als Anton Chigurh ist mir etwas zu skurril. Vielleicht geht es mir wie Tommy Lee Jones als zuletzt pensionierten Sheriff Ed Tom Bell, dem alten Mann, für den die USA nicht mehr sein Land sind.
Obwohl politisch eigentlich unbedeutend, so ist Tutanchamun der wohl bekanntes altägyptische Pharao, der etwa von 1332 bis 1323 v. Chr. regierte. Bekannt wurde er durch die Entdeckung seines nahezu ungeplünderten Grabes (KV 62), das Howard Carter 1922 im Tal der Könige entdeckte.
Die Grabkammern des Tutanchamun sind jetzt in einer spektakulären Rekonstruktion vom 01. Oktober 2009 – 31. Januar 2010 in der Alten Oberpostdirektion am Stephansplatz (Eingang Dammtorwall 8 ) in Hamburg zu sehen. Die Ausstellung zeigt die weltweit einzigartige Originalnachbildung des faszinierendsten Grabmals der Menschheit mit seinen Schätzen in Museumsqualität. Sie bietet die Gelegenheit, das Grab dreidimensional in seiner originalen Fundsituation zu erleben. Im Eintrittspreis inbegriffen ist eine Hörführung.
Neben lokalen Rivalitäten zwischen Fußballvereinen, die sich in sogenannten Lokalderbys bündeln – ich denke da z.B. an die Hanseatische Rivalität zwischen Werder Bremen und dem HSV -, gibt es Wettstreite, die fast in Feindschaften enden. Auf Hamburg bezogen muss man wohl von einer innigen Feindschaft zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli sprechen.
Während die Rivalität zwischen Werder Bremen und dem HSV im Wesentlichen sportlich begründet ist, so beruht die Abneigung zwischen den HSV-Fans und denen des FC St. Pauli auf wirtschaftliche und politische Gründe. Der HSV gilt als Bonzenverein; der FC St. Pauli ist der Verein des kleinen Mannes. So gelten die St. Pauli-Anhänger, die Ultras, als politisch linksgerichtet.
Neben solchen Feindschaften pflegt die Fangemeinde aber aufgrund vieler Gemeinsamkeiten Freundschaften zu den Fans anderer Clubs. Und so kann es kommen, dass St- Pauli-Fans sich auch in der Arena des HSVs versammeln, weil sie die Anhänger z.B. des israelischen Vereins Hapoel Tel Aviv (Hapoel steht hebräisch für Arbeiter) gegen den HSV unterstützen, denn zwischen beiden Fangruppen (wie übrigens auch zwischen St. Pauli und Celtic Glasgow, die wiederum in einer langjährigen Feindschaft mit Glasgow Rangers stehen) besteht eine Bindung, die über das üblich Sportliche hinausgeht: Linksbündnis im Gästeblock
Manchmal bestimmen auch die Vereinsfarben, ob es Affinitäten zwischen den Anhängern verschiedener Vereine gibt. Werders Grün-Weiß findet sich z.B. auch in den Farben von Celtic Glasgow wieder oder beim SA Saint-Étienne. Während meines Urlaubs 2005 mit meiner Familie in Schottland sprach uns in Edinburgh in einem Supermarkt ein Mann an, der ein Trikot von Celtic Glasgow trug und uns fragte, woher wir kämen. Er hatte vernommen, dass wir Deutsche sind. Ich erklärte es ihm und verwies u.a. auf die Stadt Bremen, die in der Nähe liegt. Als ich dann noch zugeben musste, dass ich mehr oder weniger Fan des SV Werder Bremen bin, waren wir gleich die besten Freunde. Natürlich wusste er, das Werder die gleichen Vereinsfarben wie Celtic hat.
Wenn Stefan Raab z.B. seine Berichterstattung von der von ihm kreierten Wok-Weltmeisterschaft, bei der Prominente aus der dritten Reihe mit einem Kochgerät aus China eine Bobbahn herunterfahren, im Fernsehen als Dauerwerbesendung deklarieren muss, da die Teams von Firmen gesponsert werden und dies permanent im Bild zu sehen ist, dann müsste nach meiner Meinung auch beim Herrn Thomas Gottschalk in der ZDF-Sendung „Wetten, dass ..?“ ständig eingeblendet werden, dass es sich hierbei um eine Werbesendung handelt.
So gestern Abend in „Wetten, dass..?“: Die so genannten Music Acts traten in erster Linie auf, um ihre neuesten CDs vorzustellen. Andere Gäste waren anwesend, um ihre filmischen Produkte („Demnächst in diesem Kino!“) anzupreisen. Dem nicht genug: Der Wettkönig des Abends gewann entgegen früheren Sendungen diesmal ein durchaus sportliches Vehikel einer Automarke, die mindestens zehnmal an diesem Abend namentlich erwähnt wurde.
Wenn das also keine Dauerwerbesendung ist, dann weiß ich nicht. Und das noch auf Kosten der Gebührenzahler.
Und der absolute Knaller: Mit der gestrigen Sendung hat Thomas Gottschalk eine Assistentin an seiner Seite: Michelle Hunziker, die Schweizerin, die Ex-Gattin von Eros Ramazotti und Ex-Moderatorin u.a. im italienischen Fernsehen (Berlosconis Haussender), die fünf Sprachen spricht (deutsch dabei eher leidlich) und bereits in „DSDS“ mehr durch ihre nervige Art als durch Fachkompetenz aufgefallen war. Soll sie vielleicht so peu a peu als Nachfolge von Thomas Gottschalk eingeführt werden? Bereitet sich dieser so langsam auf seine Rente vor?
So populär „Wetten, dass..?“ auch sein mag; zu Recht wird sie als klassisches Beispiel genannt, wenn es um die Vergeudung von Fernsehgebühren geht, denn der technische und personelle Aufwand ist enorm. Außerdem ist die Gage, die Thomas Gottschalk für jede Sendung bekommt, etwa in Millionenhöhe. Für mich stört besonders die einseitige Ausrichtung der Sendung auf die Person Gottschalk, der uns zudem die ewig gleichen Gäste serviert (Iris Berben, Veronica Ferres, Herbert Grönemeyer, Peter Maffay, selbst der bereits erwähnte Eros Ramazzotti war bisher siebenmal zu sehen, usw. – man kann sie nicht mehr sehen).
Das Wetter hat doch mitgespielt. Nach anfänglichem Regen blieb es heute zum Flohmarkt in Tostedt über Stunden trocken, wenn es auch zunehmend stürmischer wurde. Wieder drängten sich rund 30.000 Besucher durch den Ortskern von Tostedt auf der Suche nach dem ultimativen Schnäppchen:
Vor 20 Jahren begann um diese Zeit die Berliner Mauer zu wanken. Über die Botschaft in Prag, Budapest und Warschau reisten Hunderte von DDR-Bürgern in die Bundesrepublik Deutschland aus. Am 9. November 1989 erfolgte dann der Fall der Mauer.
Auf westlicher Seite diente die Berliner Mauer die Jahre davor gewissermaßen als Gesamtkunstwerk. Sie wurde mit Streetworks und Graffiti bemalt und besprüht und so ‚unfreiwillig’ zu einer Touristenattraktion. Folgendes Video zeigt einige Kilometer der Mauer:
Hätte mir damals einer gesagt, dass ich auch nach zwanzig Jahren noch beim gleichen Arbeitgeber arbeiten würde, ich hätte nur gelacht. Jetzt ist mir das Lachen vergangen: Heute habe ich mein 20-jähriges Dienstjubiläum, arbeite also seit dem 1. Oktober 1989 (vor gefühlten 1000 Jahren also) bei einer karitativen Organisation in Hamburg. Was zunächst befristet als eine Art Aushilfsjob begann, setzte sich als Festanstellung fort. Natürlich arbeite ich heute auf einem anderen Arbeitsplatz und bekomme wohl auch ein wenig mehr Geld für meine Tätigkeit als vor 20 Jahren. Aber nie wäre ich damals davon ausgegangen, so lange (und wohl noch etwas länger) im gleichen Haus zu arbeiten.
In diesen 20 Jahren hat sich natürlich viel getan. Ich habe geheiratet und inzwischen zwei Söhne, die mir über den Kopf gewachsen sind. Auch habe ich inzwischen meinen Wohnsitz gewechselt – aber seit nunmehr 18 ¾ Jahren sitze ich Tag für Tag am gleichen Schreibtisch. Vor 20 Jahren war natürlich auch politisch einiges los in Deutschland. Ein Kollege von mir (inzwischen in Rente) war einer der DDR-Bürger, die über die Prager Botschaft den Weg in den Westen fanden. Und dann kam der 9. November 1989, der Tag, an dem die Berliner Mauer „fiel“ und die „Wende“ in der DDR einleitete, die zur deutschen Wiedervereinigung führte.
Nun denn, damals dachte ich längst noch nicht an Rente, Altersteilzeit und Ruhestand, wie man den Lebensabschnitt nach dem Arbeitsleben nennt. Heute sieht das schon anders aus. Ich gehöre zu einem Jahrgang, der Altersteilzeit in Anspruch nehmen kann. Dafür muss ich mich aber bis zum Jahresende entschieden haben (Finanziell gefördert wird die Altersteilzeit von der Agentur für Arbeit, soweit sie spätestens am 31. Dezember 2009 angetreten wird und der Arbeitnehmer das 55. Lebensjahr vollendet hat). Ich überlege noch …