Kategorie-Archiv: Internet-Bastelkiste

WillZ Bastelkiste mit Fragen rund um PC und Internet

Internetfasten

Da bin ich wieder. Über zwei Wochen habe ich gewissermaßen internetgefastet und dabei neben den sozialen Netzen auch meinen Blog hier ‚vernachlässigt‘. So habe ich in meinem Osterurlaub die Beine hochgelegt, das eine und andere bisher liegengebliebene, interessante Buch gelesen – und u.a. Facebook Facebook sein lassen.

Öffentlich-rechtliche Mediatheken – Filme sehen und herunterladen

Seit drei Wochen surfe ich mit meiner Familie mit Highspeed im Internet. Wie erwähnt, macht VDSL nur Sinn, wenn man größere Datenmenge aus dem oder ins Netz transportiert. Das kommt z.B. vor, wenn man wie mein Sohn Online-Spiele mit hochauflösender Grafik spielt – oder wie ich die Mediatheken der TV-Sender zu nutzen trachtet.

Als alter Tatort-Fan interessieren mich natürlich die in der ARD Mediathek aufrufbaren Folgen dieser Krimi-Serie (die neueste ist immer mit dabei). Und auch das ZDF bietet in seiner Mediathek fast immer den TV-Film an, der gerade aktuell im Programm läuft. Oft möchte man den einen oder anderen Film auch gern herunterladen, denn die Filme sind zeitlich nur begrenzt verfügbar. Für beide Mediatheken gibt es im Internet eine Adresse download-mediathek.de, bei der man nur die entsprechende Adresse der ARD- oder ZDF-Seite mit dem entsprechenden Video eingeben muss und schon erhält man eine Übersicht der herunterladbaren Videos in ihrer unterschiedlichen Qualität. „Download“ drücken und los geht’s.

Etwas komplizierter ist es beim Sender arte und der dortigen Mediathek, in der oft wirklich hervorragende Filmwerke zu finden sind. So empfiehlt es sich gleich, auf MediathekView, einem kostenlosen Open-Source-Programm für Windows, OS X und Linux, zuzugreifen, „das das Angebot einer Vielzahl öffentlich-rechtlicher Fernsehsender durchsuchbar zusammenfasst. Die Freeware greift auf die Online-Mediatheken der Sender zu und listet deren Angebot filterbar auf. Mithilfe von Drittanbieter-Programmen lassen sich die Sendungen dann sogar herunterladen und auf der eigenen Festplatte archivieren.“

    MediathekView Version 10 (Stand: März 2016)

Der Download bei heise.de enthält bereits das Programm flvstreamer zum Speichern von Sendungen und ist für Windows und Mac geeignet. Ebenfalls an Bord ist die benötigte FFmpeg-Bibliothek. Will man aus MediathekView heraus die Filme betrachten, so wird der VLC Media Player von VideoLAN empfohlen, den man eigentlich schon längst auf seinem Rechner haben sollte.

Wichtig ist sicherlich zu wissen, dass es sich hierbei um eine JAVA-Anwendung handelt und daher eine Java Runtime Environment (Laufzeitumgebung, ein gesonderter Bereich im Arbeitsspeicher, den Java sich einrichtet) benötigt. Das klingt komplizierter als es ist und heißt nur, das JAVA auf dem Rechner installiert sein muss, was eigentlich der Fall sein sollte.

Beim ersten Start erfolgt die Zuordnung der Drittanbieter-Programme flvstreamer und VLC Media Player. Ist das okay, dann ist es eigentlich ziemlich einfach:

Den gewünschten Sender findet Ihr immer in der Spalte „Sender“. Darunter findet Ihr die Spalte „Thema“, die den übergeordneten Titel einer Sendereihe enthält. In der Spalte rechts davon findet Ihr den konkreten Titel einer Sendung. Markiert die Sendung, die Ihr herunterladen wollt, mit einem Linksklick, und drückt dann den orangefarbenen Record-Button, um den Download zu starten. Ihr könnt noch die gewünschte Auflösung wählen und das Downloadverzeichnis festlegen. Ein Klick auf „OK“ startet den Downloadvorgang.

Kleiner Tipp für Tatort-Fans: Das Programm MediathekView listet auch die aufrufbaren Sendungen des Schweizer Senders SRF auf. Der neueste Tatort hier ist in HDTV (720p) zu finden, während die ARD diese meist nur in 540p-Auflösung anbietet.

Corel VideoStudio Pro X9 (ultimate)

Wer wie ich seit vielen Jahren immer eine Videokamera parat hat (Digital HD Video Camera Recorder (1) und Digital HD Video Camera Recorder (2)), der sollte auch über eine halbwegs taugliche Videobearbeitungssoftware verfügen. Deren gibt es auf dem Markt eine ganze Reihe. Da ich ziemlich früh über das Ulead MediaStudio (Videobearbeitung am PC – 1. Teil) stolperte, so bin ich bis heute bei dieser Software geblieben, wenn diese auch längst unter dem Dach von Corel weiterentwickelt wird.

Zwischenzeitlich hatte ich mich z.B. mit Flash-Videos befasst (Videobearbeitung am PC – 2. Teil) oder den Cyberlink PowerDirector (Videobearbeitung am PC – 3. Teil) am Wickel gehabt, einfach, um einmal andere ‚Philosophien‘ kennenzulernen.

Ich bin dann aber doch beim VideoStudio geblieben. Meine intuitiven Fähigkeiten kommen mit der Herangehensweise, wie sie einst Ulead begründet und Corel fortgesetzt hat, am besten klar. Man spricht nicht umsonst von einer Philosophie.

So gönnte ich mir nach einer ersten Version 5.0, die beim Kauf eines Hardwareteils dazugehörte, und dem – ich gestehe – ‚gezockten‘, da recht teuren MediaStudio Pro 8 Mitte 2011 die damals frische Version Pro X4 von Corel. In der folgenden Zeit wurden HD-Videos auch im Hausgebrauch üblich: Im November 2014 musste ein Upgrade her zur Version Pro X7.

Nächste Woche (am 26.02.) kommt nun die allerneueste Version Pro X9 auf den Markt, die man über die Corel-Website aber schon jetzt zum Herunterladen bekommt. Und ich bin zu ihr gekommen, wie die Jungfrau zum Kind.

05/2002 Ulead VideoStudio 5.0
(beim Kauf einer DV-Karte)
im Preis enthalten
09/2006 Ulead MediaStudio Pro 8 360 €
07/2011 Corel VideoStudio Pro X4 68 €
11/2014 Corel VideoStudio Pro X7 – Upgrade 29 €
02/2016 Corel VideoStudio Pro X9 – Upgrade 50 €

Von einem Tag auf den anderen funktionierte meine Corel VideoStudio Pro X7-Version nämlich nicht mehr. Da sich auch die alte Pro X4-Version nicht mehr starten ließ, konnte es nur an den Updates für mein Windows 7 Professional (64 Bit) liegen, dass am Tag zuvor gelaufen war. Das wurde mir dann auch von Microsoft höchstpersönlich und wenige Tage später auch durch das Corel-Forum bestätigt. Für die X8-Version sollte es einen Patch geben, nicht aber für meine X7-er Version. Super! Was also tun, wenn nicht stehlen? Ich schrieb an den Support von Corel und bekam dann auch nach etwa 24 Stunden eine akzeptable Antwort. Man bot mir ein Upgrade auf X8 mit einem Preisnachlass von 75 % an. Allerdings war am nächsten Tag bereits über die Corel-Website nur die Pro X9-Version (frisch auf den Ladentisch) im Angebot. Ich habe es also probiert – und am Ende habe ich dann also das Upgrade der neuesten Version für 12 € 50 bekommen. Ich habe nicht gewusst, dass es für einen solchen Preis überhaupt noch ein Stück Software zu ergattert gibt.

Windows Updates vom 9. Februar 2016

Zusätzlich zur VideoStudio-Software habe ich das kostenlose XMedia Recode, mit dem man Videos und Audiodateien in alle nur möglichen andere Formate umwandeln kann (schneiden usw. ist mit etwas Aufwand auch möglich). Ist vielleicht für die Smartphone-Besitzer interessant, die ihre Videos bisschen in Form bringen wollen. – Zusammen habe ich ein Bundle an Programmen, das zumindest für meine ‚Bedürfnisse‘ ausreichend ist.

Corel VideoStudio Pro X8 (hier: englische Version)

Hier noch einmal der Hinweis: Wer Windows 7 und maximal die Pro X7-Version vom VideoStudio hat und bei dem sich diese nicht mehr öffnen lässt (Appcrash), dem empfehle ich, sich an den Support von Corel zu wenden. Sinnvoll wäre es aber, wenn man sich mit der erworbenen Version bei Corel registriert hat.


Corel VideoStudio Pro X9

Corel VideoStudio Pro X9 ultimate


Corel Video Studio X8 Einführungstutorial

Corel VideoStudio bei Youtube

Mit Highspeed ins Internet

Wer denkt, ich würde mit meinen Lieben hier auf dem Lande inmitten von Schafen hinterm Mond leben (Walachei – Im Tal der Ahnungslosen – oder wie immer Ihr es nennen wollt), der irrt. Seit gestern bin ich zumindest im Internet highspeed-mäßig unterwegs. Mit 100 Mbit die Sekunde (das sind 750 MB[yte] in der Minute) sauge ich Euch das halbe Netz ab.

Der Energie- und Telekommunikationsversorger in unserer Region, die EWE (die Abkürzung steht für Energieversorgung Weser-Ems), hat kräftig gebuddelt und so manche Straße in meinem Wohnort aufgerissen, um Glasfaserkabel zu verlegen. Es dauerte dann noch etwas, aber endlich ist es soweit. Selbst in Tostedt (hinter den ‚Bergen‘) kann jetzt mit Highspeed im Internet gesurft werden. Die EWE bietet verschiedene Tarife an.

© EWE AG

Sinn macht VDSL 100 natürlich nur dann, wenn man z.B. ständig große Datenmengen herunterlädt (z.B. Videos in HD). Bei normalen Websites bringt das nicht viel. Zu beachten ist, dass die bisher für analoge oder ISDN-Telefonie reservierte Bandbreite einer Telefonleitung wegfällt und zur Erhöhung der DSL-Upload-Geschwindigkeit genutzt wird, d.h. VDSL läuft ohne Splitter. Telefongespräche erfolgen über das Internet und das Telefon ist wie in unserem Fall mit der Fritz!Box zu verbinden. Im Grunde braucht man das Telefonkabel nur vom Splitter herausziehen und dafür in die entsprechende Buchse der Fritz!Box stecken. Telefone, die den DECT-Standard unterstützen (Schnurlostelefone), können die Fritz!Box jetzt schnurlos als Basisstation nutzen. Probleme sollte es aber bei DECT-Telefonen geben, die einen integrierten Anrufbeantworter haben. Bei solchen Telefonen kann man die Basisstation des Telefons über Kabel an die Fritz!Box anschließen.

Überhaupt die Fritz!Box (z.B. Modell 7360): Sie hat mehr drauf, als die meisten glauben. Man kann USB-Geräte anschließen und im LAN nutzen. Auch als Telefonhausanlage lässt sie sich einsetzen oder als Anrufbeantworter. Auch Faxe kann man über die Fritz!Box versenden bzw. empfangen. Mit der FRITZ!App Fon lässt sich das Handy oder Tablet ganz einfach per WLAN mit der FRITZ!Box verbinden und als Festnetztelefon nutzen. So kann man mit dem Smartphone zu Hause komfortabel über das Festnetz und das Internet telefonieren und vom günstigen Festnetztarif profitieren.

Unser neues Highspeed-Internet hat also eine Downloadrate von 100 Mbits/s (genauer sogar 108 Mbit/s – und eine Uploadrate von auch noch immerhin 40 Mbit/s). Da man natürlich nicht direkt an die Glasfaserleitung angeschlossen ist (mindestens die letzten Meter bis zum Haus erfolgen wie bisher über Kupferleitung) kann es je nach Entfernung zum Kabelverzweiger zu Verlusten führen. Wir sind ziemlich dicht an einem solchen Kabelverzweiger dran und haben trotz einer umfangreichen Hausverkabelung eine Rate von rund 96 Mbit/s, was voll und ganz in Ordnung ist. Natürlich sollt man außerdem bedenken, dass auch andere Faktoren die DSL-Geschwindigkeit beeinflussen. Lädt man z.B. etwas von einem stark frequentierten Server herunter, dann nützt die schnellste Leitung nichts.

Wir haben übrigens den Tarif EWE DSL 100 premium abgeschlossen. Der beinhaltet für 5 € mehr nämlich eine Flatrate in alle Handynetze. Unser ältester Sohn weilt nämlich zum Studium in Mannheim und ist zz. nur über Handy telefonisch zu erreichen. Da sind in den letzten Wochen schon höhere Gebühren auf uns zugekommen.

Der Wechsel funktionierte übrigens so gut wie reibungslos. Zunächst die Firmware updaten, einige Kabel umstöpseln und dann die Fritz!Box auf den Auslieferungszustand zum Aktivierungsdatum zurücksetzen. Dann wurde diese automatisch angemeldet und eingerichtet. Auch die Telefoneinstellungen.

Weitere Informationen findet man beim Hersteller AVM der Fritz!Box, z.B. für das Modell 7360.

Die 1000 Augen der Smombies

Okay, ich bin auch nicht der geborene Kameramann. Besonders auf früheren Filmaufnahmen ruckelt das Bild etwas zu oft, die Schwenks sind viel zu schnell ausgeführt und die Zooms … na ja. Heute ist jeder Eigentümer eines Handys, eines Smartphones oder Tablets sein eigener Kameramann samt Regisseur in Personalunion. Dass da nicht gerade Oscar-verdächtige Filmaufnahmen entstehen, ist klar. Aber was da leider viel zu oft ins Netz gestellt wird, ist Augenkrebs erzeugend.

Krönung dieses Auswuchses sind Hochkant-Aufnahmen. Natürlich kann man Fotos sowohl im Hoch- als auch Querformat aufnehmen. Aber hat schon einmal einer einen Film in hochkant gesehen? 90 Minuten lang oder noch länger? Warum filmt ihr also im Hochformat? Oder gefallen euch etwa diese dicken schwarzen Balken (Trauerränder!) links und rechts, wenn ihr eure Aufnahmen einmal auf einem normalen Bildschirm betrachtet?

Filmaufnahme im Hochformat - wiedergegeben auf 16:9-Bildschirm

So beengt die Aufnahmen sind, so eingeengt erscheint mir das Blickfeld dieser Amateurfilmer zu sein (Tunnelblick!). Und wenn’s schlimm kommt, dann beschränkt sich auch ihre Sichtweise auf die Dinge und Ereignisse dementsprechend. Sie nehmen nur noch das wahr, was unmittelbar vor ihnen liegt.

Die Medienrevolution verschwimmt also in hochkanten Wackelbildern. Dank Livestreaming-Apps haben viele ihren eigenen Nachrichtensender in der Tasche. Bei den Anschlägen in Paris waren viele Linsen von Handykameras auf die Ereignisse gerichtet. Das Ergebnis waren meist verwackelte, wenig aufschlussreiche Bilder: Polizei auf den Straßen, laufende Menschen, gelegentlich eine Sirene im Hintergrund. Die Bilder waren dank des Ansturms und der daraus resultierenden schwachen Netzqualität verschwommen: Die 1000 Augen des Dr. Mabuse!

Smombie wurde 2015 im Auftrag des Langenscheidt-Verlags von einer Jury zum so genannten „Jugendwort des Jahres“ in Deutschland gewählt. Es handelt sich dabei um ein Kofferwort aus den Begriffen „Smartphone“ und „Zombie“. Es steht für Menschen, die durch den ständigen Blick auf ihr Smartphone so stark abgelenkt sind, dass sie ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen. Solchen Smombies begegnet man an allen Ecken und Kanten. Meist blockieren sie unseren Weg.

Was die Anschläge von Paris angeht, so witterten einige dieser Smombies das große Geschäft und versuchten ihre aufgezeichneten Videos aus der Anschlagsnacht und den darauffolgenden Tagen an die Medien zu verkaufen. Man kann es ja mal versuchen. Geschmacklosigkeit kennt keine Grenzen!

Einladungskarten für festliche Anlässe

Als mich meine Frau vor …, nun vielen Jahren zum Ehemann nahm, da ließen wir uns für die Hochzeitsfeier Einladungskarten drucken. Das Ganze war ziemlich aufwändig, musste in einer Druckerei bis in jede Einzelheit geklärt werden – und kostete am Ende auch ein kleines Vermögen.

Heute geht das natürlich übers Internet. Zur Erstellung von Einladungskarten für so ziemlich alle Anlässe gibt es jede Menge Anbieter, Selbst Aldi und Lidl bieten solche Dienste an – und man kann entsprechende Software herunterladen und auf seinem Rechner installieren, um Zeit genug zu haben, die Karten in Eigenregie zu gestalten.

Da meine Frau und ich im Mai Anlass für eine kleine, wenn auch feine Feierlichkeit haben, so habe ich einmal etwas ausführlicher im Netz geguckt, wo wir unsere Einladungskarten für eben diese Feier anfertigen lassen können. Zunächst wurde weder ich noch meine Frau dabei wirklich ‚glücklich‘. Aber dann fanden wir einen Anbieter, der nicht nur durch eine große Auswahl besticht, sondern auch schnelle und preiswerte Lieferung garantiert: Wunderkarten.de

Schnell fanden wir eine Karte, die uns gefiel, und machten uns dann daran, die entsprechenden Fotos herauszusuchen und den Einladungstext zu verfassen. Man sollte dabei schon darauf achten, ob die Fotos hochkant oder im Querformat sind. Auch sollte die Größe stimmen. Mit einem halbwegs brauchbaren Grafikprogramm kann man dann die Fotos zuvor auch noch etwas aufpolieren, z.B. mit einem Rand versehen – je nach Geschmack.

Vorderseite (Bilder sind bewusst ‚verblasst‘)

‚Wunderkarten‘ bietet für (fast) alle Karten unterschiedliche Aufmachungen an (flache Karte, Klappkarte oder Doppelklappkarte). Dann kann man diese Seite für Seite am Rechner online bearbeiten, wobei es auch unterschiedliche Layouts, Schriftarten und weitere Optionen (Papierart, Hochglanz usw.) gibt. Man sollte sich schon etwas Zeit lassen und all die Möglichkeiten durchspielen. Schließlich soll das Endprodukt zur eigenen Zufriedenheit sein.

Ausschnitt – Seite mit Einladungstext

Nun, unsere Karten waren schnell gedruckt und kamen bereits nach zwei Tagen bei uns an: Alles bestens – wir beide sind sehr zufrieden – daher auch hier unsere Empfehlung.

Alles neu macht der ‚kalte Februar‘ …

Wer schon öfter auf meinem Blog gelandet ist, wird es bestimmt festgestellt haben: DAS sieht irgendwie anders aus. Und es ist auch anders. Nicht nur das so genannte Layout, auch so und überhaupt. Leider läuft es noch nicht so ganz rund. Das passiert meist, wenn etwas neu ist. So können noch Bildchen fehlen, die bisher DA waren. Die sind noch da, aber noch nicht so richtig ‚verlinkt‘.

Also bisschen Geduld (die muss ich auch aufwänden). DAS wird schon werden … 😉

Nachtrag (19.02.2015): Wider Erwarten habe ich es doch ziemlich schnell auf die Reihe gebracht: Die zu diesem Blog dazugehörige Datenbank, in der neben diesen Beiträgen alle relevanten Daten und Einstellung gespeichert sind, ist nicht nur neu aufgesetzt, upgedatet, konfiguriert und der Sicherheit halber als Export-Datei gesichert worden, auch habe ich all die Widgets dort untergebracht, wo ich sie gern hätte. Natürlich gab es kleinere Schwierigkeiten (dieses neue Blog hatte ich mit einer 2. Datenbank angelegt, die dazugehörige ‚Software‘ in einem neuen Verzeichnis/Ordner abgespeichert – da passt manchmal nicht das eine zum anderen …), aber wie man hoffentlich sieht: Alles ist bestens … (wie gut, dass ich nicht so ganz auf den Kopf gefallen bin – und als DBA, also Datenbankadministrator, habe ich natürlich die nötige Ahnung, um zu wissen, ‚was ich tue‘).

Nach zehn Jahren ‚im Netz‘ wurde es Zeit, dem Ganzen einen neuen Anstrich zu verpassen …

Ten Years After

Ten Years After – so heißt heute noch eine Rockband, die aber längst ihr Aushängeschild, den Sänger und Gitarristen Alvin Lee, an die ewigen Jagdgründe verloren geben musste. Dieser galt einmal als schnellster Gitarrenspieler auf unserem Planeten, was nicht unbedingt viel heißt, nennt man den ‚besten’ seiner Zunft ‚Slowhand’ (Clapton eben). Auffällig ist natürlich die große Ähnlichkeit des Vornamens (Alvin) mit meinen Nachnamen. Zur heutigen Besetzung der Band gehört übrigens der Bassist Colin Hodgkinson, den ich vor vielen Jahren einmal mit seiner damaligen Gruppe Back Door als Vorgruppe live in Bremen gesehen habe – und dem ich als alter Bassquäler, der ich mal war, sogar hier einen kleinen Beitrag gewidmet habe.

Ten Years After wurden durch Woodstock (fand vom 15. bis zum 17. August 1969 statt) dem breiteren Rockpublikum bekannt. Übrigens weilte die in diesem Blog öfter erwähnte Band namens Jethro Tull während dieses geradezu sagenumwobenen Festivals auch in den Staaten (nämlich am 16. August 1969 in den Katakomben, d.h. Catacombs von Houston, Texas), nur hielt ihr Manager Woodstock für zu bedeutungslos, um seine Band dort über die grünen Wiesen jagen zu wollen. Ein fataler Fehler, wie wir heute wissen. Hier also ‚Ten Years After’ mit ihrem Auftritt einen Tag später (‚one day after’, also am 17. August 1969) in der Besetzung Alvin Lee — guitar, vocals, Leo Lyons — bass, Ric Lee — drums, Chick Churchill – organ:


Ten Years After – I’m Going Home (Live) – Woodstock (August 17th 1969)

Willi mit Hut

Hier und HEUTE geht’s natürlich nicht (allein) um Musik. Es geht um diesen meinen Blog, der zehn Jahre nach (Ten Years After) seinem Start immer noch ONLINE ist. Ja, Leute, seit zehn Jahren beehre ich Euch mit meinem Geschreibsel …

In diesen zehn Jahren habe ich es zwar nicht geschafft, JEDEN Tag (wie der Pfadfinder mit seiner guten Tat) etwas Sinnvolles HIER zu hinterlassen. Mit dem Alter setzt man (also ich) die Prioritäten anders. Aber so ganz werdet Ihr mich doch nicht los. Für die Statistiker unter Euch: Immerhin habe ich es in dieser Zeit zu über 3100 Beträgen gebracht. Die Datenbank, die das alles speichert, hat eine erwähnenswerten Größe von 13,6 MB = 14.260.000 Zeichen (alles ja nur Text, die vielen Bildchen usw. nehmen nochmals rund 385 MB ein). Die Bibel kommt lediglich auf 4.410.133 Zeichen (Buchstaben mit Leer- und Sonderzeichen).

Jenen, die immer wieder einen Blick in dieses mein Geschreibsel hineinwerfen, sei gedankt. Ohne Euch wäre es ja ziemlich sinnlos. So ganz aus dieser Welt scheine ich also nicht zu sein. Und ich werde es wohl auch noch einige Zeit bleiben (IN, nicht AUS der Welt!) …

Nochmals vielen Dank fürs Lesen!
Euer Willi

siehe auch meinen Beitrag zum Fünfjährigen

Eigene Videos in WilliZ Blog

Eigene Videos ins Netz zu bringen, d.h. diese wie hier in einem Blog in möglichst allen Browsern angezeigt zu bekommen, ist nicht ganz so einfach. Es gibt einfach zu viele Video- und dabei auch Audioformate (denn ein Video sollte ja auch Ton haben), um auf einer Internetseite unterstützt zu werden. Es geht hier um Videos, die NICHT auf eines der vielen Videoportale wie Youtube, MyVideo usw. abgelegt werden. Denn diese bieten die entsprechende Technik gleich mit, um die dortigen Videos auf Webseiten einzubinden, sprich: einzubetten.

Ich habe jetzt ein kleines Progrämmelchen gefunden, das auf Adobe Flash basiert und zunächst wohl entwickelt wurde, um Flash Videos zu unterstützen. Inzwischen kann es auch MP4, ein gängiges Video-Containerformat, das auch hocheffiziente Videokompression wie H.264/MPEG-4 AVC kennt. Aber genug der Fachsimpelei.

    Willi filmt ...

Das gefundene Tool (Werkzeug) ist der GDD FLVPLAYER„Free online flash flv player for your website“ – aus Rumänien (da kommen nicht nur Asylanten her, die angeblich die deutsche Leitkultur untergraben). Klein, aber fein – wenigstens entspricht es ganz genau dem, was ich haben will. Hier ein kleines Testvideo mit der wunderbaren Mrs. Emma Peel (der Herr oben rechts, der sich hinter einer Kamera versteckt, bin übrigens ich … 😉 ):

Dank diverses Parameter kann man das Video auch ‚steuerbar’ machen (das Bildchen mit mir ist nicht im Video enthalten, sondern über einen dieser Parameter hinzugefügt worden). So kann man z.B. auf das Video klicken (wenn es läuft oder zu Ende ist) und gelangt auf eine Webseite, die man (ich) zuvor vorgegeben hat (hier die Startseite meiner Familienwebsite).

XMedia Recode

Nachdem ich mir einen neuen Rechner zugelegt und meine Videobearbeitung nach langem Anlauf auch auf HD umgestellt habe, war ich auf der Suche nach einer in ihrer Handhabung einfachen, ansonsten umfangreichen Software zur Konvertierung von Video- wie auch Audiodateien. Und möglichst kostenlos sollte die sein. Bisher hatte ich eine kostenlose Software namens SUPER benutzt, mit der ich aber zunehmend unzufriedener wurde.

Neben eigenen Videoaufnahmen in Full-HD geht es mir besonders um TV-Aufnahmen mit einem USB-TV-Stick, mit dem ich das Kabelfernsehen über den USB-Steckplatz mit meinen Rechner verbinde. Zum Bearbeiten der Videos (Schneiden usw.) habe ich eine preiswerte Software gekauft. Allerdings kann die nicht ‚alles’ (zu USB-TV-Stick, z.B. Elgato EyeTV Hybrid, und Videobearbeitungssoftware, z.B. Corel Videostudio Pro X7, demnächst etwas mehr).

Mir geht es vor allem um die Umwandlung der HD-Aufnahmen ins Matroska-Format (Dateiendung .MKV). Dabei handelt es sich eigentlich nur um ein Container-Format für Video- und Audio-Aufnahmen samt weiteren Inhalten wie diverse Untertitel usw. Matroska unterstützt verschiedene Videocodecs, unter anderem MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, H.264, RealVideo, WMV, Theora, Dirac, und Audiocodecs, beispielsweise AAC, AC3, DTS, WAV, MP3, Vorbis und FLAC sowie zusätzliche Formate für Untertitel (VobSub) und erweiterte Metainformationen (Tags). Warum Matroska? Dieses Format wird in der Regel von Blu-ray-Playern unterstützt (in der Bedienungsanweisung nachschauen – als Videocodec nehme ich H.264, als Audio-Codec MP3 oder AAC bei Mehrkanal-Ton wie 5.1). Da selbst halbwegs gute Videobearbeitungssoftware Matroska als Ausgabeformat nicht kennen, so benötige ich diese zusätzliche Software. Je nach Videoauflösung (DVD, HDTV oder Full-HD) schrumpft das Video ohne größere Qualitätsverluste auf bis zu einem Fünftel der Ursprungsgröße. Diese lässt sich dann auf eine Daten-DVD brennen und ohne Probleme im Blu-ray-Player abspielen.

Lange Rede, kurzer Sinn … Die kostenlose Lösung heißt XMedia Recode. Damit kann ich Videos und Audios in eigentlich alle gängigen Formate umwandeln. XMedia Recode eignet sich auch für Handys, iPods & Co. Hierfür sind vordefinierte Profile bereits vorhanden. Wenn man „XMedia Recode“ für andere Video-Abspiel-Geräte verwenden will, kann man eigene Profile anlegen, sofern man das unterstützte Format kennt

    XMedia Recode

Die schlichte Oberfläche von „XMedia Recode“ macht es einfach, Audio- und Videodateien von einem Format ins andere umzuwandeln. Das Umwandeln läuft wie folgt ab: Quelldatei auswählen, Video- und Audiocodec angeben (evtl. vordefiniertes Profil auswählen), »Job hinzufügen« und auf »Kodieren« klicken. Evtl. zuvor noch die Kapitel und Tags (z.B. Interpret und Titel bei MP3-Dateien) bestimmen. Die Videoauflösung (sprich Größe) kann geändert werden. Und ein Schnitt am Anfang und Ende (je Kapitel) ist sogar auch möglich. Danach das fertige Ergebnis noch aufs Handy oder den mobilen Video-Player ziehen bzw. das Video auf DVD oder Blu-ray-Disc brennen. Fertig!

Noch kurz etwas zu den vom mir erstellten Matroska-Videos. Als Videocodec nehme ich H.264/AVC, als Audio-Codec MP3 oder AAC bei Mehrkanal-Ton wie 5.1. Je nach Videoauflösung nehme ich folgende Bitrate (Kilobit pro Sekunde = kbps): 1200 kbps bei 720x576px (SD wie DVD – sowohl 4:3 und 16:9), 1600 kbps bei 1280 × 720px (HDTV/720p) und etwa 2400 kbps bei 1920 × 1080px (Full-HD).

Natürlich habe ich auch andere Formate getestet. Alles in allen bin ich mit dieser Software hoch zufrieden. Sie bietet alles, was ich benötige. Wer natürlich selbst filmt, braucht eine zusätzliche Videobearbeitungssoftware, die heute aber kaum noch etwas kostet (dafür, was diese leistet). „XMedia Recode“ dient im Wesentlichen der Umwandlung (Konvertierung) in andere Formate. Darin ist sie aber wirklich Spitze!

Download der Version 3.2.0.1 (Stand: 12.11.2014)

53 Millionen Karteikarten digitalisiert und ‚umgezogen’

    53 Millionen Karteikarten = 35 271 Karteikästen = Aneinanderreihung von 12,5 km Länge = 850 Quadratmeter Stellfläche = 31 LKWs = eine handliche Festplatte mit 5 Terabyte

Vor knapp zwei Jahren hatte ich hier die beiden Standorte des DRK Suchdienstes in München und Hamburg kurz vorgestellt – Schwerpunkt München (ein TV-Team hatten den dortigen Suchdienst besucht) mit der so genannten ‚Zentralen Namenskartei’ (ZNK), bestehend aus rund 53 Millionen Karteikarten mit Informationen zu vermissten Soldaten und Zivilpersonen aus dem Zweiten Weltkrieg. Schon 1945 nahm der DRK Suchdienst seine Arbeit auf und widmete sich verzweifelter Familien, die auf der Suche waren nach Söhnen und Ehemännern, Verlobten und Brüdern. 53 Millionen Karteikarten erzählen das Schicksal von rund 30 Millionen Menschen, von zerrissenen Familien und jahrelanger Ungewissheit – oder vom Schicksal der Kinder, die in den Kriegswirren ihre Eltern verloren und nie wussten, woher sie wirklich kamen.

‚Zentrale Namenskartei’ (ZNK) des DRK Suchdienst

Auch heute noch gehen täglich Suchanfragen ein. Es sind jetzt die Enkel, die nach im 2. Weltkrieg vermissten Verwandten suchen.

In den vergangenen 10 Jahren haben fleißige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hamburg und München Karte für Karte dieser Zentralen Namenskartei digitalisiert. Wortwörtlich von A bis Z. 20 Millionen Suchanträge geben Auskunft über Namen, Geburtsort, militärischen Dienstort und vieles mehr. Hinzu kommen dann Karteikarten mit Angaben über Inhaftierung, Entlassung und Verbleib. Insgesamt 53 Millionen Karten haben sich in München seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs angesammelt. Das entspricht 31 voll geladenen LKW. Kurz vor Weihnachten 2013 ging nun die letzte Karte durch den Scanner. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten die Karten per Hand auf speziell dafür konstruierte Scanner gelegt. Oft mussten sie dafür die Unterlagen erst aus Klarsichtfolien holen oder Klammern entfernen. Bis zu 10 Scannerplätze waren parallel im Einsatz.

Scannen der ‚Zentralen Namenskartei’ (ZNK) des DRK Suchdienst

Nach über zehn Jahren Arbeit sind alle Karten digitalisiert und passen jetzt alle auf eine Festplatte mit 5 Terabyte. Abgesehen davon, dass die Karteikarten viel weniger Platz brauchen, ist die ZNK nun leichter und schneller zu bedienen. Gleichzeitig wird der Inhalt der Papierkarten aus der direkten Nachkriegszeit vor dem Verfall geschützt. Die digitale Ablage ist an die originale Karteikartenstruktur angepasst, und so können Fallbearbeiter wie gewohnt, aber jetzt schneller auf die Dokumente zurückgreifen.

Inzwischen sind die Originalkarten – die wichtige historische Dokumente sind – an den Suchdienst-Standort Hamburg umgezogen. Dort werden sie sicher verwahrt, aber weiterhin – z.B. für Forschungszwecke – zugänglich sein. Dabei wurden alle Karteikarten in 35 271 Kästen in Umzugskartons verpackt (was aneinandergereiht eine Strecke von 12,5 Kilometer ergibt) und über zwei Zwischenlager nach Hamburg verfrachtet, da Im Berliner Bundesarchiv kein Platz vorhanden war.

Quelle: drk.de, mittelbayerische.de und stuttgarter-nachrichten.de