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Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Entschleunigen

Das Coronavirus hat uns weiterhin ‚fest im Griff‘. Wie gut, dass sich das Wetter von seiner schönen Seite zeigt. Wer kann, der wird den Weg ins Freie suchen. Auch um einem möglichen Lagerkoller zuvorzukommen.

Coronavirus
Coronavirus

Ich weiß, dass es einfach klingt, aber wir sollten die Zeit nutzen, um einmal ‚herunterzukommen‘, einmal die Dinge tun, für die uns sonst keine Zeit bleibt. Leichter gesagt, als getan …

Sicherlich gibt es da das Buch, das ich noch nicht gelesen habe, Handwerkliches in der Wohnung, das ich längst getan haben wollte. Aber es gibt auch andere kreative Ideen, mit denen ich mich befassen kann: vielleicht eine Art Corona-Tagebuch führen, sich sportlich betätigen (drinnen wie draußen), gemeinsam kochen (und essen), im Garten buddeln (es tut auch ein Balkon oder die Fensterbank). Oder: Einfach einmal nichts tun, entschleunigen („Einen vollkommen nutzlosen Tag vollkommen nutzlos verbringen!“)

Überall ist zu hören, dass sich mit der Coronakrise vieles verändert und dass die Zeit danach eine andere sein wird. Das ist sicherlich zu begrüßen, nur glaube ich nicht daran.

Vor Ostern war ich im Nachbarort Buchholz/Nordheide und ging durch eine (fast) leere Einkaufpassage, weil die Geschäfte geschlossen hatten. Das soll sich ab kommenden Montag ändern: Kleine Geschäfte dürfen öffnen. Ein wenig Normalität soll wieder einkehren.

leere Einkaufspassage in Buchholz/Nordheide
leere Einkaufspassage in Buchholz/Nordheide

Bis wir aber wieder zu unserem üblichen Alltag zurückkommen, wird noch einige Zeit vergehen. Mein Sohn wollte mit seiner Freundin Mitte Juni zum Hurricane-Festival bei uns in der Nähe. Daraus wird nichts werden, da ja alle Großveranstaltungen bis Ende August ausgesetzt wurden. Und es werden auch viele andere Festivals dem Coronavirus zum Opfer fallen.

Wir sind gewissermaßen auf uns selbst gestellt. Und damit tun sich viele schwer. Warum eigentlich? War unser bisheriger Alltag so stark reglementiert, terminlich bis ins Kleinste festgeschrieben? Dadurch, dass wir vieles zz. nicht tun können, haben wir viel freie Zeit ‚gewonnen‘, etwas, was wir uns doch eigentlich immer gewünscht haben. Und jetzt …?

Allein dadurch, dass ich seit fast einem halben Jahr Rentner bin, habe ich viel mehr zeitliche Freiräume als früher. Bekanntlich haben Rentner keine Zeit. Das kann ich nur bestätigen. Eigentlich habe ich noch zu wenig Zeit. Ich lese viel, gucke abends Filme, die ich immer schon sehen wollte, gehe mit meiner Frau spazieren (und einkaufen), fahre mit dem Rad ins Umfeld meines Wohnortes, schreiben diesen Blog. Und da warten noch Videoaufnahmen (aus dem Urlaub usw.), die ich noch schneiden und überarbeiten möchte. Da ist ‚meine Yahama‘, auf der ich endlich einmal richtig klampfen will.

Sorry, Jungs und Mädels: Aber ich kann wirklich nicht nachvollziehen, wie es Euch langweilig sein kann, wie ihr aus reiner Frustration eure Lieben drangsaliert. Locker bleiben und die Zeit genießen!

Wie schon geschrieben: Ich glaube nicht, dass die Nachcoronazeit eine andere sein wird. Wir werden alle wieder in den gleichen Trott verfallen. Die Luft, die durch das jetzige eingeschränkte Verkehrsaufkommen so rein wie schon lange nicht mehr ist, werden wir wieder verpesten. Wir werden wieder ‚die Alten‘ sein! Oder doch nicht?

Ich hoffe, dass uns einiges klarer wird in dieser Zeit. Dass wir uns unserer Umwelt und der Verantwortung für sie bewusst werden. Das wäre dann schon ein kleiner Schritt auf dem richtigen Weg. Aber wenn wir die großen Firmen heute heulen hören, wie es ihnen nicht schnell genug in die ‚alte‘ Richtung gehen kann, dann werden auch die Letzten auf diesen Zug aufspringen – und alle Erkenntnis ist für die Katz.

Nachösterliches Corona-Care-Paket

Gestern, einen Tag nach Ostern, kam etwas verspätet das Geschenkpaket meines Sohnes und seiner Freundin, einer Belarussin, bei uns an: ein österliches ‚Care-Paket‘ in Zeiten des Coronavirus mit allerhand feinen Gaben. Als Füllmaterial, damit der Inhalt des Paketes nicht durcheinanderpurzelt, benutzen die beiden – nun was? – Toilettenpapier!

Corona-Care-Paket mit Klopapier als Füllmaterial
Corona-Care-Paket mit Klopapier als Füllmaterial

Und auch der Inhalt hatte es in sich: Zunächst eine dekorative Osterhasenkette – aus Klopapier geschnitten. Für jeden von uns eine Gesichtsmaske. Und natürlich auch einiges aus der belarussischen Osterküche: zwei leckere Hefeküchlein und selbstgefertigte Ostereier!

Corona-Care-Paket: dekorative Osternhasenkette aus Klopapier

Corona-Care-Paket: Gesichtsschutz

Corona-Care-Paket: dekorative Osternhasenkette aus Klopapier Corona-Care-Paket: Gesichtsschutz

Corona-Care-Paket: österliche belarussische Küchlein

Corona-Care-Paket: belarussische Ostereier

Corona-Care-Paket: österliche belarussische Küchlein Corona-Care-Paket: belarussische Ostereier

Klopapier ist nun wirklich vielseitig zu benutzen (siehe auch: Ostergeschenk zu Corona-Zeiten). So langsam verstehe ich, warum es sich bei Klopapier um einen solch begehrten Artikel handelt. 😉

Zugfahrt in den Zeiten des Coronavirus

Vor einigen Tagen musste ich nach Buchholz und benutzte den Zug. Mein Wohnort Tostedt liegt zwischen Bremen und Hamburg und wird vom Metronom bedient.

Bahnhof Tostedt: Einfahrt der Metronom-Züge (Bremen-Hamburg)
Bahnhof Tostedt: Einfahrt der Metronom-Züge (Bremen-Hamburg)

Während in früheren Zeiten, als ich noch in Brot und Arbeit stand, die Züge oft überfüllt waren, so fuhr ich in jetzigen Coronazeiten fast allein mit der Bahn. Auf dem Rückweg war die untere Hälfte meines Waggons (bis auf mich) sogar gänzlich leer.

Zugfahrt in Zeiten des Coronavirus: leerer Zugwaggon
Zugfahrt in Zeiten des Coronavirus: leerer Zugwaggon

Selbst zu ‚Stoßzeiten‘, wenn die Pendler Richtung Hamburg unterwegs sind, soll sich in den Zügen des Metronoms nur wenig ‚abspielen‘. Anders als bei anderen Eisenbahngesellschaften im Nahverkehr fahren beim Metronom noch alle Züge (bis auf die, die durch Störungen ausfallen): Das volle Programm! Früher hätte ich mir das gewünscht. Heute bin ich froh, ins Rentenalter versetzt zu sein.

Bleibt gesund!

Osterbrunch 2020 per Skype

Ja, in diesem Jahr war Ostern in Zeiten des Coronavirus ein völlig anderes. Während wir uns vor einem Jahr noch alle zum Brunch bei uns trafen, so musste es diesmal getrennt, aber immerhin durch Videokonferenz dann doch gemeinsam, vonstattengehen.

Gemeinsamer Osterbrunch per Videokonferenz
Gemeinsamer Osterbrunch per Videokonferenz

Frohe Ostern! Und bleibt alle gesund!

Frohe Ostern 2020

Das Osterfest in diesem Jahr dürfte uns noch lange in Erinnerung bleiben – dank des Coronavirus. Ein festliches Brunchen wie im letzten Jahr entfällt wegen des weiterhin bestehenden Kontaktverbotes. So mussten mein Sohn und seine Freundin ihre Anreise mit der Bahn stornieren und feiern bei sich in Mannheim. Es gibt ja Skype – da werden wir uns virtuell aus der Ferne zuprosten und uns ‚dicke Eier‘ wünschen.

    Wenn der Osterhase zu Hause bleibt ...
    Wenn der Osterhase zu Hause bleibt …

Auch Euch wünsche ich allen trotz alledem ein schönes Osterfest. Lasst Euch nicht aus der Ruhe bringen. Und bleibt gesund!

Quiz zum Wochenende (3): Pest, Cholera, Typhus oder Covid-19?!

In naher Zukunft wird wohl auch das Coronavirus und die daraus verursachte Krankheit Covid-19 literarisch aufgearbeitet werden. Die Pest, Cholera und Typhus haben dagegen längst ihren Niederschlag in der Bellestristik gefunden.

So habe ich in diesen Tagen einen Roman gelesen, in dem eine dieser Infektionskrankheiten eine wesentliche Rolle spielt.

Hierzu meine heutige Quizfrage:

Einer der Protagonisten dieses Romans ist ein kleiner Rathausangestellter, der einen Roman schreiben will, jedoch nie über den ersten Satz hinauskommt. So lautet dieser Satz anfangs:

„An einem schönen Morgen des Monats Mai durchritt eine elegante Amazone auf einer wunderbaren Fuchsstute die blühenden Alleen des Bois de Boulogne.“

Eine 2. Fassung lautet dann:
„An einem schönen Maimorgen durchritt eine schlanke Amazone auf einer wunderbaren Fuchsstute die blühenden Alleen de Bois de Boulogne.“

Auch das ist ihm noch nicht gut genug. So ändert er diesen Saz wie folgt:
„An einem schönen Maimorgen durchritt eine schlanke Amazone auf einer prächtigen Fuchsstute die Alleen voller Blumen des Bois de Boulogne.“

Und er kommt zur vorerst letzten Fassung:
„An einem schönen Maimorgen durchritt eine schlanke Amazone auf einer prächtigen Fuchsstute inmitten der Blumen die Alleen des Bois.“

Am Ende verzichtet er auf alle Adjektive:
„An einem Maimorgen durchritt eine Amazone auf einer Fuchsstute inmitten der Blumen die Alleen des Bois.“

Willi mit Pest, Cholera oder Typhus und zu langen Haaren (den Zeitpunkt, zum Friseur zu gehen, verpasst)
Willi mit Pest, Cholera oder Typhus und zu langen Haaren (den Zeitpunkt, zum Friseur zu gehen, verpasst)

Diese Romanfigur erkrankt übrigens an der Seuche, wird diese aber überleben. – Von wem stammt der Roman und wie heißt dieser?

Albert Camus: Die Pest

Gabriel García Márquez: Die Liebe in den Zeiten der Cholera

Jürg Federspiel: Die Ballade von der Typhoid Mary

Nun, wer von Euch weiß es? Ansonsten weiterhin gute Gesundheit!

Ostergeschenk zu Corona-Zeiten

Unsere Vorratskammer ist noch gut gefüllt, auch mit Klopapier. Und das ohne Hamstern. So sind wir in der Lage, einige Rollen von dem in diesen Tagen heiß begehrten Papier ‚abzugeben‘. Da Ostern vor der Türe steht, so ist meiner Frau etwas ganz Witziges eingefallen: Osterhasen der besonderen Art:

Österlichre Hase mit Klopapierreserve
Österlicher Hase mit Klopapierreserve

Für diese Osterhasen nehme man einen Tontopf mittlerer Größe, einen Edding schwarzer Farbe, etwas Deckweiß, braunes Moosgummi für die Hasenohren, schwarzes Krepppapier (oder Ähnliches), eine Serviette mit österlichem Motiv – und natürlich eine Rolle Klopapier. … and Bob is your uncle! Oder wie der Berliner sagt: Fertig ist die Laube!

Da kann ich nur fröhliches Basteln in misslichen Coronazeiten wünschen. Und bleibt alle gesund!

Diebisches Eichhörnchen

Neben vielen Vögeln haben wir auch oft ein Eichhörnchen bei uns im Garten zu Besuch. Längst hat es seine eigene Futterstelle. Aber es kostet auch gern unser Futterangebot für Vögel.

Eichhörnchen bedient sich beim Vogelfutter (1)
Eichhörnchen bedient sich beim Vogelfutter (1)

Bei der Muße, die uns das Coronavirus „verordnet“ hat, und dem zwar noch kühlen, aber oft sonnigen Wetter sind wir gern draußen, um die frische und (ebenfalls dank Coronavirus) reine Luft zu genießen. So beobachten wir natürlich gern die putzigen und enorm flinken Tiere.

Eichhörnchen bedient sich beim Vogelfutter (2)
Eichhörnchen bedient sich beim Vogelfutter (2)

Hörnchen gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Tieren der Welt. Überall sind sie zu sehen, sie begleiten uns auf Spaziergängen im Park oder im Wald, fordern ihren Anteil an unserer Vesper und amüsieren uns mit ihren akrobatischen Kletterkünsten. Die Hörnchen haben mittlerweile fast alle Lebensräume unserer Erde besiedelt, wir begegnen ihnen in Städten, im Wald, in Wüsten, in den Bergen und im hohen Norden. Die Eichhörnchen und ihre Verwandten sind heute nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken, siehe: Erlebnis Erde: Die verrückte Welt der Hörnchen (ARD, 06.04.2020 – 20 Uhr 15)

Toilettenpapier und Gesichtsmasken

Hier ein kleiner Nachtrag zu meinem gestrigen Beitrag: Verdammt, wo bleibt das Scheißhauspapier?!

– Toilettenpapier

Es empfiehlt sich, schon in aller Herrgottsfrühe einkaufen zu gehen (wenn fahren, dann vielleicht doch lieber mit dem Fahrrad, oder?). Da ist die Chance, Toilettenpapier zu erheischen, deutlich größer als zu späterer Stunde. Sollte auch dann kein Toilettenpapier verfügbar sein, so ist es vielleicht ratsam, eine der Verkäuferinnen/einen der Verkäufer zu Rate zu ziehen. Spricht man dann noch eine Anerkennung für deren aufopfernde Arbeit aus, so erhöht sich die Möglichkeit, an das Objekt der Begierde heranzukommen, um ein Vielfaches. In früheren DDR-Zeiten wurden solche Verkaufsartikel übrigens Bückware genannt. So holt Honecker auch uns Wessies auf ungeahnte Weise plötzlich ein. Wie auch immer: Nachfragen kostet nichts!

Wo bleibt das Scheißhauspapier
Wo bleibt das Scheißhauspapier

– Gesichtsmasken

Ich fürchte, dass die Schutzmaskenpflicht auch zu uns bald kommen wird. Da ist es ratsam, darauf vorbereitet zu sein. Wie beim Scheißhauspapier so muss auch hier damit gerechnet werden, Atemschutzmasken käuflich nicht erwerben zu können, da diese dank Hamsterkäufe ausverkauft sind. Auch sollte bedacht sein, dass andere (Ärzte, das Pflegepersonal u.v.m.) solche Schutzmasken eher benötigen als das gewöhnliche Fußvolk (das ist zz. auch der Grund, weshalb NOCH auf eine Maskenpflicht verzichtet wird). So sind solche Masken auch selbst anzufertigen. Eine Suche bei Google hilft dabei auf die Sprünge. In unserem Freundeskreis haben wir eine Frau, die Näherin von Beruf ist und von uns einen mittelgroßen Auftrag zum Erstellen solcher Gesichtsmasken bekommen hat. Hier noch ein kleiner Tipp: Da durch die eigene Atemluft die Masken schnell feucht werden, können Slipeinlagen (brrr, genau die!) dazu dienen, diese Feuchtigkeit aufzunehmen (allerdings befürchte ich, dass nun auch solche Slipeinlagen bald durch die Hamsterei ausverkauft sein werden). Einen echten Schutz bieten solche selbstgenähte Masken allerdings nicht.

Willi mit Gesichtsmaske
Willi mit Gesichtsmaske

Bleibt alle gesund!

Verdammt, wo bleibt das Scheißhauspapier?!

Heute ist zwar der 1. April, aber das ist kein Grund für Witze. Oder doch? Gestern habe ich mit meiner Frau wieder Großeinkauf gemacht, nein, nicht gehamstert, sondern das gekauft, was wir zwei so für die Woche brauchen (ist ja schon viel genug). Und natürlich gab es wieder kein Toilettenpapier. Noch brauchen wir keines. Aber die Zeit wird kommen, da … Uns wurden bereits Rhabarberblätter empfohlen, aber noch wächst der Rhabarber nicht. Also doch das jetzt nur noch einmal in der Woche erscheinende Wochenblatt nehmen? Zuvor sollte das leicht angerubbelt werden, dann gleitet es besser 😉

Wo bleibt das Scheißhauspapier
Wo bleibt das Scheißhauspapier

Am Montag hatte ich einen bereits vor der Coronakrise vereinbarten Termin beim Radiologen im Krankenhaus Buchholz. Noch die Woche davor wurde ich telefonisch angefragt, ob ich den Termin auch wahrnehmen möchte. So wurde ich darauf hingewiesen, dass nur durch den Haupteingang Einlass gewährt wird. Und dort standen am Montag zwei Herren in weißen Kitteln und fragten nach mein Begehr. Zutritt bekommen zz. nur diejenigen, die einen Termin haben. Ich hatte. Und dank des Coronavirus wurde ich wie alle anderen mit einer Gesichtsmaske ausgestattet – wie ihr seht:

Willi mit Gesichtsmaske
Willi mit Gesichtsmaske

Nein, der Kelch des Coronavirus ist bisher noch an mir vorübergegangen. Ich habe nur etwas ‚Rücken‘. Oder wie man Vater zu sagen pflegte: „Lunge und Leber ein Matsch, sonst kerngesund!“ – Aber trotz des 1. April: keine üblen Scherze, bitte! – Haltet Euch gerade und bleibt weiterhin gesund!