Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!
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Der Testpilot Hal Jordan (Ryan Reynolds) findet ein außerirdisches Raumschiff-Wrack mit einem sterbenden Alien. Mit dieser Entdeckung ist auch das bisher sorglose Leben des Playboys vorbei. Denn Hal ist dazu auserkoren, das erste menschliche Mitglied der Green Lanterns zu werden – einer intergalaktischen Elite-Einheit, die einen Schwur geleistet hat, das kosmische Gleichgewicht zu bewahren. Und das droht, in eine fatale Schräglage zu kippen, als das mysteriöse Alien Parallex zur Exekution seines bösartigen Masterplans ansetzt. Um das Universum vor seiner bisher größten Bedrohung zu retten, muss Hal sich seinen größten Ängsten stellen, den Respekt seiner skeptischen Mistreiter ernten und dem fürchterlichen Parallex im ungleichen Kampf begegnen …
Abgesehen davon, dass dieser Film reichlich uninspiriert und ermüdend konventionell inszeniert wurde, hängen mir Superhelden langsam aus dem Hals heraus. Warner Bros. Studios sucht nach einer neuen Filmreihe, die dann gewohnt häppchenweise dargeboten wird (wie Harry Potter, der es auf acht Teile brachte). „Green Lantern“ dürfte gleich mit seinem ersten Teil baden gegangen sein. Kurios mutet z.B. der linkische Wissenschaftler Hector Hammond (Peter Sarsgaard) an, wie dieser zum dämonischen Herold mutiert. Das hat man alles schon einmal besser gesehen.
X-Men: Erste Entscheidung (Originaltitel: X-Men: First Class) spielt in den 1960er-Jahren und ist ein US-amerikanischer Comic-Actionfilm über das Verhältnis zwischen Professor Charles Xavier und Eric Lehnsherr (alias Magneto). Beide sind Figuren aus der Reihe X-Men von Marvel Comics (Quelle: de.wikipedia.org).
X-Men: Erste Entscheidung – Trailer
Lange bevor sie zu erbitterten Feinden wurden, waren Charles „Professor X“ Xavier (James McAvoy) und Erik „Magneto“ Lehnsherr (Michael Fassbender) enge Freunde. Mit ihren ungeheuren Mutanten-Kräften versuchen sie in den 1960ern, den Lauf einer Welt zu korrigieren, die im Angesicht der Kuba-Krise ins Chaos zu entgleisen droht. Zu diesem Zweck gründen sie eine geheime Privatschule für „begabte Jugendliche“ – denn sie wissen längst, dass sie nicht die einzigen Mutanten sind. Doch der behütet aufgewachsene Charles und der Holocaust-Überlebende Erik vertreten derart konträre Menschenbilder, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis ihre Allianz zerbricht und eine ganze Generation von Mutanten Partei ergreifen muss…
Die X-Men sind eine Gruppe von Comic-Superhelden, die in Comics des Marvel-Verlages auftreten und erstmals im September 1963 erschienen. Die X-Men bilden eine Gruppe in der Welt der Mutanten – Menschen, die dank ihres besonderen Gencodes übermenschliche Fähigkeiten besitzen. Mutanten werden von normalen Menschen oft gehasst, sei es aus Fanatismus oder aus Angst, dass sie die Menschheit unterwerfen oder gar als dominante Spezies ablösen könnten. Diese Angst wird von verschiedenen Mutanten genährt, die ihre Kräfte für ihre eigenen Ziele nutzen oder die Menschen hassen. Um die menschliche Umwelt vor diesen böswilligen Mutanten zu schützen, hatte Charles Francis Xavier (Professor X) die X-Men-Gruppe gegründet. Der Erzfeind der X-Men ist der Superschurke Magneto.
Diese Konstellation zeigt die gesellschaftspolitischen Untertöne der Serien, Mutanten werden oft als Metapher auf unterdrückte Minderheiten gesehen. Xavier wird gerne mit dem afro-amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. verglichen, Magneto mit dem militanteren Malcolm X (Quelle: de.wikipedia.org).
Bisher gab es durch Hollywood drei Verfilmungen der X-Men-Reihe. Ein vierter Film, X-Men Origins: Wolverine, ist die Vorgeschichte eines der Helden der X-Men-Trilogie. Der jetzt 5. Film, X-Men: Erste Entscheidung, ist die Vorgeschichte weiterer X-Men-Helden und dürfte eigentlich nur für die interessant sein, die zumindest die Trilogie bereits kennen. Obwohl ich kein großer Comic-Fan bin und die immer neu aufgelegten Superhelden langsam lästig werden, fand ich den Film schon allein durch seinen geschichtlichen Hintergrund interessant, auch wenn die Kuba-Krise von 1962 vereinfacht dargestellt wird. Weil der Film unter enormem Zeitdruck abgedreht wurde (warum eigentlich?) bietet er nicht ganz die Tricks anderer Superheldenfilme, überzeugt aber mit seinem jugendlichen Darsteller-Ensemble.
Willkommen in Cedar Rapids (auch als Blu-ray) (in Anlehnung an die amerikanische Stadt Cedar Rapids in Iowa) ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 2011. Im Mittelpunkt des Films steht Tim Lippe (Ed Helms), ein blauäugiger Versicherungsvertreter. Nachdem sein Vorgesetzter beim Sexspiel (breath control play) tödlich verunglückt, bekommt Tim den Auftrag seinen Arbeitgeber bei einem großen Versicherungskongress zu vertreten (Quelle: de.wikipedia.org)
Willkommen in Cedar Rapids – deutscher Trailer
Der Versicherungsvertreter Tim Lippe (Ed Helms) aus Brown Valley, Wisconsin reist zu einem jährlichen Kongress für Angehörige seiner Branche nach Cedar Rapids, wo er seine Firma vertreten soll. Tim hat noch nie zuvor seine Heimatstadt verlassen, nicht einmal in seinem Leben in einem Hotel übernachtet. Das Wort „naiv“ ist noch eine Untertreibung.
Der Unerfahrene gerät unter die Fittiche von drei geübten Kongressbesuchern, Veteranen auf diesem Gebiet, und die bringen ihm bei, wie man auf diesen langweiligen Veranstaltungen am ehesten seinen Spaß haben kann. Für jemanden, der nur Schema F und Dienst nach Plan kennt, eine sehr unkonventionelle Erfahrung! Neue Freundschaften konfrontieren ihn mit all den Dingen, die er immer gefürchtet hat – Sex, Lügen und Verführung – aber auch mit der Chance, der Mann zu werden, der er immer sein wollte.
Die Zeit ‚zwischen den Jahren’ eignet sich immer gut für längere Filmabende, die ansonsten trotz frühlingshafter Temperaturen wie in diesem Jahr so dunkel und ungemütlich wären. Nicht erst seit Hangover haben sympathische Loser, Nerds und Geeks Hochkonjunktur in der amerikanischen Komödienlandschaft. Bewerkenswert und daher sympathisch ist, wie dieses Andersein der Filmhelden nicht ausgenutzt wird, um sie vor dem Publikum bloßzustellen. „Willkommen in Cedar Rapids“ wird mit Leichtigkeit erzählt und ist dabei nie auf der Hatz nach dem nächsten Brüller. Das späte Erwachsenwerden des Protagonisten Lippe ist dank der fein austarierten Situationskomik und den zwar tollpatschigen, aber jederzeit menschlichen Figuren durchaus sehenswert und unterhaltsam.
Zunächst wünsche ich Euch allen ein gutes neues Jahr 2012. Das Wichtigste ist wohl die Gesundheit. Mag es Euch allen also daran nicht fehlen – und auch nicht an dem nötigen Kleingeld. Weihnachten ist ja nun wieder hinter uns. Aber einige Weihnachtsbiere habe ich noch im Keller – siehe meinen Beitrag von gestern: Weihnachten und Winter ist für den Biertrinker, wenn er nicht gerade nur auf Brauerzeugnisse Pilsener Art besteht, eine besondere Saison. Da gibt es diverse Bierspezialitäten auf dem Markt, die sich durch besondere Geschmäcker auszeichnen. Und da natürlich auch Biere aus aller Welt angeboten werden, so gibt es auch Weihnachtsbiere aus aller Herren Länder, die bei diversen Versandfirmen und Bierläden erhältlich sind.
Zu Weihnachten bekam ich ja einen Sixpack Weihnachtsbier geschenkt, der zu 2/3 bereits meine Kehle (und in kleinen Schlückchen zum Probieren auch die Kehlen meiner Lieben) hinuntergeflossen ist. Der Sixpack enthielt:
Aus aller Welt: Tucher Christkindlesmarkt Bier aus Nürnberg (6% Vol.), Strubbes Christmas aus Belgien (9,2% Vol.), Vestfyen Jule Bryg aus Dänemark (5,7% Vol.), The Raven Christmas Lager aus Baltimore-Washington (5,5% Vol.), Melbourne Christmas Lager aus Australien (5,2% Vol.), Taybeh Beer Golden aus Palästina (5% Vol.). 6 x 0,33l
Von diesen Bieren habe ich Euch vier Biere noch nicht vorgestellt:
Melbourne Christmas Lager der Byron Bay Beverages Pty Ltd Neusüdwales – auch bei den Känguruhs wird Weihnachten gefeiert. Da in Australien zz. aber Sommer ist, so ist auch dieses Weihnachtsbier eher ein Sommerbier und daher durchaus süffig. Es ist ein helles, eher mildes Lagerbier, sorgt aber auch so mit Sicherheit für besinnliche Genießermomente.
The Raven Christmas Lager aus Baltimore in den Staaten – ein Bier gebraut zu Ehren Edgar Allan Poes, den berühmten Sohn Baltimore’s. Es ist ein mildes dunkelblondes Lagerbier mit herben Abgang und schmeckte mir doch deutlich besser als das australische Sommer-Weihnachtsbier.
Noch nicht probiert habe ich das Tucher Christkindlesmarkt Bier. Dabei handelt es sich um eine vollmundige Bierspezialität, nach original Nürnberger Art gebraut. Der besondere Genuss, der jeden Tag zum Festtag macht.
Auch noch nicht getrunken ist das VestfyenJulebryg Weihnachtsbier aus Dänemark. Dabei handelt es sich um ein dunkles Bier mit einer angenehmen Bitterkeit. Das dürfte genau das Richtige für mich sein und heute Abend zum Abendessen getrunken werden. Das Jahr soll ja möglichst ‚richtig’ anfangen.
Was das neue Jahr sonst auch für uns bringen mag, die Zeit für ein gepflegtes Bierchen sollte ab und zu gegeben sein. In diesem Sinne sage ich Prost – und nochmals alles Gute für 2012!
Weihnachten und Winter ist für den Biertrinker, wenn er nicht gerade nur auf Brauerzeugnisse Pilsener Art besteht, eine besondere Saison. Da gibt es diverse Bierspezialitäten auf dem Markt, die sich durch besondere Geschmäcker auszeichnen. Und da natürlich auch Biere aus aller Welt angeboten werden, so gibt es auch Weihnachtsbiere aus aller Herren Länder, die bei diversen Versandfirmen und Bierläden erhältlich sind.
Beginnen möchte ich aber mit einem deutschen Bier, genauer sogar einem norddeutschen Bier der Stralsunder Brauerei. Eine Produktlinie dieser Brauerei nennt sich nach dem Seeräuber Klaus Störtebeker. Eines dieser Biere wird nur zur Winterzeit gebraut und ist das Störtebeker Choco-Porter, das u.a. aus belgischem Schokoladenmalz gebraut wird, 5,8 % Vol. Alkohol enthält und auch bei einer Betriebstemperatur von 20 °C getrunken werden kann. Letzteres ist eher gewöhnungsbedürftig. Die bitterschokoladige Seite des Bieres kommt für mich wie schwarzer Kaffee herüber. Es ist ein Bier eher für die Kaffee- und Kuchentafel als für ein deftiges Abendmahl. Auf Dauer würde ich es nicht trinken wollen, was aber auch nicht beabsichtigt sein sollte; für ‚zwischendurch’ aber ist es ganz lecker. Eben einmal etwas Anderes.
Kommen wir in die weitere Welt und setzen zunächst auf die britische Insel hinüber. Von dort kommt ein festliches Weihnachtsbier, ein Christmas Ale, aus der Brauerei Shepherd Neame, Großbritanniens ältester Brauerei. Sie wurde 1698 gegründet und ist noch heute mitten im Hopfenanbaugebiet im Osten der Grafschaft Kent zu finden. Dieses Ale (das traditionelle englische Bier, gebraut mit obergäriger Hefe) wird von den Braumeistern in Faversham noch liebevoll und mit viel Erfahrung von Hand hergestellt und wird jedes Jahr neu aufgelegt (ich habe es vor zwei Jahren gekostet). Das golden-bernsteinfarbene Weihnachts-Ale wird im Aroma geprägt von tropischen Früchten wie Mango, Orange, Limone und Sultaninen, perfekt ausbalanciert mit blumigem Hopfen. Ein stimmungsvolles, geschmacklich ausgezeichnetes Bier für die Weihnachtszeit (Alkoholgehalt 7 % Vol.). Bei uns ist es u.a. über den Versandhandel des British Shops erhältlich.
Da nächste Bier kommt aus dem heiligen Land, aus der Nähe von Ramallah, also aus Palästina: Taybeh Weihnachts-Bier von der Taybeh Brewing Co. Ich habe dieses Bier zusammen mit fünf anderen Weihnachtsbieren zu Weihnachten geschenkt bekommen. Dieses Bier ist (wie das folgende Bier) einzeln erhältlich oder eben als Geschenkkarton u.a. beim Teehändler Paul Schrader. Es ist ein helles Bier mit 5 % Vol. und im Geschmack sehr mild, aber leicht herb im Abgang Und es lässt sich zu allen Gelegenheiten trinken.
Komme ich noch zu einem weiteren Bier, einem belgischen, aus der Brouwerij Strubbe in Ichtegem, Belgien. Es ist das Strubbe Christmas, mit 9,2 % Vol. Alkohol äußerst gehaltvoll, und besteht aus den Zutaten Wasser, Gerstenmalz, Caramelmalz, Kandiszucker, Hopfen und Hefe. Er ähnelt dem Störtebeker Choco-Porter, statt Schokolade (oder wie ich finde: Kaffee) kommt ein feinherber Caramelgeschmack zum Vorschein. Zuviel sollte man von dem Bier nicht trinken (kann man allerdings auch nicht), ansonsten sackt man schnell unter den Tisch.
Einige nette Bierchen (u.a. Tucher Christkindlesmarkt Bier aus Nürnberg (6% Vol.), Jule Bryg aus Dänemark (5,7% Vol.), The Raven Christmas Lager aus Baltimore-Washington (5,5% Vol.) und das Melbourne Christmas Lager aus Australien (5,2% Vol.)) habe ich noch im Keller lagern. Wie alles Gute, so braucht auch der Genuss eines gepflegten Bieres seine Zeit. Schließlich bin ich keine Schnapsdrossel, sondern genieße ein kühles Bier.
Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr nennt man die Zeit „zwischen den Jahren“ (die Nächte, die längsten des Jahres, nennt man Raunächte). Noch satt von der Weihnachtsgans ist es eine geruhsame Zeit, die uns gern auf das zu Ende gehende Jahr zurückblicken lässt.
2011 war kein gutes Jahr für Diktatoren. Besonders der arabische Frühling hat einige Despoten hinweggewischt. Und auch der nordkoreanische Staatschef ist nach einem „großen mentalen und physischen Leiden dahingeschieden“. Dem wird bei uns keine Träne nachgeweint werden. Osama bin Laden, obwohl längst bedeutungslos, gefährlich eigentlich nur noch als Galionsfigur des weltweiten Terrorismus, ist von den Amerikanern im kurzen Prozess liquidiert worden.
Traurig machte mich dagegen der Tod des frühere tschechische Präsidenten, Schriftsteller und Dissidenten Vaclav Havel, der vor kurzem im Alter von 75 Jahren verstarb. Havel galt als Schlüsselfigur der Demokratie-Bewegung in der Tschechoslowakei in den 80er-Jahren.
Kein gutes Jahr auch für Politiker der Koalition: Drecks-, sorry Dr.-Ex-Guttenberg weint immer noch seiner verlustig gegangenen Promovierung nach. Das war aber auch einfach zu durchsichtig, Herr Guttenberg! Da er nichts Richtiges gelernt hat, schraubt er bereits an seinem Comeback. Er sei ein „sehr, sehr fähiger Politiker“, meint CSU-Chef Seehofer in einem Interview. Es fragt sich nur, welche Fähigkeiten ein Politiker braucht. Nicht viele wie die Beispiele der FDP-Fritzies, Westerwelle und Rösler, aufzeigen. Ja und da ist noch ein Bundespräsident, der im nächsten Jahr wohl seinen Urlaub auf Balkonien verbringen wird.
Und dann war da noch Fukushima, ein neues Synonym für die Unbeherrschbarkeit nuklearer Energiegewinnung. So ganz mag ich es immer noch nicht glauben, dass Madame Merkel und Konsorten von der Atomkraft abgerückt sind. Welches Hintertürchen halten die sich und die Atomindustrie noch offen?
Ein Jahr geht zu Ende, ein neues Jahr steht vor der Tür. Ob es besser sein wird, steht in den Sternen. Wichtig ist, dass wir auch das neue Jahr gesund überstehen. Daher wünsche ich Euch allen viel Gesundheit für 2012. Alles andere wird sich schon von selbst regulieren.
Neben dem Kalender der falsch zugeordneten Zitate für das neue Jahr, gibt es auch wieder etwas Neues aus der Stofftiernähstube meines älteren Sohnes (vom fiesen Fuchs berichtete ich bereits). Meine Frau sammelt ja Teddybären aller Art – und so hat mein Sohn für seine Mutter zu Weihnachten einen Bären ganz besonderer Art zusammengenäht: Zombiebär. Das Besondere an diesem Bären: Das Gehirn lässt sich herausnehmen und die Arterien des Gehirns sind gestickt.
Selten habe ich so gelacht. Mein großer Sohn entwickelt die unterschiedlichsten kreativen Aktivitäten. Sein neuestes Werk ist ein Kalender der falsch zugeordneten Zitate. Gerade dadurch, dass ein allgemein bekanntes Zitat einer falschen Person zugeordnet wird, entsteht der Witz. Die genannte Person würde das Zitat niemals aussprechen, denn dadurch würde sie sich ‚entlarven’. Durch die falsche Zuordnung ist die ‚Entlarvung’ aber perfekt. Hier nur ein Beispiel:
„Manch einer gelangt deshalb an die Spitze, weil er keine Fähigkeiten besitzt, deretwegen man ihn unten festhalten möchte.“ Philipp Rösler (Der Originalspruch stammt übrigen von Peter Ustinov)
Die Idee zu dieser „Verwechslung“ von Zitat und Zitatautor ist wohl nicht völlig neu. Aber mein Sohn hat es damit in mühevoller Kleinarbeit gewissermaßen auf die Spitze getrieben. Wie gesagt: Selten habe ich so gelacht.
Noch am Heiligabend waren wir damit beschäftigt, beim Zuschnitt der Kalenderblätter zu helfen. Die Bescherung verschob sich so um zwei Stunden auf 20 Uhr. Aber das hat sich gelohnt.
Meine Söhne, obwohl dem Jugendalter entwachsen, lassen es sich nicht nehmen, in einem schmatzenden Gemetzel ihre zu Nikolaus geschenkten, immerhin 500 Gramm schweren Schokoladenweihnachtsmänner an den Weihnachtsabenden zu schlachten und zu verschlingen. Okay, natürlich nicht an einem Stück. Den nächsten Tag würden beide wegen Verstopfung stundenlang die Toiletten besetzen. Aber so peu à peu, Tag für Tag am Abend:
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
Wie treu sind deine Blätter!
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,
Nein auch im Winter, wenn es schneit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
Wie treu sind deine Blätter!
Zu Weihnachten 2011 sind nicht nur die ‚Blätter’ des Tannenbaums grün. Bei frühlingshaften Temperaturen und viel zuviel Regen beginnen auch Sträucher und Büsche zu grünen – und Blumen wie Rosen zu blühen. Erst anfangs des neuen Jahres soll es hier im Norden etwas kälter werden. Aber von Schnee weiterhin keine Spur.
Weihnachten sollte eine geruhsame und besinnliche Zeit sein, die ganz der Familie gehört. Daher sollten wir diese Zeit nicht unbedingt stundenlang vor dem Fernseher verbringen. Wenn’s denn unbedingt sein sollte, dann muss es nicht ein Action-Kracher sein, ein besinnlicher Film kann dann für die richtige Weihnachtsstimmung sorgen. Hier drei Filme, die in der Weihnachtszeit für uns fast unentbehrlich geworden sind und die wir durchaus immer wieder ansehen mögen.
Zunächst eine Komödie, die kaum ein Auge trocken lässt. Dieser Film hat geradezu Tradition bei uns. Vielleicht fehlt ihm die ‚Besinnlichkeit’ des Weihnachtsfestes, aber Lachen soll ja nicht unbedingt schaden:
Weihnachten steht vor der Tür und wie alle Familien in der Nachbarschaft wollen auch die Griswolds ihr trautes Heim schmücken und es sich pünktlich zum Fest gemütlich machen. Das wichtigste Utensil ist natürlich der Weihnachtsbaum, den Mutter Ellen, Vater Clark und die beiden Kinder Audrey und Rusty nach längerer Suche in einem Wald finden. Leider hat der schusselige Clark die Säge vergessen und so muss das gute Stück wohl oder übel ausgegraben werden. Zu Hause angekommen setzen sich die Schwierigkeiten fort, denn beim Aufstellen des unhandlichen Baumes geht die eine oder andere Scheibe zu Bruch. Doch damit nicht genug: Clark möchte, dass das ganze Haus im hellen Schein erstrahlt und schmückt das Haus mit Lichterketten aus mehreren tausend Glühbirnen. Der erste Versuch, die Lichterketten anzuschalten, schlägt fehl. Doch wenig später gelingt es den Griswolds durch Zufall, ihr Haus vollständig zu illuminieren. Natürlich ahnen sie nicht, dass im nahegelegen Atomkraftwerk eigens ein zweiter Reaktor in Betrieb genommen werden musste. Kaum ist diese Hürde genommen, plant Clark sofort ein weiteres Projekt zur Verschönerung des Hauses: Er erwartet von seinem Chef einen Weihnachtsbonus, mit dem er einen Swimming Pool im Garten bauen möchte. Leider entpuppt sich dieser Bonus keineswegs als Finanzspritze, sondern lediglich als ein Gutschein für einen Kochkurs. Dies bringt nicht nur Clark, sondern auch seinen völlig verrückten Vetter Eddie auf die Palme, der seine Solidarität mit Clark auf seine ganz eigene Art zum Ausdruck bringt: Kurzerhand entführt er Clarks Chef und verschleppt ihn in das Haus der Griswolds. Leider lässt sich Clarks Chef trotzdem nicht dazu bringen, den Bonus auszuzahlen. Stattdessen umstellt und stürmt die Polizei das Haus der Griswolds…
Schöne Bescherung
Die Titel verraten es bereits. Es sind zwei Liebes-Komödien, romantisch, immer auch witzig, eben echtes Popcorn-Kino und genau richtig zur Weihnachtszeit (aber nicht nur):
Tatsächlich … Liebe (GB/USA 2003) mit Hugh Grant, Keira Knightley, Emma Thompson – ZDF – 25.12.2011 – 14 Uhr 50
London Heathrow: Der gigantische Flughafen gilt nicht gerade als Ort der Romantik. Stress und Hektik bestimmen das Treiben zwischen Terminals und Rollbahn. Doch wer einmal einen genaueren Blick in die Ankunftshalle wagt, wird sie finden: Freunde, Verwandte und Verliebte, die sich nach Zeiten der Trennung leidenschaftlich in die Arme fallen. Tatsächlich Liebe ist einfach überall! Ein abgetakelter Schlagerbarde und sein liebenswerter Manager versuchen, mit einem scheußlichen Remake an bessere Zeiten anzuknüpfen. Ein von seiner Freundin betrogener Schriftsteller verliebt sich in sein portugiesisches Hausmädchen – obwohl sie nicht ein Wort Englisch versteht. Familiäre Routine treibt einen gestressten Verlagsleiter geradewegs in die Arme seiner verführerischen Sekretärin. Und dessen Frau befürchtet, dass sie ihren Ehemann nun endgültig verliert. Ein Zehnjähriger ist das erste Mal verliebt – und sein Stiefvater kann das erste Mal wieder nach dem Tod seiner Frau an die Liebe glauben. Ein Hochzeitsvideo bringt ans Licht, dass der beste Freund des frischgebackenen Ehemanns unsterblich in dessen Frau verliebt ist. Ein bei den Girls erfolgloser Aufschneider ist fest davon überzeugt, in den USA als unwiderstehlicher Liebhaber Karriere machen zu können. Eine schüchterne Angestellte bringt es einfach nicht übers Herz, ihrem Arbeitskollegen zu zeigen, was sie seit Jahren für ihn fühlt. Ein Pärchen lernt sich ausgerechnet am Set eines Pornodrehs kennen. Und last but not least verliebt sich der neue und noch ziemlich chaotische Premierminister Hals über Kopf ausgerechnet in eine Bedienstete. Sie alle erfahren die Macht der Liebe mit allen Verlockungen und Enttäuschungen, allem Glück und allem Leid, aller Energie und allem Frust. Sie alle stürzen sich ins Chaos der Gefühle und erleben schließlich ihr ganz persönliches Wunder.
Tatsächlich … Liebe
Liebe braucht keine Ferien (USA 2006) mit Cameron Diaz, Kate Winslet, Jack Black – ZDF – 25.12.2011 – 16 Uhr 50
Sitzengelassen, enttäuscht, hintergangen. Das dürfte auf den ersten Blick wohl alles sein, was die urbane Medienfrau Amanda (Cameron Diaz) aus Los Angeles und die Londoner Journalistin Iris (Kate Winslet) aus der englischen Provinz verbindet. Dennoch bringt sie die Suche nach absolut männerfreien Weihnachtsfeiertagen und zwei Wochen Erholung für den emotionalen Haushalt zusammen und auf die gleiche Lösung: ein Wohnungstausch auf Zeit. Sie tauschen die Seiten des Atlantiks, Häuser, Autos und irgendwie ihr Leben. Nur damit, dass der Tapetenwechsel auch für eine neue Liebe sorgt, hätten sie nie gerechnet. Neben der Begegnung mit regionalen Gepflogenheiten wartet so in England der unwiderstehliche Charme Grahams (Jude Law) auf Amanda während Iris in Amerika von Miles‘ (Jack Black) herzlichem Ungestüm verführt wird.