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Über WilliZ

Wurde geboren (in Berlin-Schöneberg), lebt (nach einem Abstecher nach Pforzheim, längere Zeit in Bremen und Hamburg) in dem Örtchen Tostedt am Rande der Lüneburger Heide - und interessiert sich für Literatur, Musik, Film und Fotografie (sowohl passiv wie aktiv) ... Ach, und gern verreise ich auch!

Weihnachtsmarkt Bremen 2019

Vorgestern war das Wetter ganz angenehm. So entschlossen sich meine Frau und ich, Bremen und dort dem Weihnachtsmarkt einen Besuch abzustatten. Mit der Bahn ging es am Nachmittag los, denn ein Weihnachtsmarkt entwickelt seinen besonderen Reiz erst dann, wenn es dunkel ist.

Weihnachtsmarkt Bremen 2019
Weihnachtsmarkt Bremen 2019

Noch bis zum 23. Dezember verwandelt sich die Bremer Innenstadt in ein weihnachtliches Dorf aus Buden, Imbissen und Karussells und lädt rund um Roland, Rathaus und Bremer Stadtmusikanten zu einem Bummel über den Weihnachtsmarkt ein.

Weihnachtsmarkt Bremen 2019 - mit Rathaus
Weihnachtsmarkt Bremen 2019 – mit Rathaus

Eigentlich mache ich um Weihnachtsmärkte gern einen großen Bogen, obwohl ich gestehen muss, schon in mehreren Städten über deren Weihnachtsmärkte geschlendert zu sein (in diesem Blog nachzulesen sind Goslar 2010Göttingen 2013Hameln 2016Garmisch-Partenkirchen 2017Hamburg (Santa Pauli) 2018).

Weihnachtsmarkt Bremen 2019
Weihnachtsmarkt Bremen 2019

In Bremen, kommt man aus dem Hauptbahnhof, stolpert man gleich über die ersten Buden. Spätestens ab der Sögestraße waren wir dann mitten im weihnachtlichen Treiben. Und der Marktplatz ist voll gestopft mit Buden, die Handwerkliches, vorallem aber Essen und Trinken anbieten. Mit meiner Frau aß ich dann Kartoffelpuffer mit Apfelmus, den ein Stand mit Kartoffelspezialitäten anbieten und bei dem ich schon vor sehr vielen Jahren mit meiner Mutter gegessen hatte.

Weihnachtsmarkt Bremen 2019 - mit Roland
Weihnachtsmarkt Bremen 2019 – mit Roland

Größer und nach unserer Meinung auch noch interessanter ist der Schlachte-Zauber an der Weser mit dem „Freibeuterdorf der Fogelvreien“, dem historischen, winterlichen und maritimen Markt. Nunmehr zum 16. Mal lädt das eisblaue Vergnügen an Bremens Flussufer ein, und bietet mit winterlicher Stimmung und dem historischen Freibeuterdorf (Freibeuter und Hökerer im Stil der Hanse) eine besondere Atmosphäre. Am Weserufer – gleich hinter den Wehrtürmen gehen wackre Handwerksmeister und -meisterinnen einer untadelhaft Arbeit nach, preisen Krämer und Hökerer ihre Waren an, und sorgen Schankwirte und Fleischhauer für deftig Atzung und trefflich Trank.

Uns, meiner Frau und mir, hat der Weihnachtsmarkt (natürlich besonders der Schlachte-Zauber) in Bremen sehr gut gefallen und wir können ihn nur weiterempfehlen. Im nächsten Jahr sind wieder dabei 😉

Ironisierung der Selbstdarstellung

Neben Twitter und Facebook hat fast jede(r) Hans(i) und Franz(i) auch einen Account bei Instagram. Ich natürlich auch (also nennt mich Hans-Franz). Instagram ist ein werbefinanzierter Onlinedienst zum Teilen von Fotos und Videos, der übrigens zur Datenkrake Facebook gehört.

Wenn nicht gerade Katzenbilder gepostet werden, dann geht es die Speisekarte rauf und runter. Bevor ein Instagram-Nutzer also sein Essen genießt, muss es fotografiert werden, damit alle Abonnenten auch etwas davon haben (Hunger bekommen oder das Würgen). Ein bereits angefressenes Essen geht natürlich nicht.

Im Netz gibt es einen Spaß, der sich damit beschäftigt, die Fotos bekannter Personen widerzugeben, die gerade einen interessierten Blick auf eine bestimmte Sache werfen: Der oder die … looking at Things! Die Mutter dieses Spottes im Netz ist Kim Jong Il und nach seinem Tod natürlich sein Sohn und Nachfolger als Nordkoreas stärkster Mann Kim Jong Un. Inzwischen sind viele dieser Seiten gelöscht, leider!

Unter dem Motto Willi … is doing something! (Willi tut etwas!) möchte ich die Tradition solcher Fotoserien wieder auflegen lassen. Um keinen anderen in irgendeiner Weise näherzutreten, habe ich mich selbst auserkoren, ‚Held‘ dieser Reihe zu sein.

Wie bekloppt muss jemand sein, wenn er laufend Fotos von sich selbst ins Netz stellt. Der Narzissmus lebe hoch! Da ich eigentlich nicht so bekloppt bin, und es trotzdem tue, könnten dabei vielleicht Spuren von Selbstironie enthalten sein. Seht es wie Ihr wollt …

Adventsmusik – very britisch!

Gestern besuchte ich mit meiner Frau die Johanneskirche in Tostedt zu einer Adventsmusik unter dem Motto: Very british! Neben Lesungen aus der Bibel zur Geburt Jesu wurden von dem Chor der Johanneskantorei, dem Posaunenchor und von Frau Maria Bressau an der Orgel – und natürlich auch von den Besuchern der Kirche – Lieder und Musikstücke vorgetragen, die aus England stammen.

    Johanneskirche Tostedt
    Johanneskirche Tostedt

Einiges kam mir bekannt vor, da ich es vom dem Christmas Album der Gruppe Jethro Tull kenne, so u.a. God Rest Ye Merry, Gentlemen, einem traditionellen Weihnachtslied aus England.


Jethro Tull: God Rest Ye Merry, Gentlemen

Zur gleichen Melodie, wenn auch etwas getragender und mit deutschem Text versehen, sang dann die Gemeinde mit Unterstützung von Orgel und dann auch vom Posauenchor das Lied: Es wird nicht immer dunkel sein


Es wird nicht immer dunkel sein ((Text: Manfred Siebald)

Bauplanung ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt (10): Weihnachtliches Richtfest

Zuletzt hatte ich mich hier Mitte Januar d.J. zu dem Bauvorhaben ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt – unmittelbar am Tostedter Bahnhof gelegen – gemeldet. Inzwischen hat sich einiges getan. Der aus vier Häusern bestehende Block (siehe Grafik: Baufenster 1), der sich längs zur Straße erstreckt, ist in seinem äußeren Bestand fertiggestellt.

2. Änderung zum Bebauungsplan Nr. 22 Karlstraße, Tostedt
2. Änderung zum Bebauungsplan Nr. 22 Karlstraße, Tostedt

Das war Anlass, Richtfest zu feiern. Und da wir uns in der Vorweihnachtszeit befinden, so wurde dieses Fest eine Weihnachtsfeier, zu der neben den Honoratioren der Gemeinde, den Handwerkern und allen, die sonstwie u.a. adminstrativ am Bauvorhaben beteiligt sind, auch die Anrainer des Grundstücks am Bahnhof eingeladen wurden. Also auch meine Frau und ich.

Einladung zum weihnachtlichen Richtfest - ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt
Einladung zum weihnachtlichen Richtfest – ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt

Zunächst wurde im Freien Glühwein bzw. Apfelpunch gereicht. Und neben Händeschütteln ergaben sich kurze Gespräche, u.a. mit den Verantwortlichen von der Firma PGN aus Rotenburg/Wümme. Ein Weihnachtsmann beschenkte die anwesenden Kinder mit Süßigkeiten. Die geladenen Gäste durften sich dann Weihnachtsbäume aussuchen, die von der PGN gestiftet wurden. Wer wie wir wollte, konnte sich seinen Baum auch nach Hause liefern lassen (unserer hat leider bisher sein Ziel noch nicht erreicht ist inzwischen angekommen).

Feier des weihnachtlichen Richtfestes - ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt
Feier des weihnachtlichen Richtfestes – ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt

Anschließend ging es in das Innere eines extra aufgestellten Festzeltes.

Feier des weihnachtlichen Richtfestes - ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt
Feier des weihnachtlichen Richtfestes – ‚Am Bahnhof 9/9a‘ in Tostedt

Nach einer kurzen Einleitung von Herrn Nils Neumann (PGN – Kfm. Büroleitung) sprach Herr Gerhard Netzel (SPD – Bürgermeister der Gemeinde Tostedt), der sich noch einmal erfreut darüber zeigte, dass der Schandfleck, wie er das vormalige Fabrikgelände einst nannte, durch das jetzige Bauvorhaben beseitigt sei. Etwas irritiert sei er durch die Voluminösität der bereits errichten Gebäude. Anschließend kam Herr Norbert Behrens (PGN – Akquisition) zu Wort. Leider konnte ich seine Ansprache nicht zu Ende verfolgen, da meine Frau und ich noch einen weiteren Termin hatten und die Feier kurz vor 12 Uhr verlassen mussten. Im Ohr sind mir aber noch seine für mich überraschend ausführlichen Worte zu den kritischen Bemerkungen, die er durch mich zu dem Bauvorhaben in diesem Blog erfahren musste. Auch erinnere ich mich an eine Aussage, eine Einschätzung, die das Grundstück als problematisch bezeichnete. Ich denke, er meinte damit in erster Linie die Bodenbeschaffenheit.

Ansprachen der Herren Nils Neumann / Gerhard Netzel  / Norbert Behrens
Ansprachen der Herren Nils Neumann / Gerhard Netzel / Norbert Behrens

Ich fand diese Veranstaltung aufschlussreich und durchaus im guten Willen angesetzt, wenn auch erneut erwähnt werden musste, dass alles auch hätte anders kommen können (Gewerbegebiet statt Wohnungsbau). Es kommt eben schon auf die Sichtweise an. – Allen eine schöne Vorweihnachtszeit!

Wart Ihr auch alle brav?

Welche Frage? Die Antwort ist klar: Natürlich! Oder doch nicht? Für die hat der gute Nikolaus bekanntlich seine Rute, mit der es dann Schläge geben könnte. Dass das pädagogisch der Schnee von gestern ist, dürfte auch dem Nikolaus bekannt geworden sein. So bleibt es bei der ‚Verwarnung‘. Und wer immer brav und artig war, dem ist es dem bärtigen Mann mit Mütze auch nicht gerade recht. So etwas gibt es nicht, nur noch im Himmel! Kein Mensch ist ein Jahr lang ohne sündhaftes Tun. Also: Wart Ihr auch das ganze letzte Jahr brav?

Willi als Nikolaus - werder-bremisch
Willi als Nikolaus – werder-bremisch

Der Nikolaus

Hurra, gleich kommt der Nikolaus –
O märchenbunte Aura!
Wie glücklich sehn die Kinder aus!
Sie heißen Tim und Laura.

Jetzt klingelt es! Hurra, wie toll!
Wir haben ihm geschrieben,
Wie er die beiden loben soll:
Wir kennen unsre Lieben.

Er spricht. Und schmeißt sie durcheinand’,
Die Namen, Zahlen, Daten.
Das Briefing scheint ihm unbekannt.
Er spricht von bösen Taten.

O Nikolaus, o süßer Brauch.
O Todesangst der Kleinen.
Das Glück ist weg, die Kohle auch.
Die Frau fängt an zu weinen.

von Thomas Gsella (Festgedichte: mit Zeichnungen von Rudi Hurzlmeier)

Willi auf Radtour (07): Baum fällt

Letzten Sonntag gab es eine Tatort-Folge aus Wien mit dem Titel ‚Baum fällt‘ (Video ist verfügbar bis zum 24.12.2019). Es ging dabei u.a. um die Rodung von Wäldern in Osteuropa. Die Bäume wurden in dem Film von einem Sägewerk in Österreich billig aufgekauft und weiter u.a. zu Pellets verarbeitet. Das ist in zweifacher Hinsicht nicht gerade umweltfreundlich: Die gerodelten Flächen werden nicht wieder aufgeforstet und Pellets geben u.a. Feinstaub und Ruß ab. Von Nachhaltigkeit kann da keine Rede sein.

Ich bin lange Zeit mit der Bahn gefahren und wurde in meinem Fortkommen oft durch ins Gleis gefallene Bäume aufgehalten. Die Bahn will dem jetzt entgegenwirken, d.h. Bäume fällen, die spätestens beim nächsten Sturm der Bahn gefährlich werden könnten. Ein richtiges Konzept wie die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) scheint die Deutsche Bahn (DB) aber immer noch nicht zu haben.

Gefällte Bäume an der Bahnstrecke Hamburg - Bremen
Gefällte Bäume an der Bahnstrecke Hamburg – Bremen

Auf meiner Tour mit dem Fahrrad rund um meinen Wohnort bin ich auch in die Nähe der Bahnstrecke Hamburg – Bremen gekommen und musste mich doch sehr wundern, wie hier zahlreiche Bäume der großen Keule resp. Säge zum Opfer fielen. Ob das in dieser Form notwendig war (zwischen den Bäumen und den Gleisen gibt es noch einen Graben), möchte ich bezweifeln.

Gefällte Bäume an der Bahnstrecke Hamburg - Bremen
Gefällte Bäume an der Bahnstrecke Hamburg – Bremen

So viel vorerst zu meinen Radtouren rund um Tostedt. Ich habe die geschossenen Fotos zu einem kleinen Video zusammengefasst, das Ihr nachfolgend betrachten könnt:


Willi auf Radtour rund um Tostedt/Lüneburger Heide im November 2019

Willi auf Radtour (06): Gewässer rund um Tostedt

Jetzt als Rentner habe ich die Zeit, die Umgebung von meinem Wohnort, Tostedt, per Fahrrad ein wenig zu erkunden. Klar kannte ich bereits einige der Gewässer, die rund um Tostedt fließen und hier in der Nähe auch entspringen. Da ist die Oste, ein Flüsslein von 149,4 km Länge. Oder die Este mit 62,3 km. Beides sind Nebenflüsse der Elbe. Etwas weiter westlich von der Oste entspringt die Wümme, der 118 km lange Hauptquellfluss der Lesum, die ab der Vereinigung mit der von Nordosten (rechts) herankommenden Hamme noch weitere 10 Kilometer bis zur Mündung in die Unterweser zurücklegt.

Wümme, Oste und Este - Flüsse rund um Tostedt
Wümme, Oste und Este – Flüsse rund um Tostedt

Nach diesem Plan oben entspringt die Oste ‚in‘ Tostedt, was nicht ganz falsch ist. Es ist der so genannte Tostedter Graben, der sich durch mehrere Zuflüsse weitet und zunächst durch den Wald namens Düvelshöpen fließt, dann einen der Ursprünge der Oste bildet.

Tostedter Graben im Düvelshöpen (Zufluss zur Oste)
Tostedter Graben im Düvelshöpen (Zufluss zur Oste)

Mitten in Tostedt (südlich der B75) hat der Todtglüsinger Bach seinen Ursprung, bildet zwischendurch kleine idyllisch gelegene Teiche, bevor er gen Osten der Este entgegenfließt.

Todtglüsinger Bach (Zufluss zur Este)
Todtglüsinger Bach (Zufluss zur Este)

In Bötersheim, nordöstlich von Tostedt, hat die Este jetzt im Herbst durch das Regenwasser schon etwas Fahrt aufgenommen.

Este bei Bötersheim
Este bei Bötersheim

Ebenfalls in Bötersheim gibt es ziemlich versteckt in einem Wäldchen eine Quelle, deshalb auch Bötersheimer Quelle genannt, die vor sich hin blubbert und ebenfalls die Este nährt.

Bötersheimer Quelle
Bötersheimer Quelle

Vergesse ich die Wümme nicht, ein Fluss, der ebenfalls hier in der Nähe entspringt. Rund 1,3 km südlich vom Schafstall Riepshof führt die Straße Richtung Königsmoor über eine kleine Brücke.

Wümme bei Riepshof
Wümme bei Riepshof

Nördlich der Bundesstraße B 75, die durch Tostedt führt, unweit der Johannes-Kirche hat der Dohrener Mühlenbach seinen Urspruch. Hier nennt man das schmale Gewässer nach dem niederdeutschen Namen des Ortes (Töst) auch die Töste. Zu diesem Gewässer, das nordwestlich von Bötersheim in die Este fließt, habe ich mich schon vor geraumer Zeit etwas intensiver beschäftigt: Die Töste – Dohrener Mühlenbach

siehe auch: Willi auf Radtour (03): Brücken

Willi auf Radtour (05): Schafstall ohne Schafe

Heide verbinden wir oft mit Schafen. Die Lüneburger Heide mit Heidschnucken. Im Umfeld meines Wohnortes sind Schafe aber eher rar. Auf einer Radtour bin ich zwar beim Schafstall Riepshof vorbei gekommen. Aber der dient eher als Begegnungsstätte für zahlreiche Anlässe. Schafe gibt es hier nicht (mehr).

Schafstall Riepshof
Schafstall Riepshof

Schafe fand ich dann aber auf einer anderen Tour, die mich u.a. von Todtglüsingen in Richtung Neddernhof führte, beides gehört zu Tostedt. Neben einer Heidschnucke graste auch ein normales Hausschaf.

Schafe auf der Wiese bei Todtglüsingen
Schafe auf der Wiese bei Todtglüsingen

Wer Schafe, speziell Heidschnucken, in einer Herde sehen will, der muss schon etwas tiefer in die Heide fahren. In Schneverdingen zum Beispiel ist jeden Morgen gegen 10:30 h am Schafstall am Höpen von Ostern bis Oktober (dieser Zeitraum gilt auch als Blütezeit der Heide) der öffentliche Heidschnuckenaustrieb (Eintrieb gegen 17 Uhr) zu sehen. Hier an der L 171 und in der Nähe des Heide-Kiosks sind die Heidschnucken von Schneverdingens Schäfer Günther Beuße zu Hause. Insgesamt ziehen über 9.000 Heidschnucken in 13 Herden an 365 Tagen im Jahr durch die Heideflächen der Lüneburger Heide.

Statt Europa nun doch Abstiegskampf?!

Es läuft nicht rund beim SV Werder Bremen. In den letzten Wochen habe ich mir hier Kommentare erspart. Was soll ich da schreiben: Toll gespielt und doch verloren? Immerhin Punkte geholt in Dortmund, Frankfurt und Leverkusen? Pech gehabt gegen Hertha und den FC Freiburg (jeweils nur unentschieden gespielt)!

Nun gegen Schalke, die trotz magerer Fußballkost dank des 2:1-Sieges in Bremen ähnlich wie vor zwei Jahren vorn mitmischen, ging schief, was schief gehen konnte. Der einzigste Höhepunkt war da der Auftritt von Oldie Claudio Pizarro – und auch nur wegen seiner ’neuen‘ Frisur:

Werder verliert gegen Schalke 1:2 trotz schnieken Pizarro
Werder verliert gegen Schalke 1:2 trotz schnieken Pizarro

Statt Europa winkt jetzt ein Abstiegskampf. Und wenn es hart auf hart kommt, wird nichts mit einem erneuten Nordderby gegen den HSV (wenn die Hamburger auf- und die Bremer absteigen).

Oh ja, Abstiegskampf – denn es geht jetzt gegen Mannschaften wie Paderborn (14. Spieltag), Mainz (16. Spieltag) und Köln (17. Spieltag), also die drei Letzten der Fußball-Bundesliga. Und dann warten auch noch Brocken wie Wolfsburg (nächster Spieltag) und Bayern (15. Spieltag) auf die Bremer (und das auch noch auswärts).

Okay, natürlich gibt es in einem Jahr wieder das Nordderby. Aber nach acht Spielen ohne Sieg (drei Niederlagen und fünf Unentschieden) müssen so langsam wieder Punkte eingefahren werden, um dann – wenigstens das – im Mittelfeld der Bundesliga dahinzudümpeln. Eher glaube ich an den Weihnachtsmann als an eine Qualifikation für Europa. Und Weihnachten ist ja auch schon bald …

Quiz zum Wochenende (02): Brücken

Ich hatte es bereits angekündigt: Brücken! Brücken verbinden. Ob nun das eine Ufer mit dem anderen oder Menschen. Stellen wir uns die Frage, welche Brücken wir kennen, welche besonders berühmt sind, dann kommen zumindest mir gleich folgende Brücken in den Sinn: die Golden Gate Bridge am Eingang zur Bucht von San Francisco oder die Tower Bridge in London. Als Nordeutsche kenne ich natürlich die Köhlbrandbrücke in Hamburg, über die ich nicht nur im Auto, sondern auch schon einmal mit dem Fahrrad gefahren bin. Als Bahnfahrer kenne ich natürlich die Hohenzollernbrücke in Köln. Wer aus Norden kommt überquert hier den Rhein, bevor er in den Kölner Hauptbahnhof einfährt. Aus deutscher Sicht geschichtsträchtig ist die Glienicker Brücke über die Havel zwischen Berlin und Potsdam, als Agentenbrücke bekannt, über die während des kalten Krieges Spione ausgetauscht wurden.

Aber es gibt natürlich auch noch andere Brücken, von denen ich hier auch noch die eine oder andere zeige: Elemente im Kletterwald, die als Brücke dienen, die Kommandobrücke auf einem Schiff oder eine Seebrücke. Manche tragen Brücken im Mund. Turner machen Brücken. Oder wir haben Brücken, kleinforamtige Teppiche, in der guten Stube.

Hier vierzehn Brücken, die ich im Bild festgehalten habe. Vielleicht kennt Ihr ja die eine oder andere Brücke und wisst, wo diese zu finden sind. Die Auflösung findet Ihr im Kommentar:

(1) Steine, die als Brücke dienen (2) Plattform, eine ‚halbe‘ Brücke
(3) ‚Brücke‘ im Kletterwald (4) Seebrücke
(5) Brücke aus Stein (6) Brücke aus Stahl
(7)Hängebrücke (8) Schiffsbrücke (auch eine ‚Brücke‘)
(9) Brücke aus Holz (10) Schrägseilbrücke
(11) Brücke mit Haus (12) Eisenbahnbrücke mit vielen Liebesschlössern
(13) Baumgipfelpfad (14) Seebrücke in die Ostsee – 2019 © ARD

Willi auf Radtour (04): Baseball in Dohren

Auf meiner Radtour durch die Gegend um Tostedt bin ich auch nach Dohren gelangt. Der Ort gehört zur Samtgemeinde Tostedt und ist durchgehend landlich geprägt (früher hätte ich von ‚Kuhdorf‘ gesprochen). Für Baseball-Experten ist der Ort allerdings bundesweit bekannt, denn hier gibt es die Wild Farmers, einen Baseballverein, der es bis in die höchste deutsche Spielklasse, der 1. Baseball-Bundesliga Nord, geschafft hat und sich dort nun schon einige Jahre behauptet.

Dohren: Große Anzeigetafel Dohren Wild Farmers
Dohren: Große Anzeigetafel Dohren Wild Farmers

Ich weiß es zwar nicht genau, aber der Name Wild Farmers leitet sich wohl vom KFZ-Kennzeichen für den Landkreis Harburg ab, zu dem Dohren gehört: WL nach der Kreisstadt Winsen (Luhe). Gern wird dieses Kennzeichen als ‚Wilder Landwirt‘ übersetzt, was auf Englisch bekanntlich ‚Wild Farmer‘ heißt.

Dohren: Baseballspielfeld
Dohren: Baseballspielfeld

Es ist bereits 15 Jahre her, da versuchte es der jüngere meiner beiden Söhne auch mit Baseball und war Mitglied der Schülermannschaft. Diese gewann 2004 die niedersächsische Meisterschaft und durfte somit auch an der deutschen Schülermeisterschaft teilnehmen, die in Mannheim stattfand. Allzu erfolgreich waren da die jungen wilden Landwirte allerdings nicht.

Niedersachsenmeister Schüler 2004: Dohren Wild Farmers - Siegerehrung
Niedersachsenmeister Schüler 2004: Dohren Wild Farmers – Siegerehrung

Hier die Spielregeln des Baseballs als PDF-Datei