Hopfen und Hörnchen

Es ist schon erstaunlich, was in einem Garten so alles gedeiht. Mag es sich aus übriggebliebenem Vogelfutter entwickelt oder durch den Wind herbeigeweht haben. Am Schuppen für unsere Fahrräder und viel Kinderspielgerät wächst der Hopfen. An seinem Laub, das Ahornblättern ähnelt, laben sich kleine Raupen. Und die locker hängenden Blütenrispen erinnern mich an den verzweigten Blütenstand der Weinrebe, wenn sie auch viel kleiner sind.

Hopfen in AlbinZ Garten

Und neben Pflanzen, die sich ohne unseren Willen im Garten aussähen, gibt es manchen Zaungast, der immer wieder vorbeischaut. Wir haben eine Überwachungskamera im Garten installiert. Eigentlich, um zu sehen, welche ungebetenen Eindringlinge sich zeigen. Aber die Kamera hält natürlich auch die Gäste fest, die gern gesehen sind – wie Vögel aller Art, den Igel, der fast täglich im Dunkeln bei uns vorbeischaut, oder Eichhörnchen, die in einem kleinen Futterhaus so manche Wal- oder Erdnuss finden. Ich hatte schon als Kind eine gewisse Zuneigung zu diesen possierlichen Tierchen und erinnere mich an die Zeit in Bremen, als ich mit meinen Eltern durch den Bürgerpark spazierte, in dem sich Eichhörnchen ohne Scheu den Menschen näherten.

Eichhörnchen als Zaungast in AlbinZ Garten

Unserem Nachbarn mag unser Garten eher ein Dorn im Auge sein, wächst dort u.a. auch Brennnessel und Giersch, was als Wildgemüse Eingang in unsere Küche findet. Die jungen, grünen Blätter des Giersch enthalten Vitamin C, Carotin, Calcium, Magnesium, Eisen und Kupfer, sind also gesund. Und das weiß natürlich auch die Fauna zu schätzen. Und so schließt sich in gewisser Hinsicht der kleine natürliche Kreislauf unseres Gartens.

Christas Bärchen 22: Me and My Family … Stiefel von Dogo

Eigentlich hat meine Frau das Bärchensammeln eingestellt. Nach 1.111 Bärchen reicht es. Da sind Bärchen als Teddybären aus den unterschiedlichsten Materialien wie Texilfasern aus Mohair oder Alpaca, aber auch Bären aus Metall oder Holz. Die Größe variiert von wenigen Millimetern bis hin zu weit über einen Meter. Einige habe ich ja in diesem Blog bereits vorgestellt. Dann gibt es auch Bären für den Hausgebrauch wie Kaffeekannen, Teebecher und auf Textilien wie Sweatshirts. Was irgendwie noch fehlte, waren Bärchen, die auf Schuhwerk abgebildet sind. Und es kam so, wie es kommen musste: Bei einem Bummel durchs Hamburger Schanzenviertel letzten Samstag entdeckte meine Frau Boots, auf denen gleich eine ganze Bärenfamilie abgebildet ist. Und so war der Vorsatz, keine weiteren Bärchen zu sammeln, schnell gebrochen. Wenigstens für dieses eine Mal.

Christas Bärchen 22: Me and My Family … Stiefel von dogo

Okay, witzig sehen diese Boots schon aus. Cool – wie unser jüngste Sohn meinte. Zudem sind sie vegan, d.h. nicht aus Leder, sondern aus einem hochwertigen Lederimitat, welches auch bei der Decksohle zum Einsatz kommt. Im Innenteil wurde Alcantara verarbeitet. Kein Tier musste für diese Boots sein Leben lassen. Und bequem sind sie außerdem. Vielleicht muss man etwas ‚verrückt‘ sein, um solche Boots zu tragen. Aber irgendwelche Macken hat ja jeder.

Querbeet (10): Sommerzeit? Irgendwie schon …

In der Mittagspause nutze ich die Zeit, um im Schanzenviertel einzukaufen. Da gibt es ‚den Türken‘, bei dem ich hauptsächlich Gemüse, frische Kräuter, Fladen- und Kräuterbrot, die unterschiedlichsten Cremes aus Frischkäse u.v.m. kaufe; zu finden ist der in der Susannenstraße/Ecke Bartelsstraße.

Helal Pazar - der Türke meines Vertrauens

Heute war ich in ‚Bruno’s Käseladen‘ und habe uns für eine Woche mit leckerem Käse eingedeckt. Käse ist nicht gerade billig. Da sollte es schon etwas Gutes sein. Gleich gegenüber im Schulterblatt befindet sich das Café Stenzel, das natürlich auch Brot verkauft. Erst am Wochenende war ich mit meiner Frau dort und wir haben uns exquisite Obsttorte gegönnt.

Ja, auch das ist das Schanzenviertel.

.... querbett

Angesichts der Tatsache, dass ich bald Urlaub haben werde, sollte ich froh und glücklich sein. Wäre da nicht dieses unerträgliche Wetter. Seit gestern gegen 17 Uhr regnet es in einer Tour, mal etwas weniger, meistens aber mehr, als es für einen Sommer auskömmlich ist. Und die Aussichten sind auch nicht gerade verheißungsvoll. Natürlich muss man nehmen, was kommt, zumindest was das Wetter betrifft. In sonnigere Gefilde wird es uns auch dieses Jahr nicht verschlagen, bekanntlich liegt das Gute oft sehr nah. Und gerade in Norddeutschland gibt es noch reichlich Ecken, in die wir, meine Frau und ich, noch nicht geblickt haben. So lasst uns blicken …

Wigald Boning: Im Zelt – Von einem, der auszog, um draußen zu schlafen

Zelten – da denkt man an Sommerurlaub, romantische Abende am See, an Lagerfeuer, Luftmatratzen und Grillwürstchen. Vielleicht noch an Mücken. Was aber, wenn das Zelt zum Schlafplatz im Alltag wird? Und zwar über Herbst und Winter hinweg, bei Wind und Wetter, über 200 Nächte am Stück? Wigald Boning probiert es aus. Er sagt Matratze und Federbett ade und schläft draußen: auf Campingplätzen und in Flussbetten, auf Häuserdächern und Balkonen, am Strand und auf Parkbänken. Was er dabei erlebt und welcher Traum dabei in Erfüllung geht, erzählt er in diesem Buch.

Wigald Boning schläft draußen: Über ein halbes Jahr, von August bis März, im Zelt. Auf Campingplätzen, in Gärten und Parks, auf Dächern und Balkonen und ja, auch in Flussbetten. Dabei muss er feststellen, dass ein rotes Zelt beim Wildcampen eher ungeeignet ist, eine Woche Dauerregen die Moral erheblich sinken lässt und man in einer Sturmnacht niemals unter einem Baum zelten sollte. Aber er wäre nicht Wigald Boning, wenn er nicht all diesen Widrigkeiten trotzen würde – wozu auch das Kopfschütteln sämtlicher Freunde und Bekannten gehört.
(Kladdentext)

Wigald Boning zeltet im Bremer Weserstadion – SV Werder Bremen

Während ich das Buch Im Zelt: Von einem, der auszog, um draußen zu schlafen las, überlegte ich, wo ich in meinem bisherigen Leben in einem Zelt übernachtet habe. Ein großer Camper bin ich eigentlich nicht. Daher wunderte ich mich, dass ein Zelt doch schon häufig das Dach über meinem Kopf bildete. Meine Schwester hatte mit ihrem Mann in meiner Jugendzeit einen Stellplatz auf einem Campingplatz am Otterstedter See gleich hinter Bremen. Dort war ich natürlich öfter am Wochenende und schlief meist in einem Zelt. Dann war das Zelt öfter Begleiter auf Fahrradtouren durch Norddeutschland. Ich denke da eine Tour durch Ostfriesland, die mich und meinem Kumpel u.a. auch auf die ostfriesische Insel Norderney brachte. Bei einer Jugendherberge konnten wir unser Zelt aufschlagen. Überhaupt zeltete ich öfter auf Inseln, so 1990 u.a. am Mývatn auf Island und fünf Jahre zuvor schon auf der Isle of Skye in Schottland. Fehmarn (Anfang der 1980er Jahre) nicht vergessen (sicherlich später etwas mehr dazu).

Wigard Boning kennen sicherlich viele aus dem Fernsehen. Er hat sich durch manch kuriose Idee hervorgetan. Und so darf man sich nicht wundern, wenn er auf den Einfall kam, während seiner Touren für längere Zeit die Annehmlichkeiten von Hotelzimmern mit dem Zelt im Freien zu tauschen. Dass das auch Stoff für ein Buch sein könnte, war ihm dann wohl schon früh klar. Im Übrigen sammelt Wigard Boning Einkaufszettel und Nasenhaarschneider und ist als Botschafter für eine Initiative von Werder Bremen unterwegs. So nächtigte er auch eine Nacht im Bremer Weserstadion. Zuletzt war Boning mit seinem Roller dabei, die Alpen zu überqueren (dürfte wieder ein Buch dabei herausspringen).

Es ist ein durchaus amüsantes Buch und macht irgendwie Appetit, selbst einmal wieder ein Zelt in der freien Natur aufzuschlagen (es müssen dann ja nicht 200 Tage am Stück werden). Gerade jetzt in der sommerlichen Urlaubszeit ist es sicherlich ein Buch, das noch im Koffer (oder Rucksack) Platz finden dürfte.

Mönche der knotigen Braunwurz

Unser Garten ähnelt einem Urwald. Da kommt es vor, dass sich auch Pflanzen von selbst aussäen. So wächst dort eine Pflanze, von der wir lange nicht wussten, um was es sich dabei handelt. Bis sich eines Tages Raupen auf ihr niederließen. Dank eines Bestimmungsbuches für Schmetterlinge war uns dann klar, dass es sich bei der Pflanze um die knotige Braunwurz handelt. Denn die Raupen waren die des Braunwurz-Mönches, eines Nachtfalters.

Raupen des Braunwurz-Mönches auf der knotigen Braunwurz

Die Raupen sitzen allgemein tagsüber frei an der Pflanze. Offensichtlich wirkt ihre Farbe abschreckend auf Fressfeinde. Sie ernähren sich von Knospen, Blüten und bevorzugt Früchten der Wirtspflanze. Die Verpuppung erfolgt im Herbst im Boden in einem sehr festen Kokon, wobei die Puppen häufig ein bis zwei Jahre überliegen.

Es dauerte nicht lange, bis die Raupen ‚verschwanden‘. Erst dachten wir, sie wären von Vögeln gefressen worden. Jetzt gehen wir davon aus, dass sie sich, nachdem sie sich vollgefressen hatten, auf den Boden haben fallen lassen, um sich dort im Laufe der nächsten Tage oder Wochen zu verpuppen.

Siehe auch:
Raupen von Schmetterlingen (Diestelfalter)
Schmetterlinge
Fauna im Garten
Schmetterlinge in AlbinZ Garten
Gespenstiges Gespinst

G20 – der Kampf für eine gerechtere Welt geht weiter!

Eine meiner Arbeitskolleginnen wohnt in Hamburg-Altona und konnte die drei Nächte bis zum Sonntag nicht richtig schlafen. Es waren nicht nur die Krawalle, es waren die über Hamburg kreisenden Hubschrauber und vieles mehr, was ihr bis zum frühen Morgen den Schlaf raubte.

Eine andere Arbeitskollegin machte am Donnerstag, dem Anreisetag der Gipfelteilnehmer, um 13 Uhr Feierabend, war dann erst um 19 Uhr zu Hause. Ihr Auto stellte sie unterwegs ab, um überhaupt nach Hause zu kommen, und musste dann noch eine Stunde zu Fuß gehen. Viele Straßen waren nicht nur vorübergehend, sondern durchgehend bis in den Abend gesperrt.

Olaf Scholz, Hamburgs Erster Bürgermeister, wird den Tag verdammen, an dem er der Kanzlerin Merkel die Zusage machte, Hamburg als Austragungsort des G20-Gipfels zuzulassen. Vielen, besonders Sicherheitsexperten, galt allein die Nähe der Messehallen als Ort des Gipfels zum Schanzenviertel als äußerst problematisch. Dass sich genau in diesem Viertel Krawalle ereigneten, die bürgerkriegsähnlich zu nennen sind, hätte eigentlich keinen verwundern dürfen. Wenn sich nun neben Scholz auch der Innensenator und der Polizeichef verwundert über das Ausmaß der Ausschreitungen zeigen, zeigt das nur, dass im Wesentlichen nur der eine Teil geplant wurde, die Infrastruktur des Gipfels, nicht aber die Gegenbewegung. Dem letzten sollte das Verhängen eines Versammlungsverbotes über 38 Quadratkilometer der Stadt durch die Polizei Genüge tun.


G20 – Wieder Ausschreitungen auf St. Pauli und in der Schanze

Für die Polizeistrategie war Hartmut Dudde zuständig. Innerhalb der Polizei ist er beliebt, ihm werden Führungskraft und Organisationstalent nachgesagt. Seine Personalie ist aber vor allem ein Zeichen dafür, wie die Polizei an die Proteste herangeht. Auf einer Pressekonferenz stellte er unlängst klar, dass er gewillt ist, alles einzusetzen, was an technischem Equipment zur Verfügung steht. Keine Worte der Deeskalation. Vielen Dank, Herr Dudde!

Gegen den G20-Gipfel formierten sich viele Proteste, die im Wesentlichen friedlich verliefen. Ziel war es, den Gipfel auch zum Symbol des Widerstands werden zu lassen. Zwar zweifelte niemand daran, dass die Staats- und Regierungschefs am Ende in Hamburg ihr Programm durchziehen werden. Aber sie sollten es eben nicht ungestört tun.

Die Proteste – und damit auch die Krawalle durch die linksautonome Szene – richteten sich z.B. gegen die Auswüchse des global ausgerichteten Wirtschaftssystems, gegen Ausbeutung der Menschen in den Ländern der 3. Welt und die Bodenschätze dort. Die Regierungen der Industrieländer als jeweilige Staatsmacht gelten dabei als Bewahrer dieses Systems. Und die Polizei ist die Vertretung dieser Staatsmacht nach außen. Indem sich die linksautonome Szene besonders gegen die Polizei ausrichtet, kämpfen sie gegen die Staatsmacht und damit gegen die herrschenden Strukturen in Politik und Wirtschaft: die Polizei als Feindbild, die notfalls mit Gewalt zu bekämpfen ist.

So wurde der G20-Gipfel auch zu einer Plattform für diese linksextreme Szene. Je lauter die Krawalle, umso mehr Aufmerksamkeit wurde dieser Szene zuteil. Dass am Ende, auch dank des sehr mageren Ergebnisses der eigentlichen G20-Veranstaltung, Bilder von brennenden Barrikaden, geplünderten Läden und vermummten Gestalten bleiben, wird die Randalierer freuen. Damit haben sie ihr Ziel erreicht. Froh sein darf man darüber, dass es trotz der großen Sach- und der vielen Personenschäden, zu keinem Todesfall gekommen ist.

Straßenschlacht zwischen Autonomen und der Polizei – Schulterblatt/Schanzenviertel in Hamburg 07./08.07.2017

Nebenbei bemerkt: Angeblich sollen sich auch rechtsextreme Gruppen an den Krawallen beteiligt haben. Diese sind von den schwarz vermummten Autonomen kaum zu unterscheiden. Und: Während der Krawalle wurden Internet und Mobilfunk gestört, um die Kommunikation zwischen den Randalierern zu unterbinden. Es gab noch einige andere Meldungen im Netz, auch von der Polizei, die sich dann als falsch herausstellen.

Ich bin eben durchs Schanzenviertel gegangen und musste feststellen, dass die gestrige Aktion Hamburg räumt auf ganze Arbeit geleistet hat: Die Spuren der Verwüstung besonders im Schulterblatt sind beseitigt; trotz Regen sitzen die Menschen wieder in den Cafes. Leider haben mein Käsehändler und auch der kleine Teeladen gelitten. Fensterscheiben wurden eingeworfen und sind notdürftig repariert. Das Leben geht weiter, auch wenn es immer noch leicht nach verbranntem Asphalt stinkt.

Hamburg räumt auf – Schulterblatt/Schanzenviertel in Hamburg am 09.07.2017

Fazit: Olaf Scholz, der Bürgermeister, hat sich von der Bundeskanzlerin eine Veranstaltung aufschwatzen lassen, die in einer Stadt wie Hamburg fehl am Platze ist. Hinzu kommt seine geradezu tragisch zu nennende Fehleinschätzung:

Auch hätte sich Scholz, statt im Partnerprogramm Mrs. Trump und Co. das Rathaus zu zeigen, schon etwas früher im Schanzenviertel zeigen sollen. Er trägt die politische Verantwortung Natürlich fordert die Opposition, die CDU und die FDP allen voran, seinen Rücktritt. Was diese hätten besser machen können, sagen sie nicht. Natürlich sind es jetzt die Law-and-Order-Politiker, die besonders laut nach Konsequenzen rufen. Dabei darf eines nicht vergessen werden: Der Einsatz für Frieden, für gerechtere Verteilung der Ressourcen geht weiter. Leider lenken solche Gewaltexzesse, wie jetzt im Hamburg geschehen, von den eigentlichen Problemen ab und spielen den Globalplayern in die Hände.

Nachtrag: Nach dem G20-Gipfel fordert der Einzelhandel in Hamburg einen Ausgleich für die Umsatzeinbußen der Händler in der Innenstadt von angeblich 18 Millionen Euro. Dafür, so in einem offenen Brief an Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), fordert der Einzelhandel zwei zusätzliche verkaufsoffene Sonntage im Dezember, also an zwei Adventssonntagen, als Ausgleich. Ohne Zweifel haben die Händler große Einbußen erlitten, die aber sicherlich zu einem Teil in dieser Woche wieder ausgeglichen werden (nicht nur durch Schaulustige!). Dass die Vorweihnachtszeit mehr und mehr dem Kommerz dient, ist nichts Neues. Aber zwei Adventssonntage zusätzlich einzufordern, ist unverschämt. Mir tun da die Verkäuferinnen und Verkäufer Leid. Zeigt sich hier wieder einmal die „widerliche Fresse des ungezügelten Kapitalismus“?

Der Wahnsinn von Hamburg: G20-Gipfel 2017

Der G20-Gipfel in Hamburg 2017 ist das zwölfte Gipfeltreffen der Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Er wird am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft stattfinden. Neben den Staats- und Regierungschefs der G20-Länder sind auch andere Länder und mehrere internationale Organisationen als Gäste eingeladen. Zahlreiche Organisationen haben Proteste angekündigt, bei denen mit mehreren zehntausend Teilnehmern gerechnet wird.

Hamburg ist nach Presseberichten von Kanzlerin Merkel in Abstimmung mit Bürgermeister Scholz als Veranstaltungsort gewählt worden, um an die Rolle der Stadt als „Tor zur Welt“ zu erinnern. Weiter ehre man so den verstorbenen Sohn der Stadt Helmut Schmidt, der diese Treffen 1975 als Bundeskanzler mit ins Leben gerufen hatte. Der G20-Gipfel soll in den Räumen der Hamburg Messe im Stadtteil St. Pauli stattfinden. Ein Teil der Veranstaltung findet darüber hinaus in der Elbphilharmonie im Stadtteil HafenCity statt.

Angeblich gab es zwischen Merkel und Scholz einen Deal: Wenn Scholz Hamburg als Veranstaltungsort akzeptiere, dann würde Merkel und die Bundesregierung Hamburgs Bewerbung für Olympia 2024 unterstützen. Was mit der Olympiabewerbung geworden ist, wissen wir: Bei einem Referendum entschied sich eine Mehrheit der Bürger gegen Olympia. Jetzt hat Scholz das G20-Treffen an der Backe, ohne irgendeine Gegenleistung, außer dem feuchten Händedruck der Kanzlerin. Statt Hamburg, so empfiehlt ein Anwohner des Schanzenviertels, hätten Merkel und Co. die Queen Mary 2 für ihre Plauschrunden nehmen sollen. Und Videokonferenzen wären sicherlich zeitgemäßer.

Man braucht es eigentlich nicht ausdrücklich betonen: Es gibt wohl kaum einen Ort, der so schlecht geeignet ist für den G20-Gipfel wie Hamburg. Und das mitten in der Stadt. Allein nur durch den Gipfel wird es erhebliche Beeinträchtigung im Straßen-, Schienen- und sicherlich auch im Luftverkehr geben. Viele Firmen machen an den beiden Tagen zu.

Anwohner, besonders die Läden, z.B. im Schanzenviertel (siehe hierzu: NDR – die nordstory: Die Schanze), fürchten zudem die Krawalle durch autonome Gruppierungen.


ARD – G20-Lied – Hier fliegen gleich …

Rund 20.000 Polizisten sollen zum Einsatz kommen. Viele sind jetzt schon auf dem Messegelände und rundum im Einsatz. Hubschrauber kreisen über der Stadt. NATO-Draht (S-Draht) ‚ziert‘ die Bahnstrecke zwischen Hauptbahnhof und Altona. Der ganze Irrsinn kostet dem Steuerzahler mindestens 130 Millionen Euro.

Hamburg – S-Bahn-Station Sternschanze: Polizei jagt Autonome

Nun ich arbeite vielleicht 100 m Luftlinie von dem Schanzenviertel entfernt. Die S-Bahn-Station Sternschanze ist die Haltestelle, an der ich morgens aussteige und von wo ich abends wieder losfahre. Am Freitag, den 7. Juli (und am Samstag, den 8. Juli sowieso) ist meine Firma geschlossen. Am Donnerstag zuvor werde ich wohl schon zur Mittagszeit Feierabend machen, da von der autonomen Szene für diesen Vorabend des Gipfels eine Demonstration („G 20 – Welcome to Hell“) vorgesehen ist, die genau in meinem ‚Einzugsgebiet‘ stattfinden wird. Sollte die S-Bahn-Station Sternschanze blockiert sein, so hoffe ich, über die U-Bahn-Station Schlump zum Hauptbahnhof und von dort möglichst zeitnah nach Hause zu kommen.

Hurricane, das Tief Paul und der den Abend feiernde Busfahrer

Wenn in Scheeßel zwischen Bremen und Hamburg das Hurricane Festival stattfindet, sind Unwetter vorprogrammiert (vielleicht sollten die Veranstalter endlich einmal den Festivalnamen ändern). Mein jüngster Sohn war mit seinen Freunden bereits am Donnerstagmorgen mit einem Zug des Metronoms in Scheeßel angereist. Gut so, denn kurz vor Mittag bescherte uns das Tief Paul in Norddeutschland ein kurzes, aber heftiges Unwetter, das in der Region auf allen Strecken den Bahnverkehr zum Erliegen brachte. Vom Sturm entwurzelte Bäume waren auf Gleise und Oberleitungen gefallen. Besonders auf der Strecke von Hamburg über Buchholz nach Scheeßel ging stundenlang gar nichts mehr. Und das ausgerechnet zum Hurricane-Festival, zu dem viele Besucher mit dem metronom anreisen wollten.

    Metronom – Engagiert auch bei Stillstand

„Um die wartenden und gestrandeten Fahrgäste am späten Abend mit dem Nötigsten zu versorgen, hat metronom in Lüneburg, Uelzen und Buchholz das DRK als Unterstützung hinzugezogen. Im Rahmen ihrer gemeinsamen Kooperation hat das DRK mehr als 8.000 Fahrgäste mit Getränken, Snacks und medizinischer Ersthilfe versorgt. Für mehr als 150 Fahrgäste wurden „Hotelzüge“ bereitgestellt, so dass niemand die Nacht im Freien verbringen musste.“

„‚An vielen Bahnsteigen haben Menschen lange gewartet, ohne dass es eine hilfreiche Durchsage oder Anzeige gab.‘ Das ist doppelt ärgerlich, denn: die Ansagen am Bahnsteig oder Anzeigen an den Bahnhofstafeln kann metronom selbst nicht beeinflussen. Dies ist alleinige Aufgabe der Deutschen Bahn.“
(Quelle: der-metronom.deinzwischen wieder aus dem Netz genommen)

Nun, auch ich war natürlich am Donnerstagnachmittag von Hamburg nach Tostedt in Richtung Bremen unterwegs. Mit der S-Bahn schaffte ich es immerhin bis Hamburg-Harburg. Dort ging dann allerdings nichts mehr. Der Bahnhof war bis hin zum Bahnhofsvorplatz überfüllt mit Menschen. Anreisende zum Hurricane-Festival machten es sich gemütlich und setzten sich in mehreren Kreisen auf ihre mitgebrachten Klappstühle.

Ich versuche, ein Taxi zu bekommen. Aber da hatte ich keine Chance. Dann sah ich, dass ein Bus im Auftrag des Metronoms in den Busbahnhof einfuhr. Der Busfahrer hantierte lange Zeit mit seinem Handy, bis er endlich den wartenden Fahrgästen mitteilte, dass er jetzt Feierabend hätte. Es war gerade kurz nach 16 Uhr 30. Hunderte, nein tausende Fahrgäste warteten auf ein Weiterkommen – und der gute Mann fuhr mit leerem Bus in seinen ‚wohlverdienten‘ Feierabend! Nicht zu glauben!

Nun, Glück im Unglück: Ich lief mehrere Male einem jungen Mann über dem Weg, der auch in meine Richtung wollte und dessen Frau inzwischen unterwegs war, um ihn mit dem Auto abzuholen. Ich konnte dann mitfahren und kam so wenigstens schon einmal bis Buchholz/Nordheide, wo meine Frau mit dem Auto auf mich wartete. Mit knapp zwei Stunden Verspätung kam ich so zu Hause an.

Am nächsten Tag wollte ich morgens wie gewohnt mit dem Zug um 5 Uhr 23 ab Tostedt wieder zur Arbeit nach Hamburg fahren, musste aber feststellen, dass nicht nur ‚mein‘ Zug, sondern auch die vier nächstfolgenden Züge ausfielen. Erst der Zug um 6 Uhr 48 (und dann mit Verspätung) fuhr endlich Richtung Hamburg. Ich nahm den Tag frei, denn auf dem Heimweg musste ich damit rechnen, dass die Züge vom Hamburg nach Bremen über Scheeßel brechendvoll sein würden – eben wegen der zum Hurricane Festival Anreisenden. Später sah ich dann, dass mein Zug, mit dem ich ansonsten am Freitagnachmittag nach Hause fahre, ebenfalls gecancelt wurde.

Eine Nachbarin von mir kam erst gar nicht nach Hause am Donnerstagabend und übernachtete bei ihrer Mutter in einem Altersheim auf der Couch.

Wer wie ich jahrelang mit der Bahn als Pendler unterwegs ist, hat einiges erlebt. Aber dieser Donnerstagnachmittag (samt Freitag) war einer der absoluten Höhepunkte. Wenn man in Hamburg-Harburg auf dem Bahnsteig steht, und weder eine Durchsage (nur die automatischen Hinweise auf Raucherbereiche u.ä. – in einer solchen Situation geradezu ein Hohn!), noch eine Anzeige bekanntgibt, wie es weitergehen könnte (z.B. von wo Busse des Schienenersatzverkehrs abfahren), dann ist das eine Katastrophe. Ich war gegen 16 Uhr 30 in Harburg. Da waren bereits über vier Stunden seit der ersten Streckensperrung vergangen (die Anzeige zeigte einen Zug um 12 Uhr 07 nach Uelzen mit 90 Minuten Verspätung an). Ein Notfallplan scheint nicht zu existieren. Auch wenn die Deutsche Bahn die Verantwortung für die fehlgeschlagene Informationspolitik auf den Bahnhöfen trägt, so hat die Metronom Eisenbahngesellschaft eine gewisse Sorgfaltspflicht gegenüber IHREN Fahrgästen. Aber wie soll das gehen, wenn schon die Personaldecke für den Betrieb der Züge äußerst dünn ist. Es scheint den Metronom auch wenig zu interessieren, wenn wie in Tostedt beide Aufzüge, die zu den Bahnsteigen führen, nicht funktionieren, obwohl fahrplanmäßig nur Metronom-Züge Tostedt anfahren.

Halldór Laxness: Salka Valka

Es hat etwas gedauert, aber endlich habe ich mich durch Halldór LaxnessSalka Valka gekämpft – aus dem Isländischen von Hubert SeelowSteidl Verlag, Göttingen 2011. Der Roman erschien erstmalig 1931-1932.

„Das Mädchen Salka und ihre Mutter können froh sein, daß ihnen jemand Obdach gewährt. Auf ihrem Weg vom Nordland in die Hauptstadt sind sie in einem Fischerdorf hängengeblieben, in dem es schon genug Armut gibt. Bei dem Jungen Arnaldur lernt Salka lesen und erkämpft sich mit der Zeit den Respekt des Ortes. Jahres später wird Arnaldur zum Anführer der isländischen ‚Bolschewisten‘, die im Ort die neue Zeit herbeikämpfen- Bald ist vieles anders – aber ist es auch besser?

Halldór Laxness hat eine urwüchsige Welt im Umbruch in eindringliche Bilder gefaßt. Mit seiner Titelheldin schuf er eine zupackende und kämpferische Frauenfigur, die in der Literatur ihresgleichen sucht. Der kleine Ort am Axlarfjord ist Schauplatz eines breitangelegten Gesellschaftsromans voll starker Charaktere und widerstreitender Gefühle.“
(aus dem Kladdentext)

    Halldór Laxness: Salka Valka

Mit dem Roman ‚Salka Valka‘ stand der spätere Nobelpreisträger Halldor Laxness (1902-1998) erst am Anfang seiner literarischen Entwicklung. Er ist noch keine dreißig Jahre alt, als er den Roman beendet, in dem er auf ein Motiv zurückgreift, das ihn lebenslang beschäftigt, ob in der „Islandglocke“, dem „Fischkonzert“ oder der „Atomstation“. Dies Motiv, dieser Leitgedanke heißt ganz schlicht und ganz maßlos: „Es ist so schwer, ein Mensch zu sein.“

Nichts scheint bedeutungsloser zu sein als das Fischerdorf Oseyri am Axlarfjord, eingeschlossen von Meer und Bergen. Wie die Menschen hier leben und sterben, erzählt der Autor. An diesem Ort scheint es nie schönes Wetter zu geben. Es herrschen Kirche, Heilsarmee und der Kaufmann Johann Bogesen , der als Einziger in einem prächtigen Steinhaus residiert, während die Dorfbevölkerung in feuchten Häusern aus Torfsoden lebt, durch die eisige Winde pfeifen . Bargeld hatte nur er, der reiche Arbeitgeber in Sachen Fisch und Besitzer des einzigen Ladens, wo angeschrieben wird und Almosen verteilt werden. Damit steht der ganze Ort in seiner Schuld und in Sorge, am Ende des Lebens ihm auch noch die Kosten für die eigene Beerdigung schuldig bleiben zu müssen. Bogesen, herrscht zunächst uneingeschränkt. Selbstherrlich verkündet er, dass in seinem Ort zumindest nicht der Hunger herrscht. Doch die Kindersterblichkeit ist auch hier, wie überall in Island, hoch. Das Mädchen Salvör Valgerdur (Salka Valka) und ihre Mutter Sigurlina Jonsdottir, die aus dem Norden geflohen sind, finden hier nur langsam ihre neue Heimat. Die heranwachsende Salka erkennt bald, dass sie nicht in der beste aller Welten lebt, zumal Steinthor, ihr möglicher künftiger Stiefvater, sie im Alter von elf Jahren zu missbrauchen versucht, ehe er vor der Ehe mit ihrer Mutter flieht. Steinthor taucht immer wieder im Dorf auf. Er, der alles ‚Reine und Schöne‘ in ihr zerstören will, übt trotzdem eine eigenartige, ungute Faszination auf das Mädchen aus. Zunehmend wird Salka jedoch von Arnaldur Björnsson angezogen, der sie lesen und schreiben lehrt, bevor er nach Dänemark entschwindet. Als Arnaldur nach Oseyri zurückkehrt, bringt er die Ideen des Sozialismus mit, ist vom Gedanken der russischen Revolution infiziert. Als ‚Vaterlandsverräter‘ bringen die neuen Linken beträchtliche Unruhe in den Ort. Sie gründen einen Konsumverein und organisieren Streiks. Als Salka sich schließlich mit dem Revolutionär Arnaldur einlässt, hat ihre Liebe nur begrenzt Bestand, denn im Grunde ist Arnaldur ein Intellektueller und Träumer, der die abstrakte Menschheit mehr liebt als die Dorfbewohner, die im Konsumverein herumlungern und zum Streikbrechen neigen. Arnaldur sehnt sich nach dem Traumland USA und entschwindet schließlich mit finanzieller Hilfe Salkas. Verglichen mit diesem Elfenjungen fühlt sich Salka wie ein Trollweib. Sie sagt von sich: ‚Ich bin ein Missgeschick, weil es keine Geburtenkontrolle gab.‘

Halldor Laxness war selbst ein Zeit seines Lebens ein Weltenbummler und ein Wanderer zwischen den verschiedenen Weltanschauungen. In jungen Jahren ein Anhänger des Katholizismus, wandte er sich in später sozialistischen Ideen zu und empfand die Sowjetunion als Gegenentwurf zur bestehenden Weltordnung, in der Hunger und Armut herrschten. Seine Romane sind jedoch alles andere als dogmatische Ideenbücher. Der Mikrokosmos in dem Fischerort, der in den Umbruch gerät, erweist sich als äußerst differenziert analysiert und literarisch aufregend gestaltet. Laxness‘ Geschichten sind wie das Leben nicht berechenbar, sondern stecken voller Rätsel, Es geht ihm letztlich immer um Menschen auf der Suche nach der Wahrheit in einer Welt der Lüge und Erniedrigung. Menschen werden manipuliert durch Medien und Ideologien. Der Traum von einer neuen Welt kann so schnell zum Alptraum werden, sei es durch die Diktatur des Geldes oder die Diktatur des Proletariats, die letztlich zur Diktatur der Parteibürokratie und ihrer blutigen Diktatoren wird.

Laxness hat bereits in ‚Salka Valka‘ den politischen Budenzauber mit seinem eigenen, wunderbar grotesken Humor entlarvt, im Übrigen auch die Rolle der BANKEN!
(Quelle u.a. deutschlandfunk.de)

Wie schon früher so habe ich mir eine Liste der Personen gemacht, die diesen Roman besiedeln, der in dem kleinen Fischerdorf (wie so oft bei Laxness, ein fiktiver Ort) Oseyri am Axlarfjord spielt. Der Roman besteht übrigens aus zwei Teilen.

Personen:

Erster Teil – spielt in den Jahren des 1. Weltkrieges

Salvör Valgerdur Jonsdottir (isl. Salvör Valgerður Jónsdóttir), genannt Salka
Sigurlina Jonsdottir, Salkas Mutter
Sigurlinni, Salkas Bruder

Arnaldur (im Kof) Björn(sson), genannt Alli
Herborg, ‚Tante‘ von Arnaldur und Jon

Johann Bogesen, Kaufmann
Agusta (Gusta), Tochter von Bogesen
Angantyr (Tyri), Sohn von Bogesen
Stephensen, Geschäftsführer bei Bogesen

Gudmundur Jonsson, Kadett (der Heilsarmee) und Ruderer
Kapitän Anderson (Heilsarmee)
Thordis Sugurkarlsdottir, Kadettin der Heilsarmee („Todda Trampel“)

Hallgrimur Petersson

Propst und Frau
Arzt

Steinthor Steinsson (auf Marabud), zeitweise Lebenspartner von Salkas Mutter
Steinunn, Steinthors Tante
Eyjolfur, Steinunns Mann

Sveinn Palson, Sattler u.a.
Bibba, seine Tochter

Jukki (Joakim) von Kviar

Zweiter Teil – spielt in den 20er Jahren

Magnus ‚Bucher‘ bzw. Mangi Buchbinder
Sveinbjörg, seine Frau
Pfarrer Sofonias

Beinteinn Jonsson von Krokur
Gudvör, genannt Guja, seine Tochter

Kristofer Torfdal, Führer der ‚Bolschewisten‘ in Reykjavik

Katrinus Eiriksson, Vorarbeiter bei Bogesen

Jon Jonsson, Volksschullehrer

Klaus Hanson, Präsident der Nationalbank in Reykjavik
u.a.

Mit Salka Valka hat Halldór Laxness wieder eine bemerkenswerte Frauenfigur geschaffen. Salka ist keine „positive Heldin“. Sie macht schwere Fehler, sie trifft jedoch ihre Entscheidungen aufgrund des einfachen, gesunden Menschenverstandes. Stark und ohne Angst kämpft sie auch in aussichtslosen Situationen und bewahrt sich so immer ihre Würde. Sie ist keine Siegerin, aber auch kein Opfer, wie viele andere Gestalten in Laxness‘ Romanen. Sie führt voll Stolz ihr eigenes Leben.

Worte zum Wochenende (21. KW 2017): Himmelfahrt eines 100-Jährigen

Dank eines Brückentages erwartet mich und meine Lieben ein verlängertes Wochenende. Morgen ist also Himmelfahrt, den besonders potenzielle Väter für Ausflüge in die berauschende Natur bzw. den natürlichen Rausch nutzen. Leider gibt es bei uns auf der Arbeit diesmal keinen Hummeltag („Früher war alles besser!“).

Worte zum Wochenende (21. KW 2017 – WilliZBlog)

Der heutige Tag ist in meiner Familie ein besonderer. Mein Vater, der vor gut sieben Jahren im gesegneten Alter von 92 Jahren starb, wäre heute 100 Jahre alt geworden. Vor 10 Jahren feierten wir noch seinen 90. Geburtstag. Die Zeit galoppiert.

Das Wetter verspricht – besonders am ‚regulären‘ Wochenende – sommerlich schön zu werden. Da nichts Großartiges anliegt, so werde ich mit meiner Frau die Zeit draußen in der Sonne genießen. Da wartet u.a. ein Roman von Halldór Laxness, endlich zu Ende gelesen zu werden.